AfD: KEINE Alternative

  • Was macht es mit Menschen die erstmal ohne soziales Umfeld dastehen?




    - die bekommen erst mal weniger kinder (weil, mit wem. und wer passt dann drauf auf, wenn sie krank sind. undundund.)

    - sind weniger bereit, sich niederzulassen

    - sind theoretisch über einen langen zeitraum unglücklich


    - BLEIBEN vielleicht auch ohne echtes, tragfähiges soziales umfeld, weil in den wenigsten fällen die eltern und geschwister hinterherziehen und familie einfach der block nr. 1 ist und sonstige kontakte dafür kein ersatz

    - sind deutlich stärker an ihren beruf und arbeitgeber gebunden (!!!), denn das ist erstmal der einzige anker in der fremde



    aaaaah, man merkt es schon, alles ziemliche arbeitgeber-bonuspunkte.

  • Noch mal zum Umziehen wegen der Arbeit...

    Die Frage ist ja, gibt es da wo es Arbeit gibt Wohnraum?

    Was macht es mit Menschen die erstmal ohne soziales Umfeld dastehen?

    Ist die Arbeit dann sicher oder steht irgendwann mal wieder ein Umzug an?

    Mhmhm, als Mensch der xten Generation Arbeitsmigranten (und selbst ebenfalls) sehe ich die Folgen wahrscheinlich etwas entspannter. Ich habe eher den Eindruck, dass diese "Sesshaftigkeit" ein eher neueres Phänomen ist, historisch gesehen.


    Die Konzentration von Menschen und Arbeit in Ballungszentren hat ja nicht nur Nachteile, ich denke, das Ganze ist sehr vielschichtig.


    Dass aber Regionen in Deutschland (bewusst? Ein Schelm, der böses dabei denkt) hängen gelassen werden, ist ein grosses Problem. Und dass dann, meiner Meinung nach ebenfalls ziemlich bewusst, die Jagd auf Sündenböcke erlaubt wird, ein noch viel grösseres.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • du kannst alles bezahlen, wenn dein GEHALT es hergibt...

    klar, aber ich behaupte mal, wenn du vom tiefsten Brandenburg ins Rhein Main Gebiet ziehst, wird das Verhältnis von gehalt und Miete ein vollkommen anderes sein.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Ich bin auch schon mehrmals umgezogen, für mich weniger ein Problem. Wenn man relativ kontaktfreudig ist hat man vermutlich schnell wieder ein soziales Umfeld.

    Aber es gibt halt auch Menschen die das nicht so können.

    Wo Furrina drauf steht ist in dem Fall Carrrie drin #evil


    und immer noch mit Chaosfamilie :D

  • Ich denke auch, dass Arbeit nur eines der Probleme ist, die dafür sorgen, dass bestimmte Regionen sich als "abgehängt" betrachten. Da gibt es noch viele andere Probleme, die dazu führen. Z.B. fehlende Anbindung an Ballungsgebiete (kaum öffentlicher Nahverkehr), starke Einschränkung der Infrastruktur (kleine Läden, Dorfgasthöfe etc. sind längst geschlossen worden), stark eingeschränkte Bildungs- und Freizeitangebote, keine Polizeistationen, schwierige ärztliche/therapeutische Versorgung ...


    Eine gute Bekannte von mir wohnt z.B. in einem Städtchen mit ca. 7.500 Einwohnern. Da hat die Polizei Öffnungszeiten Di: 9.00 - 10.30 Uhr und Do: 15.30 - 16.30 Uhr. Und wenn man Pech hat und der Beamte am Öffnungstag zu einem Einsatz muss, dann hängt einfach ein Schild an der Tür, man soll doch bitte das nächste mal wiederkommen.

  • tulan danke!


    Midnas Probleme sind für mich jetzt auch ganz klar u Real u es ist eine Schande, dass sie damit alllein gelassen wurde/wird.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • isso.


    ich habe so viel an sozialen strukturen verloren durch die ständigen wechsel und ich habe nach dem 17. umzug die schnauze gestrichen voll davon.

  • Deshalb fragte ich nach den Gründen.

    Völlig wertungsfrei.


    Ich für mich kann mir vorstellen, der Arbeit hinterher zu ziehen. Schweren Herzens, aber ich würde das machen, wenn weder Mann noch ich hier eine Arbeit finden würden.

    Ich habe hier auch schon Zeitungen ausgetragen, weil grad kein anderer Job in Aussicht war. Oder in einem völlig anderen Sektor gearbeitet, als Zahntechniker nicht gefragt waren. Zwischendurch war ich nie länger als 1 Jahr arbeitslos.

    Aber das bin ich, in Baden-Württemberg.

