Umzug in andere Stadt- wann sag ich es dem Kind?

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  • Ich brauche jetzt auch mal wieder Rabenrat:
    Es ist so, dass wir Ende Februar umziehen werden. Und zwar vom einen Ende Deutschlands ans andere Ende.
    Unser Sohn ist 5,5, hochsensibel und sein zu Hause ist ihm das wichtigste. Er ist am liebsten den ganzen Tag zuhause. Selbst 2 Wochen Urlaub sind schwierig mit ihm. Er kann sich da ganz schlecht umstellen und hat immer direkt Heimweh!
    Er hat tierische Angst, dass wir hier mal wegziehen, was er auch oft sagt.
    Es wird für ihn ganz bestimmt nicht leicht.
    Ich habe leider absolut keine Ahnung, wann wir ihm die Hiobsbotschaft überbringen sollen. Er sollte ja so lange wie möglich ohne Angst leben können. Also bloß nicht zu früh sagen!
    Allerdings soll er ja auch die Möglichkeit haben, sich drauf einzustellen.
    Wie habt ihr das gemacht? Habt ihr Ideen, wie wir ihm da helfen können? Ich bin für jeden Rat und Eure Erfahrungen dankbar!

  • Irgendwann werdet Ihr mit den Vorbereitungen für den Umzug beschäftigt sein.
    Das wäre auch der Zeitpunkt, wo ich es dem Kind sagen würde.
    Der Anruf in der Spedition, Pläne für Entrümpelung und Neuanschaffungen... Also solche Dinge, die man lange vor dem Packen macht.
    Genau diese Zeit braucht ein hochsensibles Kind ja auch, um sich an den Gedanken zu gewöhnen bzw. viel wichtiger: die Trauer und Wut irgendwo lassen zu können. Auch Zeit zu haben, wenn das Kind sagt "will ich nichts von wissen!". Es wäre nicht schön, wenn man in genau dem Moment anfangen müsste, das geliebte Lego einzupacken.
    Nach dem Sommer kommt der Winter, da können wir nix dran ändern. Aber zum Glück liegt der Herbst dazwischen.

  • Ich schließe mich an: Sinnvoll finde ich den Moment, ab dem Kinder auch spüren oder miterleben können, dass es auf einen Umzug hinausläuft.
    Wir haben das Prozedere auch gerade durch - allerdings ohne Hochsensibilität im Hintergrund.
    Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dies abstrakte Thema mkt möglichst vielen greifbaren Dingen zu besetzen. Die Kinder waren vorher mit in der neuen Wohnjng. Auch, wenn sie noch schlimm aussah #haare . Wir haben zusammen im Internet geguckt, welcher Tierpark ubd welches Schwimmbad ganz in der Nähe sind. Wir haben in der nhegelegenen Eisdiele Eis geschleckt. Wir haben den neuen Kiga vorher einmal besucht. Wir haben jedes Kind einen neuen Läufer für das Kinderzimmer aussuchen lassen. Und ein Bild für die Wand. Unsere Tochter hat ganz viel Deko gemalt und gebastelt.
    Es gab ein "Umzugsgeschenk", eine lang gewünschte Kleinigkeit, das dann in den neuen Kinderzimmern lag, als die Kinder das erste Mal in die fertige Wohnung kamen.
    In diesem Punkt haben wir uns übrigens entschieden, sie herauszuhalten:
    Während des praktischen Umzugs waren sie bei meinen Eltern. Mein Mann war mit, ich war allein hier und hab - mit Unterstützung durch Freunde und Geschwister, die Wohnung ganz komplett fertig eingeräumt, damit die Kinder in ein "zuhause" kommen und dann auch unsere volle Aufmerksamkeit kriegen können.
    Bei uns hat der Umzug so gut geklappt.


    Ich drück euch sehr die Daumen, dass ihr einen Weg findet, der es deinem Sohn leichter macht!

  • Meine Eltern haben mir auch immer gesagt was es tolle Sachen "dort" gibt. Getröstet hat mich das nicht. Ich leide da heute noch drunter das mir meine Eltern meine Freunde weggenommen haben. Ich würde auch gern umziehen. Aber nur in die nähere Umgebung. Kein Schulwechsel und Möglichkeit bei Freunden zu bleiben. Alles andere kommt nicht in Frage. Potenzieller Partner von weiter weg der nicht in unsere Gegend umziehen würde käme nicht in Frage. Ich würde später auch nur so umziehen das ich im Notfall in 1 bis 2 Stunden bei meinen Kindern sein könnte.


