Tandemstillen - Austausch

  • Mein Großer hat sich im Jänner selber abgestillt. Mit 3 3/4. Er hat angefangen immer längere Pausen zu machen. Zuerst 2-3 Tage, dann eine Woche, dann ca. 10 tage, dann mal 2 Wochen, dann hab ich aufgehört mitzuzählen.


    Dann hatte ich eine Brustentzündung und hätte gerne gehabt, dass er dem Kleinen hilft den Stau zu lösen. - Er hat die Technik verlernt. Nach halbherzigem Versuch kam die Meldung: "Da kommt nix!"


    Ich musste da auch nicht viel begrenzen. Ab und zu hab ich gesagt, wenn ich jetzt grad wirklich nicht wollte. Oder hab das Stillen für beendet erklärt, wenn er abgedockt hat obwohl er eigentlich nur eine Pause machen wollte. Aber im Großen und Ganzen hat er selbst entschieden. Die letzten Male kam es mir auch so vor, ihm war grad langweilig und er hat den Kleinen stillen sehen, also wollte er auch.


    Irgendwie finde ich es fast schade, dass wir die 4 Jahre nicht mehr geschafft haben. Aber es ist gut so wie es ist.


    Der Kleine mit seinen 17 Monaten zeigt allerdings noch keinerlei Abstilltendenzen. :D

  • Hier war es auch so, dass ich das Stillen beim Großen immer stärker eingeschränkt habe, bis er nur noch zum Einschlafen ein paar Minuten getrunken hat.

  • @Mirali Ich habe (sehr langsam) immer mehr Einschränkungen eingeführt. Zunächst: Das echte Tandemstillen (beide gleichzeitig) abgeschafft, die Stilldauer oft beschränkt, dann genau geschaut was ist jetzt gerade das echte Bedürfnis (Hunger, Aufmerksamkeit, Stillen). Dann habe ich oft essen angeboten und bei Stillwunsch Alternativen (Essen, Playmobil spielen etc.) angeboten. Dabei kristallisierte sich dann heraus, dass echter Stillwunsch i.D.R. Morgens, Mittags und Abends bestand. Daraufhin hab ich feste Stillzeiten eingeführt. Das hat super geklappt. Danach habe ich abends das Stillen aufs Sofa verlegt, nach einem Abend Tränen ging das auch problemlos. Nach zwei Wochen war ihr das zu doof und das Abendstillen fiel weg, gleichzeitig hat das Fräulein den Mittagsschlaf abgeschafft und damit fiel das Mittagstillen weg. Das Morgenstillen blieb noch eine Weile und war dann drei Monate später Geschichte. Auch problemlos.
    Die kleine war beim Abstillen 9Monate und das Fräulein 3 1/4.

  • Insgesamt empfinde ich es für mich nicht als Erleichterung, ein Kind überhaupt nicht mehr zu stillen, weil ich ungerne freiwillig auf das magische Mittel gegen Dehydrierung bei Krankheit verzichten mag - und weil ich ziemlich gerne esse.

    Ich habe schon ein paar Versuche unternommen, die Stillmahlzeiten zu reduzieren, aber das endet in Verzweiflung ihrerseits.

    Also wenn es wirklich um Hunger oder Durst geht, erntest du natürlich Verzweiflung, es sei denn, du bietest eine Alternative an. Aber ich fand eigentlich auch immer nur das halbleere Nukeln nervig, das richtige Stillen eher nicht. Ist das bei dir anders?


    Ich habe zweimal im wesentlichen abgewartet, bis das große Kind selber nicht mehr wollte und nur noch einen winzigen Schubs zum Abstillen brauchte. Aber wenn mich das Stillen genervt hat, habe ich auch schon bei einem jüngeren Kind als deinem jetzt jeweils einfach abgebrochen.


    Auf das Abbrechen folgt dann halt oft eine Verhandlung. Wenn großer Protest kommt, dann darf das Kind halt nochmal kurz und dann wird wieder abgebrochen. Das kann man auch zwanzig Mal hintereinander wiederholen, aber meistens ist nach 3 Mal schon klar, wer jetzt stärker von seiner Position überzeugt ist.


