AfD: KEINE Alternative

  • Das hatten wir in hamburg beim G20-Gipfel genauso. Da haben ganze Straßenzüge gebrannt.

    Das ist kein Gewaltmonopol der Rechten.

    Von daher finde ich deine Polemik etwas unpassend.


    Faschisten, egal links oder rechts, dürfen nicht so mächtig werden, dass sie das gesellschaftliche Leben lahmlegen.

    Aber heulen weiter rum "Keiner hat uns lieb... keiner redet mit uns... keiner hört uns zu! Buhu... ... ".


    Was wollen die denn NOCH an "reden" und "ernst genommen werden"?

    Schade, dass Du damit genau diese Vermischung wieder vornimmst, die Frisch so wunderbar auseinander klamüstert hat.


    Und schade, dass es Dir scheinbar nicht gelingt, zwischen Gewalttätern und "besorgten Bürgern" zu differenzieren.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich möchte noch einen Gedanken zur Ursachenforschung für die gefühlten Ängste bei so manchem Ostdeutschen einwerfen:

    In der DDR war die nationenweite Berichterstattung über Gewaltverbrechen im eigenen Land meines Wissens nach nicht wirklich vorhanden. Die DDR war wohl der Meinung, dass der sozialistische Mensch kein Mörder, Vergewaltiger usw. sein kann. De facto heißt das, dass die Bürger in der DDR kaum etwas von den Verbrechen mitbekommen haben, die in dem Land aber zweifelsohne stattgefunden haben. Sie lebten, in der Hinsicht, in einer "heilen Welt". Der Kontrast zur Medienberichterstattung heute ist natürlich enorm. Es wäre demnach nachvollziehbar, wenn die Menschen die Welt, und schlimmer noch, das eigene Land, als "immer brutaler, beängstigender, fremder" wahrnehmen.

    Ich weiß nicht, wie die Berichterstattung über Gewaltverbrechen in der ehemaligen BRD aussah. Falls es da ähnlich war, wäre mein Gedanke zur Ursachenforschung natürlich hinfällig.

  • Hallo,


    Zitat

    Das hatten wir in hamburg beim G20-Gipfel genauso. Da haben ganze Straßenzüge gebrannt.

    Das ist kein Gewaltmonopol der Rechten.

    Von daher finde ich deine Polemik etwas unpassend.


    Nun, hier in dieser Stadt gab es das bisher in dieser Form nicht. Und wer/was HIER der Auslöser war, ist mMn eindeutig.


    Schade, dass Du damit genau diese Vermischung wieder vornimmst, die Frisch so wunderbar auseinander klamüstert hat.


    Und schade, dass es Dir scheinbar nicht gelingt, zwischen Gewalttätern und "besorgten Bürgern" zu differenzieren.


    Weißt du, die ziehen hier sein Jahren(!) jede, jede Woche Parolen schreiend und komische Fahnen schwingend durch die Innenstadt. Behütet von der Polizei und geschützt durch Straßenabsperrungen.

    Ich habe immer gedacht: Muss mir nicht gefallen, aber sie dürfen es, es ist halt ihr Recht." und bin eben einen größeren Umweg gefahren, wenn ich irgendwo hin musste oder habe noch besser meine Termine umgelegt.


    Die, um die es JETZT geht, die vor denen ich eine Scheiß-Angst vor allem um meine Kinder, egal wie groß sie sind, habe, sind keine, die nur ach so besorgt sind. Keine die überhaupt reden oder auch von mir aus auch schreien wollen. Keine, die sich mal eben ihr Angst wovor auch immer von der Seele reden wollen.


    Kann man locker anders sehen, wenn man weit weg wohnt. Ist schwer, wenn du am Montag Nachmittag warten wirst, ob dein Mädel - daß übrigens auch auf ihrem weg durch die Innenstadt noch nie Probleme mit irgendwelchen "Ausländern" hatte - gut nach Hause kommt.

  • Trin : Ich hab Dich gelesen, mag darauf aber gerade nicht antworten. Mir gefällt Dein letzter Absatz so gar nicht.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Muss dir auch nicht gefallen.


    Mir gefällt das ganze "Mann muss sie nur mal anhören und nett mit ihnen reden, dann wird bestimmt alles gut!" auch nicht.


    Weil es schlicht nicht stimmt, daß mit ihnen nicht geredet wir (siehe oben). Es GIBT Jede Menge Gesprächsangebote. Kleine und größere Bürgergespräche, Und jede Menge Möglichkeiten, sich politisch und gesellschaftlich einzubringen. Man darf im Großaufmasch laut schreiend durch die Stadt laufen und seine Meinung kundtun.

    Welche Möglichkeiten soll es denn noch geben?

    Ganz ehrlich, wenn man bei Gesprächsangeboten lieber im übertragenen und wörtlichen Sinne außerhalb und daneben steht und die eigenen Parolen brüllt oder Bürgergespräche vorrangig mit Hineingröhlen und Buh-Rufen ausschmückt, , nun denn - dann ist das "doch nur reden wollen" nicht mehr sehr glaubwürdig. #weissnicht


    Für mich fällt das "Es wird nur zu wenig mit ihnen geredet" in die gleiche Kategorie wie "über den Tod von Daniel H. wird ja in den Medien gar nicht mehr berichtet" oder solche Behauptungen. Sie stimmen nicht, machen aber Stimmung. #hmpf

  • Mir gefällt das ganze "Mann muss sie nur mal anhören und nett mit ihnen reden, dann wird bestimmt alles gut!" auch nicht.

    Ich fände es der Diskussion zuträglicher, wenn Du hier mehr differenzieren würdest.

    Ich habe an Ohnezahn detailliert geantwortet, da sie die gleiche Frage stellte.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich fände es der Diskussion zuträglicher, wenn Du hier mehr differenzieren würdest.


    Also...


    "Meinung kundtun, innerhalb des rechtsstaatlichen Rahmens ist in Ordnung, auch wen sie zu meiner konträr ist, auch wenn das laut und heftig und oft grenzwertig (und darüber hinaus!!!) passiert, selbst nackte Ärsche zeigen ... weil halt jeder das Recht auf seine Meinung und die Äußerung derselben hat, so lange sie in den Rahmen der geltenden Gesetze fällt.


    Aber Gewalt anwenden, Menschen jagen, H. Gruß zeigen, Frauen und Kinder bedrohen, einen ermordeten Menschen für das eigene instrumentalisieren, sich nicht an die geltenden Gesetze zur Versammlungsfreiheit zu halten... ist NICHT OK und DARAUF ist ist "freundlich und verständnisvoll miteinander reden" aus meiner Sicht KEINE passende Lösung"


    Es OK finden, die regelmäßigen Aufmärsche hinzunehmen und sich darauf einzustellen, weil es nun mal zur Demokratie gehört - aber eine absolute Scheißangst zu haben vor dem, was aktuiell abgeht...


    ... ist nicht differenziert genug.

    OK.

  • Trin :

    Ich werde auf Deine Beiträge nicht mehr antworten, sie sind mir zu polemisch.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich glaube auch nicht, dass man die Menschen mit "Reden" erreicht. Dafür werden sie viel zu laut medienbeschallt und haben nicht das Gefühl, dass das, was sie empfinden, von der Politik ernstgenommen wird.

    Es müsste endlich objektiv richtige, ausgewogene Berichterstattung erfolgen. Wer redet z.B. schon über Ausländer, die ganz tolle Sachen machen, sich hier in Deutschland engagieren etc.? An dieser Stelle fehlen einfach (weil die Menschen ja "Ausländer" im echten Leben kaum kennen) die positiven Stimmen.

    Und eben politisch Zeichen, dass etwas GETAN wird in den Themen, die die Menschen bewegen, dass es SPÜRBAR Verbesserungen gibt. Eben z.B. die Polizeistation nicht mehr nur 2 Stunden in der Woche geöffent hat, sondern jeden Tag. Dass die Rentenangleichung vorangetrieben wird. Das für die Kinder sichergestellt wird, dass sie alle Schulmaterialien besorgen können. Das nicht nur der Mindestlohn angehoben wird, sondern auch die Beitragsbemessungsgrenze etc.

    Es nützt nichts, wenn auf "Bürgergesprächen" Parolen rausgegeben werden. Die will keiner hören *laberrabarber*, die Menschen wollen etwas spüren. Im Moment spüren sie Wut und kanalisieren diese auf Ausländer und Politiker.

  • Die, um die es JETZT geht, die vor denen ich eine Scheiß-Angst vor allem um meine Kinder, egal wie groß sie sind, habe, sind keine, die nur ach so besorgt sind. Keine die überhaupt reden oder auch von mir aus auch schreien wollen. Keine, die sich mal eben ihr Angst wovor auch immer von der Seele reden wollen.


    Kann man locker anders sehen, wenn man weit weg wohnt. Ist schwer, wenn du am Montag Nachmittag warten wirst, ob dein Mädel [...] gut nach Hause kommt.

    Liebe Trin,


    es tut mir sehr leid, daß Du Angst um Deine Kinder hast, sowas ist wirklich, wirklich schlimm! :(
    Und ich hoffe nicht nur für Euch, daß Ihr Montag abend alle gesund und munter daheim seid.


    Was mich ein wenig ärgert ist der "wenn man woanders wohnt Ansatz"
    Das kam auch bei Midna2 durch und mich(!) ärgert das. Woher wollt Ihr wissen, wie es bei anderen ist? Wieso sprecht Ihr uns ab das beurteilen/einschätzen zu können oder eine (andere) Meinung dazu zu haben?
    Mich fixt sowas zugegebenermaßen stark an, auch in ganz anderen Zusammenhängen ("Komm Du erst mal in mein Alter", "Hab erstmal selber Söhne"...)
    Man weiß nie, was andere so erlebt haben, was sie so kennen und wissen.
    (Ich habe z.B. in unmittelbarer Nähe des NF Zentrums gelebt und bin damit aufgewachsen, daß manche Freundinnen von mir lieber deutliche Umwege in Kauf genommen haben, als an deren Haus vorbei zu gehen...) https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalistische_Front )

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

  • Freda, die Bürgergespräche hier sind nicht dazu da, um Parolen herauszugeben. Es wird im Normalfall tatsächlich mit-einander geredet.

    Aber wenn jemand (oder eine ganze Gruppe nur da sitzt und auf jede Gelegeneheit zum "Buh" (oder schlimmerem)-Rufen wartet oder gar draußen steht und schreit, sollte diejenigen sich hinterher nicht beschweren, daß mit einem angeblich nicht geredet wird. Fragen, Argumente, ZUhören, kennenlernen WOLLEN usw. wären da mMn hilfreicher für eine für alle gewinnbringende Kommunikation.


    Trauriges anderes Beispiel: Eins meiner Kinder hat an einem Projekt teilgenommen, bei dem auch unbegleitete syrische Flüchtlinge dabei waren,. Ziel war da Kennenlernen und die gemeinsame Arbeit am Projekt. Da habe ich mehrfach von Bekannten gehört, also sie würden ganz sicher IHREN Kindern nie erlauben, mit "solchen" etwas zusammen zu machen. Zu gefährlich (Hä???) und überhaupt....

    So viel zum "zusammen reden wollen"...


    Was mich ein wenig ärgert ist der "wenn man woanders wohnt Ansatz"


    Bryn, ich habe mich einfach massiv über das geärgert, was mir hier unterstellt wurde.

    Ich bin der Meinung, daß ich durchaus differenziere und zwischen Meinung haben und diese (auch lauthals) kundtun und gewalttätig werden (wofür es aus meiner Sicht allerdings tatsächlich KEINE "Begründung"/Entschuldigung gibt, über die man "miteinader reden" könnte) unterscheiden kann - und genau das wurde mir abgesprochen.


    Es war trotz Verärgerung aber nicht mal böse gemeint, vielleicht würde ich es tatsächlich auch entspannter sehen können und auf "reden" setzen wollen, wenn es irgendwo anders passiert wäre und ich nur via Internet "beteiligt" wäre.

  • Ich möchte noch einen Gedanken zur Ursachenforschung für die gefühlten Ängste bei so manchem Ostdeutschen einwerfen:

    In der DDR war die nationenweite Berichterstattung über Gewaltverbrechen im eigenen Land meines Wissens nach nicht wirklich vorhanden. Die DDR war wohl der Meinung, dass der sozialistische Mensch kein Mörder, Vergewaltiger usw. sein kann. De facto heißt das, dass die Bürger in der DDR kaum etwas von den Verbrechen mitbekommen haben, die in dem Land aber zweifelsohne stattgefunden haben. Sie lebten, in der Hinsicht, in einer "heilen Welt". Der Kontrast zur Medienberichterstattung heute ist natürlich enorm. Es wäre demnach nachvollziehbar, wenn die Menschen die Welt, und schlimmer noch, das eigene Land, als "immer brutaler, beängstigender, fremder" wahrnehmen.

    Ich weiß nicht, wie die Berichterstattung über Gewaltverbrechen in der ehemaligen BRD aussah. Falls es da ähnlich war, wäre mein Gedanke zur Ursachenforschung natürlich hinfällig.

    Das finde ich einen ganz neuen und auch guten Ansatz.


    In der BRD wurden natürlich schon über Verbrechen berichtet, aber ich glaube, das ständig verfügbare TV seit Ende der 80er jahre und auch das Internet haben viel dazu beigetragen, die "Beschallung" zu maximieren.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Aber selbst "miteinader reden" hilft am Ende nichts, wenn dabei nichts greifbares herauskommt.

    Dann haben die Leute auch keine Lust auf reden.


    Hier gibt es auch immer mal wieder Bürgermeistersprechstunden. Auch für Kinder und ihre Anliegen/Sorgen. Da hatten wir mal Kinder unseres Vereins, die ein Anliegen vorgebracht haben. Der Bürgermeister hat interessiert genickt und die Kinder haben nie wieder etwas davon gehört. Was lernen sie daraus: Es lohnt die Mühe nicht, es ist verschwendete Zeit. Sie waren da und wurden angehört, aber sie wurden nicht wirklich GEHÖRT. Das macht politikverdrossen.

    Freda mit dem Jan-Feb-Mär-Trio (01/05 + 02/08 + 03/12) #love


    Ich kaufe und verkaufe im Rabenflohmarkt

    Einmal editiert, zuletzt von Freda ()

  • Aber selbst "miteinader reden" hilft am Ende nichts, wenn dabei nichts greifbares herauskommt.

    Dann haben die Leute auch keine Lust auf reden.


    Hier gibt es auch immer mal wieder Bürgermeistersprechstunden. Auch für Kinder und ihre Anliegen/Sorgen. Da hatten wir mal Kinder unseres Vereins, die ein Anliegen vorgebracht haben. Der Bürgermeister hat interessiert genickt und die Kinder haben nie wieder etwas davon gehört. Was lernen sie daraus: Es lohnt die Mühe nicht, es ist verschwendete Zeit. Sie waren da und wurden angehört, aber sie wurden nicht wirklich GEHÖRT. Das macht politikverdrossen.

    Genau das habe ich mit meiner Antwort an Ohnezahn ausdrücken wollen. Danke Freda, dass Du das Du das so gut auf den Punkt gebracht hast. Sie wurdne nicht wirklich GEHÖRT.


    Dass eben Reden nichts bringt, wenn nicht auch Taten folgen, und zwar genau solche, die die Menschen brauchen, um sich besser zu fühlen (und damit meine ich "alle Ausländer raus", denn das sind ja nur Sündenböcke für eine ganz andere, tiefergehende, gesellschaftliche Problematik).


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Und was mir dazu noch einfällt:


    Es ist ja nicht mal so, dass NICHTS getan wird, aber es kommt bei den Menschen gar nicht an, was getan wird. Weil es einfach im Getöse der lauten Medienkampagnen, die sich viel lieber auf Katastrophen stürzen, als auf positive Dinge, untergeht.


    Mal als Beispiel: Wer hat mitbekommen, dass es aktuell eine Änderung im Rentengesetz gab, z.B. eine Verbesserung der Mütterrente?

    Das lese ich in der Zeitung auf S. 2 in einem 5-Zeiler, während auf Seite 1 groß über den Mord in Chemnitz berichtet wird mit Bildern, Meinungen, Gefühlsausbruch.


    Wie wäre die Wahrnehmung, wenn die Zeitung groß aufmachen würde auf der Titelseite mit "x Tausend Mütter profitieren vom neuen Rentengesetz!" mit Statistiken, Zahlen, Befragungen, wie die Betroffenen sich fühlen etc. und auf S. 2 käme als 5-Zeiler eine Notiz, dass in Chemnitz ein Mensch ermordet wurde?


    In der Tagesschau ist natürlich die neue Rentengesetzgebung auch eine Kurznachricht wert, während es für den Mord in Chemnitz eine Sondersendung gibt.


    Also, was nimmt der "besorgte Bürger" wahr? Selbst wenn er von dem neuen Rentengesetz profitiert, wird er auf die Bundesregierung wütend sein, die nichts gegen die bösen Ausländer unternimmt, die mordend durch Deutschland marodieren.

  • Zitat

    Im gesamten Bundesland Sachsen hatte sich die Zahl der Straftaten durch Migranten im Jahr 2017 erhöht. Insgesamt 19.769 Fälle (ohne ausländerrechtliche Straftaten) wurden erfasst, ein Jahr zuvor waren es 941 weniger. Zum Vergleich: 2013 waren es 5400 Fälle.

    ...

    In Sachsen lebten im Jahr 2017 insgesamt 52.918 Zuwanderer, gegen 9493 wurde strafrechtlich ermittelt.

    Quelle: https://www.welt.de/politik/de…-Das-sind-die-Fakten.html


    9.493 von 52.918, fast ein Fünftel.


    Ich gehe davon aus, dass nicht alle dieser 52.918 Zuwanderer als Flüchtlinge gekommen sind sondern, dass da noch sehr viele normale Arbeitsmigranten, Studenten etc dabei sind. Die müssten da ja noch rausgerechnet werden.



    Hinzu kommen unschöne Dinge, die aus verschiedenen Gründen gar nicht angezeigt werden. Bedrängen, Beschimpfen, vor die Füße spucken ....


    Gleiche Quelle:

    Zitat

    Ab September soll das Chemnitzer Zentrum mit 31 hochauflösenden Kameras videoüberwacht werden. Dies sei aus „der Notwendigkeit heraus“ geboren, hatte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig vor 14 Tagen, also noch vor der Messerattacke, gesagt. Damit wird Chemnitz sein Zentrum so umfassend wie keine andere Stadt in Sachsen überwachen.


    Videoüberwachung aus der Notwendigkeit heraus geboren? So schlimm steht es in Chemnitz?

    Könnte es sein, dass die Menschen schlicht und ergreifend Angst haben, Opfer von Übergriffen zu werden?


    Dass Orte aufgrund erhöhter Kriminalität als "gefährliche Orte" ausgewiesen werden (müssen), das kennen die meisten Menschen im Osten so wohl nicht.

    Und könnte es vielleicht sein, dass sie sich auch nicht daran gewöhnen wollen?


    .....................


    Leserkommentare sind oftmals auch sehr interessant. Ein Leser empfahl:

    "Wenn man den Kriminalitätsatlas von Chemnitz in Bezug auf Wohngebiete mit hohen Ausländeranteil bringt ... da gibt es sehr merkwürdige Überschneidungen. Einfach mal die Veröffentlichungen der Straftaten/-orte in der Stadt (von der Polizei veröffentlicht) mit denen der Chemnitzer Ausländerbehörde googeln."


    .....................



    Wir leben in einem Rechtsstaat.

    Sowas wie "No-Go-Areas", "gefährliche Orte" und nicht zu vergessen "National befreite Zonen" sind völlig inakzeptabel, darf es nicht geben.

    Das ist eine Abmachung, die Bürger mit dem Staat getroffen haben: "wir überlassen dir Staat die Justiz und Staatsgewalt - Du Staat sorgst für unsere Sicherheit."

    Menschen, die seit Jahren einen Anstieg der Kriminalität erleben und sich zunehmend unsicherer im öffentlichen Raum fühlen, empfinden Aussagen wie "Armlänge Abstand",

    "Bürgerinnen und Bürger werden sensibler sein müssen. Man muss nicht jeden an sich ranlassen..." (Innenminister Reul, NRW) als Verhöhnung ihrer Ängste und Sorgen.


    Jeder, der damit nicht einverstanden ist, ist rechts=rechtsradikal=Nazi?


    Man hat Städte und Gemeinden jahrelang allein gelassen mit der Integration. Und wundert sich nun ernsthaft, dass es nicht so gut läuft?


    Ein Anfang wäre es, dass die Einhaltung rechtsstaatlicher Regeln konsequent eingefordert und durchgesetzt wird. Sowohl bei rechten als auch bei linken und auch bei zugewanderten Straftätern.

    Die Gesetze dazu sind da.

  • Ich glaube, dass es Zufall ist, dass diese Leute rechtsradikal sind. Darum geht es gar nicht, das ist völlig belanglos. Die könnten genau so gut als radikalisierte Islamisten losziehen, sind nur rein zufällig von einer anderen Gruppierung eingesammelt worden, es könnte auch jede andere sein, die ihnen gibt, was sie wollen: einen Feind, den sie hassen können. Und den Traum vom Krieg gegen "den Feind".

    Extremisten unterschiedlicher Richtungen sind sich oft erstaunlich ähnlich.


    Zumal bei der Demo ja nicht nur die Gewalttäter mitmarschiert sind, sondern auch "Menschen wie Du und ich":

    "In Chemnitz treffen aber nicht nur Neonazis und Hooligans auf Linksradikale. An den Demonstrationen nehmen auch viele enttäuschte Bürger teil, die bei den Kundgebungen immer wieder deutlich machen, dass sie sich aufgrund geringer Rente und Löhne abgehängt, für ihre Lebensleistung nicht anerkannt und von Einwanderern bedroht fühlen."

    Die gewalttätigen Radikalen sind klar ein Fall für die Justiz. Aber dass sich hier Radikale mit "normalen Bürgern" mischen, ist das wirklich gefährliche.


    KollegInnen berichten dasselbe. Leute kommen - ja. Aber nicht die, mit denen wir sprechen müssen. Die erreicht man nicht.

    Es ist die Frage, was die Leute erwarten. Wenn Du ein Narrativ bietest, dass für sie von vorneherein nicht passend erscheint, kommen sie nicht. Niemand kommt zu so einem Abend, um sich belehren zu lassen. Erstmal wollen die Leute ihre eigene Meinung bestätigt wissen.


    Es müsste endlich objektiv richtige, ausgewogene Berichterstattung erfolgen. Wer redet z.B. schon über Ausländer, die ganz tolle Sachen machen, sich hier in Deutschland engagieren etc.? An dieser Stelle fehlen einfach (weil die Menschen ja "Ausländer" im echten Leben kaum kennen) die positiven Stimmen.

    Es gibt immer wieder solche Berichte mit zum Teil tollen Geschichten. Die, von denen Du möchtest, dass sie diese Geschichten lesen, lesen sie aber nicht. Du kannst niemand vorschreiben, was er / sie lesen soll.

