AfD: KEINE Alternative

  • Der Unterschied der Lebenshaltungskosten ist oft gravierender zwischen Stadt und Land, als zwischen Ost und West.

    Und auch da kann man nicht vom eigenen Erleben auf eine allgemeine Wahrheit schließen. Das Thema hatten wir ja auch schon ausführlich im Ost-West-Thread, dass z.B. auch das (Wohn-)eigentum/Vermögen sehr ungleich verteilt ist.

  • Doch sind sie. Wir sind vom "Osten" in den Südwesten gezogen. Die Mieten sind deutlich teurer, mit 1/3 des Gehalts kommt man hier schlecht aus. Und selbst Preise im REWE unterscheiden sich.

    Naja, wir sind vom Mittelwesten in den Nordwesten gezogen, und die Mieten und Preise fürs Essen und so sind hier deutlich günstiger. Die Leute hier kriegen trotzdem die gleiche Rente... #weissnicht

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


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    In meinem Waldland geht ein Monster um...

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  • Und ich sage auch nicht, dass alle Arbeitslosen sich nicht bemühen, habe ich auch nie gesagt. Und ich möchte das auch nicht in den Mund gelegt bekommen.

    Ich hab ja zitiert, was da stand. Und ich habe gesagt, dass die zitierte Aussage den Umkehrschluss für mich sehr nahe legt. Ob das nun ein Grund ist, sich zukünftig anders auszudrücken, kann nur jede/r für sich entscheiden.

    Es sollte doch genau umgekehrt sein. Da, wo die Menschen sich wohlfühlen, Familie und soziale Strukturen haben, Sicherheit empfinden und eine gute Grundversorgung, werden sie sich am besten in den Arbeitsmarkt einbringen können. Also sollte die Konzentration auf Ballungsräume nicht gefördert werden, sondern gerade strukturschwache Regionen klar gestärkt.

    Da unterschreibe ich dick und fett! Für mich ist das eines der Grundprobleme.

  • Ich denke, hier sind viele froh, dass wir die Migranten haben. Sehr viele sind aus Osteuropa. Sie arbeiten meist in der Landwirtschaft, Handwerk, Altenpflege, Gebäudereinigung. Da haben wir hier viel zu wenig deutsche Kräfte, die das machen wollen. Aus meiner Klasse sind auch die meisten weg in die Ballungsräume. Und die fehlen hier. Es ist gut, dass so viele junge Leute aus Osteuropa zu uns kommen, hier arbeiten und bleiben und eine Familie gründen. Wir brauchen die hier. Und ich erlebe die meisten als sehr fleissig, freundlich und bemüht. Und ich habe viel Kontakt mit ausländischen Müttern. Ich kann da Nichts Schlechtes sagen. Man muss sich auch mal auf die Menschen einlassen und mit denen sprechen. Dann merkt Man, dass die - natürlich- ganz normal sind.

  • Doch sind sie. Wir sind vom "Osten" in den Südwesten gezogen. Die Mieten sind deutlich teurer, mit 1/3 des Gehalts kommt man hier schlecht aus. Und selbst Preise im REWE unterscheiden sich. Die Frage ist nämlich was für ein Angebot möchte ich. ;) Das Angebot im Rewe im Osten war besser, hier zählt der Rewe eher zu den unteren Läden und man geht zu Kaufmarkt....


    Aber das gibt trotzdem kein Grund die Renten und Löhne niedrig zu halten. Gar keinen.


    Aber es gab schon einen Thread dazu. Das ist nicht alleine das Problem.

    Doch sind sie. Wir sind vom "Osten" in den Südwesten gezogen. Die Mieten sind deutlich teurer, mit 1/3 des Gehalts kommt man hier schlecht aus. Und selbst Preise im REWE unterscheiden sich.

    Naja, wir sind vom Mittelwesten in den Nordwesten gezogen, und die Mieten und Preise fürs Essen und so sind hier deutlich günstiger. Die Leute hier kriegen trotzdem die gleiche Rente... #weissnicht

  • Ich für mich kann mir vorstellen, der Arbeit hinterher zu ziehen. Schweren Herzens, aber ich würde das machen, wenn weder Mann noch ich hier eine Arbeit finden würden.

    Ich habe hier auch schon Zeitungen ausgetragen, weil grad kein anderer Job in Aussicht war. Oder in einem völlig anderen Sektor gearbeitet, als Zahntechniker nicht gefragt waren. Zwischendurch war ich nie länger als 1 Jahr arbeitslos.

    Aber das bin ich, in Baden-Württemberg.

    Ah, im Übrigen hab ich 2 Jobs, bald 3.

    So, wir sind insgesamt als Familie 9x umgezogen und zwar immer wegen der Arbeit. Irgendwann ist das aber nicht mehr praktikabel, nämlich dann, wenn die Kinder in der Schule sind. Der Bildungsföderalismus ist diesbezüglich eine einzige Katastrophe.


    Abgesehen davon werde ich nicht auf gut Glück für eine erstmal 6monatige Probezeit nach BaWü ziehen - was soll derweil aus der (sozial entwurzelten, da permanent umgezogenen) Familie vor Ort werden?


