Tandemstillen - Austausch

  • Aias

    Ich weiß gar nicht... Viel Milch hab ich definitiv nicht mehr aber bisher führt das nichts dazu, dass er weniger stillen will.

  • Zur Milchmenge während der Schwangerschaft: Bei mir war da jeweils in der Frühschwangerschaft (also so ab 9. Woche rum) ein leichter Mangel und außerdem war es ziemlich unangenehm. Das ist aber dann schnell wieder besser geworden.


    Noch was, falls du während den ersten Tagen nach der Entbindung das Kleinkind stillen solltest: Nein, es hat keinen Durchfall, es ist alles OK mit dem Kind. Auch seine Ernährung ist völlig OK - auch wenn das im Töpfchen nicht so aussieht. ;)

  • Mietzekatze

    Ja, gib mir sehr gerne mal den Kontakt zu dieser LLL-Beraterin. :-)


    Diese ganzen Antworten machen auf jeden Fall Mut. :)

    Was ich auch sehr interessant finde, ist das Thema mit der Eifersucht. Da hab ich ja ein bisschen Bammel vor, weil mein Sohn bisher sehr besitzergreifend ist, was mich angeht. Er kanns z.B. gar nicht haben, wenn mein Mann mich umarmt, dann stürzt er immer gleich dazwischen. Es wär ja schön, wenn das durch Tandemstillen gegenüber dem kleinen Geschwister nicht so schlimm werden würde.


    Gerade bin ich auf jeden Fall optimistischer, was das weiterstillen angeht, durch eure Berichte.


    Außerdem bin ich seit gestern abend zusätzlich abgespornt, nachdem mein Mann mit seiner Mutter telefoniert hat und ihr gesagt hat, dass ich schwanger bin.

    Ihre Antwort darauf war "na dann ist ja bald Schluss mit der Brust für M..".

    Sie ist sehr skeptisch gegenüber Frauen, die länger als 8 Monate stillen. Meine Schwägerin war aus ihrer Sicht mit 11 Monaten schon sehr lang. Das hat mich grad etwas motiviert, weiterzumachen. :D

  • Hallo ihr Tandem-Erfahrenen, ich brauch noch mal eure Tipps!


    Ich habe nun eine 5 Wochen alte Tochter und mein Sohn ist 2 Jahre und 2 Monate alt.


    Ich stille nun beide und finde es grundsätzlich echt super schön, dass ich meinen großen nicht ausschließen muss. Er braucht es emotional auch total. Leider ist grad sowieso eine anstrengende Zeit für ihn, weil grad auch die Kitaeingewöhnung ansteht (anderes Thema, will ich hier jetzt nicht ausbreiten...)


    Jedenfalls hab ich folgende Probleme:


    1.Dadurch, dass die Kleine ständig an der Brust hängt, will der Große auch ständig. Ist erst mal nicht so schlimm für mich aber seit ein paar Tagen hab ich das Gefühl, sie bekommt echt zu wenig ab, weil der Große effektiver trinkt. Sie hat grad grünen, wässrigen Stuhl bekommen, was ja scheinbar auch für zu wenig Milch bzw nur Vordermilch spricht??

    Ich will ihn aber grad auch nicht immer abweisen, weil die Kita ihm so zu schaffen macht. (Ach so, er ist nur morgens 2 Std in der Kita, das dauert sicher auch noch lang, bis er mal länger bleibt, sonst hätte ich dazwischen ja viel Zeit zu stillen).


    2. Die Kleine trinkt immer noch eeeewig lang und clustert viel. Wie krieg ich das denn hin, wenn mein Mann wieder arbeitet und ich lange Zeit am Tag alleine mit beiden bin? Wie schaff ich es mich um den großen zu kümmern, wenn die kleine immer an der Brust hängt?


    3. Wie habt ihr das nachts hingekriegt?

    Der Große wird einschlafgestillt, die Kleine clustert, das ist schon schwierig genug. Ich versuche beide gleichzeitig zu stillen indem sie auf mir liegt und er auf einem Kissen neben mir.

    Aber sie ist nachts sehr unruhig, muss aufstoßen und gewickelt werden und dann weckt sie wieder den Großen. Und der wird absolut panisch, wenn er aufwacht und ich bin grad nicht da, weil ich wickeln muss. Beim Papa schlafen geht nicht bei ihm.

    Sie hat anfangs ab und zu beim Papa geschlafen, der sie mir dann zum stillen rübergegeben hat, das war ganz gut. Aber mittlerweile clustert sie permanent nachts, da kann der Papa leider nicht helfen.