    Was ich für ein bisschen ungesund halte ist es widerwillig zu stillen und sich dabei einen Racheplan ("ich still dich ab!") zu überlegen. Das Kind hat nämlich nicht irgendwelche Rechte an meinem Körper, die daraus resultieren, dass ich es noch nicht abgestillt habe.

    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • Ich hatte der Großen schon längere Zeit vorher angekündigt, dass am 4. Geburtstag Schluss mit Stillen wäre. So konnte sie sich darauf einstellen, es gab nie ein Drama und hat problemlos geklappt.Der 4. Geburtstag war dann auch der erste richtige Kindergeburtstag, die große hatte schon viele Freunde und war und fühlte sich auch schon richtig groß ... der Kleine hatte sich dann übrigens selber mit ca. 2,5 Jahren abgestillt, insofern konnte sie mir auch später nicht vorwerfen, dass der Kleine irgendwie im Vorteil gewesen wäre ;)


    Vorschlag also: lange vorher ankündigen ;)

  • ich krame diesen Thread mal hervor... Vielleicht liest ja noch jemand?


    Bei mir stellt sich langsam die Frage, ob ich Tandemstillen werde. Ich dachte mal ja. Nun bin ich schwanger in der 13. Woche und das stillen von meinem 1 1/2 Jährigen strengt mich ziiiiemlich an, sodass ich intensiv über Abstillen nachgedacht habe. Aber es ist noch sooo mega wichtig für ihn, keine Chance das "sanft" zu machen. Daher bin ich nun doch an dem Punkt, doch Tandemstillen???


    Ich bin noch unschlüssig. Auch ob ich das packe, 2 Kinder zu stillen. Mein Sohn stillt momentan noch viel. Nachts eigentlich ständig, mittags und abends zum einschlafen. Momentan tagsüber auch noch so 2 mal zusätzlich, das war schon mal weniger. Also zumindest tagsüber wars schon einige Zeit nur noch zum einschlafen aber neuerdings kommt er wieder öfter an...


    Was ich mich ganz konkret frage: wie habt ihr Tandemstill-Mütter das denn gemacht, als ihr zur Geburt im Krankenhaus wart? Ich meine, ohne stillen einschlafen bzw durchschlafen? Hier keine Chance! Wie hat das bei euch so geklappt? Vielleicht ist ja noch die eine oder andere Tandemstillerin da! :)

  • Hallo!

    Ich habe 3,5 Jahre Tandem gestillt, allerdings war mein großes Kind bei der Geburt des Geschwisterchens schon fast 3. mia2018 : In dem Stillrhythmus wäre ich mit dem zweiten gar nicht erst schwanger geworden. Daher kann ich dazu wenig sagen. Nach dem Blasensprung durfte das große Kind dann nochmal stillen und dann sind wir ins Krankenhaus. Während der 2-3 Tage im KH und auch noch ca. eine Woche danach hatte Kind 1 nicht gestillt, danach wollte es wieder und ich habe es zugelassen. Das war völlig unproblematisch. Beim Tandemstillen habe ich drauf geachtet, dass das kleine zuerst bekommt und dies auch mit der Hebamme besprochen. Es hat aber gut zugenommen und soviel getrunken, dass immer noch ein Schwall wieder raus kam, daher war es wohl genug.

    Die zweite Schwangerschaft habe ich vermutet, weil das Stillen auf einmal verdächtig weh getan hat. Die Stilleinheiten während der Schwangerschaft wurden auch kürzer und ziemlich häufig gab es eine Ermahnung "zart" zu sein. Dann ging es aber.

    Ich hoffe, dass du noch mehr antworten bekommst und, dass ich dir wenigstens etwas weiter helfen konnte.

    Liebe Grüße

    BEB

  • Danke für die Antwort. Ich stehe wirklich in dem Zwiespalt ich hab das Gefühl ichkann jetzt nicht abstillen aber trau mir momentan Tandemstillen auch nicht zu. Und die Geburtssituation stresst mich.


