Fragen zur sogenannten Zahnlückenpubertät

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org
  • Hallo,


    ich las in einem anderen Thread, es finde eine hormonelle Umstellung statt.


    Was findet denn da für eine Umstellung statt? Und woher weiß man das?


    Wer kann mir was dazu sagen.


    Meine Tochter hatte gar keine Zahnlückenpubertät... #weissnicht

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Zumindest Jungen bekommen meines Wissens in diesem Alter einen Testosteronschub, ähnlich dem in der Pubertät. Bei Mädchen ändert sich glaube ich hormonell nichts.


    Bisher finde ich zumindest, dass in meinem persönlichen Umfeld die Zahnlückenpubertät bei den Jungs wesentlich ausgeprägter ist als bei den Mädchen.

  • Wo gibt es denn Quellen dazu?

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ah Undine, super, ich hatte den Artikel auch gelesen, und wollte davon schreiben, hab aber nicht mehr gewusst, wo ich davon gelesen habe.


    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ist diese sogenannte Zahnluckenpubertät nur eine viel zitierte Erfindung, die sich scheinbar verselbständigt hat.

    Nona mit großer (03) und und kleiner (05) Tochter und kleinem Sohn (2008 )

  • Ich weiß aus den endokrinologischen Untersuchungen meines Sohnes, die alle 6 Monate erfolgen samt einer Vielzahl hormoneller Parameter . Testosteron gehört dazu, wie andere Hormone auch - daß es keinerlei Hormonschub gibt, schon gar nicht mit Sexualhormonen und/oder Testosteron. Der Wert bleibt beständig niedrig. Käme es da zu einem Ausstoß, müssten den Kindern entsprechend Haare wachsen u.s.w. - wenn so etwas passiert ist das eine verfrühte Pubertät und damit pathologisch.

    Nichts ist so gewöhnlich, wie der wunsch außergewöhnlich zu sein (Shakespeare)

  • Ich weiß nichts von den Hormonen, aber unser Kind (7) ist phasenweise echt ... teenie. Sehr wechselhafte Launen, die auch schnell umschlagen können. Dann wieder "normal".

  • Ich habe dieses sagenumwobene Buch aus der Anthro-Ecke gelesen, und nein, mein Sohn hat das nicht. Klar hat(te) er auch mal quengelige Momente, gnatschige Momente, war mal verunsichert, aus der Bahn geworfen. Aber die hatte er auch in allen Altersstufen vorher. Und niemals haben Sie angedauert.


    Für mich gehört das in die gleiche Kiste wie "Oh je, ich wachse", wenn das Eltern hilft gelassener zu sein, bitte. Kann ja sein dass das irgendwie schön ist solche Erklärungen zu haben. Man kann ja vieles, Horoskope erstellen, homöopathische Mittel raus suchen, an Gott glauben, wer mag, bitte, solange mich keiner bekehren will ist es gut.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Dass es keine "Hormonumstellung" gibt, hatte ich auch so im Kopf - aber dass die "Zahnlückenzeit" eine spannende und oft auch holprige Entwicklungszeit ist, finde ich hingegen schon.


    Das ist doch tendenziell das Alter einer gewissen Ablösung vom Elternhaus, eine Ausbildung eigener Interessen, eines eigenen Freundeskreises - gleichzeitig erweitert sich auch der sonstige soziale Rahmen extrem... Es erinnert mich immer ein bisschen an die "Ich schlaf dann mal schlecht-Phase" mit 8-10 Monaten, wenn die Kinder körperlich mobil werden und der Kopf (vor allem beim Nachtschlaf) eine Menge Arbeit damit hat.


    Dementsprechend, ja, ich kenne die Zahnlückenpubertät - und da mein Kind eher zur Sorte "gefühlsstark" gehört, hatten wir die auch in eher heftiger Ausprägung.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Danke.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • aber dass die "Zahnlückenzeit" eine spannende und oft auch holprige Entwicklungszeit ist,

    Ich weiß nciht, ist nicht jedes Alter mit Kindern irgendwie "holprig"? Lösen sie sich nicht mit jedem entwicklungsschritt weiter vom Elternhaus (Krabbeln lernen, laufen lernen, in den kiga kommen, in die Schule kommen, ind ie weiterführende schule, usw.)


    Die Zahnlückenzeit geht von ca. 5-13 Jahren, das überschneidet sich mit ganz wichtigen Ereignissen im Leben eines Kindes und es überschneidet sich auch auch mit der Pubertät, vor allem bei Mädchen. ist es da nicht eigentlich zu erwarten, dass es in dieser zeit zu Situationen kommt, in denen die Kinder als widerständig, launisch, oder sonstiges empfunden werden?