    Jetzt wohnen wir im der vielbeschrie(b)enen ostdeutschen Provinz (wenn ich richtig interpretiere, nicht allzuweit von Lillian entfernt) und ich finde keine qualifizierte Arbeit. Ich finde aber auch keine unqualifizierte Arbeit, weil ich pro forma überqualifiziert bin. Zeitungaustragen: stehen die Leute Schlange. Reinigungskraft: "Hätten wir gern, aber Sie können wir uns nicht leisten" - hier hat fast keiner eine private Reinigungskraft, weil sich das nur die allerwenigsten leisten können usw. usw.

    Das von Lillian beschriebene Problem ist ein großes von denen, die die CDU-Regierung hier in Sachsen verursacht hat, damit sie stolzer Träger der "schwarzen Null" sein kann, indem sie die Polizei kaputtgespart hat.

    Nicht nur die Polizei, aber da fällt es akut natürlich besonders auf.

  • Nur mal zum Thema dem Job hinterher ziehen. Haben wir gemacht. Wäre das jetzt noch mal notwendig, würde es auf wochenpendler hinauslaufen. Wir Eltern sind dabei gar nicht so das Problem, wir sind zig mal umgezogen und können das ab. Schön ist anders, aber man steckt es weg. Aber meine Kinder sind beide von der Sorte, die sich an Menschen bindet und würden wir sie aus dem gewohnten Umfeld rausreissen, würde zumindest die große definitiv zusammenbrechen(sie musste schon mal umziehen) . Die kleine hätte auch gewaltige Probleme damit. Das braucht kein Mensch. Und wir haben nicht mal Familie vor Ort, nur ewige Diskussionen, warum die Oma nicht näher dran wohnt... Tja...

    Ich kann Leute sehr gut verstehen, die in ihrem sozialen Netzwerk bleiben wollen und imho muss das auch menschenwürdig möglich sein...

    Zum eigentlichen Thema könnte ich seitenlang schreiben, aber besser nicht...

    LG H. mit J. (16,5) und S. (bald 11)

  • Getreu dem Motto:

    Say it loud, say it clear,

    Nazis are not welcome here!

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    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

    Einmal editiert, zuletzt von Bryn ()

  • die hosen! #huepf


    (off topic: j. hat vor kurzem im auto der familie eines freundes böse onkels gehört und wollte daraufhin auch eine CD von denen, weil so rockige musik. ich habe ihm dann als alternative die toten hosen vorgespielt und er ist begeistert. wir alle singen jetzt dauernd "laune der natur" und "unter den wolken"...)

  • Ich bin gespannt, ob die Veranstaltung tatsächlich so stattfinden wird.

    Bei den bisher angekündigten Künstlern ist ja mit einem immensen Zulauf zu rechnen, gleichzeitig mit entsprechend rechtem Gegenwind.

    Wird sich zeigen, ob die Stadt so kurzfristig ein entsprechendes Sicherheitskonzept erarbeiten kann.

  • Havanna der Mann, der erstochen wurde, ist ein Deutscher mit kubanischen Wurzeln, er eilte einer Frau zu Hilfe, die nachts um 3 von einem Iraker und einem Syrer fast vergewaltigt wurde.

    Ich hab nicht alle Seiten nachgelesen, aber ich hoffe, dass sich inzwischen herumgesprochen hat, dass das Fake News waren. Nicht, dass es ein Grund gewesen wäre, auf Menschenjagd zu gehen. Aber die Feststellung ist mir wichtig.

  • Hinweis für die Chemnitzer


    https://www.facebook.com/event…7577698/?active_tab=about

    Lange saßen sie dort und hatten es schwer, doch sie hatten es gemeinsam schwer und das war ein Trost.

    Leicht war es trotzdem nicht.


    Aus "Ronja Räubertochter" von Astrid Lindgren



  • Was Midna2 beschreibt, diese Ghettobildung und die Radikalisierung - tja, als Gastarbeiter waren sie gut genug. Wirkliche Teilhabe an der Gesellschaft gibt es für sie nicht. Im Bildungssystem wird gnadenlos ausgesiebt, da reicht schon ein "falscher" Name. Und das Bildungssystem ist eh unterfinanziert. Die öffentliche Daseinsvorsorge wird immer mehr zusammen-geschrumpft und teilweise durch PPP noch ausgemolken.

    Viele ehemalige Gastarbeiterfamilien aus der Türkei leben unterdessen sehr gut integriert in Deutschland. Was mich aber irritiert, ist, dass es Familien mit türkischen Wurzeln gibt, die in der 3. Generation hier leben und immer noch nicht angekommen sind. Andere Gastarbeiternationen, die es in D auch gab, sind längst völlig in der deutschen Bevölkerung aufgegangen.

    was mich irgendwie irritiert, wie lange ist Rassismus in unseren Köpfen?

    Also wie viele Jahrhunderte?

    Was hat die Akzeptanz kippen lassen?

    Die Angst vor dem Fremden ist der Ursprung - und ein Stück weit auch Überlebensgarantie. Wir sind heute tendenziell weit weniger rassistisch, weil wir durch Reisen und Austausch - und den steigenden Möglichkeiten der Kommunikation - gelernt haben, dass die anderen auch "nur Menschen" sind.

