Wieviel "Personal" braucht eine Hausgeburt?

  • Ich hab mich gerade durch den Thread "Hausgeburtsvorbereitung" gelesen. Sehr informativ! Danke. Mein Thema ist aber noch ein bisschen anders, deswegen starte ich einen neuen Thread.


    Die Frage, die mich gerade beschäftigt ist: Hausgeburt oder Praxisgeburt (also Geburtshaus)
    Wir erwarten im Mai unser 2. Kind. Der Große ist dann 2 Jahre und 4 Monate. Wico sollte in der Praxis zur Welt kommen (es wurde Klinik), Hausgeburt kam nicht in Frage. Wir wohnen mit meinen Arbeitskollegen in einem Haus (fragt nicht warum, es ist einfach so) und ich konnte mir mit allem guten Willen nicht vorstellen jemals wieder eine ernsthafte Besprechung zu haben, wenn sie die Geburt hautnah mitgekriegt hätten. Deswegen also das Geburtshaus, das keine 10 Autominuten entfernt ist.


    So. Nun hat sich aber Einiges geändert. Ich arbeite nicht mehr und werde da mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr arbeiten aufgrund von massivem Mobbing und vieler anderer unkollegialer Probleme. Das Wohnen hier macht keinen so großen Spaß, aber momentan ist es wies ist. Das soll auch hier kein Thema sein.


    Nun überleg ich mir, ob ich doch zuhause bleib.
    Dazu kommt, dass ich mir den Kopf zerbreche, wie ich Wicos Betreuung sicherstelle während der Geburt. Unser soziales Netz ist durch diese unschöne Sache fast komplett weggefallen. Verwandte sind zu weit weg. Eine Nachbarin wäre evtl. da. Oder mein Mann bleibt bei ihm...


    Grund dafür:
    + ich müsste nicht mit Wehen Autofahren
    + ich müsste nicht durchs Treppenhaus weder vor noch nach der Geburt. Der Gang durchs Treppenhaus ist nicht so angenehm wegen siehe oben.
    + Unsere Kleine Ludi müsste nicht nach der Geburt heimtransportiert werden.
    + Wico kann schlafen wie immer (ich geh mal davon aus, dass Ludi nachts käme)


    Grund dagegen:
    - Ist es mir echt wurscht wie laut ich bin?


    Jetzt hätte ich gerne Input #ja
    Wie egal ist mir die Hellhörigkeit im Haus. Hat jemand im Mehrfamilienhaus entbunden? Was sagen da die Nachbarn? Oder kann ich davon ausgehen, dass mich das alles dann gar nicht interessiert. Woher weiß ich dass denn vorher?
    Im Hausgeburtsthread les ich, dass die Geschwister einfach so mit in der Wohnung waren. Ganz unkompliziert. So wünsch ich mir das auch. Meine Hebamme meint auch, dass die Geschwister in 95% der Fälle eh erst dann kommen, wenns passt. Was mach ich wenn ich zu den restlichen 5% gehöre? #gruebel
    Und braucht man nicht zusätzlich zur Hebamme noch jemanden? Und dann evtl. noch jemanden fürs große Kind? Wieviel "Personal" hattet ihr? Klar, red ich da mit meiner Hebamme noch drüber. Aber jetzt würd ich mich über Eure Gedanken freuen #pro

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️

  • ich habe dreimal im Mehrfamilienhaus geboren, zweimal nachts, einmal Mittags (da war meine direkte Nachbarin zu Hause).
    Gemerkt hat es nie jemand, ich war aber auch nicht laut. Wenn ich laut gewesen wäre, hätten wir ein Schild an die Tür gemacht: "Bitte nicht stören - Geburt" oder so.


    Ich finde, es braucht eine Person für so ein kleines Geschwisterkind, für den Fall, dass es wach ist, Fragen hat und Betreuung braucht - nun hat mir mein Mann dabei immer gereicht, denn den habe ich nicht ausdrücklich für mich gebraucht. Wenn du ihn an deiner seite brauchst, würde ich mir zwingend jemanden hinsetzen, der im Fall des Falles das geschwisterkind betreut. Auch, falls du verlegt werden musst. (man muss ja wenigstens mal drüber nachgedacht haben.)


    Meine Hebammen haben ansonsten immer zu zweit gearbeitet (theoretisch - praktisch war ich immer froh, wenn eine rechtzeitig da war). Hintergrund ist: Bei Komplikationen versorgt eine das Kind und eine die Mutter. Das ist nicht ganz unvernünftig.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Also bei mir sind beide Male die Geschwister aufgewacht.


