Welcher Kindergarten nach der Tagesmutter? Die Qual der Wahl.

  • Hallo ihr Lieben!


    Jetzt haben wir zwar gerade erst sehr erfolgreich unsere Tagesmuttereingewöhnung abgeschlossen, aber ich mache mir schon Gedanken, wo unser Kleiner dann hingehen soll, wenn er 3 ist.
    Ich finde es ja total unmöglich finde, daß Tagesmütter nur bis 3 betreuen dürfen, aber das ist ein anderes Thema....
    Es kommen leider vier Kindergärten in Frage, und ich habe keine Präferenz, d.h. ich kann gerade so gar nicht entscheiden, wo / in welcher Reihenfolge ich ihn anmelden sollte.... Wir haben zwar noch Zeit, aber je eher man hier anmeldet, umso größer die Chancen, daher will ich nicht ewig warten bzw. mir zumindest schonmal eine Meinung gebildet haben.


    Folgende Kindergärten kommen in Frage:


    1. Großer Kindergarten um die Ecke
    Entfernung: 500m
    Größe: 130 Kinder in 8 Gruppen (darunter 22 U2)
    Chancen rein zu kommen: so gut wie garantiert


    Der eindeutige Pluspunkt wäre die Entfernung, es ist fußläufig, allerdings ist nicht in Stein gemeißelt, daß wir in unserer jetzigen Wohnung wohnen bleiben bis zum Ende der Kindergartenzeit. Auch wird meine Arbeitsstelle wahrscheinlich Ende des Jahres in unmittelbare Nähe dieses Kindergartens gelegt - aber auch hier steht nicht fest, wie lange ich da noch arbeiten werde.
    Ein weiterer Pluspunkt ist der Fakt, daß die Leitung dieses Kindergarten sehr empathisch war, als wir vor einem halben Jahr die Eingewöhung im anderen Kindergarten abgebrochen hatten und daß es (zumindest im Gespräch, wie es dann in der Praxis aussieht ist möglicherweise eine andere Sache) so klang, als läge man hier tatsächlich Wert auf ordentliche Eingewöhnung mit Bezugserzieher ect.
    Nachteil ist die Größe des Kindergartens, es ist sehr viel Trubel. Und aufgrund des Wohngebietes gibt es auch einen nicht unerheblichen Anteil an "Klientel" (ich weiß jetzt nicht, wie man das politisch korrekt ausdrückt - "bildungsferne Schichten"?). Eindeutig nicht rabige, eher einfach strukturierte Eltern, wobei ich damit kein Problem habe, aber A. wäre mit Sichherheit das einzige noch gestillte Kind.


    2. Kindergarten bei der Oma
    Entfernung: 7km
    Größe: 80 Kinder in 5 Gruppen
    Chancen rein zu kommen: normalerweise wegen anderer Wohngegend nur mäßig, aber durch meine "Beziehungen" recht gut

    In diesem Kindergarten waren meine beiden anderen Söhne, auch meine beiden Nichten gehen zur Zeit dort hin, die eine wäre im Alter meines Sohnes.
    Es ist ein sehr schöner Kindergarten mit großem waldigen Garten in verschiedenen Ebenen (also nicht nur eine Wiese). Nette Leitung, die meisten Erzieherinnen sind auch nett (gibt eine, die ich doof finde). Gutes (normales) Konzept, gute Athmosphäre, scheint sich allerdings im Vergleich zu vor 10 Jahren allmählich in Richtung "elitär" zu entwickeln, was die Elternschaft angeht. Eher so Akademiker-Eltern, die Wohngegend ist "besser".
    Meine Eltern wohnen um die Ecke, das würde es erleichtern, wenn ihn mal jemand anders abholen soll außer mir/Papa/Oma vät..
    Weiterer Vorteil: die momentan favorisierte Grundschule ist im selben Viertel.