    Ich habe zu dem Thema auch schon eine Stillberaterin (LLL) kontaktiert aber war mega enttäuscht von ihren Antworten. Sie hat eigentlich nur 3 Standardfloskeln runtergeleiert und hatte wenig Verständnis für meinen Zwiepalt. Sie meinte eigentlich nur, dass nachts stillen ja weniger aufwendig ist als aufstehen und was zu essen fürs Kind machen und wegen der Geburt soll ich es halt auf mich zukommen lassen. Das hat mir irgendwie wenig gebracht.


    Daher dachte ich, ich frag mal hier in die Runde, hier gibts ja vielleicht erfahware Mütter, die in der gleichen Situation waren.

  • So ganz in der gleichen Situation war ich nicht, weil großes Stillkind jeweils schon älter. Aber über die Geburt wurde ich mir keine Sorgen machen. Ein zweijähriges ist ja auch kein Neugeborenes mehr. Du musst auf jeden Fall irgendeine zuverlässige Betreuung organisieren für die Geburt, weil das ja schon sein kann, dass du da 2 Tage weg bist und weil du den Vater der Kinder vermutlich mitnehmen willst. Oma oder so. Die wird das Kind schon auch ohne Stillen zum Schlafen kriegen - das musst du nicht vorher mit dem Kind üben.


    Es ist sogar ziemlich unmöglich, dass du selber das vorbereitest. Wenn du da bist, funktionieren nämlich Sachen nicht, die ohne deine Anwesenheit wunderbar klappen werden.


    Und ob du nach der Geburt von Kind 2 auch weiterhin Kind 1 stillen wirst, das darfst du wirklich einfach auf dich zukommen lassen. Das musst du nicht vorher entscheiden und du musst auch nicht irgendwie vorher sanft vorbereiten. Das große Kind profitiert von jeder weiteren Woche, die du es noch stillst. Und wenn du es genau bis zur Entbindung schaffst und dann damit aufhörst, dann ist das für das große Kind besser, als jetzt schon aufzuhören.


    Edit: Es gibt auch bei der LLL Stillberaterinnen, die Tandemstillen doof finden oder nie die Gelegenheit dazu hatten. Aber du könntest mal zu einem LLL-Stilltreffen gehen, da wirst du mit ziemlicher Sicherheit auch Mütter mit Tandemstill-Erfahrung vorfinden.

    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Xenia ()

  • ich glaube auch, dass du dir über die Geburt und das Stillen da nicht so viel Gedanken machen musst. Da ist ja noch gut Zeit bis dahin und es wird sich dann spontan zeigen. Bzw. viel anders wäre es ja auch nicht, wenn du spontan ins Krankenhaus müsstest und nicht stillen kannst weil irgendetwas anderes ist. Ich möchte dir Mut machen es einfach auf dich zu kommen zu lassen. Und wenn dann ggf vor der Geburt dem Großen Kind schon mal zu sagen, dass es passieren kann das ihr erst mal eine Pause machen müsst.


    Ich fühle mich im Thread sonst hier nicht ganz so zugehörig. Habe bei den ersten Kinder nur sporalisch Tandemgestillt (alle paar Tage) und bei Zwillingen ist es ja wieder etwas anderes - die haben sich immer abgewechselt und halt gleichzeitig gestillt, je nachdem - und ich habe sie dann beide abgestillt als es nur noch nuckeln und ziehen war und mich einfach nur nervte. Da konnte sie aber auch schon selbst essen und laufen.

  • ich bin noch beim Tandemstillen, der große ist jetzt 2.5, , die kleine 3 Monate alt. In der Nacht der Geburt hat sich der Opa so lange mit dem bis dato 100% einschlafgestilltem Kind hingelegt, bis die Augen zu fielen. Am nächsten Abend habe ich beide parallel in den Schlaf gestillt. Der große hat während der Schwangerschaft auf nur noch zum einschlafen und morgens stillen reduziert und so ist es noch immer. ich habe forciert, dass er nur noch im Bett stillen darf, das macht es jetzt einfacher, die kleine zu tagsüber zu stillen ohne ihn ran lassen zu müssen.

