Zu dünn angezogen

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  • So, ich war ja lange nicht mehr da, aber jetzt brauch ich dochmal eure schnelle Meinung.
    Ich habe heute mal wieder die Nachricht von der Krippe bekommen, ich solle dem Kleinen doch bitte mehr anziehen. Ich hab schon mal die Ansage gekriegt: "ist ja schön dass du deien Sohn nicht so verpimpelst, aber Strumpfhosen wären jetzt schon gut". Ich, gegrübelt und überlegt und dem Kind letztendlich nächsten Tag eine Strumpfhose angezogen, manchmal nehm ich bei + 10 grad aber auch nur Babyleggs.
    Jetzt ist es ja -9 Grad. Klar, die anderen kleinen Kinder sehen alle aus wie Michelinmännchen, meins nicht, aber ich finde eigentlich nicht, dass es zu wenig war. Er hatte heute folgendes an:


    - einen Langarmbody (die Krippe sagt ich soll Hemdchen anziehen wegen dem Töpfchen übenm aber das rutscht ihm ständig raus und den Body kann man ja auch hochknöpfen)
    - eine Strumpfhose
    - eine Kordhose drüber
    - dicke Pepino Winterschuhe
    - einen mitteldicken Pullover (aber auch kein T-Shirtstoff)
    - einen gefütterten Anorak mit Kaputze
    - ein Tuch von Mama um den Hals, mehrmals drumgewickelt, sitzt fest und lässt nix durch (habe ich gute Erfahrungen mit gemacht, da der Große oft Halsschmerzen hatte)
    - Eine Wintermütze, unten zugebunden
    - Handschuhe


    Es kann also eigentlich nur darum gehen dass ich dem Kind noch keine Schneehose angezogen habe - hier liegt aber auch kein Schnee, es ist trocken kalt.
    Wenn sie rausgehen, läuft er ja meistens auch neben dem Wagen oder sitzt drinnen mit Decke, vielleicht spielen sie auch auf dem Spielplatz aber da bewegt er sich ja auch.
    Er ist kerngesund, kein dünnes Kind. Eher selten krank.


    Ich weiß schon, dass ich mein Kind eher dünner als zu dick einpacke, aber ich überleg mir das auch.


    Muss es jetzt in jedem Fall schon ein Schneeanzug oder Schneehose sein?


    Er ist übrigens 1 Jahr und 10 Monate alt, bewegt sich viel.

    So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

    Einmal editiert, zuletzt von Siha ()

  • mein Kind (2,5 Jahre) ist auch eher Hitzig und bewegt sich sehr viel, aber bei -9 ℃ gibt's nen Schnee Anzug.


    Edit: muss vielleicht nicht sein, aber ich verstehe das es erwartet wird.

    Hebt man den Blick sieht man keine Grenzen #rose

    Einmal editiert, zuletzt von Staubkind ()

  • Ähm, also meiner hat bei dem Wetter exakt dasselbe an. Schneeanzug gibts hier nur wenn auch Schnee liegt oder wir lange ohne Kinderwagen unterwegs sind und es wie grade bei Euch um die -10 Grad oder darunter hat.


    Wenn ich meinen zu warm einpacke, flippt er total aus. Er kann dann nicht runterkühlen und kriegt absolut die Krise. Von daher kriegt er das an, was seinen Nacken und Bauch schön warm sein lässt weil dann passt auch alles andere.


    Unser KiA sagt immer, lieber zu kalt als zu warm und dann durchs Schwitzen nen Zug kriegen. Bei zu kalt meldet sich das Kind schon.


    Aber wenn man den ganzen Tag die Michelinmännchen sieht vergisst man oft, wie man ein Kind anziehen sollte. Ist also sich keine Absicht der Erzieherinnen.


    Ich würde sie bitten, ab und zu mal in den Nacken zu langen obs ihm warm genug ist und ihnen sagen, dass er einfach nicht so warm braucht. Gibt nunmal heißblütige Kinder. Kannst ja falls ihm doch mal zu kalt ist ne Strickjacke und Babylegs zusätzlcih mitgeben.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Bei deutlichen Minusgraden trägt der Große eine Thermohose oder eine dicke Jeans mit Strumphose.


    Die Kleine (20 Monate) einen Schneeanzug. Sie setzt sich nämlich auch draußen gerne in den Sand oder das feuchte kalte Gras.


    Dazu halt noch Mütze, Handschuhe, Schal bei Bedarf.