    So. Das sind meine Baustellen. Vielleicht hat ja die eine oder andere ne Lösung gefunden. :)

  • Mia, wir hatten etwas später als ihr eine Episode mit wässrigem grünen Stuhl, das waren vermutlich die Zähne.


    Bei uns hat sich das tagsüber Stillen bei der großen recht schnell wieder gegeben, es ist durchaus legitim auch mal abzulehnen wenn es dir gerade nicht passt oder du z.B. Bedenken hast ob das kleinere Kind zu wenig bekommt!

    Ich habe der großen (nachdem die Zeit mit viel zuviel Milch vorbei war) bevorzugt die Seite angeboten die schlechter laktiert, so blieb "die gute Seite" für den kleinen und es war ganz nett wenn sie so die Produktion angekurbelt hat.


    Abends haben wir auch unsere Problemzeit, jedoch unabhängig vom Stillen... manchmal klappt es, dass ich der großen vorlese und dabei den kleinen stille (unser kleiner lässt sich aber auch gut weglegen wenn er eingepennt ist, dann ist die große dran).

  • Kurai

    Danke für die Rückmeldung!

    Meine Hebamme meinte nun auch, der grüne Stuhl sei wohl ok. Ich versuche, dass die beiden die Seiten nicht wechseln und versuche auch zu ermöglichen, dass sie Stillzeit alleine bekommt.sie nimmt ja auch zu, von daher versuch ich mich nicht zu stressen.

    Aber das Schlafthema ist nach wie vor echt schwierig.


    Beide wecken sich permanent gegenseitig auf. Mein Großer ist ständig übermüdet, weil der Mittagsschlaf nach ner halben Stunde beendet wird weil die Kleine weint und dann will er danach ständig wieder an die Brust um noch mal zu schlafen (was dann sowieso nicht klappt). Für den Versuch muss ich wiederum die Kleine aus dem Tragetuch holen, daraufhin wacht die nach 5 min wieder auf und weint vor übermüdung... Ich bin echt etwas ratlos... :(

    Nachts läufts so ähnlich.

  • noch mal eine Frage...

    Wie habt ihr denn das große Kind abgestillt?

    Mein Großer hängt extrem am Stillen, wir doktorn da seit Monaten dran rum abzustillen. Reduzieren klappt nicht.


    Nun denke ich, dass ich komplett abstillen muss, weil er teilweise nicht akzeptiert. Ich frag mich nur, wie das läuft, wenn ich ständig vor seiner Nase die Kleine stille. Das ist ja total hart. #crying

  • mia2018:

    Ich weiß nicht, ob dir das weiter hilft, hier war abgemacht, dass mir Kindergarten Abschluss Ende ist mit stillen! Da waren dann auch schon die ersten Milchzähne draußen und ich habe erklärt, dass es für die neuen Zähne nicht gut ist (wobei ich nicht weiß, ob das tatsächlich der Fall ist, aber das Argument hat dem Kind eingeleuchtet!)

    Ich wünsche dir viel Kraft und Unterstützung, egal wie deine Entscheidung ausfällt!

    Liebe Grüße BEB

  • Bei mir war bei beiden jeweils am 5. Geburtstag Schluss. Ich habe die Grosse auf 3x täglich Stillen reduziert, als der Kleine 3 Monate alt war - alles andere wurde mir zuviel. Das hat sie akzeptiert. Natürlich durfte sie trotzdem mit mir kuscheln, wenn der Kleine stillte. Diese Zeit haben wir auch zum Büchererzlhlen genutzt.

  • ok, also waren eure alle viel älter...

    Mir ist es vor allem Nachts zu viel momentan, aber das zu reduzieren, funktioniert leider nicht. Danke für eure Erfahrungen!

  • Mir ist es vor allem Nachts zu viel momentan, aber das zu reduzieren, funktioniert leider nicht.

    Im ersten Lebensjahr meiner Mittleren ging mir das auch so. Da war die Große zwischen 3 und 4. So schwierig ist es nie wieder geworden.


    Aus diesem Jahr habe ich auch quasi keine Erinnerungen, weil ich eigentlich nie genug geschlafen habe. Es wurde aber ganz erheblich besser, als die Große 4 geworden ist.

  • Ich hab den mittleren mit drei abgestillt, da war die kleine 8 Monate und ich fand es nur noch ätzend ind unangenehm. Er hat da aber eh nur noch zum einschlafen mittags und abends gestillt, nicht zwischendurch.

