Kinder fragen - Raben antworten - Sammelthread

  • Die Maske find ich auch deshalb anstrengender, weil die Luft durch diese warme Schicht vor der Schnüss durchgeatmet wird, d.h., es heizt sich alles auf. Und dadurch wird mir schnell zu warm. Und wenn ich überhitze, ist das anders anstrengend als in der kühlen Höhe, denke ich mir.


    Also, ich denke, der Vergleich hinkt.

    तत् त्वम् असि

  • Meine Erfahrungen bezogen sich auf Quito und da ist es eher nicht so kühl. Aber ich weiß, was du meinst. Es ist einfach warm und schwitzig auf Dauer unter der Maske, das stimmt schon.


    Ich finde aber zb einen BH oder hohe Schuhe tragen auch unbequem. Das mache ich aber eher nicht zu einem so wichtigen Gesprächsthema, wie es das Tragen von Masken derzeit ist.

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

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  • Eigentlich ist der Einwand, den man gegen die Masken immer hört, ja aber nicht, dass es zu anstrengend wäre, sondern dass man zu wenig Sauerstoff kriegen würde. Und die Sauerstoffmenge müsste man doch irgendwie vergleichen können. Hm.

  • Ich bin sicher, dass Lungenfachärzte in ihren Kabinchen da was hübsches simulieren könnten. Aber ob der Höhenluftvergleich nützlich ist #weissnicht


    Durchgehend mit Maske zu sitzen, finde ich nach einer guten Stunde lästig. Eine Stunde auf 5000 m zu sitzen ist dagegen (wenn man hoch gelaufen ist und nicht mit dem Helikopter eingeflogen wurde), total easy. Abgesehen vom Treppensteigen habe ich mich bisher nicht mit Maske körperlich betätigt, da habe ich keinen Vergleich (der ja eh nur ein anekdotisches Gefühl ist).

  • Das Argument mit dem Sauerstoff habe ich einmal gelesen und da wurde es direkt widerlegt #weissnicht

    Vielleicht kannst du überlegen, wie es wäre, in eine Tüte zu atmen, wo es überhaupt keinen zusätzlichen Sauerstoff gibt. Analog müsstest du gucken, wie weit sich die Maske aufbläht und wieder zusammenzieht - dann hättest du die nicht ausgetauschte Luftmenge und das Weniger an Sauerstoff. Verständlich, wie ich das meine?

    Gruß,
    Chrisss *pling*


    Hier werden nur Zähne geputzt, keine Fenster ... #zaehne

  • Meine Erfahrungen bezogen sich auf Quito und da ist es eher nicht so kühl. Aber ich weiß, was du meinst. Es ist einfach warm und schwitzig auf Dauer unter der Maske, das stimmt schon.


    Ich finde aber zb einen BH oder hohe Schuhe tragen auch unbequem. Das mache ich aber eher nicht zu einem so wichtigen Gesprächsthema, wie es das Tragen von Masken derzeit ist.

    Ich hoffe, ich hab das wirklich auf FB und nicht hier gelesen, sonst ist das ein Zeichen für die beginnende Verblödung aber:


    Sich im Auto die Maske runterreißen und durchatmen ist das Neue zu Hause als Erstes den BH ausziehen.... - Beides eigentlich NIckeligkeiten, aber lästig! Und jetzt hör ich auf zu jammern. Wenn es weiter nix is als ein hübsches Tüchlein vor der Schnute...

    तत् त्वम् असि

  • Ich bin ja in den Bergen aufgewachsen und habe - trotz Wohnsitz im Flachland - auch heute noch bis ca 3000 Metern kaum Mühe beim Atmen. Es braucht meiner Meinung nach auch nicht mehr Kraft.

    Durch das "hübsche Tüchlein" atmen brauche ich etwas mehr Anstrengung (wenn ich gerannt bin, muss ich mich immer kurz konzentrieren, um nicht in hektische Asthma-Atmung zu verfallen).