    LG Wiebke
    gesendet vom Handy aus

    Viele Grüße Wiebke


    - Rechtschreibfehler dürfen gern ignoriert werden - mein Lektor hat zur Zeit Urlaub...! -


    Bin manchmal so in Eile, hab dann keine Zeit mehr groß Korrektur zu lesen. Ich bitte um Verzeihung und hoffe man kann es trotzdem lesen :)

  • Und kennt trotzdem niemanden. Völlig verstört in die schule starten, da sehe ich einen Rattenschwanz von Problemen die noch kommen. Da ist die frage: wie sag ich es meinem sohn" die geringste sorge... Und Kindergarten Freunde zu verlieren ist auch sehr schlimm. Man sähe sie beispielsweise in der schule wieder. Erleichtert einem die Umstellung ungemein. Alle sind neu in der schule, aber man kennt wenigstens jemanden.


    LG Wiebke
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  • Mh. Meine große Tochter kannte auch ohne Umzug niemanden in der 1. Klasse. Dafür reicht es ja, im Nachbarsprengel in den Kindergarten zu gehen.


    Ich bin selbst kurz vor meinem 6. Geburtstag umgezogen worden. Meine Mutter war mit mir vor Ende des Kindergarten-Jahres zu Besuch im Kindergarten und hat dort gefragt, wer aus der Nachbarschaft mit mir eingeschult wurde. Und schon hatte ich für die ersten vier Schuljahre eine Freundin für den Schulweg und Alltag.


    Wir waren vorher oft auf der Baustelle (davon habe ich auch geträumt, das hat mich schon beschäftigt, dass wir wohin ziehen, wo erstmal nur ein tiefes Loch ist), als der umzugswagen davon fuhr, habe ich wohl gefragt, ob das jetzt alles zum Müll fährt...aber sonst war der Umzug ein großes, positives Erlebnis. Allerdings hatte ich noch mehrere Geschwister dabei, da zieht ja das engste soziale Umfeld mit um. Meine große Schwester hat auch 40 Jahre nach diesem und weiteren Umzügen noch Kontakt mit ihrer Grundschulfreundin.


    Ich finde es ok, zu sagen "beschwichtigen hilft nicht, Sorgen ernst nehmen", aber komplett traumatisierend muss ein Umzug im Kindesalter nicht zwingend sein.

  • Ich bin jemand, ich weiß wie das ist als kleines Kind umziehen zu müssen und ich war nicht sensibel. Für die meisten Eltern heisst es wir ziehen um. Punkt. Ist ja nicht so schlimm. Meistens ist der Blick aufs Kind damit behaftet "wie macht es am wenigsten Theater? " 95% der Umzüge müssen nicht sein. Kann man anders regeln. Wäre vielleicht unbequemer für die Eltern, aber besser für die Kinder. Umzüge in weit entfernte Orte sind IMMER schlimm. Egal wie man es verpackt. Und für sensible Kinder eine Katastrophe. Sorry wenn ich das so deutlich sage, aber WENN ich schon weiss dass schlimm ist für mein Kind, wieso zieht man so weit weg??? Kann ich nicht nachvollziehen. Auch ein beruflicher Aspekt lässt sich anders regeln.


    LG Wiebke
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    Viele Grüße Wiebke


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  • Hallo,


    Wenn der Umzug schon so bald ist, würde ich es ihm wohl schleunigst sagen.


    Ich bin jemand, der auf dauerhafte Veränderungen auch sensibel reagiert und ich brauche immer eine große Vorlaufzeit, damit ich die einzelnen Phasen zwischen Erschrecken, Wut, Akzeptanz, Abschied nehmen. ein kleines bisschen Neugierde entwickeln ... wirklich intensiv ausleben kann. Das brauche ich, auch wenn sich das einzelne nicht immer schön anfühlt. Wenn es "noch lange hin" ist, kann ich die ersten Phasen auch leichter aushalten, eben weil es ja noch nicht sofort ansteht und erst mal aus der Ferne betrachtet werden kann.


