Spinn-Off: Verteilung Freizeit Vater-Mutter bei größeren Kindern

  • saras....inwieweit habt ihr die Möglichkeit euch hilfe zuzukaufen?
    dann würde ich eine Putzhilfe kaufen...Hemden und blusen gehen in die wäscherei und werden da gebüglet...


    ansonsten macht ihr einen "Dienstplan" wer wann was übernimmt, wer wann tatsächlich frei hat...für euch alle...auch die kinder..
    regelmäßig stattfindende Termine gehören da auch zu...
    jeder von euch hat das gefühl zu viel zu tun, das ist echt mist und wird scheitern...versucht das mal...was anderes fällt mir nicht ein, ich war da auch schon mal, vielmehr wir..


    lg doris

  • Owei! Danke, dass du noch ausführlicher geschrieben hast. Das ist schon ne andere Nummer!

    Ludowika, mein Mann ist langsam. Das ist Fakt. Effizienter und schneller arbeiten kann er nur, wenn er zu seiner Freundin will. Aber da kann er sich ja dann eine Stunde im Auto ausruhen.
    Seit Kredo: arbeitet er schneller und /oder effizienter so ist er dann gestresst und muss sich mehr erholen.

    Mein Mann ist auch langsamer als ich. Ist einfach so und wir haben uns nicht nur einmal deswegen in die Haare bekommen. Ich hab aber mittlerweile begriffen, dass er zwar langsamer ist als ich, aber normal schnell. Ich bin halt nur so ne Rakete #angst Die Tatsache allein find ich also nicht schlimm. Aber:

    Für das gründliche säubern des Küchenbereichs benötigt er rund 1,5 Stunden. Dazu gehört Geschirr in die Spülmaschine räumen, Arbeitsplatten frei räumen und wischen, Herd putzen. Küchen- und Esszimmerboden ist Zuständigkeitsbereich unserer Großen.

    Was macht er denn da? Ich putze das Bad in 10 Minuten (ist megsoptimiert #top ) Ja, das hab ich schon gestoppt, dank Flylady. Mein Mann macht die gleichen Bewegungen und braucht ca. als doppelt so lang. Aber 1,5 h für Küche aufräumen???? Das übersteigt selbst meine Vorstellungskraft. Achso, mein Mann ist immer interessiert an meinen Effizienzgedanken :D In anderen Bereichen hat er dafür so nen Spleen. Wirrergänzen uns recht gut. Das scheint mir bei Euch anders.


    (Vielleicht zur Erklärung: Ich hab nen Flatrate-Job: D.h. Es gibt Arbeit und die muss fertig werden. Wielange ich brauch und wann ich das mach, interessiert keinen. Da wird man zwangsweise effizient.)

    Jahrelang war ich hier für alles zuständig. Ich kann das aufgrund meiner Depression aber nicht mehr leisten. Wie soll ich die nötige Ruhe für eine Therapie (nach 16 Jahren) aufbringen?

    Egal wie, das MUSS sein. Notfalls müssen die Kinder noch mehr mit ran oder dem Mann das Messer an die Brust oder keins von beiden und es wird eben einfach gekürzt. Am Abendessen z.B. oder an gebügelten Hemden. Dann gibts dieses Dinge halt nicht, es sei denn, jemand erbarmt sich.... Ne, da musst du an Dich denken!!!!

    Ich glaube echt, ich hab nen emotionalen Hackstock geheiratet und viel zu spät bemerkt, dass er nicht familientauglich ist. Er ist damit einfach überfordert. Sein O-Ton: Hätte er gewusst, dass man da 20 Jahre lang quasi keine Zeit für sich hat, hätte er es gelassen ...