    Aber mit Höhenatmung würde ich das nicht vergleichen - eher mit Tauchausrüstung.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Mein Kind (6) hat gestern sinngemäß gefragt, warum sich das Verhalten eines Menschen ändern sollte, nur, weil man ein Wort mehr gesagt hat? Es ging darum "bitte" zu sagen, wenn man will, dass jemand etwas für einen tut.

    Wir haben dann über Konventionen und etwas über Psychologie geredet, aber so richtig befriedigend war das nicht... Wie erklärt man sowas?


    Ich verstehe das Konzept von bitte und danke selber nicht so ganz, es wurde mir anerzogen,...

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • „Bitte“ dazuzusagen verändert ja auch nicht direkt das Verhalten des Gegenübers.


    Man sagt „bitte“ um zu signalisieren, dass es KEIN Befehl ist, sondern dass man weiß, dass man gerne ein Entgegenkommen des Gegenübers hätte.

    Mit „Bitte“ verhindert man einfach eine „du hast mir gar nichts zu sagen“-Reaktion, weil man gleich dazusagt, dass man sich dessen bewußt ist.

  • „Bitte“ dazuzusagen verändert ja auch nicht direkt das Verhalten des Gegenübers.


    Man sagt „bitte“ um zu signalisieren, dass es KEIN Befehl ist, sondern dass man weiß, dass man gerne ein Entgegenkommen des Gegenübers hätte.

    Mit „Bitte“ verhindert man einfach eine „du hast mir gar nichts zu sagen“-Reaktion, weil man gleich dazusagt, dass man sich dessen bewußt ist.

    Ja, das war meine Begründung weshalb es sich "lohnt" bitte zu sagen. Aber was passiert da tatsächlich? Also wenn Kind sagt "Bring mir Kekse mit!" reagiert Oma mit "bitte heißt das!" Auf den Satz "Bring mir bitte Kekse mit!" komnt die Reaktion "Klar, gerne!"

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • Da gehts viel um Höflichkeit.


    Hier ist es beim großkind so, wenn sie das bitte weglässt, dann spricht sie im Befehlston. Das bitte erinnert sie dran freundlich zu sein. Theoretisch könnte sie aber bitten aussprechen das es auch ohne das Wort bitte freundlich klingt.


    Es ist aber auch ein stark kulturell geprägtes Ding. Das bitte und danke signalisiert dass man das gegenüber respektiert und wertschätzt.

  • Aber was passiert da tatsächlich? Also wenn Kind sagt "Bring mir Kekse mit!" reagiert Oma mit "bitte heißt das!" Auf den Satz "Bring mir bitte Kekse mit!" komnt die Reaktion "Klar, gerne!"

    Das Beispiel hier ist keins aus dem echten Leben, sondern eins aus einer künstlichen Umgebung. ;)

    Die Oma erzieht hier. Die Oma hält es für wichtig, dass das Kind „bitte“ benutzt und überhört deshalb den freundlichen Tonfall der ursprünglichen Bitte (wo ich jetzt mal davon ausgehe, dass es ihn gab) um dem Kind das eindeutige „Bitte“ anzutrainieren. :D

  • Mein Kind (6) hat gestern sinngemäß gefragt, warum sich das Verhalten eines Menschen ändern sollte, nur, weil man ein Wort mehr gesagt hat? Es ging darum "bitte" zu sagen, wenn man will, dass jemand etwas für einen tut.

    Das linguistische Konzept dazu heisst "Performanz". Mit Sprache kann man in die soziale Welt eingreifen und sie verändern. Das Lehrbuchbeispiel dazu ist das Ja-Wort beim Heiraten. Mit einem einzigen Wort wird da der Zivilstand verändert.


    Deshalb spielt es eben eine Rolle, mit welchen Worten und welchen paraverbalen Signalen wie Stimme und Intonation eine Aussage getätigt wird. Je nachdem reagiert die soziale Umwelt darauf so oder anders. Diese Reaktion ist natürlich immer auch von der umgebenden Situation (z.B. Kultur) abhängig, deshalb kann ein "bitte" ganz unterschiedliche Auswirkungen haben.


    edit: Und hier kommen dann auch die Konventionen ins Spiel. Im deutschsprachigen Raum gibt es diese Konvention, dass ein Anliegen als Bitte formuliert wird. Dieser kann man folgen oder nicht. Mit den entsprechenden Konsequenzen auf die soziale Umwelt, z.B. Reaktionen des Gegenübers.