    Meine Mittlere hat mich quasi bis zur Niederkunft der Kleinsten begleitet und ist Runde um Runde mit mir gelaufen. Mir war das aber zu viel und so hab ich meine Mutter, die die Beiden anderen eigentlich hier zu Hause betreuen sollte, mit den Beiden zu sich geschickt.
    Als die Mittlere geboren wurde, ist mein Sohn auch aufgewacht und wurde von meiner Mutter hier im Haus betreut.
    Also ohne eine Betreuungsperson für die Geschwister könnte ich mir eine Hausgeburt nicht vorstellen.

  • Ich hatte den puren Luxus:
    - frisch eingezogen und alle Nachbarn informiert, dass eine hausgeburt geplant ist - alle (äußerst netten!) Nachbarn waren begeistert, dass wir das Zuhause machen wollen.


    - meine Mama hat den ganzen Tag mit dem großen draußen verbracht. Die Geburt kam erst in Gang, als sie draußen waren.


    - mein Freund war da.


    - ich hatte erst eine und dann nach zwei Stunden zwei Hebammen da. Die zweite kam erst, als sie mit ihrem letzten wochenbettbesuch fertig war, weil sie uuuunbedingt bei uns dabei sein wollte :D


    Dadurch waren wir für alle Notfälle mit genug Menschen ausgerüstet.
    Unser Sohn wäre aber auch mit der zweiten Hebamme raus, wenn Oma nicht gekonnt hätte. Er kannte und möchte sie ja schon.
    Die Geburt selber hätte er nicht verkraftet, weil ich sehr laut war und er sehr sensibel ist.
    Und notfalls hätte eine Hebamme gereicht und mein Freund wäre mit dem großen raus....

    #herz Bärchen (07/12) #herz Äffchen (07/14) #bherz Sternchen (07/16)#herzBauchbaby (08-09/2018)
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  • Ich fand es ganz schön, dass ich das ältere Kind in Guten Händen wusste und ich konnte mich dann an einem anderen schönen Ort besser auf die Geburt konzentrieren. An den Wehen wurde das ganz deutlich: Kind schläft ein Wehenbeginn, Kind wacht auf, Wehen werden weniger, Kind schläft wieder ein, stärkere Wehen, unterwegs Wehen, die sich wie Geburtswehen anfühlen.
    Autofahrt und Treppe fand ich kein Problem.
    Könnte ein Verwandter anreisen für längere Zeit?

  • Ich hatte eine Hausgeburt im Mehrfamilienhaus, am frühen Abend (also genau zu der Zeit wo sicher alle Nachbarn zur Feierabendzeit an unserer Wohnungstür vorbeikamen). Gehört hat, soweit ich weiß, niemand etwas.


    Mann, Hebamme und ich waren alleine - es war kein weiteres Kind zu betreuen.

  • Ich hätte da wohl jemanden zur Kinderbetreuung organisiert, weil ich persönlich (!!!) in der Zeit die volle Konzentration auf mich haben möchte und nicht noch mit einem Kind kommunizieren (ich habe auch meinen Mann quasi ignoriert).
    Daher wäre bei mir Hebamme, Mann für mich und eine vertraute Person fürs Kind (die wahrscheinlich sogar problemlos im Kinderzimmer schlafen könnte) die "Personalwahl" gewesen.


    Ich wollte tatsächlich nicht im Mehrfamilienhaus gebären und im Nachhinein war die Wahl nicht schlecht, denn ich hatte zwar beim ersten Mal kaum geschrien, beim zweiten Mal dafür umso mehr...
    (Aber unsere Wohnung war auch extrem ringhörig)


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich fand das ganz prima, dass meine Kinder am Anfang der Geburten da waren, aber ab einem gewissen Punkt war mir das zu anstrengend und ich wollte ohne Kinder sein. Bei drei Geburten war ich nicht laut, bei der vierten Geburt war ich SEHR laut, die war auch ganz anders als die anderen Geburten. Ich würde sagen: man weiss es nicht vorher und es ist keine schlechte Idee, genug Alternativen vorbereitet zu haben.


    Speziell für deinen Fall könnte ich mir vorstellen, dass es vielleicht keine gute Idee ist, das Kind zu hause zu bekommen, weil ich mir vorstellen könnte, dass eure unschöne Wohnsituation die Geburt zumindest verzögern könnte, da du dich dann drauf konzentrieren könntest, auch ja nicht laut zu sein oder was auch immer.

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • ich hatte
    hebamme
    mann
    und eine liebe freundin die sich ausschliesslich ums jeweils jüngste kind kümmerte und einen blick drauf hatte obs emotional gut beinand war.

