Spinn-Off: Verteilung Freizeit Vater-Mutter bei größeren Kindern

  • Ich arbeite von Mo-Do von 7.30 bis 15.30 ( Di bis 16.30).
    Mein Mann arbeitet ehrenamtlich einmal die Woche von 17- 9 Uhr bei der Flüchtlingshilfe.


    Die Kinder sind 8,11,13,18.


    Ich bin montags zwischen 17.30- 20.30, mittwochs zwischen 16.30-19.30 und am We nochmal 3 Std. weg (meine Freizeit).


    Der Haushalt ist bei uns: Böden saugen, kochen, Küche aufräumen, Wäsche waschen und aufhängen und wegräumen, Bad putzen, Staub wischen, Müll rausbringen, einkaufen, Überweisungen machen, Arztbesuche.


    Die Kinder halten ihre Zimmer sauber. Die 18 J. kocht ihr Essen selber, wäscht ihre Wäsche, hängt sie auf.


    Die Jungs räumen den Geschirrspüler aus.


    Ich hänge die Wäsche ab und räume sie weg. Beziehe mal die Betten und Räume mal den Geschirrspüler ein und aus. Der Rest macht mein Mann.


    Wir finden, dass wir richtig viel Zeit haben, zumal wir ja auch die Ferien noch haben, wo wir ausschlafen können.

    Liebe Grüße von junis



    "Bitte hör`nicht auf zu träumen, von einer besseren Welt!" Xavier Naidoo

  • Sarsaparille, ich hab das Gefühl, dass bei euch eine räumliche Trennung besser wäre. Auch wenn es natürlich irgendwie schmerzhaft ist.. Aber genug jetzt zu deinem persönlichen Thema. Gehört ja vielleicht hier nicht so hin. Alles Gute für euch.



    Ich merke grad, dass die Kinder nicht so gut damit klar kommen, so lange in der Kita zu bleiben. Ich möchte es schaffen,dass wir sie nicht immer als allerletzte abholen müssen. Mein mann hat Vorstellungsgespräche in unserem Ort, das wäre schon einmal eine ganz ganz grundlegende Verbesserung, dann ließe sich das alles für die Kinder besser aufteilen.
    Ansonsten klappt es bei uns vor allem gut, weil ich nun jemanden habe, der im zweiwöchentlichen Rhythmus sauber macht und weil ich online einkaufe und den Einkauf liefern lasse.

  • Hoffentlich klappt es.


    Jep.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Ufffzzz....ich habe jetzt schon ein paar mal angesetzt und dann wieder gelöscht und wieder was geschrieben...


    Ganz ehrlich...ohne Dir/Euch zu Nahe treten zu wollen...Zeiten derart en detail aufrechenen zu wollen sogar die Zeiten die man auf der Toilette verbringt (fehlt nur noch die nach großem und kleinen Geschäft einzuteilen)...ganz erhlich...das ist schon ein bißchen ...strange, findest du nicht?


    Wie kann denn "Familie" so funktionieren? Da leiden doch alle wie ein hund wenn sie nur noch in Zeitkontingente eingeteilt werden. Vielleicht müsst ihr mal grundsätzliches klären.


    Tut mir leid, wenn ich dir da unsachlich auf die Füße trete und auch nicht wirklich hilfreiches beitragen kann, aber was du von deinem mann berichtest (auch von seinen schlaf-Experimenten) lässt mich schon ziemlich sprachlos zurück.



    LG Kiwi

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf


    Men det finns sätt att leva och inte bara överleva - Lena Hallengren 2020

  • ich arbeite 34/h Woche in 3 verschiedenen Teilzeitjobs, mache den ganzen administrativen Kram zu Hause (Rechnungen, An-/Abmeldungen) koche immer wenn ich nicht arbeite, auch am WE und mache ca 90% der Hausarbeit.


    Mein Mann arbeitet ca 50 h/Woche (eigene Firma), macht all den technischen Kram zu Hause und sehr wenig Haushalt, kochen praktisch nie.


    Was mich an dem ganzen stört ist nicht, dass ich soviel mehr mache, sondern, dass wenn wir beide da sind, dass er sich so zurückzieht und alles mir überlässt und nichts mitdenkt, auf bitten von mir macht er dann jeweils schon was, aber meistens murrend. Aber wenn ich will bekomme ich immer frei, ich war auch schon 2x eine Woche alleine weg. Er braucht das scheinbar nicht.

