Reiten/Voltigieren/Bewegung auf dem Pferd - ab welchem Alter

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  • Guten Morgen ^^

    Unser Sohnemann ist ganz pferdeverrückt, seitdem er das 1. Mal ein paar geführte Runden auf dem Pferd drehen durfte. Er hat einen sehr guten Muskeltonus und saß da wirklich wie ein Profi drauf (Sitz, Haltung waren überraschend gut).

    Da er sehr viel Spaß daran hatte und wir die Möglichkeit inkl. geeignetem Pferd quasi direkt vorm Haus haben, dachte ich, wir können das öfter machen. Ich dachte an 1x/ Woche. Kein Leistungssport sondern einfach ein paar Runden ohne Sattel, mit Voltigiergurt im Schritt. Just for fun 10 bis 20 Minuten Spaß.

    Selbstverständlich alles doppelt abgesichert mit 2. Person am Pferd zum Halten. Und natürlich entsprechender Schutzkleidung. Erfahrung meinerseits ist vorhanden, ich bin quasi auf Pferden großgeworden.

    Nun wollte ich mich dazu belesen und es wird abgeraten vor dem Grundschulalter aufs Pferd zu gehen zwecks Rückenschäden. Andererseits finden sich (leistungsorientierte!) Voltigierkurse für Kinder ab 3 Jahren 8I In Summe leider keine fundierten Quellen sondern eher laienhafte Quellen.

    Kennt sich jemand von euch bei diesem Thema aus? Macht hier die Dosis das Gift und wir können die max. 20 Minuten/Woche "Runmelplatzreiten" riskieren?

    Sohnemann ist jetzt fast 19 Monate alt und physisch sehr gut entwickelt, quasi ein kleiner Sportler.

    (Wir haben diese Woche einen Kinderarzttermin und ich werde da selbstverständlich nachfragen, aber mein Vertrauen in die Ärzte ist begrenzt)

    Viele Grüße
    Exon

  • Die Tochter einer Bekannten hat mit 2,5 Jahren ihre erste Ponyführzügelklasse "geritten". Ab dem Jahr darauf haben alle Turnierveranstalter in der Gegend das Mindesalter auf 4 Jahre hochgesetzt.
    Das Mädel ist inzwischen eine erwachsene Frau und hat keinerlei Probleme mit dem Haltungsapparat.
    Ist natürlich nur ein Einzelfall, aber ich kenne so viele Turnierreiter, die ihre Kinder recht früh aufs Pferd setzen ("Die können reiten bevor sie laufen können") und da haben auch nicht mehr Probleme als bei den Nicht-reitern.

    Da beim Reiten ja einige Muskeln quasi automatisch trainiert werden (vor allem Bauch und Rücken), konnte ich die Leute, die vor Schädigungen der Wirbelsäule warnen, noch nie verstehen.

    Ich würde ein Training in Richtung "Führzügelklasse" befürworten, wenn meine Kinder mein "Pferdegen" geerbt hätten. "Rummelplatz-wie-ein-Sack-Wasser-rumgerutsche" ist vermutlich wirklich schlecht. Auf Haltung sollte schon geachtet werden.

    Ich bin aber kein Medizin-Profi.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Meine Tochter saß auch ab diesem Alter regelmäßig auf dem Pferd. Als ich dann (in ihrem Alter von 3 Jahren) mein Pferd verkauft habe, hat sie etwa ein Jahr pausiert und ist dann ab 4 Jahren regelmäßig in einem Ponyverein geritten. Am Anfang auch geführt.
    Inzwischen ist sie 9 und reitet schon regelmäßig sehr erfolgreich Turniere. Ihr Rücken ist tadellos und ihre Haltung - wahrscheinlich auch durch das Ballett - super.
    Kein Vergleich zu unserem Sohn, der eine katastrophale Haltung hat. Reiten hat ihm keinen Spaß gemacht. Ich glaube für seine Körperhaltung wäre es toll gewesen...
    Jetzt spielt er Eishockey, da lernt er auch nicht unbedingt eine vorbildliche Haltung #augen

    Rechtschreibfehler und merkwürdige Wortkreationen handybedingt ;)

  • Ich habe heute einen Schnupperkurs Rai- Reiten gemacht und es hat mir gefallen.
    Meine Tochter ist 6 und ich denke ich werde es sie ausprobieren lassen ob es ihr gefällt.
    Mein Sohn (3) darf dann auch mal ne Runde drehen.

  • Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, was dem Rücken beim Schritt reiten passieren soll... das kann doch für den kompletten Halteapparat, Gleichgewicht, Körpergefühl etc. nur gut sein.
    Trab und Galopp sind natürlich etwas anderes, weil man lernen muss sich der Bewegung des Pferdes anzupassen; dass das andernfalls nicht gut für den Rücken ist, kann ich mir schon eher vorstellen. Aber erstmal hast du das ja noch gar nicht vor und wenn es soweit ist, bist du wohl in der Lage die Haltung zu beurteilen und richtig anzuleiten.
    Einer meiner Westernreitlehrer ist Physiotherapeut und auch bei ihm saßen seine und auch andere kleine Kinder auf Pferden und Ponnies. Bis zum Schuleintritt zu warten, fände ich bei Kindern, die mit Pferden aufwachsen, ganz schön lange.

    LG
    blue

    "Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null und nennen ihn ihren Standpunkt." (David Hilbert)

  • Ich halte es da wie mit fast allem: was das Kind aus eigener Kraft schafft, ist ok. Wenn festhalten während der gesamten Runden nötig ist, würde ich noch warten. Solange es nur bei zB Rolle vom Pferd oder so unterstützt werden muss, wäre es ok für mich.

    Liebe Grüße
    #herz Ebun (F84.5G) mit Mausi (*04), Hasi (*06, F84.5G) und Knödel (*08, F90.0G)


    Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Lichter entzündet werden.

  • Vielen Dank für eure Meinungen :)

    "Rummelplatzreiten" war einfach nur gemeint, dass ich mit ihm kein Turniertraining machen will, sondern quasi führen im Kreis/Longieren mit Bewegungsübungen.
    Die 2. Person zum Halten ist auch eher zur Absicherung gedacht, bei den ersten Versuchen saß er bombenfest allein auf dem Pferd :)

    Wir werden jetzt mal schauen wie es ihm Spaß macht. Er ist vom Muskeltonus sehr fit und er knickt in keinster Art und Weise ab beim Reiten.

  • Eine Physiotherapeutin bei uns auf dem Hof hat mir erklärt, dass das Problem die Hüfte sei, die durch die übermäßige Spreizung Schaden nimmt. Allerdings meinte sie, bis zu dreimal die Woche bis zu dreißig Minuten wären okay. Und da kommen wir definitiv nicht drüber...

  • Reiten wird er selber noch nicht können.
    Bei uns fangen die Stunden mit 5 an. Zum einen weil die Kinder dann erst von der Körpergröße dazu in der Lage sind sich auf dem Pferd zu halten und weil sie es vorher auch noch nicht verstehen.

    Mein Kind sitzt auf privaten Pferden, seitdem es 1 Jahr alt ist. Das hat aber mit Reiten nichts zu tun. Drauf sitzen und im Schritt geführt gehen.
    Auf dem Pferd hält man sich ja auch mit den Beinen und die sind vermutlich noch nicht lang genug.

    Also gegen deine 10 Minuten rumgehen spricht vermutlich nichts.