  • mia2018 Wenn du magst kann ich dir eine LLL-Stillberaterin nennen, die Erfahrung mit Tandemstillen hat, falls du da doch nochmal Kontakt suchen möchtest.


    Zum Tandemstillen selbst kann ich dir leider nichts schreiben. Ich war vor 2 Jahren in der gleichen Situation wie du jetzt. Nur dass das Stillen nicht nur anstrengend war, sondern auch zunehmend schmerzhaft geworden ist. Ich habe erst versucht mein großes Kind nur nachts abzustillen, weil mich das ständige Genuckel am meisten gestört hat, aber das hat nicht funktioniert. Er hat nicht verstanden, warum er tagsüber darf und nachts nicht. Ich habe ihn dann komplett abgestillt. Das war nicht einfach (ist auch hier im Forum nachzulesen). Aber ich bereue die Entscheidung im Nachhinein nicht. Er war da 16 Monate alt.

  • Habe bei den ersten Kinder nur sporalisch Tandemgestillt (alle paar Tage)

    ;) Man nennt es auch Tandemstillen, wenn man die beiden Kinder nicht gleichzeitig anlegt. Allerdings nur, wenn sie unterschiedlich alt sind. Sonst: Zwillinge stillen.


    Ich habe insgesamt ca 3 Jahre lang tandem gestillt, aber in beiden Tandem-Zeiten jeweils nur ein einziges mal beide gleichzeitig. Das ging nicht dauerhaft, weil es die Milchproduktion viel zu stark gesteigert hätte. Außerdem fand ich es auch absolut nicht angenehm. Eher ziemlich grauenhaft. Und beruhigt hätte sich dabei auch niemand.

    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

  • ich bin oft über Wochen allein mit den Kindern, da bleibt mir nichts anderes als abends zeitgleich stillen, das funktioniert aber ganz gut bisher.

  • Habe bei den ersten Kinder nur sporalisch Tandemgestillt (alle paar Tage)

    ;) Man nennt es auch Tandemstillen, wenn man die beiden Kinder nicht gleichzeitig anlegt. Allerdings nur, wenn sie unterschiedlich alt sind. Sonst: Zwillinge stillen.

    Das war ein Missverständnis. Die ersten Kinder waren keine Zwillinge. Die anderen Kinder danach waren Zwillinge.


    Also erst Tandem und dann Zwillinge. So wäre es korrekt.

    (bzw. zum Teil auch Zwillinge+ Tandem bei Bedarf vom 2 jährigen die erste Zeit. )

    xy

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Nasenbär ()

  • Oma oder so. Die wird das Kind schon auch ohne Stillen zum Schlafen kriegen - das musst du nicht vorher mit dem Kind üben.

    So war das bei mir, da war es meine Schwiegermutter. Das mit dem Einschlafen hat da auch ohne Probleme funktioniert.


    Hast du überhaupt noch Milch oder ist das nur noch Nuckeln? Ich hatte in der 13. Woche keine Milch mehr.

  • Unser Großer, der sich eigentlich von niemandem wirklich betreuen ließ, war während der Geburt vom Kleinen ganz problemlos bei ganz lieben ehemaligen Nachbarn, mit deren Tochter er auch oft gespielt hat. Wir sind alle miteinander ins Geburtshaus gefahren als es los ging (da war es 23:00 oder so und der Große hatte schon kurz geschlafen), die Hebamme hat mich untersucht und gemeint, ja, ich kann gleich dableiben. Da ist mein Mann nochmal weg um den Großen zu den ex-Nachbarn zu bringen und kam dann wieder zu mir ins Geburtshaus. Der Große war dort dann bis ca. 1:00 in der Früh noch wach und durfte dann sogar bei denen im bett schlafen. Hat alles ganz wunderbar geklappt. Der Kleine kam um 3:00 in der Früh, wir sind gegen 6:00 nach Hause und die Nachbarn haben den Großen dann irgendwann am Vormittag gebracht.