    Aber er HAT doch Zeit für sie, oder nicht? Ne ganze Menge sogar, wie aus den Rechnungen hervor geht. Dieses Argument finde ich ja echt putzig! #hammer Das hab ich gerade bei meiner Schwägerin: Hilfe, das Kind lässt sich gar nicht nur alle 4h abfüttern und ins Bettchen legen. Nein, es will zwischendrin auch was. Ja, wenn ich das gewusst hätte #kreischen Informieren wäre eine adäquate Möglichkeit gewesen #yoga



    Eine andere Idee kam mir beim Lesen: Dein Mann scheint ja emotionalen Argumenten gegenüber nicht soooo aufgeschlossen zu sein. Für ihn zählen eher Fakten, hab ich den Eindruck. Na gut, kann er haben. :D Bisher rechnet er ja sehr arbeitnehmermäßig: Ich tue was und das dauert halt so lange, also schreib ich x Stunden auf. Und nach y Stunden hab ich Recht auf Feierabend.


    Haushalt funkktioniert aber eher auf der Basis eines Selbstständigen: Es gibt nen Berg Arbeit und wenn die getan ist, ist Feierabend.


    Könntet Ihr nicht die Haushaltssachen so aufteilen? Vielleicht: Du räumst - keine Ahnung - 5 mal die Küche auf, wenn die fertig bist, bist du fertig. 5mal räumt er auf und wenn er fertig ist, hat er "Feierabend". Genauso mit der Wäsche. Er x Maschinen, du x Maschinen. Das ist fair! Wie lange er dann braucht, ist sein Bier. Vielleicht wird er so ja effizienter :D Und wenn nicht, dann ist es nicht dein Problem.

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️

  • ich kann relativ leicht summieren. Wieviel Zeit ich in Hobbys investiere:
    5 Stunden querflöte, Unterricht und üben
    1,5 Stunden Fitnesstraing incl. Fahrzeit
    3 Stunden Walken odet joggen.
    Macht 9,5 durchschnittlich.
    Mit meinem Mann gehe ich sonntags meist noch in Sauna und Schwimmen, da kann man noch 4 Stunden dazu nehmen,
    Also 13,5
    Zeit ganz allein für mich ist dann meist abends, also verabreden, Fernsehen, lesen, hörbücher, vielleicht nochmal ne Stunde im Durchschnitt jeden Tag?
    Also 18,5
    Plus 35 Stunden Arbeit, dazu 5*20 min Fahrzeiten, sagen wir 1,5
    Zwischensumme 55 Stunden
    7*7 schlafen...49
    Summe 104.
    So. Und der Rest müsste dann für Kinder und Haushalt draufgehen, oder?

    "A complex system that works is invariably found to have evolved from a simple system that works. The inverse proposition also appears to be true: A complex system designed from scratch never works and cannot be made to work. You have to start over with a working simple system. "

    John Gall, The Systems Bible

  • 64 Stunden
    Kann das sein?
    Vielleicht schlafe ich ja mehr als 7 Stunden täglich im Durchschnitt

    "A complex system that works is invariably found to have evolved from a simple system that works. The inverse proposition also appears to be true: A complex system designed from scratch never works and cannot be made to work. You have to start over with a working simple system. "

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  • ach ja, ich habe die pausen bei der Arbeit vergessen, das sind 5 Stunden für essen und kaffe trinken.
    Also noch 59.
    Und daheim muss ich ja auch noch essen, duschen, aufs Klo gehen....

    "A complex system that works is invariably found to have evolved from a simple system that works. The inverse proposition also appears to be true: A complex system designed from scratch never works and cannot be made to work. You have to start over with a working simple system. "

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  • Ludowica, deine Herangehensweise gefällt mir!



    Sarsaparille; mein Mann wird sehr von deinen Schilderungen profitieren. Nie wieder sollte ich mich genervt äußern, nur weil sein schlafrhythmus ganz ohne für mich erkennbare Zwänge wenig sozial-kompatibel verschoben ist (21-5 Uhr hätte er gerne). Das schlaf-Muster deines Mannes #kreischen

  • lollopy, danke.
    Kannst du abschätzen, was dein Mann noch beiträgt?
    Meine Rechnung sieht ja ähnlich aus. Nur hab ich rund 18 Stunden "Partnerzeit" (sind ja 2). Wobei dabei ja auch eben reden alleine über die Kinder mit meinem Mann mit dazu zählt.