    Wenn ich alles gleichzeitig und dann noch die Veränderung als solche (und wäre es nur die "Pack-Phase") bewältigen muss, bin ich überfordert. Ich brauche einen Vorlauf, in dem möglichst noch keine Veränderung eintritt und für eine ganze Weile alles noch "wie gewohnt" läuft.


    Noch schlimmer wäre es, wenn ich das Gefühl hätte, da "braut sich was zusammen" und die Anderen reden mit mir nicht darüber - und (nicht nur) Kinder spüren so etwas mit absoluter Treffsicherheit. DAS verunsichert auf Dauer meist mehr als die Sache selbst.
    Meine Kinder waren da ähnlich.


    Nicht mal mehr 3 Monate, das ist ja quasi gleich demnächst - das finde ich für einen sensiblen 5-jährigen recht knapp fürs emotionale drauf einstellen und würde daher schnell (aber nicht überstürzt) sagen, was ansteht.
    Dinge suchen, auf die er sich dort freuen kann (wenn auch nicht sofort, aber so irgendwann mal...), mal hinfahren, Bilder zeigen (nicht von der leeren Wohnung, das kann erschrecken, eher von der Umgebung, Detail, neuer Kindergarten...) Auch wenn das erst mal nicht zu trösten scheint sondern dem Kummer vielleicht erst ein Tränen-Ventil verschafft, ist es mMn doch besser als die Reise ins große Unbekannte.



    Alles Gute!

  • @cashew , Siehst du, du hattest deine Geschwister. Auch das ist eine Stütze. Warst du ein sensibelchen?


    LG Wiebke
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    Viele Grüße Wiebke


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    Bin manchmal so in Eile, hab dann keine Zeit mehr groß Korrektur zu lesen. Ich bitte um Verzeihung und hoffe man kann es trotzdem lesen :)

  • maggan, vor deinem hintergrund kann ich das gut verstehen. danke für deinen bericht - mir persönlich macht das nochmal sehr deutlich, daß es wichtig ist, dem kind nicht nur zu vermitteln, was alles schönes am neuen ort ist, sondern auch anzunehmen, daß eben etwas vertrautes, geliebtes, wichtiges verabschiedet wird.


    kiuna, wir haben eine ähnliche situation - j. ist nur wenig älter als dein kind (allerdings nicht hochsensibel). er wird im sommer 2016 eingeschult.


    wir haben den kindern direkt nach der kündigung unserer wohnung gesagt, daß wir hier ausziehen müssen. das wäre auch nicht zu vermeiden gewesen, denn mein mann und ich waren ziemlich geschockt über die nachricht und wollten das nicht vor den kindern verbergen (sie hätten es sowieso gespürt.) und die kinder müssen ja mit, wenn wir uns mögliche neue wohnungen anschauen.


    wir haben mit ihnen - vor allem mit dem älteren natürlich - dann besprochen, daß wir auch in eine andere stadt ziehen könnten und daß wir im januar eine größere reise durch deutschland machen, um uns verschiedene angebote anzusehen.


    j. will hier bleiben und ist sehr traurig, das haus, den hof, den garten, seine freundinnen und freunde verlassen zu müssen. er darf seine trauer und seine ängste bezüglich der neuen umgebung äußern, auch seine wünsche und einschätzungen der wohnungen, die wir besichtigen.
    letztlich entscheiden werden wir eltern, aber er wird auch gehört und berücksichtigt.


    ich an deiner stelle würde es dem kind bald sagen. dann bleibt mehr zeit, sich darauf einzustellen. zeit, um sich zu verabschieden. zeit, sich gedanken zu machen, was wirklich wichtig ist und was er braucht, um sich am neuen ort wohlzufühlen. wünsche zu äußern (j. hat z.b. gesagt, wenn klar ist, wo wir hinziehen, will er da erstmal ein paar tage urlaub machen und kinder kennenlernen. finden wir eine gute idee.)


    mir scheint es sinnvoll, das kind frühzeitig miteinzubeziehen. di everantwortung für all das bleibt selbstverständlich bei euch erwachsenen, aber das kind braucht raum für seine gefühle, und das dauert.