    Ich hab es nicht geschafft beide Kinder gleichzeitig im bett zu stillen. im Sitzen am Sofa ging das hingegen ganz gut. Mein Mann hat ab da das ins Bett bringen vom Großen übernommen, weil das Baby abends viel geclustert hat. Dafür kam der Große dann in der Früh immer zu mir und hat sich da gemütliches Mamakuscheln und stillen abgeholt, während mein Mann das Baby gewickelt und so lang wie möglich bespaßt hat. Dieses Morgendliche exklusivstillen war dem Großen sehr wichtig.


    P.S: bei mir blieb die Milch ca. ab der 11. Woche weg, das hat den Großen nicht gestört. Ich fand es zeitweise unangenehm und hab ihn da dann eingeschränkt, aber nie ganz abgestillt. Bis auf ca. 4 Wochen in denen er von sich aus nicht wollte.

    Lg,
    Almarna


    57mDp2.png hUMip2.png

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Almarna ()

  • Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, da schon 14 Jahre her. Mein Grosser war 12 Monate alt als ich trotz noch viel stillens wieder schwanger war. Der hat sich nicht stoeren lassen und bis zur Geburt von seiner Schwester weiter gestillt. Er wurde zum Zeitpunkt der Geburt noch in den Schlaf gestillt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt auch noch nie irgendwo uebernachtet. Letztendlich war er bei einer Freundin, deren Tochter 3 Monate juenger ist als mein Grosser und die sind dann mit beiden Kindern duch die Gegend gefahren bis beide Kinder eingeschlafen sind. Da die Missy 3,5 Wochen zu frueh war, waren wir ein paar Tage im Krankenhaus - der Grosse hat dort getrunken wenn er zu Besuch war und hat damit beim Milcheinschuss geholfen.


    Ich hab zum Teil gleichzeitig gestillt, hab sogar ein Foto vom Tandemstillen als ich mit der Missy noch im Krankenhaus war. Die beiden haben uebrigens fast 3 Jahre Tandem gestillt.

    Regina (9/75) mit L. (3/03) und K. (12/04) und einem Sternchen das ueber uns wacht.


    The only thing worth stealing is the kiss of a sleeping child.


    .png

  • Mein Tandem Erfahrungs Senf ;):


    Ich hatte mit meinen 5en insgesamt 3 Tandemstill-Konstellationen.


    Ein einziges Mal habe ich in einer Schwangerschaft abgestillt (Kind Nr. 2 mit 20 Monaten, als Nr.3 unterwegs war) und ich habe es im Nachhinein sehr bereut.

    Als ich das 3. Baby stillte, habe ich mich von meiner entthronten Ex-Jüngsten emotional sehr distanziert, ohne daß ich das kontrollieren konnte #crying. Es hat bei mir tatsächlich mehrere Jahre gedauert, diese Mutter-Tochter Beziehung wieder hinzukriegen (heute ist das zum Glück längst Schnee von gestern).

    Ich schiebe das auf die Hormone. In darauffolgenden Tandemstillbeziehungen gab es diese emotionale Distanz nie. Ich vermute deshalb, weil immer das Jüngste und das Zweitjüngste direkt beteiligt waren, wenn bei mir durch das Stillen das Oxytocin ausgeschüttet wurde. Zumindest scheint mir diese Erklärung logisch und nachvollziehbar.


    Für mich hatte das Tandemstillen viele Vorteile.

    - Keine Eifersucht der älteren Kinder auf das Baby, wirklich gar nie.

    - Während des Stillens macht das Zweitjüngste keinen Unfug, den ich stillenderweise nicht verhindern kann :P

    - Schokolade bis zum Abwinken für mich #super

    - Das Zweitjüngste wird nicht zum emotionalen Stiefkind.

    - Instant-Beruhigung gleich für zwei immer parat.


    Mit Stillunterbrechungen wenn ich mal ein, zwei Nächte nicht da war, kamen sie immer gut zurecht. Abpumpen muß man dann halt eher große Mengen. Ansonsten ist es ziemlich unproblematisch.


    Zu Alledem möchte ich aber hinzufügen, daß das nur MEINE Erfahrungen sind, es gibt sehr viele Mütter, die ihre Zweitjüngsten trotz neuem Baby noch ebenso lieb haben wie zuvor.