    Hilft das?

    ko_nijntje mit muck (2004), mogli (2006), miep (2007) und mimir (2011)

  • ... Am Beispiel der Oma mit den Keksen: Aus Sicht der Oma hat das Kind durch das Weglassen des "bitte" die Konvention verletzt. Wohl aus erzieherischen Gründen fordert sie die aus ihrer Sicht korrekte Einhaltung der Konvention explizit ein.

    ko_nijntje mit muck (2004), mogli (2006), miep (2007) und mimir (2011)

  • Ja, das hilft! Danke Euch! Genau diese Erklärebene habe ich gesucht! Vorallem die unterschiedlichen kulturellen Ausprägungen sind interessant! Ich bin gespannt, wie das Kind das aufgreifen wird, im Englischen nutzt er durchaus das "please"...

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • Ja, das hilft! Danke Euch! Genau diese Erklärebene habe ich gesucht! Vorallem die unterschiedlichen kulturellen Ausprägungen sind interessant! Ich bin gespannt, wie das Kind das aufgreifen wird, im Englischen nutzt er durchaus das "please"...

    Ich find das Wort wird überschätzt, es kommt auf den Tonfall an. Das kann man aber der Oma nicht beibringen, klar.


    Aber vielleicht ist sie ja offen für ein Beispiel? Hab ich mal in nem Erziehungsworkshop gehört und fand das sehr schlüssig. Ein im Befehlston gesagtes "Bring mir was mit. Bitte" zählt bei mir weniger als ein freundlich-bittendes "Bringst Du mir was miiiiit?" ohne Bitte.

    Der Dozent hat erzählt, wie er seinen Kindern wertschätzendes Verhalten beibringen wollte. Es gab täglich unschöne Szenen zwischen den Geschwistern, also führte er ein Strafglas ein. Für jedes Schimpfwort musste etwas vom Taschengeld da reingeworfen werden.

    Nach ein paar Tagen war er sehr erfreut, dass immer weniger Geld dazugekommen war wenn er abends von der Arbeit kam. Die Kinder berichteten stolz, sie sagen jetzt gar nicht mehr "shut up". .... - die Freude hielt bis zum Wochenende. Da hörte er bei nem Streit ein in aggressivstem Tonfall gesagtes "Be Quiet!!!" - sie hatten nur das Wort verändert, aber weder den Tonfall noch die Wertschätzung verändert. Ab dem Zeitpunkt hat er dann angefangen, nicht mehr auf die Worte sondern auf den Ton zu achten und plötzlich kamen Sachen wie "shut up" von selber niht mehr vor - klingt halt einfach etwas sehr albern wenn mans im freundlichen Ton sagt.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Man kam auch in einem netten Tonfall unheimlich fiese Dinge sagen. Das gehört schon alles zusammen, die Worte, die Message, und der Tonfall.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • "Wissen Bienen, dass sie sterben werden, wenn sie stechen? "


    Ich denke, es geht ihm darum, zu verstehen, ob Bienen Bewußtsein haben und ihr Verhalten danach richten können?

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • Bewusstsein weiss ich nicht. Aber Bienen leben ja fürs Volk. Die opfern sich mit Stechen um die Königin und damit das Volk zu schützen.

    Aber ob instinktiv oder bewusst, keine Ahnung.

    So ausgeprägtes Ich-Bewusstsein können sie auf jeden Fall nicht haben. Wenn sie erstmal an sich denken würden, wäre die Königin nur zweitrangig und das könnte den Untergang des Volkes bedeuten. Bienenvölker sind zum Überleben zwingend auf das Wir-Bewusstsein angewiesen.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Bienen wissen das nicht. Sie sterben auch nur, wenn sie Säugetiere stechen. Wenn sie mit z.B. Wespen kämpfen, können sie den Stachel wieder rausziehen.