    Für duschen und aufs Klo gehen veranschlage ich bei mir 3,5 bis 4h pro Woche. Also kommst du wohl auch auf gut über 50h...


    Ludowika: nach dem Prinzip arbeite ich sowohl in der Schule als auch zuhause. Dann falle ich eben ins Bett, wenn die letzte Ladung Wäschr hängt.
    Aber mein Mann rechnet eben nach Stunden...
    Ds aufteilen der Küche funktionierte in der Praxis leider gar nicht. Wenn er die Küche halt nicht mehr geschafft hatte, weil das Aufhängen der Wäsche zu lange gedauert hatte, bricht er ab und fährt um 5:15 zur Arbeit. Punkt. Will ich mittags was kochen, muss ich zwangsweise den Herd frei räumen... Drumrum arbeiten gehr nicht. Ok, oft hab ich dann was beim Italiener geholt, aber ich will Handlungsspielraum in der Küche. Er macht es sich da ganz einfach.
    Oder verspricht er die Wäsche noch aufzuhängen und die Sachen sind nicht trocken... Pech.


    Aber gut... Ich versuch zu schlafen. Alles was er mir eben vorgerechnet hatte ergibt mit dem von letzter Woche nur noch mehr Fragezeichen im Kopf. Habs jetzt mal aufgeschrieben. Vielleicht lässt es michbdann los oder ichbkann loslassen.. M

  • Dinge, die echt direkt mich betreffen, die mein Mann trotz Absprache nicht wegräumt, pack ich ihm entweder in die Schultasche rein, oder stell sie ihm vor sein Arbeitszimmer. Er findet das zum Glück lustig und räumt es dann weg und ich werde dadurch meinen Frust etwas los. Ich finde halt es bringt nix, wenn man es dann doch immer selbst in Ordnung bringt, dann ist die Chance auf Änderung sehr gering.
    Davon ausgenommen sind die Kinder, weil die ja direkt "fällig" sind und nicht wie herum liegendes Zeug vor der Tür warten können. Das ist echt doof, da sich mein Mann da teils raus nimmt, sich nur in Zeiten gut zu kümmern, wenn er Nerven hat. Ansonsten kann er sie gut ignorieren und schafft zuerst seine Arbeit. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass ich mich zwangsläufig zuerst um die Kinder kümmern muss und danach erst meine Arbeit machen kann. Das empfinde ich oft als ungerecht, sehe aber nicht, was ich da tun kann. In die Schultaschen stopfen geht da ja auch nicht ;) ...


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  • Ich mach jetzt mal noch den dritten Anlauf. Irgendwie habe ich es gestern abend mehrmals nicht geschafft, meine halben Gedanken fertig zuendegedacht aufs Papier zu bringen.


    Aber mein Mann rechnet eben nach Stunden...
    Ds aufteilen der Küche funktionierte in der Praxis leider gar nicht. Wenn er die Küche halt nicht mehr geschafft hatte, weil das Aufhängen der Wäsche zu lange gedauert hatte, bricht er ab und fährt um 5:15 zur Arbeit. Punkt.

    Das klingt für mich, als würde er die Arbeit zuhause einfach wie einen zweiten Job sehen. Er übernimmt da nicht wirklich Verantwortung, kann das sein? Er lässt sich mehr oder weniger von dir sagen, was er machen soll, und macht das halt in dem Zeitbudget, dass er "dir" bzw. dem Haushalt zähneknirschend zugestanden hat.


    Wenn er mit der Haltung da dran geht, ist das mit den Kindern natürlich einfach nur "Arbeit". Da kann man aber auch die Haltung ändern (also er, jedenfalls theoretisch), da muss man nicht zwangsläufig Hilfe holen oder die Kinder noch mehr einbinden.