  • Bei meinem großen ist es auch so mit 4 Jahren besser geworden. Er stillt fast jeden Morgen, aber nicht mehr zum Einschlafen und ansonsten wenn er sich mal weh getan hat.

  • Den kleinen hab ich mit etwas mehr als 2 nachts abgestillt (da hatte sich der große schon längst abgestillt). Ich wollte endlich wieder mehr schlafen. Das war 1 Nacht katastrophal und noch weitere 3 Nächte schlimm und dann wars gut. Er hat dann eine Zeit lang unter Tags mehr gestillt, aber das konnte ich besser aushalten als nachts.

  • Ich habe meine Grosse mit nicht ganz Dreieinhalb nachts abgestillt, da war das Kleine über etwa ein halbes Jahr. Sie hatte, seit sie ca. zweieinhalb war, meist durchgeschlafen oder ist höchstens einmal aufgewacht. Ab der Geburt ist sie dann sehr häufig aufgewacht, meist ca. 5-6mal pro nacht, bis zu zehnmal. Das war für mich nicht auszuhalten. Ich habe es ihr erklärt und dann durchgezogen. Durch das Gebrüll. Es war aber sehr hart, sie hat zu der Zeit viel nach mir und dem Kleinen getreten, wenn ich gestillt habe. Mein Mann musste öfters dazwischen gehen. Als Ersatz hat sie eine Milchflasche und Schneuler gewollt, beides hatte sie vorher nie genommen. Nach einer Weile hatte sie es meistens akzeptiert, phasenweise gab es aber wieder Tränen nachts. Unser Mantra war: "Es ist Schlafenszeit." Wir hatten eine Lampe am Bett, die nachts rot geleuchtet hat und morgens weiss geworden ist. Das hat sehr viel geholfen, klar zu machen, ab wann wieder gestillt werden kann.


    Nur Du kennst Eure Situation, kennst Dein Kind und Dich am besten. Wenn es für Dich nicht mehr geht, darfst Du Abstillen. Ich hätte es mir gerne gewünscht, dass ich genug Kraft und Energie gehabt hätte, solange zu stillen, wie sie es gebraucht hat. Aber es ging einfach nicht. Ich war tags zu nichts mehr zu gebrauchen. Auch eine liebevolle Begleitung der Kinder war so dauermüde kaum möglich.


    Ich wünsche dir alles Gute im Finden Eures persönlichen Weges.


    Ps: Mir ist noch eingefallen, dass Du mal geschrieben hast, der Grosse akzeptiert nachts niemand ausser Dich. Wie ist das denn bei der Kleinen? Freunde von uns haben es so, dass der Vierjährige bei der Mama schläft und die Einjährige beim Papa. Für sie passt das gerade so an besten.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Nollaun

    Danke, es ist genau so wie du schreibst. Ich würde mir absolut wünschen, dass ich so lange stillen könnte, wie er es braucht aber ich bin schon viel zu sehr über meine Grenzen gegangen und kann nicht mehr und bin so auch tagsüber keine gute Begleitung für meine Kinder. Es fällt mir schwer und ich habe es echt lange versucht.


    Nachts abstillen hat gar nicht funktioniert, er weinte nach 6 Wochen immer noch nachts. Er hat sich da null mit abgefunden. Ich hätte es mir als Entlastung und Kompromiss gewünscht aber ich frage mich mittlerweile, ob es zu schwierig zu verstehen ist, dass er manchmal darf und manchmal nicht.


    Zu der Frage Nollaun die Kleine mag leider auch gar nicht beim Papa schlafen. Der Große ist mittlerweile bis aufs schlafen absolutes Papa-Kind. Schlafen will er trotzdem bei mir. Wobei es in den letzten Wochen ab und zu geklappt hat, dass der Papa ihn ins Bett bringt (allerdings nie geplant, sondern weil er wegen fehlendem Mittagsschlaf einfach auf seinem Arm einschläft) aber wenn er nachts wach wird weint er fürchterlich, wenn ich nicht da bin.

  • Ich wollte hier noch erzählen, das meine Schwester bei ihre Tochter abgestillt hatte, ihr aber erlaubt hatte die Brust weiter zu halten beim Einschlafen und aufwachen und so...

    Dieses Brusthalten gewöhnt sie sich gerade erst ab (wird im september eingeschult)

    So kann man also so eine Situation auch lösen.