der Weg zum Schulbus..muss ich das hinnehmen?

  • Hallo zusammen, ich mag mal bitte eure Meinung hören...


    Also, Finn wurde bisher mit dem Sammeltaxi vor der Haustüre abgeholt und abgeliefert. Nun wollen sie die Taxis abschaffen und die Kinder sollen mit dem Bus fahren. Da hab ich ja kein Problem mit..aber mit dem Weg zum Bus.


    Wir haben eine Haltestelle unten an der Straße, aber die wird nicht angefahren.


    Also müsste er unsere Straße runter, ein Stück Hauptstraße lang. Der erste Weg würde dann grade aus führen etwas 1 km Landstraße, aber das fällt weg weil es da keinen Radweg oder Bürgersteig gibt.


    Also muss er direkt an der Ortsausfahrt über die Straße. Es gibt keinen Überweg, keine Insel, keine Ampel, die Leute bremsen nicht wirklich ab und auf dem Rückweg sieht er nicht wirklich ob was kommt weil alles zugewachsen ist..ich selber steh schon immer halb auf der Straße bis ich sehen kann ob frei ist.


    Wenn er dann drüben ist muss er einen kleinen Weg gehen der nur spärlich Beleuchtet ist und im Winter nicht geräumt wird.
    Dann geht es ca 1 km durch einen Wohnblock und er kommt an der Bundesstraße raus. An der Bundesstraße muss er wieder ein Stück laufen..es ist zwar ein schmaler Weg da, aber als Bürgersteig oder Radweg kann man das wirklich nicht beschreiben. Morgens muss er dann noch über eine Kreuzung ohne Ampel, Mittags an einer Ampel über die Bundesstraße.


    So und nun sagt ihr mir bitte ob ihr euer 8 Jähriges Kind auf einen solchen Schulweg schicken würdet...


    Ich bin schon ganz gespannt auf eure Antworten und sag schonmal danke

  • Nein, ich würde mein Kind da nicht lang schicken. Ich fahre meine Tochter voraussichtlich auch in der 2. Klasse noch jeden Tag zur Schule und hole sie ab (sie müsste sonst mit Öffentlichen u.a. auch umsteigen etc.)... vielleicht bin ich kein Maßstab :pfeif: .

    LG Charlet


    Unsere Große ist 8 Jahre alt und

  • Habr ihr bereits mal in eurer Stadt/ Gemeinde gefragt, ob jemand diesen Weg mal abgeht und überprüft? Das klingt für mich nach deiner Beschreibung so, als wäre das nicht in Ordnung.

    LG
    rotesPesto mit ♂ Frühling '10, ♂ Sommer '06 und ♂ Herbst '12

  • Hallo!


    Das könnte ich mir auch nicht vorstellen (auch wenn mein Kind jetzt viel jünger ist), ich würde sie wohl auch zur Haltestelle begleiten bzw. mich mit anderen Eltern abwechseln (wäre das möglich).


    Als ich zur Grundschule ging (was ja schon eine Weile her ist, aber ich weiß es noch : ), gab es direkt vor unserem Haus auch eine Haltestelle, die nicht angefahren wurde, meine Eltern haben dann bei der Gemeinde angerufen und es irgendwie erreicht, dass der Bus dann doch dort gehalten hat. Wäre sowas bei Euch möglich? Vielleicht auch eine Art Sammel-Antrag mit anderen Eltern zusammen, sofern der Bus dadurch keinen großen Umweg fahren muss?


    Ich wünsche Euch eine gute Lösung!


    Liebe Grüße! :)


    Marion

  • Wir haben am Freitag erst den Zettel nach Hause bekommen, und natürlich werden wir mit der Gemeinde und Schule sprechen...


    Andern Schulkinder gibts hier nicht..entweder zu Klein und das Mädel in Finns alter fährt gesondert mit einem Taxi(Schule für geistig Behinderte).


    Selber fahren kann ich nicht, mein Mann steckt mitten in der Umschulung und solange ist kein zweites Auto drinne.


    Wenns wirklich nicht anderst geht werd ich echt in den sauren Apfel beißen müssen und ihn mit dem Zwerg im Schlepptau hinbringen müssen..also zur Haltestelle

  • Aber das wäre wirklich krass. Vielleicht kann die Haltestelle doch angefahren werden? Da drücke ich Euch mal die Daumen..