    Wobei - keine Ahnung - aber brauchen Eure Kinder echt noch Betreuung?

    In deiner Situation, FrauCarlina, ist das sicher die entscheidende Frage. Aber bei Sarsaparilles zuhause geht es ja doch etwas entspannter zu. Die reden ja nicht übers materielle Überleben, sondern bereits über die Verteilung von Freizeit zwischen den Eltern.


    Wenn die Eltern jeder 20 Stunden die Woche Freizeit machen (im Schnitt), ist das für die Kinder eine ganz andere Geschichte. Kinder, die täglich 3 Stunden alleine bleiben müssen, weil einfach Arbeitszeit und Fahrtzeit so lange sein müssen damit das Geld reicht, werden wahrscheinlich darüber auch schimpfen. Aber sie werden das psychisch viel leichter wegstecken als wenn sie alles alleine machen müssten, weil der Papa zweimal die Woche bei seiner Freundin übernachten will.

  • Hm, ich kann das irgendwie auch schlecht nachvollziehen, diese Rechnerei.
    V.a. funktioniert sind nicht richtig, weil es eine "Work-Life-Balance" in dem Sinne nicht gibt, weil "work" und "life" sich an vielen Stellen nicht wirklich abgrenzen lassen.
    Wenn ich z.B. ein Essen für die Familie koche, dann koche ich auch für mich und genieße das Ergebnis im Sinne von "life" auch. Da kann ich das nicht ausschließlich "work" zuordnen.
    Ich würde wohl erstmal überlegen, was mache ich (ausschließlich) FÜR die Kinder, also Dinge die ich sonst gar nicht machen würde -> work und was mache ich MIT den Kindern, also Sachen, die ich sowieso machen muss -> worklife oder die ich gemeinsam mit den Kindern genießen -> life.
    Ich glaube, aus dieser Perspektive schrumpft die "work"-Zeit schon mal deutlich.


    Aber klar, man kann sich auch Gedanken machen, ob die Zeitinvestition in die Kinder noch ihrem Alter entsprechend ist und ob diese sich angemessen am "work" der Familie beteiligen. Wäscheaufhängen/-abhängen/-verräumen ist z.B. ein Thema, das man doch hervorragend an die Kinder deligieren kann.
    Mein 10-jähriger kocht regelmäßig und auch die knapp 8-jährige ist in der Lage, Essen vorzubereiten. Da könnt man z.B. einführen, dass jedes Kind 1 x in der Woche das Abendessen für alle bereitet, die Eltern jeweils 2 x. Und jeden Tag ist jemand anderes mit Tisch abräumen und Küche aufräumen dran. Ihr habt große Kinder, da kann man das mit diesen gemeinsam planen. Habt Ihr Euch schon mal in einer Art "Familienkonferenz" zusammengesetzt und das mit den Kindern besprochen?
    Für die Ordnung in den Kinderzimmern sind die Kinder ja sicher schon komplett verantwortlich, oder?


    Ansonsten würde ich meinem Mann vorschlagen, über eine Haushaltshilfe nachzudenken, die die Reinigung der Gemeinschaftsräume (Wohnzimmer, Bäder) übernimmt.


    Bei uns gibt es übrigens die Regel, dass nach 21:00 Uhr nichts mehr in der Wohnung geräumt wird. Und jeder hat halt 1-2 Abende in der Woche "life".

  • Deine Kinder sind ja nun schon relativ groß. Kannst du sie nicht mal alleine daheim lassen oder geht das wegen des ADS nicht? Und sei es nur, um mal eine halbe Stunde spazieren zu gehen.
    Den Haushalt würde ich auch dringend optimieren. Hier wandert alle Wäsche gnadenlos in den Trockner. Spart enorm Zeit. Die Küche wird nach jedem Essen aufgeräumt. So nimmt das Chaos kein Überhand und es geht zwischendurch schneller. Einkaufen nur ohne Mann und Kind. Das geht auch schneller und ist fast wie Freizeit für mich.