    Aber selbst "miteinader reden" hilft am Ende nichts, wenn dabei nichts greifbares herauskommt.

    Das ist ein wichtiger Gedanke!

  • Nur kurz:


    1. Trennung bei den Lösungsansätzen zwischen gewaltsuchendem Mob (gleich aus welchen Gründen) und enttäuschte Bürger (wurde bereits mehrmals erklärt)


    2. Ich schließe mich Wuselkind an: Aus meiner Sicht ist die Berichterstattung seit der Wende viel negativer durch u.a. mehr Medien, mehr Globalisierung, mehr Hunger nach sich verkaufenden (Negativ-)Schlagzeilen. Letztendlich auch ein Grund, warum ich selbst so ungern Nachrichten schaue - sie sind zusammenfassend immer negativ und gerade am Abend ziehen sie einen runter und man macht sich Sorgen um die Zukunft. Auch, wenn es einem gut geht.


    3. Ich wage zu behaupten, dass ein Großteil der älteren Leute als auch geringer gebildete Ostdeutsche mittleren Alters mit der Wende und ihren realen Veränderungen (immer noch) mental so überlastet sind, dass sie gar keinen Redebedarf mit dem Ringen um eine gemeinsam erarbeitete Lösung haben. Und sie kennen diesen Weg der Lösungsfindung nicht, früher wurde von oben vorgegeben. Und genau diese Leute gehen bestimmt nicht zu einer Lesung über ein Buch zur Flüchtlingsproblematik. Sie fragen sich stattdessen, warum sie so eine kleine Rente nach all den Jahren der Plackerei bekommen oder warum sie keine normal bezahle Arbeit finden oder ähnlich gelagerte Fragestellungen. Denn das sind die Dinge, die ihr Leben prägen. Da kommt der Flüchtling erst an nachgerückter Stelle.


    Falls ich die nächsten Tage nicht antworten sollte, wir sind in 3 Stunden im Urlaub. Wahrscheinlich nehme ich mir dabei eine Rabenforum-Auszeit.

    Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

  • dass sie gar keinen Redebedarf mit dem Ringen um eine gemeinsam erarbeitete Lösung haben. Und sie kennen diesen Weg der Lösungsfindung nicht, früher wurde von oben vorgegeben. Und genau diese Leute gehen bestimmt nicht zu einer Lesung über ein Buch zur Flüchtlingsproblematik. Sie fragen sich stattdessen, warum sie so eine kleine Rente nach all den Jahren der Plackerei bekommen oder warum sie keine normal bezahle Arbeit finden oder ähnlich gelagerte Fragestellungen. Denn das sind die Dinge, die ihr Leben prägen.

    Ihre Probleme werden sie aber auch nicht in einer Gesprächsrunde bewältigen.

  • Danke, Trin danke Danke. Ich kann deine Wut so gut verstehen und ich bin sprachlos darüber, dass hier viele Leute schreiben , was es alles für viele Gesprächsangebote gibt und dann immer noch gesagt wird, dass sind halt die falschen. Also echt. Da ziehen Menschen durch die Straße, die „Töten“ schreien und den Hitlergruss zeigen!!!! Ich bin so wütend, dass ich zittere. Lernen wir denn nichts aus der Geschichte??? Wie muss es sich für eine alte Frau, die eine Nummer auf den Arm tätowiert hat, anfühlen, dass wieder zu sehen . Und die Polizei guckt weg und die Politik guckt weg. Es ist unfassbar.

    Und der Beitrag von Furrina verstehe ich nicht. Welche Band spielt denn am Montag, die schreit „Deutschland verrecke“???

    Und Trin ist zu polemisch??? Die das ganze mit erlebt? Ich bin sprachlos. Was muss noch passieren?

    Scheint die Sonne auch für Nazis? Wenn's nach mir geht tut sie es nicht!!! ( DBBDW)


    Es gruesst die Sunny mit der Hummel an der Hand, dem Möpsken im Arm und dem Sternchen im Herzen! #love