  • Mein erstes Kind habe ich.. unter nicht so schönen Bedingungen.. im Krankenhaus geboren. Das wollte ich nicht wieder!


    Unsere Zweite kam deshalb auch im Mehrfamilienhaus.
    Wir hatten unten einen kleinen Aushang gemacht, weil ich auch Angst hatte vor der Lautstärke (vor allem, weil die erste Geburt sooo lange und laut war.) Aber das war absolut unnötig. Ich denke, dass es die entspannte Situation zu Hause war der Grund, dass es so schnell, schmerzfrei und traumhaft war #herzen
    Keiner hat etwas bemerkt.


    Die Große wollte eigentlich bei uns bleiben, aber sie wollte dann doch spontan zu Oma. Im Nachhinein denke ich, dass es in der Anfangsphase schon schön gewesen wäre, sie bei mir zu haben, aber ich war doch sehr froh, dass bei der eigentlichen Stunde Geburt mein Mann voll konzentriert bei mir war und sich nicht ums Kind kümmern musste.
    Der aus dem Geburtshaus ausgeliehene super bequeme Geburtspool war auch phantastisch!
    Die Hebamme habe ich spät gerufen, zu spät für die zweite Hebamme und eigentlich hat auch die Eine mich ein bischen aus meiner Trance gebracht.


    Also bei einem rein theoretischen dritten Kind.. Nur zu Hause! denn keine Fahrt und entspannt im eigenen Bett ist unvergleichbar großartig. Außerdem wenn die anderen Kinder in der Wohnung wären nur mit exklusiver Betreuung. Mein Mann zu meiner Verfügung und die Hebamme (zu) spät da. :D

    “As we work to create light for others, we naturally light our own way.”
    ― Mary Anne Radmacher

  • Wir hatten neben der Hebamme und deren Assistentin eine liebe Freundin, die auf unsere Tochter (4) aufgepasst hat. Das war genau richtig so. Ohne Kinderbetreuung würde ich das, zumal mit einem so kleinen großen Bruder, nicht machen. Mehrfamilienhaus zwar nicht, aber die Nachbarin hat ihr Schlafzimmerfenster ca 3 meter von unserem weg. Hört alles. Sie kannte das aber schon. Die frühere Hausbesitzerin hatte auch mehrere Hausgeburten 8-) Ich würde halt vorwarnen. Wer dann ein Problem damit hat, muss halt oropax nehmen...

  • Unser zweiter Sohn kam spontan zu Hause zur Welt. Als meine Beleghebamme kam, war die Geburt schon sehr weit fortgeschritten und wir entschieden uns gegen das Kh.
    Im Vorhinein hatte ich mir nie ernsthaft über eine Hausgeburt Gedanken gemacht. Wir wohnten auch in einem Mehrfamilienhaus und der Gedanke, dass jemand etwas mitbekommen könnte, war mit etwas unangenehm.
    Na ja, es kam ja dann alles anders als gedacht, und plötzlich habe ich daran keinen einzigen Gedanken mehr verschwendet. Ich war einfach nur froh, mich mit den sehr schmerzhaften Wehen nicht mehr ins Auto setzen zu müssen. Über Lautstärke oder Aehnliches habe ich nicht mehr nachgedacht.
    Zum "Personal": Geplant war, dass unser erster Sohn (damals 2 1\2) bei meiner Schwester bleibt, während mein Mann und ich im Krankenhaus sind. Sie war schon ein paar Tage vor ET auf Abruf angereist.
    Als es dann richtig losging (ca. 0:30 Uhr), war ich sehr froh, sie neben meinem Mann da zu haben. Ich weiß noch, wie ich mich erst richtig auf die Geburt einlassen konnte, als ich meinen Sohn (im Wohnzimmer mit meiner Schwester) versorgt wusste.
    Zum hellhörigen Mehrfamilienhaus: unsere direkten Nachbarn unter uns waren ganz erstaunt und fast enttäuscht, dass sie nichts von der Genutzt mitbekommen haben.

    Liebe Grüße Marylu #sonne




    Kleine Kinder brauchen keine Erziehung sondern empathische Anleitung.

    Jesper Juul

  • Auch Hausgeburt im Mehrfamilienhaus, 6 Uhr morgens, habe niemanden vorgewarnt. Ob ich laut war, kann ich nicht richtig beurteilen, hat sich keiner beschwert :D . Die 3 jährige Schwester wurde kurz nach 4 Uhr wach, da stoppten sofort die Wehen. Zum Glück kam dann die hinzugerufene (sehr liebe #ja ) Schwiegermutter und hat das Großkind beschäftigt, Geburt ging sofort weiter, als ich sie beschäftigt wußte. Meinen Mann habe ich neben mir gebraucht zum Händehalten/quetschen. Die Hebamme kam auch um 4 Uhr und um halb 6 kam die 2. Hebamme(war damals obligatorisch, die Geburtsthaushebammen holen am Ende immer noch eine 2.Hebamme dazu).

