Kinder fragen - Raben antworten - Sammelthread

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  • Ich konnte jetzt im Netz nichts konkretes finden und frage mal die Rabenrunde.
    Mein Sohn fragte mich, wieso das Eis des Nordpols nicht wegschwimmt.
    Weiß es hier jemand?

    "Die Natur schafft immer von dem, was möglich ist, das Beste."

    Aristoteles

  • hehe was für eine coole Frage
    ich denk mal nach
    erste Idee: Das ist eine ziiiiiiiiiiiiiiiiemlich schwere Masse und schwere Massen sind uuuuuuunglaublich trääääääääääääääääääge. Außerdem ist es vielleicht festgefrohren? An Landmassen? Oder festgeklemmt?

  • Also die Arktis ist im Gegensatz zur Antarktis, die ja ein Kontinent und somit eine feste Landmasse ist, ein ca 5,5 km dicker schwimmender Eisberg. Je nach Jahreszeit von unterschiedlicher Größe.
    Die Trägheit der Masse kam mir auch in den Sinn aber vielleicht gibt es ja noch was. Magnetfeld der Erde oder sowas, was darauf Einfluss hat.
    Und ist sie komplett stillstehend oder doch in minimaler Bewegung?

    "Die Natur schafft immer von dem, was möglich ist, das Beste."

    Aristoteles

    Einmal editiert, zuletzt von waldfrau ()

  • oh, wenn du englisch kannst, die Frage gibts da im Netz.
    Und schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/…ft#Eisdrift_in_der_Arktis


    also so wie ich es jetzt verstehe: Das Eis, dass nicht festgefrohren ist, driftet tatsächlich da rum. Warum driftet es nicht weg? Weil da ein großer Wirbel von Meeresströmungen erzeugt wird. Und ein Teil driftet ja tatsächlich weg. Diese Eisberge schmelzen dann halt

  • ch habe kürzlich einen Vortrag einer Sterbebegleiterin gehört, der sehr spannend war. Sie hat erzählt, dass Sterbende oft in den letzten Augenblicken ganz gelöst und glücklich und zufrieden aussehen. Wie Nach-Hause-Kommen-in-Mamas-Arme. Es gibt aber auch immer mal wieder Sterbende, die von Angst, Panik und schrecken heimgesucht werden im Moment des Sterbens. - Der Vortrag war im christlichen Kontext und obwohl ich persönlich nicht an die Existenz der Hölle glaube, haben mich diese Einzelbeobachtungen doch nachdenklich gemacht.

    Das verstehe ich nicht. Dass manchen Menschen das Sterben wehtut und anderen nicht, hat für mich gar nichts mit Himmel oder Hölle zu tun.

  • @merin Ich gehe davon aus, dass dieser letzte Moment der Moment des Übergangs ist. Des Übergangs in den Himmel oder bei manchen anscheinend eben doch in die Hölle oder ähnliches.
    Kennst du von Elisabeth Kübler-Ross das Buch "Interviews mit Sterbenden"? (DER Klassiker zum Thema.) Da erfährt man sehr viel über den Prozess des Sterbens. Nahtoderfahrungen, Reanimierte etc. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Konfession, Bildung etc. berichten alle ganz ähnliche Dinge. Dinge, die für mich darauf hindeuten, dass nach dem Tod wirklich das Leben bei Gott beginnt.
    Das, was die Sterbebegleiterin in ihrem Vortrag erzählte, passte da ebenfalls schön dazu. Selbst Menschen, die in den Wochen vor dem Tod schlimme Schmerzen ertragen mussten, waren im eigentlichen Moment des Sterbens ganz gelöst und zufrieden. Nur die wenigen Ausnahmen, die sie im Laufe der Jahre erlebt hat, die passten nicht ins Bild.

    zertifizierte Beraterin für Natürliche Empfängnisregelung

  • Drama, ich wünsche, dass du Recht hast und die meisten Menschen im Moment ihres Todes keine Schmerzen haben. Leider muss ich sagen, dass ich aus sämtlichen Todesfällen in der Familie und im Freundeskreis das absolut nicht bestätigen kann - der jeweilige Todeskampf war immer mit Qual und Schmerzen verbunden - das Bild des friedlich Sterbenden oder sanft entschlafen kam dabei nicht einmal vor.