    Grosser Sohn: Nov. 02
    Mittlere Tochter: Juni 05
    Kleine Tochter: Juni 09

  • Kiwi, nein, ich mag diese ganze Rechnerei nicht wirklich.
    Aber mein Mann ist so ... schon immer ... er rechnet immer gegen. Was "bringt" es ihm, was ist der Verlust dadurch für andere.
    Er hat mir schon mal vorgerechnet, dass es uns mehr Zeit kostet, dass der Kleine keine Jahrgangsstufe wiederholen muss als er "Zeitverlust" an ein Jahr mehr Schule kostet. Mir geht das auf den Nerv.
    Kinder haben nur einen gewissen Zeitanspruch, mehr ist er nicht bereit zu leisten.


    Er will mir eigentlich nur zeigen wie viel er tut und dass das genug sein muss ... Nicht umsonst haben wir jetzt einen Termin bei der Erziehungsberatung. Seine grundsätzliche Einstellung geht mir langsam gegen den Strich.
    Warum Bescheid sagen, wenn man das Haus verlässt? Kommt man wieder und keiner hat einen vermisst, hat man vollkommen umsonst was gesagt ... Ich kenn sowas echt von seinem Vater und das nervt ...



    Um was es mir eigentlich geht, das ist eigene Freizeit.
    Ich will nicht immer zurückstecken müssen, damit er seine Freiheit hat. Ich hab jahrelang den kompletten Haushalt mit den Kindern gestemmt, ihm beruflich den Rücken frei gehalten. Und jetzt wo die Kinder größer werden, ich auch mal ein wenig Luft haben könnte, beansprucht er die freiwerdenden Ressourcen ausschließlich für sich. Das ist nicht fair!



    Murkel, so wie in deinem letzten Absatz war es hier auch sehr sehr lange. Nur, dass ich eben nicht frei bekommen habe. Bin ich Verfügbar, so fühlte er sich für rein gar nichts verantwortlich und man musste ihm alles sagen. Sagte man was, hat man nur die ganze Zeit genörgelt.



    Minnegard, ich gebe allem bis zum Sommer Zeit. Ändert sich nicht grundlegend was, werde ich im Sommer auf ein Leben ohne meinen Mann umstellen.

  • Puh, das hört sich anstrengend an.


    Ich finde es prinzipiell ja gar nicht verkehrt, mal aufzuschreiben, wieviel Zeit man so mit haushaltsdingen, Fahrdiensten und Co verbringt. Denn eine gewisse Balance finde ich da durchaus wichtig.


    Ich finde es aber höchst seltsam, da alles mit reinzuschmeißen, wo die Familie dabei ist.
    Also für mich besteht da doch ein großer Unterschied zwischen staubsaugen und einer gemeinsamen Mahlzeit. Da genieße ich es sogar, wenn ich da Gesellschaft habe. Ebenso so Dinge wie gemeinsam Filme sehen oder so. Das sind ja oft Dinge, die ich ganz bewusst so entscheide und keine Pflicht.
    Ich brauche auch meine kinderfreie Zeit und bin auch öfters mal alleine weg (abends, Wochenende, selbst mal ein Urlaub). Aber dennoch ist es für mich nicht allein Pflichterledigung etwas mit den Kindern zu tun.


    Hat er denn keinerlei Freude daran? ZB an gemeinsamen Mahlzeiten? Was wäre ihm denn lieber?
    Oder Unternehmungen... Gerade bei älteren Kindern kann man da doch eigentlich echt viel machen. Ich entscheide sogar oft, etwas zu machen und frage dann in die Runde, ob jemand Lust hat mitzukommen. So hab ich Spaß und trotzdem etwas Zeit mit dem Kind. Gibt es denn da vielleicht etwas, das ihm Spaß machen könnte zusammen mit Kind?
    Es klingt traurig, wenn alles familiäre nur als nervige Pflicht empfunden wird.



    Edit: gerade dein letztes Post gelesen. Kannst du dir die freie Zeit denn nicht ganz unabhängig von ihm einfach nehmen? Also dann eben abends weggehen etc?

    When all hope begins to shatter
    Know that I won't be afraid

    Einmal editiert, zuletzt von Ebura ()

  • was genau war denn eigentlich für deinen Mann der Grund, warum er drei! Kinder hat, wenn er sogar gemeinsames Essen und Ausflüge als Arbeit empfindet?
    In eurer Situation würde ich persönlich wohl auch eher feste freie Zeit für jeden vergeben. Wir selber haben auch mal grob geschätzt, wie lange alle Aufgaben etwa dauern. Und da fiel echte Hausarbeit mit rein. Da durfte mein Mann sich dann Aufgaben aussuchen, so dass jeder etwa die Hälfte hat. Man könnte auch sagen, wenn die Berufstätigkeit unterschiedlich viel ist, ein Drittel, zwei Drittel...und dann ist aber auch jeder für seinen Part zuständig.
    Abgesehen davon könnten eure Kinder schon ein paar Aufgaben übernehmen, finde ich, zb Spülmaschine ausräumen, Müll herausbringen...

  • Ich hab keinen Vergleichswert, weil wir nur ein Kind haben. Aber auch eins mit ADHS und im Vergleich mit anderen Kinder ohne diese Erkrankung ist er noch viel unselbständiger und kindlicher und braucht mehr Mama/Papa als andere in dem Alter. Ansonsten find ich Deinen Mann grad ziemlich doof, sorry. Was soll dieses blöde Aufgerechne?

  • Langsam weiß ich nicht weiter. Kann doch nicht alles zu meinen Lasten gehen, wenn die Kinder noch so etwas wie elterliche Geborgenheit bekommen sollen.

    Ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber doch darauf läuft es häufig hinaus.Viele Männer sind da "pragmatisch" und viele Frauen haben einen hohen Ansprüch an die Beziehung zu den Kindern und geben daher eher was von sich her als die Kinder zurückstecken zu lassen.
    Bei uns z.B. das Thema Arbeitszeit und Kinderbetreuungszeiten. Wenn die nicht übereinstimmen würde ich an den Arbeitszeiten drehen und mein Mann das Kind "eiskalt" die Einrichtung wechseln lassen...

  • Gibt es nicht die Möglichkeit bestimmte Sachen auszulagern, konkret: Putzhilfe, Fahrdienste und so?


  • Wenn er die Küche halt nicht mehr geschafft hatte, weil das Aufhängen der Wäsche zu lange gedauert hatte, bricht er ab und fährt um 5:15 zur Arbeit. Punkt. Will ich mittags was kochen, muss ich zwangsweise den Herd frei räumen... Drumrum arbeiten gehr nicht. Ok, oft hab ich dann was beim Italiener geholt, aber ich will Handlungsspielraum in der Küche. Er macht es sich da ganz einfach.
    Oder verspricht er die Wäsche noch aufzuhängen und die Sachen sind nicht trocken... Pech.

    Haha, das Zeug würde bei mir komplett an einer Stelle landen- in SEINEM Bett. Da bin ich radikal...

  • Danke für eure Antworten.


    Meine Kinder unterstützen mich gerade, wo es geht! Da hängt die Große mal einfach die Wäsche auf oder legt was zusammen. Das ist toll.
    Tisch abräumen, Spülmaschine, wird einfach mal gemacht, wenn kurz Zeit ist oder man eh in der Küche ist und sich unterhält während ich koche.


    Aussage meines Mannes: Hätte er gewusst, dass man mit Kindern quasi 20 Jahre lang keine Freizeit hat, dann ... Ich meine, ich war 9 Jahre zuhause, er hatte seine Arbeit ... die Familie kam danach. War für mich ok. Gekippt ist es, als ich mein Studium wieder angefangen hatte - auf seinen Wunsch und gewissen Druck hin.
    Wäre ich zuhause, wär ja alles kein Problem und wenn die Kinder nicht auch noch Ansprüche hätten ...


    Ich nehme mir jetzt erst mal Fasching eine Auszeit und fahre mit meinem Liebsten für 48 Stunden weg. Mein Mann soll schauen, wie er das mit den Kindern organisiert. Vergaß Urlaub zu nehmen - reichtzeitig - jetzt ist Urlaubssperre, aber ich werde meine Auszeit nicht verschieben oder gar ausfallen lassen!


    Ansonsten bin ich erstmal bis auf weiteres Freitag Abend weg und übernachte auswärts. Sonntag schicke ich meinen Mann mit unserem Jüngsten (er bleibt an dem Wochenende "übrig") zum Bouldern. So habe ich auch mal 3-4 Stunden das Haus für mich. Will nicht immer weg müssen, um auch mal meine Ruhe haben zu können.


    Ja, es stößt mir auch massiv auf, dass es ihm egal ist, ob er die Küche putzt oder mit den Kindern nen Film guckt. Es ist etwas, was ihn einschränkt.
    Wie wohl schon mal geschrieben: Ein Familienausflug zählt für ihn nur als Freizeit, wenn da dann auch genau das gemacht wird, was er will.
    Somit gleichen mein Partner und ich einiges aus. Mein Mann ist weg (ER nimmt sich ja pro Woche 2 Abende) und wir gucken gemeinsam einen Film mit Fingerfood als Abendessen.