    Unter den Schneeanzug ziehe ich meiner Tochter allerdings momentan nur Strumphosen an; dann kann sie drinnen bequem spielen und ist draußen warm eingepackt.


    Ist dein Kind denn warm an den Armen, Oberschenkeln, Rücken? Vielleicht braucht es ja nicht so warme Sachen?

    Einmal editiert, zuletzt von Rubikon ()

  • Wenn es für dein Kind passt, lass es so.


    Meine waren im Waldkiga bei dicken Minustemperaturen ähnlich unterwegs: Unterhemd, Pulli, 3-in-1 Jacke (also Fleecejacke + waserdichte Außenjacke), Fleecehose/Strumpfhose u. wasserdichte Drüberhose (ohne Thermo), gute Schuhe, Handschuhe und Mütze - Schal wurde meist schnell ausgezogen. Die haben nie gefroren! Und sie waren 5h draußen. Die bewegen sich doch unheimlich viel in dem Alter. Man sollte als Erwachsener nicht von sich auf die Kinder schließen ;)

    Mal bist du die Taube, mal bist du das Denkmal.

  • geht doch niemanden was an und schneeanzüge sind total unpraktisch
    ls meine nr 7 1 war hatte er beim rideln folgendes an
    tshirt
    pullover
    strumpfhose
    mütze
    fleeceanzug


    man kanns mitm einpacken auch übertreiben

  • ich bin ja auch eine Mutter, die ihre Kinder eher zu dünn anzieht, als zu dick.
    Da wurde in der Krippe ab und an was gesagt, irgendwann nicht mehr :D
    Jetzt sind sie in einem Alter, wo sie sagen, was zu viel oder zu wenig ist. Als sie kleiner waren, haben sie aber auch nicht geschimpft, also muss es gepasst haben.
    Was ich viel schlimmer finde sind die Kinder mit dicken Schneeanzügen, die 2 Stunden durch das Einkaufszentrum laufen müssen und nichtmal die Mütze wird abgemacht, da würde ich auch frieren, wenn ich wieder raus muss.

    Es gibt eben Dinge zwischen Himmel und Acker, die wir Schweine nicht verstehen."
    Piggeldy und Frederick

  • Also ich find das angemessen. Wir haben auch schon bei +10 oder 12 Grad und viel Wind einen Schneeanzug angehabt #angst einfach aus "Faulheit" (oder mangelndem Kampfwillen) und weil das Kind nicht laufen wollte. Da es eben ein Einteiler ist und man ein strampelndes widerwilliges Kind gut reinbekommt. Ich würd mich gar nicht drum scheren, was andere sagen, solange es dem Kind gut geht.


    Wir haben hier aktuell -6 Grad und exakt immer noch den Schneeanzug an. Nur eben noch ein Wollhemd mehr an, no problemo. Mittlerweile bewegt sich das Kind auch mehr. Mit ner Cordhose fänd ich auch ausreichend. Nur zieht meiner aufs Äußerste keine Strumpfhosen an. Das wird noch mal was im Kiga...denn da lässt er nicht mit sich verhandeln.


    Ich finde es toll, wenn die mit den Kindern bei dem Wetter rausgehen. Ist hier leider gar nicht so und das finde ich unschön. Wir sind jeden Tag draußen und das ist sicher auch ein Grund, warum wir von ganz schlimmen Seuchen noch verschont sind. (Klar keine Garantie, aber schlecht ist es sicher nicht.) Hier ist es leider eher so, dass die Eltern übervorsichtig sind. Wenn ich mit meinem Kind in die Krabbelgruppe gehe dann nur im Schneeanzug mit dünnen Hosen und Pulli drunter. Meist ziehe ich letzteren zum Spielen sogar noch aus, sodass er nur noch einen Body trägt.


    Mein gesunder Menschenverstand sagt: Lieber etwas zu kalt als zu warm, denn im Zweifel ist Schwitzen schlimmer als ein bisschen zu frieren, denn dagegen hilft ja etwas Bewegung und Kinder bewegen sich ja idR gerne. Außerdem sind die ja nun nicht stundenlang draußen.


    Edit: Den letzten Satz von @Viktualia unterschreibe ich!!!

  • Also hat er denn auch keine Regen- oder Matschhose an?


    Ich verstehe es nicht so ganz. Weshalb ist eine Schneehose oder gefütterte Matschhose ein Problem für Dich? Ist es Deinem Kind denn nicht wirklich zu kalt? Auf dem Boden sitzen geht dann gar nicht, oder?