    Zudem bezweifle ich, dass Nahtoderfahrungen oder Reanimierte wirklich Auskunft geben können, über das Sterben - denn sie waren halt noch nicht lang genug Tod - ansonsten hätten sie ja auch nicht reanimiert werden können. Ich meine es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass nach Aussetzen des Herzschlages, die Hirnaktivitäten noch bis zu 12 Minuten in Teilen messbar sind - demzufolge ist es nicht wirklich ungewöhnlich, dass sich Menschen an etwas erinnern können, die nach Aussetzen des Herzschlages innerhalb weniger Minuten reanimiert wurden. Aber wirklich Tod sein ist, befürchte ich, etwas anderes.

  • Ich glaube, wir reden grad aneinander vorbei.
    Ich bezweifle nicht im geringsten, dass die Wochen oder Monate des allmählichen Sterbens für viele Menschen qualvoll und schmerzhaft sind.
    Mir ging es aber nicht um diese Phase, sondern um die letzten Minuten des Lebens. - Um diesen kurzen Moment zwischen Leben und Tod, wenn die Menschen schon fast "weg" sind, aber noch nicht ganz. Um die Momente, wenn der Todeskampf kein Kampf mehr ist, weil dem Sterbenden klar ist, dass es nun nichts mehr zu kämpfen gibt.
    Besagte Sterbebegleiterin hat mehrere hundert Menschen begleitet. Teilweise über Wochen, ganz konkret aber in den letzten Tagen, Stunden und Minuten. Bei sehr viel davon war sie beim unmittelbaren Tod dabei. Davon hat sie erzählt. Und das war es, was ich hier versucht habe, in der Kürze eines Forumsbeitrags weiter zu erzählen.
    Ich selbst kenne keine Zahlen oder Vergleichswerte. Aber diese Frau ist Professorin für dieses Thema und hat ihr ganzes Leben lang dazu geforscht. Sie ist meines Wissens im deutschsprachigen Raum diejenige, die das meiste dazu weiß, das meiste dazu geforscht hat und unendlich viel davon auch selbst miterlebt hat. Ich nehme also an, dass ihre Beobachtungen halbwegs objektiv sind.
    Elisabeth Kübler-Ross widerum hat ebenfalls unzählige Sterbende in den Minuten des Todes begleitet und befragt (andere, wie gesagt, nach Reanimation). Aus diesen Protokollen sind zahlreiche Bücher entstanden. Auch sie hat ihre empirischen Studien wissenschaftlich ausgewertet. Auch ihre Bücher gehören zur Standardliteratur auf dem Gebiet.

    zertifizierte Beraterin für Natürliche Empfängnisregelung

  • Selbst Menschen, die in den Wochen vor dem Tod schlimme Schmerzen ertragen mussten, waren im eigentlichen Moment des Sterbens ganz gelöst und zufrieden. Nur die wenigen Ausnahmen, die sie im Laufe der Jahre erlebt hat, die passten nicht ins Bild.

    Wir empfinden hohe Gehirnaktivität als Spannung und niedrige als Entspannung. Wenn beim Sterben die Gehirnaktivität so langsam auf Null geht, empfinden wir das also als Entspannung. Wenn man dagegen an etwas in der Art eines epileptischen Anfalls stirbt, also wenn sich das Gehirn mit Überaktivität ins Jenseits befördert, dann entspannt man sich dabei natürlich auch nicht.


    Du darfst aber da auch gerne die Begegnung mit Gott bzw. der Hölle rein deuten wenn dir das lieber ist.

  • Ich könnte da jetzt was von Nahtoderlebnissen berichten, aber es ist mir zu öffentlich hier. Kurz: Vielleicht ist ja das, was man so vom Hörensagen oder aus eigener Erfahrungals Nahtoderlebnis kennt, tatsächlich auch bis zum letzten Moment des Lebens wahr?

    तत् त्वम् असि

  • Ich könnte da jetzt was von Nahtoderlebnissen berichten, aber es ist mir zu öffentlich hier. Kurz: Vielleicht ist ja das, was man so vom Hörensagen oder aus eigener Erfahrungals Nahtoderlebnis kennt, tatsächlich auch bis zum letzten Moment des Lebens wahr?