    3. Waldkindergarten
    Entfernung: 5km
    Größe: Ü3 - 44 Kinder in 2 Gruppen, dazu noch eine U3 Gruppe.
    Chancen rein zu kommen: mittel bis schlecht (großer Andrang)


    Den Kindergarten kenne ich nur vom Konzept und Internetauftritt, Infoabend ist erst im Herbst (einzelne Führungen / Infogespräche machen sie nicht). Klassisches, sehr gut klingendes Waldkindergartenkonzept: vormittags komplett im Wald, Mittagessen, Mittagschlaf, Nachmittagsbeschäftigung im Haus. Richtiges gebäude, nicht nur Bauwagen.
    Eltern würde ich als ziemlich alternativ und rabig einschätzen, Engagement scheint sehr erwünscht (sowas nervt mich manchmal, da ich beruflich viel zu tun habe).
    Mein Mann würde den Waldkindergarten bevorzugen, weil er sehr naturverbunden ist.


    4. Kleiner Dorfkindergarten
    Entfernung: 6,5km
    Größe: 30 Kinder in 2 Gruppen
    Chancen rein zu kommen: mittel / schwer einzuschätzen


    Der Kindergarten liegt in einem an die Stadt angebundenen Dörfchen, ländlich, aber gut erreichbar. Das Kind meiner Freundin war dort und sie war extrem glücklich mit der Einrichtung. Kleines Haus mit Garten am Waldrand.
    Großer Vorteil: die Größe. Bzw. Kleine. Es ist sehr familär durch die wenigen Kinder und Erzieher (3 Erzieherinnen plus leiterin und Köchin), sehr nette Athmosphäre und schöne Aktivitäten (Sauntatag, Waldtag, gesundes Frühstück...), Eltern sind willkommen sich einzubringen. Durchmischte Elternschaft.




    Was fändet ihr am besten, was würdet ihr aussortieren, wo lägen Eure Prioritäten?


    Vielen Dank, Seda

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  • ch finde es ja total unmöglich finde, daß Tagesmütter nur bis 3 betreuen dürfen, aber das ist ein anderes Thema..

    bist du sicher? Hier geht es bis 12 soweit ich weiß. Aber vielleicht ist das auch regional unterschiedlich. #weissnicht

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️


  • Nachteil ist die Größe des Kindergartens, es ist sehr viel Trubel. Und aufgrund des Wohngebietes gibt es auch einen nicht unerheblichen Anteil an "Klientel" (ich weiß jetzt nicht, wie man das politisch korrekt ausdrückt - "bildungsferne Schichten"?). Eindeutig nicht rabige, eher einfach strukturierte Eltern, wobei ich damit kein Problem habe, aber A. wäre mit Sichherheit das einzige noch gestillte Kind.





    Nunja, "bildungsferne Schichten" sind glücklicherweise nicht ansteckend.


    Mir persönlich ist Nähe ein wichtiges Thema. Unser Kiga ist 10 (Trödel)-Minuten von unserer Wohnung entfernt. Der Kiga ist auch sehr groß und die "Schichten" sind kunterbunt durchmischt, was ich als großes Plus sehe. Zudem lernt Söhnchen gleich Kinder aus der Nachbarschaft kennen und eben aus allen Kreisen.
    An manchen Tagen kann ich Home Office machen. Sollte dann was in der Kita sein, bin ich super fix dort und kann Söhnchen einsammeln.

    "Natürlich kann ich das. Ich hab's nur noch nie versucht."
    Oma Wetterwachs - Terry Pratchett


    Und jetzt schreibt sie auch noch...

  • bist du sicher? Hier geht es bis 12 soweit ich weiß. Aber vielleicht ist das auch regional unterschiedlich. #weissnicht

    Ja, das ist regional unterschiedlich. Hier in Dresden gehts nur bis 3, mit Sondergenehmigung gibts auch Verlängerungen und ne Handvoll (die absolute Ausnahme) hat ne betreuungserlaubnis für ältere Kinder.



