Austausch Waldorfschule

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  • wir hatten halt auch Leute in der Klasse, die mit 15 noch nicht flüssig vorlesen konnten

    Das war dann mein Mann #freu Der hat dann aber später auch noch Jura studiert. Manche brauchen ein bisschen länger.

    Bei und sind diese Kollegen nach der 10. mit Hauptschulabschluss abgegangen (was ja eigentlich nicht Waldorf-mäßig ist).


    Dass man mehr Zeit bekommt, finde ich aber gut. Ich habe auch einen Cousin, der sich lange nur durchgeschleppt hat und dann kurz vor Schluss noch die Kurve gekriegt hat.

  • Böhmermann hat wohl auch was zum Thema zu sagen. Heute ZDF Magazin Royal.

    In Kooperation mit Krautreporter.:


    So esoterisch ist die Ausbildung zur Waldorf-Lehrkraft
    Manche Lehrkräfte lernen, „mit Engeln zusammen zu arbeiten“. Das ist Waldorf-Pädagogik – und wird vom Staat anerkannt. Wie kann das sein?
    krautreporter.de


    Verzögert das System Waldorf die Aufklärung von Gewalttaten?
    Übergriffe durch Lehrkräfte blieben an Waldorfschulen teils über Jahre unentdeckt. Unsere Analyse zeigt: Die Fälle haben Gemeinsamkeiten.
    krautreporter.us8.list-manage.com


    So viel Geld steckt der deutsche Staat in Waldorfschulen
    Ohne systematisch zu prüfen, was damit passiert. Kontrollen in Schweden und England zeigen, warum das ein Fehler ist.
    krautreporter.us8.list-manage.com


    So werden Waldorf-Kritiker:innen eingeschüchtert
    Zur Not ziehen der Bund der Freien Waldorfschulen und die Anthroposophische Gesellschaft gegen sie vor Gericht.
    krautreporter.us8.list-manage.com

  • Ich habe beruflich mit vielen Schulen der Umgebung zu tun. Wir haben 2 Waldorf Schulen in der Umgebung und die Unterschiede sind krass. Von der einen Schule kommen offene, gebildete Schüler mit denen man gut diskutieren kann und die über aktuelle Themen (Energiewende, Klimawandel) bescheid wissen. Die Klassen sind gut mit den guten Gymnasium Klassen vergleichbar.

    Den Kindern von der anderen Schule wird das aktuelle Wissen vorenthalten. Es ist echt auffällig was die alles nicht Wissen im Vergleich mit ihren Altersgenossen. Die hängen Jahre in der allgemein Bildung zurück und sind mit deutlich jüngeren Schülern vergleichbar. Sie können sich viel schlechter konzentrieren und nicht diskutieren. Auch die Lehrkräfte sind vom erscheinen und auftreten völlig anders. (Auch sind sie nur in einer der Schulen gewaschen und sauber)

    Von dem her sehe ich da echt große Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen und denke auch, dass sich da über die nächsten Jahre ein bisschen eine Spaltung zeigen wird. Walddorf bedeutet in jeder Schule doch was anderes.

    Die Zusammensetzung der SchülerInnen ist in beiden Fällen ohne multikulturellen Hintergrund.

  • Ja, Kalix das denke ich auch, jede Schule ist anders.

    Meine Große war bis letztes Jahr auch auf der Waldorfschule, hat den Realschulabschluss gemacht und ist dann auf eigenen Wunsch hin aufs SG gewechselt.

    Mein Sohn - 8. Klasse jetzt, gleiche Waldorfschule wird jetzt wechseln auf die Förderschule. Wenn der Antrag mal durch ist.

    Ich stehe mittlerweile dieser (unserer) Waldorfschule kritisch gegenüber, was aber meiner Meinung nach mit den Lehrern zu tun hat. Vielleicht ist das die gleiche Schule, auf die deine Kinder, Kuekenmama gehen, wenn ich dich richtig verorte.

    An dieser Schule läuft einiges schief, was wir jetzt ausbaden müssen. Ich habe da genauso meinen Anteil dran, ich hätte einfach früher reagieren müssen, aber von dem Glauben, dass dort Kinder gut aufgehoben sind, die sich nicht in Schubladen stecken lassen, bin ich mittlerweile sehr weit weg. Stattdessen passen dort Kinder hin, die sich anpassen können und die nicht aus der Reihe tanzen. Jedenfalls ist das unsere Erfahrung an dieser Schule. Aber wie schon gesagt, es steht und fällt mit dem/den Lehrer/n. An jeder Schule.

  • ja aber was heißt es bedeutet in jeder Schule was anders. Waldorf beruht auf Steiner und auf die Anthroposophie. Und das beruht alles auf dem was sich Steiner so ausgedacht (!!) hat ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage. Ich versteh nach wie vor nicht, wie man sein Kind da haben will?


    Ich mein da unterrichten Menschen die nicht auf Lehramt studiert haben und haben dann die Kids bis Klasse 8 in fast allen Fächern? Das kann doch nicht funktionieren.

  • Zauberfee

    Tut mir Leid, dass ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt. Wie gesagt, mein Mann war ja auch auf der Schule und sicher kein Kind, was sich angepasst hat. Aber er hatte auch einen tollen Lehrer (der ist inzwischen im Ruhestand). Wir werden sehen, wie es für uns weitergeht. Mein Kind ist ja auch nicht so der Typ "läuft einfach mit".


    Ansonsten bin ich erstmal raus hier. Wir haben uns diese Schulwahl natürlich gut überlegt. Ich sehe mich hier aber nicht in der Lage das Waldorfschulsystem im Gesamten zu verteidigen, dafür bin ich glaube ich zu wenig drin. Muss ja auch niemand sein Kind dort hinschicken, wenn er das nicht möchte. Insgesamt finde ich die kritischen Berichte durchaus gut, so kann sich jeder sein Bild machen.

  • ja aber was heißt es bedeutet in jeder Schule was anders. Waldorf beruht auf Steiner und auf die Anthroposophie. Und das beruht alles auf dem was sich Steiner so ausgedacht (!!) hat ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage. Ich versteh nach wie vor nicht, wie man sein Kind da haben will?


    Ich mein da unterrichten Menschen die nicht auf Lehramt studiert haben und haben dann die Kids bis Klasse 8 in fast allen Fächern? Das kann doch nicht funktionieren.

    Ich war hier in einer Gründungsini, Voraussetzung für die Lehrkräfte war definitiv 2tes Staatsexamen plus Waldorf-Zusatzausbildung. Hätte das Schulamt auch nicht anders abgesegnet. Das ist übrigens auch noch mal ein großer Unterschied, was das jeweilige Schulamt so abnickt und wie genau es hin schaut. Betrifft aber die Regelschulen ganz genau so.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Zauberfee

    Tut mir Leid, dass ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt. Wie gesagt, mein Mann war ja auch auf der Schule und sicher kein Kind, was sich angepasst hat. Aber er hatte auch einen tollen Lehrer (der ist inzwischen im Ruhestand). Wir werden sehen, wie es für uns weitergeht. Mein Kind ist ja auch nicht so der Typ "läuft einfach mit".


    Ansonsten bin ich erstmal raus hier. Wir haben uns diese Schulwahl natürlich gut überlegt. Ich sehe mich hier aber nicht in der Lage das Waldorfschulsystem im Gesamten zu verteidigen, dafür bin ich glaube ich zu wenig drin. Muss ja auch niemand sein Kind dort hinschicken, wenn er das nicht möchte. Insgesamt finde ich die kritischen Berichte durchaus gut, so kann sich jeder sein Bild machen.

    Tut mir leid, ich wollte dich nicht vertreiben.

    Ich bin schon weg hier, wollte nur kurz erzählen, wie es uns an der Schule erging.

    Ich bin niemand der nun überall über die Schule herzieht, nur weil es uns dort jetzt schlecht geht.

    Habe einfach nur von unserer Erfahrung berichtet.

  • Ich mein da unterrichten Menschen die nicht auf Lehramt studiert haben und haben dann die Kids bis Klasse 8 in fast allen Fächern? Das kann doch nicht funktionieren.

    das stimmte zb bei 90% meiner früheren Lehrer nicht. Die hatten fast alle ein normales Studium und haben dann den Waldorflehrer aufgesattelt.


    Ich denke die "Quereinsteigerquote" ist bei staatlichen Schulen ähnlich.


    Mit rechten Tendenzen hatten wir auch keine Probleme, jedenfalls keine die ich mitbekommen hätte. Unser 12. Klassenspiel war zb "Ghetto".


    Steinerrische Ansichten wurden uns auch nicht offen vermittelt. Ich weiß ehrlich gesagt immer noch recht wenig darüber, obwohl meine Eltern beide Waldorflehrer sind. Sie interessieren mich nicht. Grundtendenzen ja und alles was ich für Blödsinn halte, kann ich auch gut sagen und bitte es nicht an meine Tochter ran zu tragen (zb das sich jede Seele ihr Schicksal selbst aussucht oder das Krankheiten (Kinderkrankheiten) den Charakter formen). Aber das ist mit Religion das gleiche, da möchte ich auch nicht, dass das an meine Tochter herangetragen wird, auch wenn das viel anerkannterer Quatsch ist.


    Ich glaube auch, dass die Schulen sehr Lehrer abhängig sind, aber das wird in anderen Schulsystemen ja nicht anders sein.


    Zudem hatte ich wohl das Glück, dass wir eine recht fortschrittliche Schule waren. Ein Jahrgang unter mir hatten zb schon IT Unterricht (ich bin 40).

    #sonne Nachhaltigkeitskongress 20+ Strategien zum nachhaltigen Investieren #sonne vom 27.04-01.05. Hier kann man sich noch das Kongresspakte sichern, wenn man den Kongress verpasst hat. #sonne

  • Religion ist ein gutes Stichwort. Wer das nicht möchte würde sein Kind ja auch eher nicht auf eine katholische Schule schicken. Und Waldorf hat letztlich auch sektenartige Strukturen.

  • Lach du bist 40 und findest das fortschrittlich?

    Ok

    Ich bin wesentlich wesentlich älter Bad selbstverständlich gab es bei uns diesen IT Quatsch 😅


    Will sagen hab mir die krautreporter durchgelesen usw

    Ich glaubedeshalb dass Waldorf genau das ausmacht

    In Schubladen gesteckt zu werden

    Wenn das passt kann das für den einzelnen ja ganz wunderbar funktionieren

    Zu einer diversenaufgeschlossenen Gesellschaft trägt das leider nicht bei


    Ganz übel finde ich wie Journalisten verfolgt werden. Das gebaren hat mich total an eine Sekte erinnert.

    Also danke fürs verlinken

    Wir sind leider auch von dieser xxxx piep Ideologie betroffen


    Und sei es nur dass dir um die Ohren geknallt wird dass du an deiner Krankheit ja selbst schuld bist

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Lach du bist 40 und findest das fortschrittlich?

    Ok

    Ich bin wesentlich wesentlich älter Bad selbstverständlich gab es bei uns diesen IT Quatsch 😅

    für eine Waldorfschule zu der Zeit ja! Medien und Waldorf passen ja nicht so gut zusammen.


    Eigentlich wollte ich auch Hauptsächlich der Aussage widersprechen, dass die Lehrer keine pädagogische Ausbildung haben, was halt in den meisten Fällen (die ich kenne) nicht stimmt.


    Zu dem Rest kann ich nichts sagen. Ich habe die Krautreportersachen nicht gesehen und habe keinen aktuellen Bezug zu Waldorf (meine Tochter wird in einen konfessionslosen staatlichen Kindergarten gehen 😉 )

    #sonne Nachhaltigkeitskongress 20+ Strategien zum nachhaltigen Investieren #sonne vom 27.04-01.05. Hier kann man sich noch das Kongresspakte sichern, wenn man den Kongress verpasst hat. #sonne

  • Alles gut. Das war jetzt nicht unbedingt auf dich bezogen. Nur allgemein überfordert mich die Diskussion hier gerade.

  • Bei uns hatten auch viele Lehrkräfte Staatsexamen, einige waren auch promoviert. Im handwerklich-künstlerischen Bereich gab es ein paar, bei denen ich mir nicht sicher bin. Einige der schlechteren Lehrer:innen kamen allerdings frisch von staatlichen Schulen. #weissnicht Staatsexamen Lehramt ist ja nun leider auch keine Garantie dafür, dass man eine gute Lehrkraft ist.