    Ich denke dazu, und ich habe den Verdacht, dass Du soetwas in der Art meinst, Aoide, korrigier mich, wenn ich Dich falsch verstanden habe, dass dass, was Himmel und Hölle sind, das sein kann, was man beim Sterben erleben kann. Zeit ist dabei relativ. Ich denke aber, dass, wenn man Tod ist, nichts mehr da ist. Für mich widerspricht das also nicht einem Konzept von Himmel und Hölle (das ich für mich nicht so passend finde, aber als Gedanken sinnvoll), wohl aber einem Konzept von einem "Leben nach dem Tod" oder einem nach dem Leben strafenden Gott.


    Letzten Endes kann man bei Fragen des Glaubens nicht mit Wissen argumentieren, eben weil es Glauben ist. Und der ist jedem selbst überlassen. Wenn es für Drama so ist, ist es für sie so. Das ist ihr Glaube, den sie für sich als Wahrheit anerkennen mag. Sie kann nicht wissen, ob es so ist, genauso kann ich nicht wissen, ob es eben nicht so ist. Toleranz ist, es als Möglichkeit zu erwägen und so stehen zu lassen, die eigene Wahl innerhalb der Möglichkeiten zu benennen als die eigene Wahl, und die Wahl der anderen ebenso als solche zu akzeptieren, und dabei den Zweifel auszuhalten, dass man eben nicht von Wahrheiten oder Gewissheiten oder Sicherheiten reden kann.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


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  • Ja man weiß es nicht. Ich kenne Kübler-Ross, aber dieses spezielle Buch nicht. Und auch sonst ist es 15 Jahre her, dass ich sie las, da kann ich also nochmal nachlegen. Insgesamt denke ich, dass es immer mehrere Erklärungen gibt und wir schlicht nicht wissen, was passiert. Ob nun Himmel oder Hölle (ich glaube daran nicht, weil ich nicht daran glaube, dass es einen Richter darüber gibt), oder Hirnaktivität und Physiologie - oder beides? Wer weiß?

  • Ich denke dazu, und ich habe den Verdacht, dass Du soetwas in der Art meinst, Aoide, korrigier mich, wenn ich Dich falsch verstanden habe, dass dass, was Himmel und Hölle sind, das sein kann, was man beim Sterben erleben kann. Zeit ist dabei relativ. Ich denke aber, dass, wenn man Tod ist, nichts mehr da ist. Für mich widerspricht das also nicht einem Konzept von Himmel und Hölle (das ich für mich nicht so passend finde, aber als Gedanken sinnvoll), wohl aber einem Konzept von einem "Leben nach dem Tod" oder einem nach dem Leben strafenden Gott.

    Da wär ich nie drauf gekommen. Spannend, was du mir für eine engstirnige undm anachronistische Denkweise zutraust...

    तत् त्वम् असि

  • Hä?

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  • Ich glaub, Du hast das Gegenteil von dem Verstanden, was ich geschrieben habe. @Aoide


    Ich hatte gedacht, das sich meine und Deine Gedanken decken, und ich weiß nicht, was daran anachronistisch und engstirnig sein soll.


    Ich meine:


    1. Himmel und Hölle könnten das sein, was man beim Sterben erlebt, (und ich dachte, hier decken sich unsere Gedanken, und deshalb habe ich gefragt, ob ich Dich da richtig verstanden habe)
    2. Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod.
    3. Himmel und Hölle finden VOR dem Todsein statt.
    4. Deswegen widerspricht das einem Konzept von einem strafenden Gott oder von Himmel und Hölle nach dem Leben.

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  • Achso. Himmel und Hölle sind für mich Synonyme für etwas Angenehmes und etwas Unangenehmes. Ich glaub nicht an einen Himmel oder eine Hölle als Ort. Und habe Dir das auch nicht unterstellt.

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  • @Aoide Warum reagierst Du jetzt eigentlich so aggressiv und machst mich hier so an? Ich hab Dir nix getan. Was soll das? Ich schreib hier in völlig friedlicher Absicht.


    Ey, wenn man damit rechnen muss, dass man von Dir aus dem Nichts grundlos angepflaumt wird, dann red doch mit Dir allein. Echt.

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