  • Ich sehe das wie dobe und denke, dass dieses Aufrechnen nichts bringt, jeder arbeitet unterschiedlich schnell oder langsam mit verschiedenen Aufgabe und irgendwie finde ich das ein bisschen krass, dass Zeiten fürs Duschen oder Klo gehen veranschlagt werden müssen. Ich würde auch eher versuchen, Freizeit gerecht zu verteilen

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • @Sarsaparille
    ich versuche mal abzuschätzen, was mein Mann noch so beiträgt.
    Er übernimmt die meisten Arzttermine mit den Kindern, ich schätze das mal auf im Durchschnitt ne halbe Stunde pro Woche.
    Elternabende sind inzwischen hat hauptsächlich sein Ding, im Jahr kommt man da aber vermutlich nur auf ca 8 Stunden (auch wenn es sich nach deutlich mehr anfühlt)
    also auf ne Woche gerechnet fällt das kaum ins Gewicht.
    dann sagen wir mal 2,5 pro Woche für Küche (spülmaschine, Flächen wischen)
    Staubsaugen 0,5 pro Woche
    Bad putzen 0,5 pro Woche
    Wäsche aufhängen 0,5 pro Woche
    Kochen 1 Stunde
    Einkaufen 1 Stunde
    sich um unsere gemeinsamen Angelegenheiten bei handy, telefon, auto, wohnung kümmern pro Woche ne Stunde?
    Zwischensumme 7 Stunden
    beschäftigung mit den Kindern? Hm. Er zockt mit dem Söhnchen..3 Stunden pro Woche?
    10 Stunden.
    Ich will ihm nicht unrecht tun, aber mehr fällt mir grade nicht ein.
    Ich frage mal - auch aus eigenem Interesse - bei ihm nach

    "A complex system that works is invariably found to have evolved from a simple system that works. The inverse proposition also appears to be true: A complex system designed from scratch never works and cannot be made to work. You have to start over with a working simple system. "

    John Gall, The Systems Bible

  • Ich sehe das wie dobe und denke, dass dieses Aufrechnen nichts bringt, jeder arbeitet unterschiedlich schnell oder langsam mit verschiedenen Aufgabe und irgendwie finde ich das ein bisschen krass, dass Zeiten fürs Duschen oder Klo gehen veranschlagt werden müssen. Ich würde auch eher versuchen, Freizeit gerecht zu verteilen

    ich kann das schon nachvollziehen, warum und wie sarsaparille aufrechnet.
    Ich mache - gefühlt - viel mehr für und mit den Kindern, aber auch deshalb weil ich es gerne mache. Oder weil es mir wichtig ist, dass mein Sohn nicht ungekämmt aus dem Haus geht (nur so als blödes Beispiel).
    Und bei meinem Mann bin ich oft überrascht, wie wenig freiwillig von ihm in dieser Richtung kommt.
    Da ich mir aber in meiner Wahrnehmung nicht so richtig vertraue, werde ich ihn jetzt mal bitten, von sich aus aufzuschreiben, was er für Haushalt und Familie tut.
    Dass das schon deswegen weniger sein wird als bei mir, weil er viel mehr Job-arbeitet, ist klar. aber wie er den Rest selbst empfindet, das würde mich schon interessieren.
    Ich möchte einfach mal gerne unsere gegenseitige Wahrnehmung überprüfen :-)

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  • Danke Lollopy, ich bin gespannt, was dein Mann sagt.


    Wer betreut denn die Kinder während du deine Freizeit hast? Sind deine Kinder da alleine?




    Habt Ihr Euch schon mal in einer Art "Familienkonferenz" zusammengesetzt und das mit den Kindern besprochen?
    Für die Ordnung in den Kinderzimmern sind die Kinder ja sicher schon komplett verantwortlich, oder?

