Langzeitstillen

  • Hallo..
    Ich habe folgendes "Problem" und bin inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem es mir doch häufiger auf den Keks geht...
    Also: Ich stille meine Tochter (2einhalb) noch zum Einschlafen, Kuscheln und Trösten. AUS ÜBERZEUGUNG :)
    Allerdings hat es sich in eine Richtung entwickelt, die für mich nicht mehr gut ist, weil sie es auch aus Langeweile tut, wenn wir z.B. Besuch von Freunden ohne Kinder haben oder Essen gehen oder so. Nachts ist es neuerdings so, dass sie von einer Brust zu anderen hetzt und daran reißt, saugt und mich kratzt. Vermutlich weil nicht mehr so viel rauskommt und sie dann schnell wechseln muss. Das nervtötendste an allem ist aber, dass sie nur superschnell und zufrieden einschläft, wenn sie an einer Brust nuckeln und an der anderen rumfummeln kann, und DAS macht mich nachts irre! Ich versuch' es ihr abzugewöhnen, indem ich ihre Hand immer wieder wegnehme, aber das frustriert sie und wenn sie nicht müde genug ist, zieht sich das Einschlafen manchmal zwei Stunden hin...
    So, kennt jamand Tricks, wie ich meinem Kind dieses Fummeln (Kuscheltier oder Tuch funktioniert übrigens nicht!) und das Langeweilestillen abgewöhnen kann?
    Danke schon mal, Sarah

  • Das Fummeln machen glaube ich alle Stillkinder. Ich habe jedenfalls noch keines beobachtet das es NICHT tut. Sogar bei Affen kann man es sehen. Viele bieten glaube ich ein anderes Körperteil an, den Bauch oder die Armbeuge oder so. Oski hat sich meist mit meinem Haarzopf zufrieden gegeben.


    Könntest Du Dir vorstellen das Deine Tochter vielleicht auch aus anderen Gründen in den Situationen mit anderen Erwachsenen stillen möchte? (Aufmerksamkeit, sich unbeachtet fühlen, Mama brauchen... Oski wird oft unsicher wenn er merkt das ich nicht 100% auf ihn aufpasse und fordert dann mehr Körperkontakt --> Sicherheit)

  • Ich habe mein Kind zweieinviertel Jahre gestillt, und habe - wenn ich mich recht erinnere - im letzten halben Stilljahr damit begonnen, das Stillen zu "begrenzen". Sei es, dass ich nicht mehr überall stillen wollte und feste Orte/Zeiten angeboten habe, sei es, dass ich das Grabbeln nicht toleriert habe und immer wieder erklärt habe dass ich das nicht mag, und das Pfötchen weggeschoben hab.
    Für mich war das stimmig, weil ich gemerkt hab, dass er das gut wegsteckt und damit nicht überfordert ist, und weil es mir wichtig war, genauso auf meine Bedürfnisse und Grenzen zu achten.
    Insofern, überprüf doch mal, was Du eigentlich möchtest bzw. nicht möchtest. Wenn Dich etwas stört, dann darfst Du das auch ändern bzw. zusammen mit Deinem Kind nach einer guten Lösung für Euch schauen. Und manchmal gibt es die auch nicht, dann kannst Du Dir auch die berühmte Frage stellen "wer leidet mehr" und danach gehen.


    Hihi und bei den Makaken im Zoo habe ich auch beobachtet, dass die langzeitstillenden Mütter die größeren Kinder doch recht nachdrücklich abgedockt haben und das Stillen nur noch wenig toleriert haben. Die kleinen hingegen wurden noch richtig hingebungsvoll gesäugt.

  • Fummeln: Ich habe die Hand immer wieder weggenommen. Bei der Großen hab ich zu spät damit angefangen, sodass ich in die Bettdecke eingewickelt schlafe, damit sie mich nachts nicht wachfummelt. Bei der Kleinen hab ich das schon im Babyalter unterbunden und sie fummelt nicht.


    Langeweilestillen: Ich habe zwischen 1,5 und 2 Jahren bei beiden Kindern Stillzeiten eingeführt: zu bestimmten Zeiten darf gestillt werden, solange, bis es einem von uns reicht. Dazwischen gibt es keine Milch. DIe Übergangsphase war etwas anstrengend.
    Einschlafstillen geht auch nicht bis zum einschlafen, sondern bis es einem von uns reicht, und das weitere Einschlafen geht dann mit kuscheln.

    Do one thing everyday that scares you - Eleanor Roosevelt
    When you reach for the stars, you may not quite get one, but you won't come up with a handful of mud either - Leo Burnett

  • Hier war es auch so: Beim Großen habe ich das mit dem Knibbeln zu spät unterbunden, in dem Alter ist es zu spät zum Abgewöhnen, da kann man nur noch versuchen, Alternativen zum Knibbeln zu geben. Bei den Mädels habe ich es von Anfang an unterbunden, da war es dann kein größeres Problem.


    Und auch ich habe in dem Alter nachts abgestillt und auch tagsüber "Nein" gesagt, wenn ich es unpassend fand. Bei meinen Kindern hat sich in dem Alter dann das Stillen auf Einschlaf- und Aufwachstillen und seltenes Troststillen reduziert.

  • Aufmerksamkeit, sich unbeachtet fühlen, Mama brauchen... Oski wird oft unsicher wenn er merkt das ich nicht 100% auf ihn aufpasse und fordert dann mehr Körperkontakt --> Sicherheit)


    Unsicherheit würde ich da ausklammern. In nicht vertrauter Umgebung sitzt sie dann einfach nur auf meinem - oder Papas Schoß, starrt die fremden Menschen an und sagt keinen Ton. Ich denke dass Aufmerksamkeit eher zutrifft, weil sie Nuckeln auch fordert, wenn ich koche oder Wäsche aufhänge...


    Eigentlich nervt mich auch gar nicht das Stillen oder Nuckeln ansich, sondern dieses brutale reißen, hin- und herhetzen und Gefummel.


    Aber ich weiß ja auch dass ihr Verhalten völlig normal ist und vielleicht brauchte ich auch nur eine Bestätigung, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht. In meninem Freundeskreis bin ich das nämlich, weil da keine so lange - oder auch gar nicht gestillt hat.


    Danke euch für die Beiträge :)

  • auch wenn das nichtbesonders hilfreich für dich sein mag- ich kann und konnte noch nie nachvollziehen, wie frauen unter solchen bedingungen weiterhin stillen! ich könnte mir nicht vorstellen, mir sowas von einem kleinkind (bei einem säugling, der auf meine milch als nahrung angewiesen ist, wäre das nochmal was anderes) regelmäßig gefallen zu lassen. ich möchte nicht das gefühl haben, mich für das stillen aufzuopfern, und das würde ich, wenn mein kind mir jede nacht wehtäte.
    ich bin aber nach rabendefintion keine lz-stillmama, ich habe längstens 2 monate gestillt bisher.

  • Wie geht es euch inzwischen?


    ich stille den kleinen nerd (34 monate) auch noch. Eigentlich auch gerne und aus Überzeugung. Zur Zeit hat er aber Tendenzen das Frühstück ausfallen zu lassen und stattdessen alle 30 min nach der Brust zu fragen. Da sage ich jetzt auch rigoros nein und biete ihm was zu essen an. Auch wenn ich Kleinkind stillen wichtig finde, ich kann und will für ihn keine Quelle für Hauptmahlzeiten mehr sein.


    Interessanterweise ist der protest halb so groß, wenn ich in dem Moment wirklich nicht stillen will. Wenn ich aber innerlich schwanke, dann ist er so lange 'lästig' bis er darf.


    Ich docke ihn auch rigoros ab, wenn er beim stillen so rumzappetlt dass es mir unangenehm ist. Ich kündige an, dass ich das nicht mag. Macht er weiter, dock ich ihn ab. Manchmal sag ich auch er kann entweder stillen oder zappeln. Je nach laune hält er dann still oder dockt von selber ab.


    Also neue regeln bei Kleinkindern einführen geht. Auch wenn es manchmal mühsam ist.

  • Ich habe eine zeitlang mit BH geschlafen. So war nix da zum rumfummeln und es gab nur kurz Gemecker. Nix im Gegensatz zum Hand wegnehmen, wenn erstmal angefangen war.

    Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt. (Die Ärzte)


    Liebe Grüße von Nadine mit dem Großen (04/07) und der ganz Großen (11/04)

  • Das Problem mit dem Fummeln kennen wir auch.
    Der Grossen habe ich dann beigebracht, die Hand ganz ruhig hinzulegen, "flach wie ein Pfannkuchen". Das ist für uns beide akzeptabel. Sie stillt noch ein bisschen mit, möchte aber gerne ab und zu auch nur "Hand drauflegen" wenn sie kuschelig ist.


    Der Kleine fängt jetzt an, sich auf der anderen Seite festzukrallen. Ich streiche ihm dann die Hand und versuche sie flach hinzulegen. Am liebsten mag ich es, wenn ihm dann die grosse Schwester erklärt wie es geht ;-)

    Liebe Grüsse von Farbenfroh mit MaiElfe (2011) und NovemberWichtel (2014)

  • Hallo!
    da bin ich aber froh, daß ich eher zufällig diesen Thread hier gelesen hab. Meine hat nämlich kürzlich auch angefangen zu fummeln. Ich dachte "naja, Phase halt, das geht vorbei" und wollte sie einfach machen lassen... jetzt gewöhn ich ihr das ab, und das klappt auch ganz gut.
    Da wirft sich aber die Frage auf, was es da noch an Gefummel-Gezwicke-Gekneife gibt, was man besser gleich abgewöhnen sollte. Wie ist das denn mit Nase kneifen, an Unterlippe, Haaren etc ziehen und so. Geht das vorbei, oder müßte ich da gleich "erzieherisch" eingreifen? Ok, das hat jetzt nichts mehr mit Langzeitstillen zu tun, die Frage kam mir eben durch den Aha-Effekt hier in den Sinn.


    Grüße!

  • Unabhängig vom Stillen: Wenn mein Kind etwas tut, was mir nicht gefällt, dann schreite ich ein - gleich wie alt es ist. Je nach Dringlichkeit auch energisch.


    Zum Fummeln: Ich habe gelesen, dass auf diese Weise die Milchbildung angeregt wird. Säugetierbabys stoßen - in Ermangelung von Händen - ans Euter.


    Edit: Nichtsdestotrotz mag ich diese Fummelei überhaupt nicht und unterbinde dies konsequent. Verhungert ist hier deswegen aber noch niemand.

  • hallo, (also wenn ich zitieren möchte, scheint das hier vor bugs überzuschäumen...)


    Find ich irgendwie süß mit der Milchanregung. Aber abgewöhnen werde ich es ihr dennoch.


    Also zum Einschreiten bei nervigen Verhaltensweisen... das find ich ein bißchen doof. Versteh mich nicht falsch, du kannst das natürlich machen, wie sich das für dich richtig anfühlt. Ich will da jetzt eigentlich gar keinen Vorwurf oder so draus machen. Aber als -äh- individualisten-Fetischist krieg ich da Schluckauf... aber wahrscheinlich hast du das garnicht sooo konsequent gemeint, wie ich das gelesen hab.
    Ich hatte da spontan zwei Szenarien vor Augen, einmal meine Tochter die grade *extrem* mit dem "Würge-Schrei" nervt. Das ist schrill und laut, und sie streckt dabei die Zunge raus, als würd ich ihr grade den Hals umdrehn. Zum Glück sind die Nachbarn fern. Klar nervt das, aber das macht ihr halt grad Spaß, also kann sie das doch machen... solangs halt nur eine Phase ist.
    Das andere Szenario war so ein pubertierendes Gör, das meint HipHop hören zu müssen. Ich HASSE Hiphop. Aber wenn sie sich da mal zu entscheiden sollte, habe ich meinen Mund zu halten.


    Also was ich meine ist, bloß weil mir was nicht gefällt, darf ich mein Kind doch nicht einengen. Es sei denn es ist mehr als ne Phase und führt zu Problemen.
    Und wenn dann irgendwann ein 2 Jahre altes Kind im Park o.ä. an meinen Brüsten fummeln will, sehe ich das schon als problematisch. ...um den Bogen wieder zurückzuspannen.


    Deshalb jetzt auch meine Unsicherheit mit der Nasen-umdreherei. Hab ich irgendwann ein 2 Jähriges Mädchen, das allen Leuten die Nase dreht? Naja, oder halt kneift und so.

  • Ich schließe mich dem Tenor an: Es müssen Regeln her. Und zwar solche, die exakt bestimmen, was Euch beiden gut tut und was Euch beiden (noch) gefällt.


    Bei meinem Kind habe ich Fummelversuche sofort unterdrückt. Er fummelte dann auch mal in der Achsel oder am BH, was ich irgendwie OK fand. Aber Brustwarze wäre für mich nie gegangen, das fand ich immer schon gruselig. Da kann ich nicht ruhig bleiben und weiterstillen. #angst


    Ich hab auch mit so gefühlt 1,5 nicht mehr untertags "zwischendurch" gestillt, sondern nur noch zu festen Zeiten und nachts. Also morgens zum Aufwachen, mittags beim Einschlafen, abends als Ritual. Ich muss auch sagen, dass ich konsequent erstmal versucht habe, anders zu trösten und nur in absoluten Notfällen (schmerzhafter Sturz, richtig verletzt, ganz tragische Sachen, die vielleicht nicht unbedingt schmerzhaft, aber doch sehr erschreckend waren) noch gestillt habe, um zu entschärfen. Bei Alltagssachen habe ich in den Arm genommen, getragen oder abgewartet. Einfach, weil ich auch wollte, dass er sich von Papa oder Oma und Opa im Notfall gut trösten lässt. Und weil ich meine Brust nicht zur Verfügungsmasse machen wollte. Er hat dann glücklicherweise nie schnell die Brust verlangt.


    Was ich sagen möchte: Stillen hat immer etwas mit Gegenseitigkeit zu tun. Es muss beiden gut tun, beide müssen einverstanden sein. Und Du ziehst die Grenzen.


    Ich würde ganz konkret mit Deiner Tochter Ersatzrituale verhandeln und auch konsequent durchsetzen. Nachts kanns natürlich mal ne Woche stressig werden, aber es tut Euch beiden nicht gut, wenn da einfach nur noch Unruhe und Genervtheit drin ist.


    Noch was: Du bist keine schlechte Mutter, wenn Du Deine Grenzen setzt. Im Gegenteil. Du verwehrst nicht grundsätzliche Liebe und Zuneigung, Du entscheidest nur im Sinne des allgemeinen Wohlbefindens, in welche Bahnen man das lenken kann. Dein Kind ist schon alt genug, Wünsche zu äußern. Du kannst ihren Unmut ja aufnehmen und damit arbeiten, einen Kompromiss gestalten oder sowas. Es ist letztlich auch wichtig, dass sie diese Regeln lernt, damit sie auch lernt, dass es normal und erlaubt ist, Grenzen zu setzen und sie selbst ebenso ihre Grenzen setzen kann und darf.


    Nur meine Meinung. Viel Erfolg!

  • Zum Fummeln: Ich habe gelesen, dass auf diese Weise die Milchbildung angeregt wird. Säugetierbabys stoßen - in Ermangelung von Händen - ans Euter.

    Ähm, das sollen Säugetierbabys ruhig machen. Ich bin weder eine Kuh, die Kopfstöße ans Euter aushält, noch eine Katzenmama, die sich mit ausgefahrenen Krallen massieren lässt zum Wohle der Milchbildung ^^ . Nee, ernsthaft, über das Fummeln an der Brust kann man geteilter Meinung sein, aber Babyfingernägel an den Brustwarzen (oder im Gesicht) der Mutter sind der Milchbildung doch wohl eher abträglich.

    Also was ich meine ist, bloß weil mir was nicht gefällt, darf ich mein Kind doch nicht einengen. Es sei denn es ist mehr als ne Phase und führt zu Problemen.

    Natürlich darfst du und solltest das tun, sofern es deine eigenen Grenzen überschreitet! Du hast schließlich als Mutter auch diese Vorbildfunktion.

    Deshalb jetzt auch meine Unsicherheit mit der Nasen-umdreherei. Hab ich irgendwann ein 2 Jähriges Mädchen, das allen Leuten die Nase dreht? Naja, oder halt kneift und so.

    Nein, das glaube ich kaum. Dein Kind wird mit Sicherheit zwischen dir und anderen Leuten unterscheiden können. Wahrscheinlich wird es sich auch das Gebknibbel an dir irgendwann von alleine abgewöhnen. Trotzdem widerstrebt es mir persönlich ganz stark, wenn permanent (mal machen das ja alle Eltern mit) meine eigenen Schmerz- oder sonstigen Belastungsgrenzen überschritten werden, auch und gerade durch meine Kinder. Ich glaube auch nicht, dass man seinen Kindern damit das richtige Bild vermittelt.

    Was ich sagen möchte: Stillen hat immer etwas mit Gegenseitigkeit zu tun. Es muss beiden gut tun, beide müssen einverstanden sein. Und Du ziehst die Grenzen.

    #ja #ja

  • bloß weil mir was nicht gefällt, darf ich mein Kind doch nicht einengen

    Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Ich muss wohl den Begriff "was mir nicht gefällt" besser definieren.
    Also, es gibt viele Sachen, dir mir nicht gefallen, bei denen ich aber nicht einschreiten würde.
    Musikgeschmack beispielsweise. Wobei, wenn ich mal einen schlechten Tag habe... #angst
    Auf die Schnelle fallen mir folgende "einschreitungswürdige" Kategorien ein:


    - die Handlung kann das Kind und/oder andere Personen gefährden (z.B. auf die Straße rennen)
    - die Handlung tut jemandem weh (z.B. an den Haaren ziehen)
    - die Handlung ist von der Gesellschaft und/oder mir nicht gewünscht (z.B. nackt in der Öffentlichkeit herumlaufen)


    Nein, das glaube ich kaum. Dein Kind wird mit Sicherheit zwischen dir und anderen Leuten unterscheiden können. Wahrscheinlich wird es sich auch das Gebknibbel an dir irgendwann von alleine abgewöhnen. Trotzdem widerstrebt es mir persönlich ganz stark, wenn permanent (mal machen das ja alle Eltern mit) meine eigenen Schmerz- oder sonstigen Belastungsgrenzen überschritten werden, auch und gerade durch meine Kinder. Ich glaube auch nicht, dass man seinen Kindern damit das richtige Bild vermittelt.

    Das ist schön formuliert. *Unterschreib*

  • ja, diese einschreitungswürdigen Kategorien sind schon richtig, wär ja krass, würde da jemand widersprechen.


    Ich habe allerdings seit Geburt festgestellt, daß hier mehr oder weniger ständig meine Grenzen überschritten werden. Und solange das nicht an die Substanz geht, bringt mich das enorm weiter. Man stellt plötzlich fest, daß die Grenze eigentlich zu eng gezogen war, o.ä.


    Ein Beispiel: eine meiner Grenzen war: "auf Klo muß ich allein sein" da hatte keiner Zutritt. Mit Viel-Weinen-also-Tragekind mußte ich diese Grenze aufweichen, war schwer, aber jetzt macht mir das absolut nix mehr aus.


    Und als Vorbildfunktion finde ich sehr wichtig, daß ein Kind sieht, daß im Zusammenleben sich Grenzen durchaus neu formieren können. Und auch, daß man durchaus mal ein Auge zukneifen kann, wenn "Jemand" mal ne "Phase" hat.


    Ähm. Also. Nasedrehen nervt. Ist das nun eine Phase, die man über sich ergehen lassen kann, oder muß das (wie diese Fummelei) früher oder später abgewöhnt werden?


    Ach so, Nachtrag.
    Von wegen nackig in der Öffentlichkeit. Das würde mich wohl bei meiner Tochter dann auch irgendwann stören. Aber deshalb das einem Baby "verbieten"? Wohl kaum.