    Aber meine Kinder hatten auch keine Schlechtschlafphase zwischen 8-10 monaten. das eine schläft seit 9 jahren schlecht und das andere seit 6 jahren gut. Vielleicht sind meine kinder einfach keine Phasenkinder?

  • nennt es doch einfach "Autonomiephase 2.0", dann hört es sich nicht so nach Hormonen an.

    _._._._._._._._
    Prokrastinierer aller Länder: vereinigt Euch - morgen


    “Schatz, komm bitte ins Bett. Man braucht sieben Stunden Schlaf, um als Mensch zu funktionieren.“ “Ich bin Mutter, ich brauch vier.“


    Silence is golden... unless you have a toddler. Then silence is extremely suspicious.

  • Ich finde schon, dass es "holprigere" Phasen gibt als andere... Die Zahnlückenpubertät würde ich jetzt auch nicht soooo lange ansetzen, sondern eher nur so im Bereich vordere Schneidezähne (also so um den 6ten Geburtstag rum - oder auch: erste Klasse).


    Aber schon, Kinder sind unterschiedlich - und manche entwickeln sich wohl eher "linear", andere "sprunghaft" - zu meinen passten gewisse Phasen bis jetzt ganz gut (allerdings haben meine Kinder nicht so viele Phasen wie andere, aber die Schlechtschlafphase, die kleinkindliche Autonomiephase und die Zahnlückenpubertät kann ich vorläufig bieten).


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich halte diese Phase für eine Erfindung die bestimmten Zwecken dienen soll, Trost, Beruhigung der Eltern, Bücherverkauf etc.
    Ich fand jede Phase meiner Tochter spannend.
    Zahnzusammenhänge gibt's hier eh nicht weil meine Tochter laut Zahnarzt zu den sog. extremen Frühzahnern gehört. Das heißt mit 9/10 ist alles abgeschlossen.
    In der Pubertät ist sie eh, seit 11/2 Jahren, sehr deutlich äußerlich sichtbar.



    Tapatalk

  • Wer sagt denn, dass "wir" die Phasen unserer Kinder nicht spannend finden?
    #weissnicht


    Man kann es ja auch andersrum aufziehen: wem es lieber ist, sein Kind unphasig zu erleben, darf das gerne tun - auch wenn ich, aus meiner Kindererfahrung eher sprunghafte und phasenweise Entwicklungen kenne und den Ansatz daher nicht so einleuchtend finde... Wie Kinder sind halt auch Eltern alle anders, nicht wahr?
    Es gibt ja sogar Eltern, die sagen, dass ihre Kinder Krankheiten für Entwicklungsschübe nutzen... habe ich auch nie beobachtet.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Mir ging es eher um die Sache mit dem Hormonschub.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ja, das scheint ein beliebtes Ammenmärchen zu sein - ich habe es zwar schon x-mal gehört und in diversen Zeitschriftenartikeln gelesen - aber seriös kenne ich keinerlei Quellen.
    (Genauso übrigens auch für den ebenso gerne erzählten Hormonschub im Kleinkindalter - "so sind Jungs in dem Alter eben").


    Als Lebensphase, die einige Kinder heftiger und andere lockerer durchleben, leuchtet es mir jedoch ein, bzw. kann ich es an meinen Kindern beobachten.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Mh, also ich habe mir das neue Geschehen hier zu Hause ein bischen mit diesem Begriff "schöngeredet".
    Ist ja immer nett, eine Erklärung zu haben
    Bei der Großen gab es keine "terrible twos" .. die die Kleine aber doch ausgeprägt bedient hat.
    Aber seit die Große den ersten Zahn verlor, ist sie schon... also.. empathieresistenter zum Beispiel.
    Aber das kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass ihre besten Freundinnen jetzt in der Schule sind und die Struktur im Kiga neu gewürfelt wird.
    Wer weiß, aber da beschäftigt sie gerade viel, ihr Charakter scheint wackeliger irgendwie..
    und ich hatte gehofft, dieser Thread ist ein Austausch darüber

    “As we work to create light for others, we naturally light our own way.”
    ― Mary Anne Radmacher

  • Das es da quasi eine weitere Autonomiephase gibt, so wie es da eh Phasen halt gibt in der Entwicklung - das kann ich bestätigen. Mir ging es bei meiner Aussage auch nur um das hormonelle, und da gibt es keine Schübe.



    Gesendet von iPad mit Tapatalk

    Nichts ist so gewöhnlich, wie der wunsch außergewöhnlich zu sein (Shakespeare)