    Ich würde Kita 2 und 4 bevorzugen. Allerdings würden mich noch die Öffnungszeiten interessieren und so Sachen wie Essensanbieter, Wachgruppen usw.


    Kita 1 ist mir zu groß, viel zu groß. Wegen dem Klientel würde ich schauen, was das für Auswirkungen aufs Miteinander hat.


    Kita 2: Da wisst ihr was ihr habt. Alles bekannt, Oma um die ecke ist ein unschlagbarer Pluspunkt.


    Kita 3: Ich bin kein großer Fan von WaldKiga (also kein objektiver Wert), das gewünschte Maß an Mitarbeit würde mich abschrecken und die Ungewissheit, ob mein Kind da rein passt und es gut findet, da den ganzen vormittag im Wald zu sein. Das rabige Klientel würde mich auch eher abschrecken, das kann uU schon echt anstrengend sein.


    Kita 4: Wäre mein favorit. Kleine, beschauliche Einrichtung, gute Erfahrungen, was will man mehr?


    Es kommt immer aufs Kind drauf an, was passt. Meine Große mit ihren Besonderheiten wäre in einer Riesenkita absolut untergegangen. WaldKiga wäre für meinen Sohn gesundheitstechnisch der Supergau. Mal abgesehen davon, dass wir uns die funktional nötigen Klamotten dafür gar nicht leisten können.

    Phönix mit Wuseline (03/12) und Mops (03/14)


    Ich bat Gott um Geduld und er gab mir Kinder...


    Du hast es nur noch nicht probiert - und darum glaubst dus nicht! Gerhard Schöne


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  • Danke schon mal für die Antworten (das geht immer so fix hier!)



    Nunja, "bildungsferne Schichten" sind glücklicherweise nicht ansteckend.

    Ja, ich hab das nicht böse gemeint oder bwertend, ich wußte nur nicht, wie ich es sonst beschreiben soll. Wir wohnen quasi im Ghetto (Neubauviertel), weil die großen Wohnungen nur hier bezahlbar sind, aber hier wohnen halt auch viele, ich sag jetzt mal "einfache" Familien.


    Ja, das ist regional unterschiedlich. Hier in Sachsen gehts nur bis 3, mit Sondergenehmigung gibts auch Verlängerungen und ne Handvoll hat ne betreuungserlaubnis für ältere Kinder. Aber die Regel ist bis 3.

    Wir wohnen in Thüringen, laut unserer Tagesmutter geht es nur bis 3. Muss ich mich direkt nochmal schlau machen bzgl. evtl. Sondererlaubnissen....

  • Die Sondererlaubnis gibts nur mit ner stichhaltigen Begründung. Meine Große wurde ein halbes Jahr verlängert, weil der Kitaplatz eben erst im September frei wurde und nicht im März, wo sie 3 geworden ist. Bei der Ersatztagespflege wurde ein Zwillingspaar verlängert wegen der Frühgeburt der beiden (also gesundheitliche Gründe). Einfach so wird das nicht genehmigt. Zumindest hier.

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  • Allerdings würden mich noch die Öffnungszeiten interessieren und so Sachen wie Essensanbieter, Wachgruppen usw.

    Also Essensanbieter weiß ich nicht, i.d.R. irgend eine Großküche. Außer Nr. 4, die haben eine Köchin.
    Wachgruppen weiß ich auch nicht, aber meiner Erfahrung nach gibt es das zumindest bei den kleineren Kindern hier nirgends.


    Die Öffnungszeiten sind für uns zweitrangig, die Tagesmutter hat auch "nur" bis 16.00Uhr auf, da haben alle Kindergärten länger auf. Ich arbeite Schicht, da ist es sowieso schwierig, das fangen Mann und Oma ab.



