Tochter so vergesslich - wie ändern???

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Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team
  • Meine Kinder haben AD(H)S, sie vergessen enorm viel.


    Bei meinen Kinder weiss ich, dass sie zB. visuelle Reize besser abspeichern als gehörtes. Ihnen hilft es bei manchen Sachen, sich Dinge zu verschriftlichen und an einen Ort hinzupappen.
    Mein Sohn hat in der Schule auf dem Pult einen Zettel Pappen, dass er an dem Tag, an dem er anschliessend Religion hat, nicht den Ranzen in der Schule vergisst. Oder ein Zettel an der Tür, dass am Tag, an dem Turnen ist an Turnsack, Fahrrad, Helm und Leuchtweste denkt. usw.


    Manchmal hilft auch genügend Ersatz-Material. In der Schule muss mein Sohn zwischen 2 Klassenzimmer pendeln und meist hatte er dann sein Etui genau im falschen Zimmer, was die Lehrerin nervt. Nun hat er einfach drei Etuis. Ein fürs Klassenzimmer A, eines fürd Klassenzimmer B und eines für Zuhause. So muss er gar keines mehr irgendwohin transportieren.


    Ein genügend grosser Ersatzpool an Geodreieck, Radiergummis, Leimstifte, Taschenrechner, Füllfeder...usw. gehört auch dazu. Ich habe auch schon beim Lehrmittelverlag einige Bücher doppelt angeschafft, weil das benötigte es nicht recht von der Schule nach Hause und umgekehrt schaffte.


    Es braucht viel Humor.


    Es braucht ein gutes Vorleben: "Wenn man viel vergisst, muss man flexibel sein und einen guten Plan B entwickeln". Im Urlaub kann man auch noch Unterhosen, Schuhe, Zahnpasta nachkaufen, das ist nicht tragisch. Oder man kann sich auch mal was Express nachsenden lassen. Es gibt immer einen Weg


    Da meine Grosse immer wieder Einträge bekommen hat, weil sie vergessen hat etwas von mir unterschreiben zu lassen, habe ich ihr erlaubt so doofe Infozettel, die ich eh dreifach bekomme, selber zu unterschreiben...mit meiner Unterschrift #angst


    Man muss ein Auge darauf haben, wenn die andauernden, alltäglichen Katastrophen am Selbstwertgefühl kratzen. Dann braucht es evtl. auch ein bisschen seelische Unterstützung.


    Ich habe auch gute Erfahrung mit einem gutem Austausch mit den Lehrpersonen. Dass sie wissen, dass man das Problem sieht, daran arbeitet, froh ist um Unterstützung.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Oh, oh, wenn sie die Unterschrift erst mal kann, wird ihr eventuell noch einfallen, was man damit noch alles machen kann. Ich bin zum Beispiel recht oft spontan krank geworden. #angst

  • das möchte ich beides unterschreiben.


    dinge wie fremdwörterlisten usw. werden hier im hause inzwischen konsequent mit dem kinder-tablet abfotografiert, damit sie auch am nächsten und übernächsten tag gelernt werden können, wenn das buch in der schule liegen geblieben ist.

    ko_nijntje mit muck (2004), mogli (2006), miep (2007) und mimir (2011)

  • Hallo :)!


    Ich kann sehr gut nachvollziehen was du meinst. Ich habe auch so ein Exemplar hier. Das wird mittlerweile aber schon 15.
    Bei uns hat es nur geholfen, Verantwortlichkeiten zu trainieren. Da brauchst du aber einen wirklich langen Atem für und eine hohe Frustrationstoleranz. Bei uns war es so, wenn im Hausaufgabenheft nichts gestanden hat, musste sie zu ihrer Schulfreundin gehen, und dort abschreiben, was sie in ihrem Hausaufgabenheft geschrieben hatte. Wenn diese Freundin gerade nicht zugreifen war, musste sie einen anderen Klassenkameraden anrufen und dort in Erfahrung bringen was sie auf hatte. Wenn sie ihre Bücher in der Schule vergessen hatte, um Hausaufgaben machen zu können, musste sie zur Schule zurück laufen und die Bücher holen. Das Gleiche lässt sich auf Turnbeutel, Schals Mützen und Jacken übertragen.
    Heute sind es Kleinigkeiten die sie vergisst, sei es das warme Halstuch für die Klassenfahrt, der Zettel mit den Adressen für Postkarten zu schreiben, oder eben die Bänder für die Haare.
    Im Prinzip ist es so, wenn sie an ihre Sachen nicht denkt, muss sie damit leben wenn sie sie nicht hat.
    Anders funktioniert es nicht, das Gehirn zu trainieren, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und neue Strategien zu entwickeln. Sich an Dinge zu erinnern, ist ein Lernprozess.
    Wenn meine Tochter in den Keller geht, kann es sein dass sie statt mit der neuen Tüte Tee, mit Milch hoch kommt . Dann muss sie halt nochmal gehen.
    Sicherlich nervt das. Aber es ist ein Lernprozess, der andauernd kann bis das Kind über die Volljährigkeit hinaus ist.
    Da hilft nur viel Geduld von den Eltern und eine gut trainierte Frustrationstoleranz.


    Und genau das wünsche ich dir und deinem Partner. :)

    Es grüßt Tine 8)

    mit Tochter *2000, Sohn *2003 und Tochter *2011

  • :D Genauso machen wir das hier, seid sie in der Schule ist.
    Ich hab schon so viele Füller, Bleistifte, lineale, Anspitzer usw. gekauft und immer Reserve bei mir im Schreibtisch.


    Blöd ist nur, wenn zum Beispiel ständig die Jacke vergessen wird, weil morgens ist es zwar kalt, aber am Nachmittag scheint die Sonne und da bleibt die Jacke in der Schule. Und wenn das an mehreren Tagen nacheinander passiert, wird es hier manchmal echt eng. :/



    Ansonsten bin ich jetzt irgendwie wieder entspannter deswegen, nachdem ich hier geschrieben und die ganzen Antworten gelesen habe.


    Sie ist halt so. Kann ich nicht ändern. Nur annehmen und das beste draus machen.
    Gibt schlimmeres.



    Vielen Dank nochmal an alle! #kuss

    Liebe Grüße vom Mutterschaf
    mit Lämmchen Nr.1 #female 07/04, Lämmchen Nr.2 #male 09/06, Lämmchen Nr.3 #male 04/12, Lämmchen Nr.4 #female 05/15 sowie "Bock" #love und Hütehund #herz