    rationale erklärungen (gründe für den umzug, notwendigkeiten, aussicht auf neue spannende dinge etc.) würde ich kurz erwähnen, aber nicht in den vordergrund stellen. wichtiger sind die gefühle des kindes ernstzunehmen und da sein zu lassen. auch wenn das bedeutet, daß das kind drei mal täglich sagt, wie scheiße es das findet. auch, wenn es viel weint. das gehört dazu.


    die zeit zum verarbeiten möglichst kurz halten zu wollen, indem man erst kurz vor dem umzug davon spricht, finde ich problematisch. der innere prozeß beim kind wird dadurch ja nicht verkürzt, sondern bloß zeitlich in den umzugstrubel und in die ankommenssituation verschoben, und da ist dann weniger ruhe, um gut darauf eingehen und das auffangen zu können.

  • Aber manchmal lässt sich ein Umzug nicht vermeiden. Und sich mit der Frage, wie man es dem Sohn möglichst "gut" beibringt, zu beschäftigen empfinde ich nicht als geringste Sorge, sondern als notwendiges Bausteinchen zu einem möglichst gut vorbereiteten Umzug.


    Ich würde es so früh wie möglich thematisieren, die Gründe erklären, mit ihm trauern und versuchen, sich auf Neues zu freuen.


    Edit: Äh, ich bin heute früh zu langsam. Da haben schon eine Menge Leute sinnvolles geschrieben..,

    LG
    rotesPesto mit ♂ Frühling '10, ♂ Sommer '06 und ♂ Herbst '12

    Einmal editiert, zuletzt von rotesPesto ()

  • Meine Mutter war mit mir vor Ende des Kindergarten-Jahres zu Besuch im Kindergarten und hat dort gefragt, wer aus der Nachbarschaft mit mir eingeschult wurde. Und schon hatte ich für die ersten vier Schuljahre eine Freundin für den Schulweg und Alltag.

    das finde ich eine gute sache. danke für den tipp.

  • Mir war's allerdings unendlich peinlich, da mit meiner Mutter im fremden Kindergarten zu stehen. Ich denke, das könnten die Eltern auch allein machen. Meiner Erinnerung nach wurde nur der Kontakt vom Kindergarten hergestellt. Ich habe sie dort nicht getroffen, sondern erst danach.

  • Ich bin hochsensibel. Und als Kind/Jugendliche und auch als erwachsene viel umgezogen. Bzw umgezogen worden. Nach der Einschulung aber erst einmal nur noch im Umkreis.


    Trotzdem ist für mich hängen geblieben, dass ich mich entwurzelt fühle. Ich habe keine richtige Heimat. Zumindest gefühlt.


    Bei uns steht auf kurz oder lang ein Umzug an. Und wir reden jetzt schon ab und an mit unserem Sohn darüber. Dadurch, dass meine Eltern auch (immer noch) ständig umziehen, ist es eine durchaus greifbare Sache für ihn. Und bisher nicht schlimm. Wirklich schlimm wäre für ihn aber wohl schon, wenn wir von seiner ziehschwester so weit weg ziehen würden, dass wir die nicht mal eben sehen können. Das hört er schon zu oft, wenn er zu unseren Familien will. "Zu weit weg" ist einfach auch ein blöder Grund um jemanden nicht heute mal eben besuchen zu können. :(


    Ich finde es auch wichtig, dass das Kind seine Wut und Trauer VOR dem Umzug ausleben darf. Auch damit die neue Wohnung nicht mit diesen negativen Gefühlen besetzt wird.

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  • Ich bin jemand, ich weiß wie das ist als kleines Kind umziehen zu müssen und ich war nicht sensibel. Für die meisten Eltern heisst es wir ziehen um. Punkt. Ist ja nicht so schlimm. Meistens ist der Blick aufs Kind damit behaftet "wie macht es am wenigsten Theater? " 95% der Umzüge müssen nicht sein. Kann man anders regeln. Wäre vielleicht unbequemer für die Eltern, aber besser für die Kinder. Umzüge in weit entfernte Orte sind IMMER schlimm. Egal wie man es verpackt. Und für sensible Kinder eine Katastrophe. Sorry wenn ich das so deutlich sage, aber WENN ich schon weiss dass schlimm ist für mein Kind, wieso zieht man so weit weg??? Kann ich nicht nachvollziehen. Auch ein beruflicher Aspekt lässt sich anders regeln.