    1. Großer Kindergarten um die Ecke 06.00-18.00Uhr


    2. Kindergarten bei der Oma 06.30-17.00Uhr


    3. Waldkindergarten 07.00-17.00Uhr


    4. Kleiner Dorfkindergarten 06.45-16.45Uhr


    Ach ja, zum Dorfkindergarten noch ein Vorteil: das Gymnasium meines Mittleren liegt in der Ecke, man könnte also morgens zwei Kinder wegschaffen (okay, der fährt sonst auch mit der Bahn) oder er könnte ihn nachmittags auch mal abholen.

  • Die Sondererlaubnis gibts nur mit ner stichhaltigen Begründung. Meine Große wurde ein halbes Jahr verlängert, weil der Kitaplatz eben erst im September frei wurde und nicht im März, wo sie 3 geworden ist. Bei der Ersatztagespflege wurde ein Zwillingspaar verlängert wegen der Frühgeburt der beiden (also gesundheitliche Gründe). Einfach so wird das nicht genehmigt. Zumindest hier.

    Mist!

  • Ich würde wohl zu Nr. 4 tendieren wenn das kein großes Problem mit Bringen/Holen mit sich bringt weil mir gutes Essen schon wichtig ist und ich das Konzept mit einer Köchin gut finde. Außerdem haben wir sehr gute Erfahrungen mit einem sehr kleinen Kindergarten. Da du gerne noch länger bei einer Tagesmutter betreuen lassen würdest, nehme ich an, dass dir bzw. deinem Kind eine familiäre Atmosphäre eher liegt als viel Trubel.

  • Ok, das essen wäre dann noch ein Punkt mehr für Kita 4. Ich bin selber nicht die abwechslungsreichste Köchin, daher isses mir wichtig, das die Kinder in der KiTa/bei der Tagesmama ausgewogenes, frisches Essen bekommen. Großküche wäre für mich nur akzeptabel, wenn alle anderen KiTas wegen iregndwelcher Gründe rausfallen würden.
    Weis ja nicht wie sehr du dadrauf Wert legst?

    Phönix mit Wuseline (03/12) und Mops (03/14)


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  • Ich muss zugeben, daß das Essen nicht die oberste Priorität bei mir hat. Ich finde natürlich gesund und frisch gekocht definitiv besser, würde davon aber nicht meine Entscheidung abhängig machen wollen, zumal es eben in den allermeisten Kindergärten Großküche gibt.


    Der Weg wäre bei allen außer Nr.1 so, daß man fahren müsste, da gibt es also auch kaum Unterschied, nur daß bei Nr.2 ein Großelternpaar um die Ecke wohnt und bei Nr.4 die Schule des Mittleren.


    Was schon stimmt, ist daß mir der Gedanke an eine kleine Einrichtung mit wenig Kindern besser gefällt, auch weil A. dann alle Erzieher kennen würde, das geht natürlich bei 3 besser als bei 10.
    Aber man kann jetzt nicht behaupten, daß er sich bei Trubel nicht wohlfühlt und ein ruhiges Umfeld braucht.
    Er ist ziemlich zufrieden so allgemein, sehr abenteuerlustig und hat großen Entdecker- und Erforscherdrang, und beschäftigt sich sehr gut alleine, ist meist sehr zufrieden mit sich selber, ruht in sich. Geht aber auch auf andere zu, liebt andere Kinder, tobt. Ist aber nicht so der Typ, der sich sofort an andere Erwachsene hängt - das war unser Problem im Kindergarten vor der Tagesmutter, er hat dort von sich aus zu den Erziehern keinen Bezug aufgenommen, und als es dann nötig wurde, konnten die ihn nicht trösten.
    Da ist das Risiko in einer großen Einrichtung mit viel / wechselndem Personal glaube ich größer, daß er sich keinem Erwachsenen richtig anschließt, das fällt ihm glaube bei "weniger Auswahl" leichter.
    Wobei man ja auch nicht weiß, wie er so mit 3 drauf sein wird.

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  • Ich würde erstmal überlegen, ob vermutlich ein Indoor-Kindergarten oder ein Waldkindergarten besser zum Kind passen. Wir haben uns bei unserem Kleinen für einen Waldkindergarten entschieden, weil das Kind sehr gerne und bei jedem Wetter viel draußen ist, einen enormen Bewegungsdrang hat und wir den Trubel und die Lautstärke in einem Indoor-Kindergarten für ihn zu heftig fänden. Angesprochen hat uns auch, dass die Waldkindergärten hier alle eher kleine Einrichtungen sind und es in nahezu jeder Gruppe einen männlichen Erzieher gibt.


    Die Eltern in unserem Waldkindergarten sind übrigens größtenteils nicht besonders alternativ, die meisten sind Akademiker und eher älter. Wir erleben ein entspanntes, undogmatisches Miteinander. In unserer Einrichtung ist der Umfang der geforderten MItarbeit durch die Eltern überschaubar, mehr als in einer städtischen Kita, aber deutlich weniger als bei Einrichtungen von Elterninitiativen.

  • Hallo,


    so ging es weiter:


    Wir hatten uns für den kleinen Kindergarten Nr.4 entschieden, da Nr.1 zu groß, in Nr.2 wurde uns gesagt, keine Chance auf einen Platz, und bei Nr.3, Waldkindergarten haben mit bestimmte Dinge gestört (z.B. daß sie immer bis 8.00Uhr dort sein müssen).


    Der kleine Kindergarten hat evtl. ab diesem Sommer, sicher ab Januar nächsten Jahres einen Platz frei, die waren sehr sehr nett und zuvorkommend. Wir haben über das JA beantragt und genehmigt bekommen, daß A. ggf. ein halbes Jahr länger bei der TaMu bleiben kann, falls der Platz im Januar erst frei wird. Was ich gehofft hatte :)


    So waren wir alle zufrieden.
    Bis gestern. Da hat mir völlig übberaschend Kindergarten Nr.2 angerufen (der bei den Großeltern), sie hätten jetzt doch einen Platz frei ab Sommer, ob wir noch Interesse hätten.


    Und jetzt stehe ich wieder da und weiß nicht was ich machen soll und kann mich nicht entscheiden. Bitte helft mir.
    Ich versuche nochmal das Pro und Kontra zusammen zu fassen.


    Was jetzt anders ist, als letztes Jahr, als ich den Thread startete:
    1. A. ist älter. Ich denke eine Eingewöhnung wird jetzt einfacher sein als damals, als er gerade ein Jahr war. Er kann sich jetzt ja auch besser ausdrücken, Er ist nicht schüchtern, braucht aber seine Zeit, schmeißt ishc nicht an Erwachsene ran.
    2. Ich bin schwanger, im Sommer kommt also ein Geschwisterchen, welches dann in 3 Jahren auch in den Kindergarten käme, den wir jetzt aussuchen.

    Kleiner Kindergarten:

    Vorteile:


    Der Kindergarten ist klein. 30 Kinder, 2 Gruppen, 4 Erzieher - ich denke A. könnte hier gut und schnell Bindungen zu den Erziehern aufbauen, da es nur so wenige sind.


    Das Konzept ist toll, Saunatag, Waldtag, gesundes Frühstück usw.


    Liegt auf dem Weg zur Schulde des Großen, man könnte diesen mitnehmen beim Bringen.


    Nachteile:


    Der Garten ist klein, aber dafür gehen sie immer an/in den Wald.
    Sonstiges:


    Nach dem ganzen Aufriss mit Jugendamtssondergenehmigung für Tagesmutterverlängerung (begründet damit, daß es DIESER Kindergarten sein muss, wegen der Größe und weil unser Kind ja so sensibel ist usw. und nach dem Entgegenkommen des Kindergartens käme ich mir echt undankbar vor, jetzt doch abzuspringen.



    Kindergarten bei Oma & Opa:

    Vorteile:


    Der Kindergarten liegt fußläufig zu meinen Eltern. Diese könnten A. also problemlos mal abholen (zudem meine Mutter nächstes Jahr in Rente geht). Ich könnte schön immer mal nach dem Abholen von A. noch ne Runde bei meiner Mutter vorbeischauen (insbesondere in der Elternzeit).