    Es gibt Belege, dass schon zur Römerzeit und auch noch deutlich später, Menschen hier lebten, die nicht aus Europa kamen.

    Aufgrund der Gräber und den Grabbeigaben (und der zT noch erhaltenen DNA), waren diese Menschen hier ein normaler Teil der Gesellschaft.

    die diskussion hatten wir mit kalliope auf fb. natürlich haben menschen immer zusammen gelebt. die hochkulturen in mesopotamischem gebiet wurde keine hochkultur, weil sie menschen aus anderen regionen und religionen ausgeschlossen hatten. weder römer, noch osmanen, noch andere großmächte, die sich auf verschiedene länder ausgebreitet hatten und dadurch mit menschen aus verschiedenen kulturen zusammenkamen.

    Klar gab es das - aber Du kannst davon ausgehen, dass es auch in den alten Hochkulturen jede Menge - nennen wir es höflich: - Vorbehalte gab. Lies mal alte Quellen - die kannst Du gar nicht im Schulbuch abdrucken!

    Das Römische Reich leistete sich sogar sehr unterschiedliche Rechtssysteme für Menschen innerhalb des selben Reiches (Folter, mögliche Hinrichtungsarten usw.). Ich kann Deine Idealisierung der Vergangenheit schlicht nicht nachvollziehen. Wir sind heute als Gesellschaft weit weniger rassistisch als Generationen vor uns.

    Bei den Menschen, die durch Chemnitz gezogen sind, tue ich mich enorm schwer, die Ängste ernst zu nehmen. Ich bin nämlich weiterhin überzeugt, dass ein grosser Teil dieser Leute nicht zu den "Abgehängten" gehört - sondern zu dieser Gruppe Menschen, die nur darauf gewartet haben, genügend Zuspruch zu bekommen und sich jetzt im Recht fühlen, ungestraft Verbrechen zu begehen.

    Das Gefühlt "abgehängt" zu sein, gibt es in einigen Teilen im Osten durchaus - und zu Teilen sogar wirklich nachvollziehbar. #hmpf

    Zu dem Wegziehen aus Ostdeutschland, machen schon viele, hatte viele im Studium und die wollten auch nicht zurück, besonders Frauen. Die sahen dort bei Niedriglohn und nicht so gebildeten Männern, ihre Worte, nicht die Zukunft für sich. ( Jenseits der großen Städte! Dresden, Leipzig, Berlin wurden da immer ausgeklammert).

    Das ist ein großes Problem! Die, die im Ausland studiert haben, die Weltoffenen, die ein Bindeglied sein könnten zu Zugezogenen aus anderen Nationen, fehlen hier. Das fängt schon beim Sprachproblem an - die älteren Generationen in Ostdeutschland haben sehr selten Englisch in der Schule gelernt (weil Russisch unterrichtet wurde).

    ...und dann noch die Frauen: Sachsen ist die Region in Europa mit dem höchsten Männerüberschuss.

    Stimmt, Polizeistation, die ist nur unter der Woche besetzt und dann nur bis 17 Uhr. Das schafft ein Gefühl von Sicherheit... Die nächste ist 45 min. weit weg.

    #rolleyes...und dann wohnt man ein paar hundert Meter von der offenen Grenze weg! So schafft man rechtsfreie Räume!

  • Astarte ich brauch sie nicht im schulbuch ausgedruckt zu haben, vom beruf her kenne ich mich gut mit der antike aus. ich idealisiere da auch nichts, auch die fehler der verganheit sind mir bewußt und bekannt. die beispiele der hochkulturen, die ich erwähnte, sind insofern eigentlich unpassend, weil diese mächte sich in der geographisch usgebreitet haben, damit zwangsläufig mit anderen kulturen einen umgang finden mussten und nicht immer war es gelungen. die situation in D ist ja eine andere. doch es geht um zusammenleben.


    wohlstand in deutschland ist ja auch nicht der alleinige verdienst der "deutschen". da haben viele nationen mitgewirkt und tun es immer noch. so soll und kann es auch laufen.


    aber so was wie Kajak schreibt,

    . Sehr viele sind aus Osteuropa. Sie arbeiten meist in der Landwirtschaft, Handwerk, Altenpflege, Gebäudereinigung. Da haben wir hier viel zu wenig deutsche Kräfte, die das machen wollen.

    find ich brandgefährlich. das ist einer der gründe, die sich z.b. türken in der 3. 4. generation hier nicht wohl fühlen können. und viele junge flüchtlinge auch. wenn sie sich für einen ausbildungsplatz oder job in diesen bereichen bewerben, haben sie eine chance. für alles andere reicht alllein der name aus um aussortiert zu werden.


    irgendwo hatte ich gelesen, fragt jetzt nicht nach der quelle, müsste ich suchen, dass aus balkanen leute herkommen sollen um in der pflege zu arbeiten. es wurden so viele von denen nach jahren in D abgeschoben, nun sollen sie kommen um "drecksarbeit" zu richten????

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl