Ernährung in der Schwangerschaft?

  • Die Frage ist vielleicht ein bisschen... blöd.
    Ich bin allgemein ein etwas vernaschtes Persönchen und habe einen exorbitanten Zuckerverbrauch.
    Ich glaube, wie ich mich derzeit ernähre, schadet meinem Bauchzwerg (2. Monat) und mir selbst, daher will ich was verändern.
    Wenn ich nun allerdings Zucker und zu fettes Essen weg lasse, fürchte ich, ganz schön abzunehmen. Ist das per se schlimm?
    Es gibt schon recht viel Obst und Gemüse, Vollkorn, Linsen, Bohnen,... und derzeit eben viel zu viel Süßkram und chips :(


    Als ich das letzte mal Süßigkeiten vom Speiseplan strich (ist ein paar Jahr her) ging es mir echt super damit - aber ich hab 6-7 Kilo abgenommen (und war damals noch dicke im normalen Gewichtsrahmen)


    Wahrscheinlich würde eine Ernährungsumstellung auch helfen, nicht wieder bis zum Ende der Schwangerschaft 20 Kilo mehr drauf zu haben, das war immer sehr belastend und tat der Beweglichkeit nicht gut ;(


    Was für Erfahrungen habt ihr mit Ernährungsumstellungen in der Schwangerschaft?
    #danke

    Carpe Diem. Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden.

  • Hallo,


    an sich würde ich mal sagen, die Schwangerschaft ist ein guter Zeitpunkt sich besser zu ernähren, aber nicht für Diäten.


    Wobei es doch wahrscheinlich schon helfen würde, wenn du ein wenig von dem Süßkram weglässt und stattdessen Nüsse etc. isst. Also nicht unbedingt weniger Kalorien, aber hochwertiger. Ich muss zum Beispiel auch andauernd etwas essen, und stelle mir dann halt gesunde Snacks hin wie Karottenstifte, Äpfel, Trauben mit Käsewürfel etc.


    Und die Gewichtszunahme: ich stelle fest, dass man da relativ wenig dran ändern kann. Ist jetzt meine 3. Schwangerschaft und ich habe im Prinzip genauso viel zugenommen wie sonst auch, trotz viel Sport und sehr gesundem Essen. Mein Körper braucht das anscheinend, in der Stillzeit nehme ich dann wieder viel zu viel ab und sehe aus wie ein Gerippe


    Grüße

  • Ich finde es typisch und verständlich, dass du dir diese Gedanken und Fragen machst/stellst.
    Ich kenne diese von mir auch. Ich bin auch ein Süßjunkie vor allem brauche ich das für meine Seele, weil ich bisher noch nicht raus gefunden habe, wie ich das Verlangen nach Süßem anders stillen kann bzw. was mein eigentlicher Wunsch, der dahnter steht ist.
    Mein Arzt fragte mich, ob ich Süßigkeiten essen würde und meinte dann:" Ich würde mein Ungeborenes mesten."
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    Dabei habe ich ja nun keine genaure Angabe gemacht, sondern Pi x Daumen genommen, da ja nicht jeder Tag gleich ist.
    Ich habe mir in jeder Schwangerschaft enormen Druck gemacht, dass ich ja nicht zuviel zu nehme und ich hatte auch wirklich angst davor, mal richtig dick zu sein.
    Was ist passiert? Ich wiege jetzt so viel wie noch nie in meinem Leben. Ich bin nicht glücklich damit, habe oft am Tag Gedanken, wo ich mich ansehe und schockiert bin und dann aber wieder zu mir finde und mir sage, dass es nun einmal so ist.
    Gestern habe ich mir noch zwei Geschwistergeschenke überlegt und alte Fotos angeschaut und war überrascht, wie schlank ich nach der 1. Schwangerschaft war. Ich sah richtig gut aus, ich weiß aber, das ich mich auch da viel zu dick fand.
    Ich fühle mich unwohl, weil die Kleider so spannen und ich so in der Bewegung eingeschränkt bin, ja das muss ich mir eingestehen und das belastet mich täglich.
    Dennoch will ich gut zu mir sein und habe mich daher dafür entschieden in der Schwangerschaft auf meinen Körper zu hören und dafür dann bewusst zu naschen und zu genießen.
    Im übrigen habe ich in dieser Schwangerschaft nicht mehr oder weniger genascht und beide Kinder kamen mit einem Normalgewicht zur Welt (1. 3250g und 3600g). Also von mesten kann hier wohl nicht die Rede sein.


    Ich finde es schön, dass du dir Gedanken machst, würde wirklich versuchen mehr Obst oder Salate einzubauen, aber wenn ich ehrlich bin, hat das bei mir nie lange vorgehalten, irgendwie kam das von ganz alleine.
    Das Verlangen nach Süßigkeiten und nach Salat verteilte sich nachher gleichermaßen, genauso wie auf andere super gesunde Sachen. Mein Körper gleicht das ziemlich toll aus.


    Ich würde mir einfach ein paar Rezepte anschauen und mal was nachkochen, aber den Gürtel nicht zu eng schnallen, sondern die Schwangerschaft mit allen Zügen genießen und auch mal Fünfe grade sein zu lassen.


    Der ganze Pillenwahn und die Angstmacherei von Außen, das ist schon viel, ich finde, da muss man sich nicht noch an anderen Stellen so einen Stress machen.







    *** Alles kann, nichts muss.***
    ***Weil nicht wahr sein darf, was war sein kann***

  • Ich finde es völlig normal, wenn du deine Ernährung änderst.
    Ich denke du wirst nicht extrem abnehmen.
    Und wenn du den Süßkram reduzierst, aber ausgewogen und ausreichend isst, dann schadet das wohl nicht.
    Also keine Diät, aber ungesundes weg lassen.

  • Bei mir war es zwei mal eine Schwangerschaftsdiabetes, die mich zwang, auf Zucker so weit als möglich zu verzichten bzw. die Ernährung umzustellen. Und was soll ich sagen, es waren - stimmungsmäßig - zwei schlimme Wochen (v.a. auch für meine Umgebung... #pfeif ), aber danach habe ich mich blendend gefühlt. Und auch ganz normal weiter zugenommen, ich habe schon auch recht fettreich gegessen (Sahne- statt Magerquark und so, viele Nüsse). Da würde ich mir jetzt nicht allzuviele Sorgen machen, du nimmst ja nicht plötzlich nur Salat und Gemüse zu dir statt Süßkram, sondern eben auch Kohlehydrate und Fette.


    Hier war die Gewichtszunahme auch in jeder Schwangerschaft fast 1:1 gleich. Und genauso die Abnahme in der Stillzeit.
    In jedem Fall: mach dir nicht zu viel Gedanken und Sorgen und genieße die Schwangerschaft weiterhin #herzen

  • meine Kinder waren eher wonneproppen mit 3650 g (eine Woche vor et) und 4 kg 2 Wochen nach et... ein bisschen weniger wäre nett gewesen xD


    Mein Gewicht hab ich mir nach einer Fehlgeburt angefressen... hm....
    Hin und wieder Schokolade wird es wohl sicher immer geben, Zucker im Kaffee auch. Nur 1 kg Nutella die Woche plus Chips, plus 2-4 Tafeln Schokolade zum naschen - das endet böse und ohne kalten Entzug klappt "ein bisschen" leider gar nicht #kreischen

    Carpe Diem. Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden.

  • Ringelblume, es ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Die Motivation bei dir ist hoch und du tust damit die und dem Baby etwas gutes.
    Ich schließe mich an: Ernährung verbessern, nicht Diät halten.
    Wenn du dabei abnimmst, ist das kein Problem!


    Mir ging es in der ersten Schwangerschaft so, dass ich tatsächlich abgenommen habe, etwa in dem Maß, wie Kind und Drumherum schwerer wurden - einige Monate lang. Meine Hebamme war entspannt, sie hat kurz geguckt, was ich so esse und meinte, der Körper würde erst von der Frau nehmen, ehe das Kind zu wenig bekäme.
    Eine weniger zucker- und fettreiche Ernährung lässt deinem Körper mehr Luft, die guten Sachen zu verwerten, statt die schlechten rauszuschmeißen oder abzuspeichern.


    Probier's aus. Kaffee geht auch ohne Zucker. ;-)


    Sonnige Grüße von trullala

    Liebe Grüße

    Gesche

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  • Danke für die lieben Worte <3


    Kaffee SCHMECKT mir aber nicht ohne Zucker :P
    Also ohne einen Kaffee am Morgen geht bei mir gar nichts. Bei der letzten Schwangerschaft konnte ich Kaffee nicht riechen, das waren schlimme drei Monate *ggg* Aber gut, ich fange einfach heute mal an (bis auf den Kaffee versteht sich, der eine darf bleiben ;) )
    Ich berichte ;)

    Carpe Diem. Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden.

  • Klar darf der eine bleiben! Ein Morgenritual für die Seele.


    Viel Erfolg und Durchhaltekraft auch bei eventuellen Entzugserscheinungen.
    #blume


    Sonnige Grüße von trullala

  • durch das Weglassen bzw. starke reduzieren von Zucker entsteht ja kein (Nährstoff)Mangel, wenn du dich ansonsten normal ernährst tust du dir doch was Gutes...was soll daran schlimm sein? Mach es.

  • Ich kann grad irgendwie nicht so richtig süßes sehen, mir ist ständig schlecht, was ich esse ist falsch... es läuft gerade also ganz gut an der Süßen-Front ;)
    Wenn auch nicht freiwillig *g*

    Carpe Diem. Das Leben ist zu kurz, um es zu verschwenden.