    Seit es gescheppert hat und die Kinder ein wenig von seiner Rechnerei mitbekommen haben, sind sie doch angepisst. Sie lassen es ihn spüren. Gefällt mir auch nicht, misch ich mich nicht ein.


    Wir werden sehen. Andere Verhaltensweisen - nämlich dass er laut wird, wenn er auch nur annähernd den Eindruck hat, man kritisiert, was er tut - machen mir mehr zu schaffen. Deswegen Frist bis Sommer.
    Man sollte halt auch nur ein Leben führen, das man organisatorisch und emotional auf die Reihe bekommt. Das tut er gerade gar nicht und ich werde dahingehend nichts für ihn übernehmen. Seine Freizeit, seine Verantwortung. Punkt.

  • Meine Kinder unterstützen mich gerade, wo es geht! Da hängt die Große mal einfach die Wäsche auf oder legt was zusammen. Das ist toll.
    Tisch abräumen, Spülmaschine, wird einfach mal gemacht, wenn kurz Zeit ist oder man eh in der Küche ist und sich unterhält während ich koche.

    Das ist super, wenn das so gut klappt und du an der Front nicht auch noch kämpfen musst.


    Aussage meines Mannes: Hätte er gewusst, dass man mit Kindern quasi 20 Jahre lang keine Freizeit hat, dann ...

    Das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ja, es ist mehr Organisiererei - aber gerade mit älteren Kindern lässt es sich doch gut vereinbaren, auch selbst zu Freizeit zu kommen. #confused Also meine Kinder sind ja sogar noch ein klein wenig jünger, aber dennoch habe ich absolut nicht mehr das Gefühl, zu sehr auf eigene Freizeit verzichten zu müssen - auch ganz unabhängig vom Partner. Heute Abend wird mein Mann lange arbeiten, ich werde dennoch schwimmen gehen gegen 20h. Alleine. Ich schaue halt , dass auf jeden Fall genug zu Essen da ist - das ist aber eigentlich auch die einzige "Einschränkung" die ich habe. #weissnicht
    Klar hat man mit Kindern bestimmte Verpflichtungen, aber gerade wenn sie älter werden, sind sie doch keine 24h-"Last" mehr...


    Seit es gescheppert hat und die Kinder ein wenig von seiner Rechnerei mitbekommen haben, sind sie doch angepisst. Sie lassen es ihn spüren. Gefällt mir auch nicht, misch ich mich nicht ein.


    Das kann ich gut nachvollziehen. Mein Mann fand als Jugendlicher bei seinem Vater einen Ordner mit der Aufschrift "Kostenfaktor D.". Das hat ihn auch ziemlich verletzt.

    When all hope begins to shatter
    Know that I won't be afraid

  • hier seid ihr!
    Also ich hätte bei den regelmäßigen Tätigkeiten meines Mannes noch vergessen:
    1 Stunde pro Woche Kinder vom Sport abholen und noch ein bisschen was drauf für friseurtermine mit Kind ein bisschenmehr einkaufen und kochen wäre es dann schon.


    Ich glaube mal, es kommt verhältnismäßig ganz gut hin...Er arbeitet halt leider so viel mehr als ich.

    "A complex system that works is invariably found to have evolved from a simple system that works. The inverse proposition also appears to be true: A complex system designed from scratch never works and cannot be made to work. You have to start over with a working simple system. "

    John Gall, The Systems Bible

  • Ich lese aus all den Beschreibungen und Äußerungen heraus, dass dein Mann aber irgendwie immer schon so war.
    Und, dass es jetzt einfach nur eskaliert ist und sich "unschöner" anfühlt für dich. Wenngleich ich dafür vollstes Verständnis haben und es mir ganz genau wie dir gehen würde, ist die Frage, ob tatsächlich eine reale Chance besteht, dass sich grundlegend etwas ändert. Denn dann müsste dein Mann sich grundlegend ändern.
    Ob er das will? Ob er das kann? Wie kommt es, dass es dich -sollte mein Eindruck stimmen und die Aufteilung immer schon so unfair gewesen sein-, nun so sehr stört, dass du eine Veränderung willst?
    Ich denke, ich würde an deiner Stelle auch viel Hoffung in Beratung von außen setzen und drücke sehr die Daumen, dass euch das hilft.