  • Das mit dem Wehenstopp war bei mir genauso - als um 3 Uhr Früh die große Schwester aufwachte, hörten die Wehen schlagartig auf and fingen erst wieder richtig an, als sie mit der 'Babysitterin' im Gästezimmer verschwand...ich glaube daran sieht man schon, wie unbewusst störend so ein Großkind sein kann...

  • Das Lautsein hemmt mich am meisten bzw. die Angst, dass ich laut sein könnte, merk ich. Bei Wico war ich total leise. Mein Mann hatte die Hebamme am Telefon, dass sie jetzt kommen soll und sie meinte nur: "Ich hör Wica gar nicht, ist es echt schon so weit" 8o Jaaaaaaa. Gleiches Spiel dann bei der Verlegung in die Klinik. Frage an unsere Hebamme: "Hat Frau Wica echt Wehen, sie ist so still." Jaaaaa, hat sie.
    Allerdings war das ja immer noch die Eröffnungsphase. Keine Ahnung.


    Dabei ist es mir wurscht, ob die Nachbarn sich gestört fühlen oder nicht. Das ist nicht das Thema. Da müssen sie durch 8o . Ich hab eher Schiss, dass ich die irgendwann danach treff und die alle genau wissen, welche Töne ich von mir gebe bei sowas Intimen wie einer Geburt. #angst


    Notiert ist: Betreuung für Wico aus den Fingern saugen. Betreuung brauchen wir ja sowieso. Egal wo. Ich bilde mir nur ein, wenn ich zuhause wäre, müsste ich nicht Bangen, ob er bei der Nachbarin bleibt.


    Werdende Oma von weiter weg bestellen, ist generell auch ne Möglichkeit, wenn auch eine, die nicht ohne Kopfstände geht. Unsere sämtlichen Omas stehen noch voll im Erwerbsleben. Aber ob ich die Oma womöglich wochenlang hier haben möchte? Neee, eher nicht. Wir sind nicht sooooo dicke. Meine Schwiegermama hat bisher nicht einmal gefragt, wie es mir geschweige denn dem Bauchzwerg geht. Das Interesse ist eher mäßig, vorsichtig ausgedrückt. Will ich ihr da mit sowas Persönlichem wie einer Geburt auf die Nerven gehen? Uroma wäre noch ne Option. Aber auch nicht die unkomplizierteste....


    Ich muss mal überlegen...


    Interessant finde ich, dass ihr erzählt (zumindest Einige), wie die Versorgung des großen Geschwisterkind die Wehen beeinflusst. Logisch!


    Ich hab das Gefühl, es läuft auf die Frage hinaus: Was hemmt mich mehr?
    Die "Angst" des Lautseins zuhause und die Reaktionen oder die "Angst" in der Praxis, dass Wico nicht optimal versorgt ist und mein Mann evtl. zu ihm muss.


    Weiter bitte #pro Eure Gedanken helfen mir sehr #danke


    Ach so: Die Gefahr, dass die Hebammen zu langsam sind, seh ich eher nicht. Meine Zweithebamme wohnt fußläufig. Das sollte also gehen, wenn sie denn von zuhause kommt :D Und Wicos Geburt hat so lange gedauert, dass ich bei einer prophezeiten schnelleren zweiten Geburt immer noch genug Zeit hätte, 20 Hebammen zu bestellen.

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️

  • Ich habe mir für nach der Geburt ne Haushaltshilfe bestellt. Die haben wir jetzt noch zweimal privat zum Babysitten gefragt. Vielleicht kannst Du auch für Dich eine beantragen und vorher fragen wer das ist und sie vorher kennenlernen und dann privat für eine Betreuung während der Geburt fragen?