    Haben wir bereits durch und eigentlich sind die Arbeiten verteilt. Nur schert sich mein Mann nicht drum, dass die Arbeiten auch erledigt werden. Und wie Kinder so sind ... können sie sich drücken, tun sie das auch - er genauso.
    In die Kinderzimmer geh ich nicht und ist die Wäsche nicht im Bad im Korb so wird sie nicht gewaschen.
    Haushaltshilfe hatten wir zwei, die irgendwie überrascht waren, dass ein Haus mit 170 qm eben nicht in 3h fertig ist. Mehr Zeit hätten sie aber nicht ... Und bevor sie nur 3h kommen und machen, was sie schaffen, schmissen sie hin. War im Ref für mich echt scheiße!


    Wenn die Eltern jeder 20 Stunden die Woche Freizeit machen (im Schnitt), ist das für die Kinder eine ganz andere Geschichte. Kinder, die täglich 3 Stunden alleine bleiben müssen, weil einfach Arbeitszeit und Fahrtzeit so lange sein müssen damit das Geld reicht, werden wahrscheinlich darüber auch schimpfen. Aber sie werden das psychisch viel leichter wegstecken als wenn sie alles alleine machen müssten, weil der Papa zweimal die Woche bei seiner Freundin übernachten will.

    Richtig! Im Ref war das überhaupt kein Ding.
    Bei mir ist es auch so, dass ich mir die Freizeit auch nehmen kann, aber ich bin eben im Haus anwesend und immer erreichbar. Papa seilt sich ab und reagierte bis vor kurzem nicht mal auf Chatnachrichten der Kinder. Kein Gute Nacht wünschen, kein gar nichts. Er ging heute und ist bis morgen Abend weg. Ich sehe ihn dann erst wieder Samstag, weil ich mir morgen einen freien Abend gönne. Der einzige, der möglich war und hier bleibt der Junior halt mal 2-3 h alleine und darf zocken bis Papa mit der Schwester vom Training kommt.
    Dafür hab ich die Kinder heute mit zum Polystammtisch genommen, damit sie nicht wieder abends alleine sind. Sind halt dann um kurz nach 20 Uhr wieder heim. So what ... war ein netter Abend!


    Ach, vielleicht sollte man den Strang mal abtrennen. Passt hier irgendwie nicht mehr so gut, wenn ich mich nur auskotze.
    Pläne gibt es hier schon. Die Kinder merken es auch und gestern war der Wäscheständer schon leergeräumt bis ich mit der Küche fertig war.


    Es kann halt nicht sein, dass mein zweiter Partner meinen Kindern genauso viel (oder wenig) Exklusivzeit wie der eigene Papa.
    Ach, neueste Rechnung: Nimmt er Anke 4h pro Woche weg, sind es bei ihr ja 25%. Investiert er das in den Haushalt und die Kinder, gewinnt jeder hier ja nur rund 10%. Das ist ja dann nicht fair, nech ... Dass aber, wenn er diese 4 Stunden in die Kinder als Exklusivzeit investiert sie einen Zugewinn von mehr als 100% haben sollte ich ihm doch mal vor Augen führen ...


    Ich danke euch für eure Antworten.
    Und ja, letzten Endes geht es um die gerechte Verteilung von Freizeit.
    Ich 12 (Kinder immer irgendwie um mich rum, nicht mal die Hälfte deckt davon mein Mann ab), er 24 (alleine 70km weit weg ohne Verantwortung) in der einen Woche, in der anderen Woche (Schulanfang) er 20 (an drei Tagen/Nächten), ich 8 (auf 7 Stückelungen - Nachmittag halbe Stunde ausruhen aufm Sofa mit dabei und 4 mal 1,5 Stunden).

  • Mensch...ich will dir nicht zu nahe treten...aber ich vermute das du keine wirklich guten Tips hier bekommen kannst, weil der Alltag in polyamoren Beziehungen einige weitere Organisationstücken birgt, die es in monogamen Partnerschaften eher nicht so gibt.