    Beim Tagesvater meines Sohnes ist das gesetzt. Alle Kinder ziehen einen Schneeanzug an. Oder gefütterte Matschhosen. Das ist dort so.

    Frau Carlina mit einigen Rabenkindern #rabe

  • Ja, Matschhosen fände ich in dem Alter auch gut - einfach was Wasserdichtes, zum Knieen und Sitzen draussen.
    Schneeanzug gibts bei mir nur bei Schnee, aber eine Matsch- oder Softshellhose hat sie immer da, die Erzieherinnen kennen sie gut genug, dass sie dahinein nur die Strumpfhose braucht.
    Matschhosen können die Kids auch sehr früh selber anziehen, noch ein Vorteil.


    Ab Minus 5 bis 10 kommt unter die Matschhose die Wollfleecehose.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Hm, aber bei -9 ist Nässe doch tatsächlich nicht mehr so das Problem, oder? Auch wenn sie sich hinsetzen und so. Außerdem schrieb Siha doch "trocken kalt". Was ist denn bei so einem Wetter der Vorteil einer Schneehose gegenüber normalen warmen Sachen?

    "Konzentrier dich auf die kleinen Dinge und mache die gut!"

  • Also unser Kind findet noch locker nasse Pfützen bei minus 10 - da muss es schon sehr lange so kalt sein, dass es nirgends mehr matschig oder nass ist (und das hat hier echt Seltenheitswert).


    Ausserdem pflegen warme Kinderpopos- und beinchen auch Eis zu tauen.
    Für uns ist Nässeschutz recht nützlich.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Matschhose ist da, und es ist wirklich sehr trocken. Es wird auch nix nass weil es wirklich noch nicht geregnet oder geschneit hat. Wir haben hier auch keine glatten Straßen. Gar nicht.


    Ich hab nicht per se was gegen Schneehosen oder Anzüge, habs einfach noch nicht für nötig befunden. Ich renn ja im Sommer auch nich immer in Bikini rum, nur weil es Badewetter ist.

    So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

  • Also ich glaub, es ist einfach aufwändiger, zwei Sachen (Hose UND Matschhose) ans Kind zu bringen als nur eine (Schneehose), insofern könnte ich es bei Nässe auch verstehen. So verstehe ich es weniger, muss ich gestehen.


    Aber, wie geschrieben, wäre es für mich unheimlich toll, DASS die überhaupt rausgehen. Da wäre für mich ein Kompromiss drin. Kannst Du nicht günstig an was Gebrauchtes kommen? Kleinanzeigen vielleicht?

  • Hab ich alles hier. Aber Strumpf- und Kordhose ist für mich schon viel beweglicher als Schneehose. Klar ist der Kompromiss drin, aber ich mag mir auch nicht ständig vorschreiben lassen was mein Kind anzuziehen hat.

    So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

  • ich fand schneeanzug bzw. skihose+jacke mit weniger drunter viel praktischer als x schichten aus baumwolle, die dann doch nicht richtig warm halten.
    zumal zu viel übereinander gepackt auch nicht die notwendigen luftpolster entstehen lässt, die für wärme sorgen.


    also eher: leggings, socken, langarmpulli und darüber dann ein warmer schneeanzug plus stiefel, schal, mütze...

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    schlaue signatur in arbeit

  • ich finde es nicht zu wenig, wenn das kind sich wohlfühlt und plädiere auch klar für mehr beweglichkeit! aus meiner erfahrung ist der sinn von sowas wie eine cordhose viiiiel leichter vermittelbar (also dem kind) als der einer schneehose (ohne schnee).Mein Kibd trägt anstelle der strumpfhose ne WSleggings, darüber nickihose (wenns nicht regnet) oder jerseygefütterte stoffhose. Schneeanzug widerspricht ja btw auch deren aufforderung zum töpfchenüben, cordhose kriegt das kind ja alleine aus, schneehosen eher nicht...

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • Beim Body argumentierst du mit "rutscht nicht raus" bei Hose und Jacke nicht?


    Mein Kind hatte oft einen Regenanzug an und je nach Temperatur drunter "nur" Strumpfhosen oder etwas aus Wolle. Das passte ganz gut. War im KIga auch anstrengend. ;) Musste man nämlich fummeln.


    Zum Hinsetzen wäre etwas isolierendes aber angenehmer, fände ich. Wegen Nieren und so.