  • Nachdem ich beides (KH und HG) erlebt habe, würde ich sagen: machs zuhause, aber NUR, wenn Du Dir dort störende/konplizierte Leute von Hals halten kannst. Wenn das im KH/GH besser geht, würde ich fast dazu tendieren. Wir hatten um/nach der Hausgeburt sehr unschöne Szenen mit meinen Eltern, die sich wirklich nach Kräften danebenbenommen haben. Das wäre außer Haus einfacher gewesen, denn irgendwie verstehen die Leute, dass sie Rücksucht nehmen müssen, wenn man im KH ist. Zuhause anscheinend nicht Aber das kann man ja im Voraus verhindern in der Regel.
    Zum Geschwister: neben der Betreuung fand ich einen Riesen Vorteil der HG, dass meine Tochter 1 min nach der Geburt im Zimmer war und kuscheln sowie die Nabelschnur durchschneiden konnte. Sie war sofort total verliebt in das Baby und - obwohl es ihr momentan phasentechnisch echt schlecht geht - hat bis jetzt keinerlei Eifersucht gezeigt. Klar, das kommt noch. Aber so ein guter Start macht schon viel aus. Ich glaub das ist auch Biologie. Sie hat einfach die volle Ladung Neugeborenen-pheromone abgekriegt ❤️ Das ist schon was anderes, als 12 Std später ein angezogenes 'fertiges' Baby vorgesetzt zu bekommen, wenn die Eltern aus dem KH kommen...

  • wir haben uns da besonders bei der dritten Geburt irgendwie gar keine Gedanken zu gemacht. Ich fand die Vorstellung aber auch nicht störend, dass die Kinder dabei sein könnten. Es hätte mich eher gestört, wenn man sie noch hätte fertig machen und jemandem übergeben müssen. Auch bei der zweiten Geburt hatten wir nicht wirklich einen Plan, da gab es jedoch zwei Freunde die mal angeboten hatten im Notfall auf den Großen aufzupassen. Letztlich kam der Zweite dann mitten in der Nacht, was der Meister verschlafen hat, mein Mann war wach. Die dritte Geburt war vormittags und die Kinder waren dabei. Mein Mann hat sich unter der Geburt mit ihnen beschäftigt. Für mich war die Hebamme da. Ich brauche meinen Mann aber auch nicht direkt bei mir. Es ist mir sogar lieber, wenn er "nur" als Backup da ist und sich um andere Dinge kümmert.
    Wir wohnen auch in einem Mehrfamilienhaus. Es ist allerdings nicht sehr hellhörig. Bei der zweiten Geburt war ich sehr laut und im einzigen Zimmer wo man auch woanders was hört. Der Nachbar über uns war dann auch in der Zeit nochmal nachts auf Toilette, aber hat das gar nicht mit uns und der Geburt in Verbindung gebracht.


    Über das Lautsein hatte ich vor der zweiten Geburt auch öfter mal nachgedacht. Letzendlich war es mir vollkommen wurscht.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und


    hebamme4u-Ticker

  • Ich gehöre eigentlich auch zu der schüchternen Sorte Menschen, die bloß nicht auffallen möchten, besonders nicht durch lautes Schreien während der Geburt. Allerdings haben mich die Vorteile einer Hausgeburt sehr überzeugt, im Geburtshaus war schon ziemlich gut, aber zuhause noch besser. Im Krankenhaus hätte ich mich nie entspannen können, da wäre ich nur hin, wenn es irgendwelche Komplikationen gegeben hätte. Als ich am lautesten war, war es mir am egalsten, ob es jemand mitbekommt. Als die Nachbarn im Nachhinein erfuhren, dass das Baby im Haus auf die Welt kam, haben alle sehr positiv reagiert und fanden es ganz besonders und toll.

  • Ich habe zwei Kinder in einem englischen Reihenhaus zur Welt gebracht. Meine eine Nachbarin hat wohl nachts etwas gehört, aber weil sie von der geplanten HG wusste, war das kein Problem.
    Den anderen Nachbarn hatte ich vorher schon mal beim Se* gehört, da hatte ich dann auch wenig Hemmungen, was Gebären angeht. Außerdem wusste ich, dass lautes Schreien nicht so mein Ding ist.


    Für die Betreuung der beiden größeren Geschwister bzw. für meine Betreuung habe ich eine Doula engagiert. Ausgemacht war mit ihr, dass sie sich je nach Bedarf um mich oder die Kinder kümmert, und das hat sie echt gut gemacht. Falls eine Verlegung nötig gewesen wäre, hätte ich allerdings meinen Mann bei den Kindern gelassen und die Doula mitgenommen ins KH. Die Doula war während der Schwangerschaft schon 2x (?) da und die Kinder kannten sie schon.


    Für mich war die Lösung super und die Investition hat sich auf alle Fälle gelöst, aber ich weiß natürlich nicht, wie es in Deutschland mit Doulas aussieht. Meine war übrigens noch im Training und hat daher weniger Geld verlangt.

    Mirjam mit Clown (2006) und Spaßvogel (2008) und Quatschkopf (2010)