    Insgesamt würde ich glaube ich abwechselnd freie Wochenenden haben wollen. Und einen abend die Woche. Für den zweiten partner oder für was man will.


    Der Rest ist dann Basiszeit. Das bedeutet dann zeit im gemeinsamen Haushalt mit den kindern.

  • Ganz schön verzwickt, am einfachsten wäre es vielleicht die Zuständigkeit für Kinder+ Haushalt zu verteilen, eine halbe Woche er, eine halbe Woche du?
    Mit Wechsel am Wochenende, damit jeder einen schulfreien Tag mit drin hat? Dann kommt ihr euch nicht in die Quere mit euern unterschiedlichenArbeitsauffassungen, er könnte zu seiner Freundin und die Kinder wüssten, wer an dem jeweiligen Tag ihr Ansprechpartner ist.


    Ansonsten würde ich auch versuchen, mehr zu outsourcen(Hemden in die Wäscherei geben, doch noch mal versuchen, eine Haushaltshilfe zu finden). 10 Stunden pro Tag finde ich echt viel.


    Meine Kinder sind 16, fast 14 und 9 Jahre alt. Feste Aufgaben habe sie nicht so (das Anmahnen und Kontrollieren wäre mir zu viel Arbeit), aber auf Ansage funktioniert hier viel sehr gut.Wenn wir nachmittags nach Hause kommen, räumt z.B. die eine die Spülmaschine aus, während die andere die Wäsche aufhängt und ich schon mal anfange zu kochen und die Kleine den Tisch deckt. Darf alles nicht zu lange dauern, aber gerade, wenn alle gleichzeitig mithelfen, fühlt sich keiner ausgenutzt und man schafft erstaunlich viel. Und es funktioniert besser, wenn nur ein Erwachsener da ist, dann ist es für meine Kinder logischer, dass sie mitanpacken müssen. Hausaufgabenhilfe übernimmt auch schon mal die große Schwester, die kann das oft besser als ich.


    Hat deine Älteste denn schon einen Führerschein und darf bald alleine fahren? Das würde ja auch Entlastung bringen.

  • Ich glaube auch, dass das mit dem Abtrennen eine gute Idee wäre. Abtrennen und verschieben, mindestens mal in den Wintergarten.


    Edit: Soweit ich gesehen habe, ab Beitrag 195. Kurzes Zurückblättern hat außerdem ergeben, dass hier eigentlich mehrere vom Team mitlesen. Ich verzichte deshalb darauf, mich zu melden ;)

  • @sarsaarille
    Ja, Kinder sind alleine, während ich beim Sport oder verabredet bin. Ausser mein Mann ist zufällig da.
    Das einzige, was nicht geht, ist den júngsten, er ist 10, alleine lassen abends/nachts, da hat er Angst. Mindesten 1 Geschwister muss dann schon da sein.

    "A complex system that works is invariably found to have evolved from a simple system that works. The inverse proposition also appears to be true: A complex system designed from scratch never works and cannot be made to work. You have to start over with a working simple system. "

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  • minnegard: ich glaube, wenn mein Mann 16 Stunden pro Woche ein anderes Hobby hätte, wäre es nichts anderes.
    Er nimmt sich rund 25h für sich alleine. Punkt. Diese Zeit ist er quasi nicht zuhause.


    Aufgrund der Streits brauchen unsere Kinder uns viel mehr. Die Mittlere saß schon heulend bei ihm, dass sie so viel alleine ist. Ihre Schwester geht einfach zu ihrrm Freund...


    Ich geb dem Ganzen bis Ende des Schuljahres Zeit, dann wir eine Entscheidung gefällt. Entweder kriegt er sich wieder ein oder organisieren es getrennt. Blöd mit 80 km zwischen Arbeitsstelle und Kinderwohnort, aber sein Problem.
    Weiter hier wohnen wird er dann nicht. So viel ist klar. Hieße dann halt ab 2017 Vollzeit, um ihn auszahlen zu können...