    Unsere Schule darf schon seit vielen Jahrzehnten selbst Abi abnehmen. Ab nächstem Jahr kann man da auch eine Ausbildung im Agrarbereich machen, das finde ich echt toll (obwohl ich im Gartenbau- und Astronomieunterricht ziemlich schlecht war und es nicht besonders mochte).


    Ich geh mal weiterkucken.

  • Hm. Jetzt habe ich den KR-Artikel zur Pressesrbeit gelesen. Ich schwöre, ich war wirklich bereit, mich überzeugen zu lassen, dass der Bund der Freien Waldorfschulen total fies ist. Aber ich fand den Artikel total unbefriedigend. Was sie beschreiben, ist eine Mischung aus Öffentlichkeitsarbeit und außer Rand und Band geratenen Anhängern. Und zB zu der Aussage, wann anthroposophische Einrichtungen verboten wurden, hätte mich mal das Ergebnis interessiert. Meine Schule wurde erst nach dem 2. Weltkrieg gegründet und mein Kenntnisstand war such, dass es für Waldorf/Anthro während der Nazizeit eher schwierig war - wie für alle anderen auch, zB die Kirche.

  • An unserer Schule gibt es ehemalige Staatsschullehrer und Waldorflehrer.

    In der Unterstufe arbeiten sie von Klasse 1 bis 8 als Klassenlehrer und unterrichten die Epochen.

    Fachunterricht wird von Fachlehrern unterrichtet.

    Die Schüler der FWS schreiben in Klasse 11 die selben MSA Prüfungen wie alle anderen Schüler und sind im Vergleich genauso gut. An der FWS gilt allerdings die Prüfungsnote als Abschlussnote.Genau wie beim Abitur, nur die Prüfung zählt. Der Streß ist dadurch natürlich sehr hoch.

    Es ist nicht wichtig einem Kind eine Antwort auf seine Fragen zu geben,sondern ihm zu helfen die Lösung selbst zu finden. #rose

  • Hm. Jetzt habe ich den KR-Artikel zur Pressesrbeit gelesen. Ich schwöre, ich war wirklich bereit, mich überzeugen zu lassen, dass der Bund der Freien Waldorfschulen total fies ist. Aber ich fand den Artikel total unbefriedigend. Was sie beschreiben, ist eine Mischung aus Öffentlichkeitsarbeit und außer Rand und Band geratenen Anhängern. Und zB zu der Aussage, wann anthroposophische Einrichtungen verboten wurden, hätte mich mal das Ergebnis interessiert. Meine Schule wurde erst nach dem 2. Weltkrieg gegründet und mein Kenntnisstand war such, dass es für Waldorf/Anthro während der Nazizeit eher schwierig war - wie für alle anderen auch, zB die Kirche.

    Spannend wie unterschiedlich man das lesen kann

    Ich lese dass die Leute koordiniert viele Hassmails bekommen haben… alles vor Gericht geht, abgeblockt wird bei kritischen Fragen. Hat mich an Sekten erinnert, die genauso vorgehen

    Wenn da Wissenschaftler zitiert werden, dass sie sich gut überlegen müssen,über das zu forschen… es keine validen Daten zu den Fragen gibt

    Das ist für dich normale Öffentlichkeitsarbeit?

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Meine Schule wurde erst nach dem 2. Weltkrieg gegründet und mein Kenntnisstand war such, dass es für Waldorf/Anthro während der Nazizeit eher schwierig war - wie für alle anderen auch, zB die Kirche.

    aber es kommt ja nicht von ungefähr, dass gerade in den Waldorfschulen viele Querdenker/innen sind. In er Schule auf die die Kinder einer Freundin gehen sind mehrere (!) Lehrkräfte hohl gedreht, als die Maskenpflicht kam. In dem Ausmaß habe ich das von keiner einzigen staatlichen Schule in meinem Umfeld mitbekommen. Und nein das sind dort keine Einzelfälle, das ist das System.

    Und gerade dieses 8 Jahre lang die gleiche Lehrkraft haben, find ich sehr kritisch. Der Einfluss auf die Kids ist überhaupt nicht absehbar. Für mich ist es absolut von Vorteil, dass die Lehrkräfte im Schnitt alle zwei Jahre wechseln.