    LG Wiebke
    gesendet vom Handy aus

    Wie kommst du drauf, dass es nun ausgerechnet deine Erfahrung ist, die für alle Kinder und besser noch alle Familien anwendbar ist? Ich bin als Kind oft umgezogen, in ganz unterschiedliche Ecken des Landes. Ich hatte eine Familie als sicheren Hafen dabei und eine Heimat, in der wir viele Ferien verbrachten. Und Freunde im ganzen Land. Ich mag diese Freiheit, die mir meine Eltern beigebracht haben, dieses nicht-abhängig sein, von dem einen Ort. Die Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und mir meine eigene Heimat zu schaffen, egal wo mich das Leben so hinverschlägt. Und renne ich jetzt los und verkaufe das jedem als den Super-Plan? Nee, weil doch klar ist, dass das nun für mich/uns passt.
    Aber echt, ein Umzug als Katastrophe? Das ist echt überzogen! Ich würde da mit sehr offenen Karten spielen und es dem Kind sagen, sobald es sicher ist. Den neuen Ort besuchen, das Kind mitgestalten lassen (Wohnung, Schule, etc.) Schnell Anschluss suchen, z.B. über diese Forum hier. Oder über Gruppen & Vereine vor Ort. Im Falle eines sensiblen Kindes wohl mit Schwerpunkt auf das neue Haus, rausfinden, was ihm zuhause Sicherheit gibt und soviel wie möglich mit-umziehen (z.B. die Bettwäsche so mitnehmen, wie sie zuletzt benutzt wurde, damit es im neuen zuhause nachts so riecht wie immer. Ein, zwei Kartons mit wichtigen Lieblingsgegenständen separat packen und im Auto mitnehme, damit z.B. beim ersten Frühstück gleich die Lieblingstasse da ist, es nach dem gewohnten Tee riecht, die gewohnte Kerze brennt... so Dinge halt.
    Ich glaube, so ganz abfedern kann man es nicht, aber je konkreter so ein neuer Ort, desto weniger muss das Kind sich sorgen.

  • Ich würde es jetzt sehr bald sagen, denn drei Monate sind nicht lang, ich denke, ihr seid auch schon in den Vorbereitungen? (Umzugs unternehmen, die die Wohnung besichtigen; Suche eines Kindergartens etc). Das bekommt er ja mit, zumindest am Rande.
    Wir sind nur innerhalb der Stadt umgezogen, unser damals Vierjähriger hat dennoch eine Weile gebraucht, bis er es akzeptiert hat. Was wohl ganz gut war: er war während des Umzugs einige Tage bei den Großeltern und wir hatten zuerst sein Zimmer fertig eingerichtet, das war glaube ich ganz gut.

    Liebe Grüße von Kris (1974) mit großem Sohn (1/2002) und kleinem Sohn (5/2007)

  • Mir war's allerdings unendlich peinlich, da mit meiner Mutter im fremden Kindergarten zu stehen.

    ah, okay. daran hätte ich jetzt nicht gedacht. ich werde ihm dann freistellen, ob er mitkommt oder nicht.


    trin, an dich habe ich noch eine frage:


    Bilder zeigen (nicht von der leeren Wohnung, das kann erschrecken,

    warum?


    wir haben bisher nur möblierte wohnungen besichtigt und dann festgestellt, daß j. irgendwie meinte, wir lassen unsere sachen alle hier und ziehen in eine möblierte wohnung und benutzen dann diese sachen, inklusive spielzeug.... - daß man eine wohung komplett leerräumen kann, konnte er sich nicht vorstellen. darum haben wir ihm dann extra bilder von leerstehenden wohnungen gezeigt und wollen demnächst auch eine leere wohung mit ihm besichtigen.
    dein einwand läßt mich jetzt zögern. was könnte daran erschrecken?

  • (z.B. die Bettwäsche so mitnehmen, wie sie zuletzt benutzt wurde, damit es im neuen zuhause nachts so riecht wie immer. Ein, zwei Kartons mit wichtigen Lieblingsgegenständen separat packen und im Auto mitnehme, damit z.B. beim ersten Frühstück gleich die Lieblingstasse da ist, es nach dem gewohnten Tee riecht, die gewohnte Kerze brennt... so Dinge halt.

    arnoli, das sind tolle tipps, danke!