    Ah, im Übrigen hab ich 2 Jobs, bald 3.

  • Ich denke auch, dass Arbeit nur eines der Probleme ist, die dafür sorgen, dass bestimmte Regionen sich als "abgehängt" betrachten. Da gibt es noch viele andere Probleme, die dazu führen. Z.B. fehlende Anbindung an Ballungsgebiete (kaum öffentlicher Nahverkehr), starke Einschränkung der Infrastruktur (kleine Läden, Dorfgasthöfe etc. sind längst geschlossen worden), stark eingeschränkte Bildungs- und Freizeitangebote, keine Polizeistationen, schwierige ärztliche/therapeutische Versorgung ...

    Ja genau. Und ich denke, als Ossi hat man da ja auch Erfahrung, wie einem von einen Tag auf den anderen alles wegbrechen kann. Das prägt.


    Ich habe gar nichts dagegen, das Leute wegen der Arbeit umziehen. So lange sie eine Wahl haben, es zu tun oder zu lassen. Ich habe etwas dagegen, wenn sie dazu gezwungen sind und noch mehr habe ich etwas dagegen, wenn Argumentationen gemacht werden, die so klingen, als seien Arbeitslose ja selbst schuld, weil sie sich nicht genug bemüht hätten. Ja, es gibt Abgehängte in unserer Gesellschaft und wir alle können, wenn es doof kommt, morgen dazu gehören. Wir brauchen ja bloß krank zu werden - gibt da ja einige Beispiele hier im Forum, wo das eins fix drei passiert ist. Die Solidarität mit diesen Menschen ist wichtig - auch damit "teile und herrsche" nicht funktioniert.


    Edit: Danke fürs Danken.:);)

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    Einmal editiert, zuletzt von tulan ()

  • Danke patrick*star . Ich gebe dir so recht. Und ganz manchmal habe ich das Gefühl, dass es ja sehr angenehm ist, wenn sich die bürgerliche Mitte etc mit den „einfachen“ Leuten streitet etc, dann fragt nämlich niemand nach, was da „oben“ so passiert.

    Scheint die Sonne auch für Nazis? Wenn's nach mir geht tut sie es nicht!!! ( DBBDW)


    Es gruesst die Sunny mit der Hummel an der Hand, dem Möpsken im Arm und dem Sternchen im Herzen! #love

  • Genau tulan hat es besser als ich ausgedrückt. Wir sind ja gerade sehr weit dem Job hinterhergezogen. Und zwar freiwillig. Und es ist so anstrengend , besonders für die Kinder. Wie soll jemand evt. alleinerziehend mit zwei Kindern das schaffen? Das darf nicht Voraussetzung für Arbeitsmöglichkeiten sein. Für Arbeitsplätze, die es einem ermöglichen, menschenwürdig zu leben.

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  • 17 mal #blink das ist heftig, ich komm auf 4 mal und würde hier definitiv nicht mehr weg ziehen, genug ist genug

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    und immer noch mit Chaosfamilie :D

  • Ich für mich kann mir vorstellen, der Arbeit hinterher zu ziehen. Schweren Herzens, aber ich würde das machen, wenn weder Mann noch ich hier eine Arbeit finden würden.

    wie oft HAST du es getan?

    Es war noch nie nötig, stand aber schon mal im Raum nach Israel oder Australien.

    Aber darum geht es doch gar nicht. Ich schrieb ja, das bin ich, in Baden-Württemberg.


    Und ich sage auch nicht, dass alle Arbeitslosen sich nicht bemühen, habe ich auch nie gesagt. Und ich möchte das auch nicht in den Mund gelegt bekommen.

  • Die AFD eskaliert grad so richtig schön.


    https://www.facebook.com/photo…2282838264&type=3&theater


    Und wegen der Arbeitsplätze ect. pp. -


    Habt ihr mitbekommen, was Siemens in Guben abgezogen hat? Das ist unheimlich und gruselig.


    Oder mit den Tagebauen in der Lausitz? Anstatt sich eine Finanzierung zu überlegen, den dort Arbeitenden die bald Arbeitslos sind, etwas in Aussicht stellen (es gäbe Konzepte und Ideen), lässt die Politik es so laufen.


    Und hinterher ziehen. Wir haben uns das damals genau überlegt. Wir hatten Angebote aus ganz Deutschland. Aber erst als das Angebot kam Richtung Heimat meines Mannes zu ziehen, haben wir es gewagt. Und nochmal? Soviel Bock habe ich da - mit Kindern - auch nicht. Vielleicht später ich alleine/mit Mann...

    Wyrd bið ful aræd!


    Einmal editiert, zuletzt von Iverna ()