  • Froschfamilie: es war jetzt längere Zeit besser, nachdem er im Herbst 2014 "aufgewacht" ist. Wir waren ein Jahr bei der Eheberatung.
    Aber nun wurde es mit meiner Depression im Oktober 2015 wieder schlimmer und er sah es dennoch nicht ein etwas abzufangen.


    Und nun scheint die ganze Eheberatung umsonst gewesen zu sein. Er gräbt ein Thema nach dem anderen aus, das wir dort aber schon geklärt hatten....

  • Mich verwirrt auch, dass dein Mann überhaupt auf die Idee kommt, da etwas aufrechnen zu wollen.


    Anders gesagt: es geht ihm nicht um die Sache, es geht um Lebenszufriedenheit.


    Deine Reaktion besteht darin, darzustellen, dass du noch mehr Zeit investierst, dass das nur Angemessen ist, er sich nicht so haben will, und dass er sich nicht an Regeln hält. (Sorry, das klingt jetzt harsch, aber kurz und knapp ist manchmal so.)


    Anders gesagt: Du argumentierst mehr oder weniger in einer Sache, um die es ihm ncht geht.


    So wird dat nix.


    Frage mal andersrum: Was wünschst du dir denn zu deiner Lebenszufriedenheit? Oder: Wäre eine räumliche Trennung mit klarer (meinetwegen gerichtlich festgelegter) Aufgabenteilung für deine eigene Lebenszufriedenheit nicht besser?



    Wenn ich mir vorstelle, dass mein Mann nicht bloß ab und an über dem Putzeimer stöhnen würde, weil er da gerade einen Teil seiner Haushaltsaufgaben erledigt, sondern mich dafür anmotzen würde, dass das alles zu lange dauert... (umgedreht, setze ein, ich stöhne über der Wäsche und motze ihn dafür an...), tja, da ginge schon eine Menge Energie bei verloren, nicht?

    तत् त्वम् असि


  • Nein, da hast Du recht, dass ist nicht fair und nicht vertretbar.


    Ähnlich wie Aoide denke ich das ihr da etwas grundlegendes klären müsst. Manche mögen es furchtbar finden, aber ich komme auch schonmal an den Punkt an dem ich denke "hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich gegen Kinder entschieden" auch wenn das nicht bedeutet das ich meine Kinder nicht liebe oder die beiden jemals wieder hergeben würde...aber dann sieht man zu das man das beste daraus macht und meist ist dass nur so ein kurzes gefühl der Genervtheit und nicht ein generelles...


    Ich denke ihr müsst reden, über ganz Grundsätzliche Dinge , darüber wie ihr euch euer weiteres Leben vorstellet und wie ihr es weiter gestalten wollt...und du musst aufpassen dass du nicht die ameise gibst die alles übernimmt...ja beim Alter deiner Kinder würde ich auch mal überlegen ob die nicht (überzogen gesagt) mal alleine Torchwood schauen können während du was für dich machst.


    Arbeiten würde ich auch nicht nach zeit einteilen, sondern nach Aufgabe, wenn der Joe hier die Küche macht ist das sein Ding wenn er dafür lange braucht...pech, wenn er das in 15 min schafft...hat er Glück gehabt und hat eben mehr Zeit als ich. Zusätzlich haben wir beide unserren Sport und gehen auch mal getrennt mit bfreunden weg, wichtig ist uns zumindest dabei, dass nicht ständig aufgerehnet wird, mal ha ich mehr Zeit für mich alleine, mal er, aml wir beide keine. Aber Familyqualitytime fällt bei uns komplett in Freizeit für alle!


    Ich drück euch die Daumen.


    Kiwi

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf


    Men det finns sätt att leva och inte bara överleva - Lena Hallengren 2020

  • noch ein andre Gedanke: wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann habt ihr euch als Ehepartner, 3 gemeinsame Kinder, Haushalt, Arbeit, Zeit für Hobbys und je einen Freund/Freundin. Das sind ganz schön viele Posten, die da zu vereinbaren sind. Ich finde es eigentlich verständlich, dass das nicht ohne weiteres klappt.
    Nur mal aus dieser Perspektive geschaut... Ich glaube, es ist keine Kleinigkeit die ihr euch da vorgenommen habt.


    Dass nur der eine den Freiraum bekommen soll, das alles unter einen Hut zu kriegen, der andre, also Du, aber nicht, find ich natürlich nicht in Ordnung.


    Aber eben mal so'n bissl aufteilen, scheint mir doch schwierig, schon wegen des Umfangs aufzuteilenden Posten.

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️