  • Bei uns könnte man in diesem Fall beim Schuldirektor nachfragen, ob der Bus die Route ändern kann oder ob Schüler-Lotsen eingesetzt werden können, die für die Straßenüberquerung sorgen.


    Meine Tochter ist sehr verkehrsumsichtig, daher würde ich sie schicken, aber wohler wäre mir mit Schüler-Lotsen.

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • Also, meiner ist in der zweiten Klasse und 8 1/2. Er ist sehr selbständig. Aber das würde ich ihm nicht zumuten. Ich hätte da keine ruhige Minute.

  • Hui, nee. Ich glaube das wär mir auch zu krass. Zumal dein Sohn ja auch zu Zeiten unterwegs wäre, in denen höheres Verkehrsaufkommen ist - zumindest morgens. Klingt vor allem auch nach einem recht langen Weg.


    Ich würde erstmal abwarten, was bei den Gesprächen mit Schule und Gemeinde rauskommt, könnte mir durchaus vorstellen, dass tatsächlich noch niemand diese Strecke geprüft hat wie AnneK schon vermutet hat.

    ...mit drei Subpixeln (*09;*10;*14)

  • Hier hatten sie auch die komische Idee, das Schultaxi nur bis zur Bushaltestelle an der Bundesstraße fahren zu lassen, anstatt bis in den Ort hinein.
    Mit der Länge des Weges (ca. 1km) hatte kaum jemand ein Problem, wohl aber mit der Übequerung der Bundesstraße.
    Es wurde fix ein Ortstermin anberaumt, zu dem die Beteiligten aus beiden Richtungen kamen. Es war ihnen nicht möglich, miteinander zu sprechen, da ein Überqueren der Straße nicht möglich war.


    Jetzt fährt das Taxi in den Ortskern und alles ist gut.

  • Das mit dem Weg ist hier auch so. 2km sind zumutbar, das Überqueren gefährlicher Straßen nicht. Früher (bevor es hier die Umgehungsstraße um das Dorf gab) hielt der Bus deshalb auch auf beiden Seiten der Hauptstraße, das bedeutete zwar, dass die Kinder auf der einen Seite zehn Minuten früher einstiegen als die, die Luftlinie 20 m entfernt gegenüber standen, weil der Bus noch einmal durch das Wohngebiets-Einbahnstraßen-Gedöns fahren musste, aber das war egal :D. Einen Zebrastreifen gab es auf dieser Straße übrigens, aber der Bus fuhr trotzdem beide Seiten an.

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • So ich habe grade mit der Schule und dem landkreis telefoniert.


    Also die Schule sagt schonmal das ich das so nicht hinnehmen sollte, der Weg ist zu gefährlich aber sie können da nicht wiklich was machen. Aber ich habe direkt die Telefonnummer von dem zuständigen Herren vom Landkreis bekommen.


    Der konnte mir jetzt natürlich nicht wirklich was sagen weil er die Strecke nicht kennt, aber er will es sich auf jeden Fall angucken und meinte wenn es so ist wie ich es geschildert habe wird eine andere Lösung gefunden.


    Ich bin gespannt

  • Das klingt doch gut!
    Die sollten ja auch ein Interesse an einem sicheren Schulweg haben, schließlich sind die Kinder ja über die Schule unfallversichert für den Schulweg. Falls du bei diesem Amt keinen Erfolg haben solltest, würde ich in Erwägung ziehen, mal die Lokalpresse zum Besichtigungstermin einzuladen. Sommermonate sind ja eh etwas mau für die Lokalredaktionen, da kommt ein Schul-Thema doch ganz gut :)

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • Ich halte die Daumen, dass diese Situation geändert wird.


    Mein Sohn würde die Strecke auch nicht laufen. Ich halte sie erstens für zu weit und zweitens für zu gefährlich.


    Viel Erfolg!

  • ganz klar, würde ich nicht so hinnehmen und alle hebel in bewegung setzen. und wenn nichts geht (was ich nicht glaube) dann halt tatsächlich hinbringen und abholen.

    Der große Weg ist sehr einfach, aber die Menschen lieben die Umwege (Laotse)


    LG, Cmami + die kleine Dame 1/06