    Die Töchter meiner Schwester sind im gleichen Kindergarten, eine in der gleichen Gruppe. man könnte evtl. das Abholen kombinieren. A. würde seine Cousine schon kennen in der Gruppe.


    Die Gruppenerzieherin ist mir bekannt und sehr lieb.


    Tolles großes waldiges Außengelände.


    Gutes (normales) Konzept). Meine beiden älteren Söhne waren auch dort, ich war immer zufrieden. Allerdings ist das 10/15 Jahre her und damals waren meine "Ansprüche" noch geringer (was z.B. rabigen Umgang angeht).


    Die auserkorene zukünftige Grundschule von A. liegt im selben Viertel, er würde also schon Kinder kennen.
    UND: Wenn in 3 Jahren das Geschwisterchen auch in den Kiga kommt, und A. dann in diese Schule, hätten wir (4 Jahre lang) nur eine Richtung anzufahren zum Bringen und Holen. Bei dem anderen Kindergarten wären es zwei verschiedene Stadtteile.


    Nachteile:
    Der Kindergarten ist größer, 80 Kinder, 5 Gruppen.
    Ich kann schlecht einschätzen, ob die Größe ein Problem darstellen könnte, ob A. überfordert sein könnte mit den vielen Kindern und evtl. mal anderen Erziehern und so. Wenn er da tatsächlich Probleme bekommen sollte, würde ich mir ziemlich Vorwürfe machen. War halt damals mit 1 im allerersten Kindergarten so, daß er da keinen Bezug zu einem Erzieher aufgebaut hatte (die haben sich aber auch keine Mühe gegeben).


    Würden evtl. Vergleich zwischen A. und seiner Cousine angestellt? Sie ist sprachlich z.B. sehr viel weiter.



    Der Kindsvater hält sich raus, er meint, ich könnte Entscheidungen in solchen Bereichen besser treffen, es wäre ja sein erstes Kind, er kennt sich da nicht so aus.
    Oma väterlicherseits würde den kleinen Kindergarten bevorzugen, aber nur wegen des Weges. die km sind gleich, aber beim zweiten Kindergarten gehts am Ende steil bergauf. Wir und auch sie würden aber sowieso immer per Auto fahren.
    Oma und Opa auf meiner Seite würden sich sehr freuen, A. in der Nähe zu haben und immer mal abzuholen / öfter zu sehen.



    Ich tendiere aus logistischen Gründen etwas zum Kindergarten bei meinen Eltern, habe aber Angst, daß die Entscheidung falsch ist und ich es bereue. Und habe ´dem kleinen Kindergarten gegenüber ein schlechtes Gewissen.


    Was meint ihr?


    Danke, Seda

  • Wenn du prinzipiell von beiden Kindergärten einen guten Eindruck hast, dann finde ich die Logistik schon ein wichtiges Kriterium. Allerdings konnte ich aus deinem Post noch nicht herauslesen, wie weit diese Kigas entfernt sind und wie viel Gurkerei mit Wahl 1 oder 2 effektiv verbunden ist. Gleiche Richtung hört sich schon mal gut an.

  • B. Unbedingt b. Ich Blick nicht durch, ob das der geplante ist.
    Aber deine Gegenargumente sind für mich keine. 80 Kinder ist nicht soooo groß. Wenn es 5 Gruppen sind, sind die einzelnen Gruppen herrlich klein. Trotzdem:Mehr Kinder heißt auch mehr potenzielle Kameraden.


    Das ist die Größe unseres Kindergartens und mein Eindruck ist, dass die Kinder das gut schaffen.


    Warum sollten die Erzieher vergleichen zwischen den Kindern? Weil es Cousin und Cousine sind? Nicht ernsthaft. Gute Erzieher vergleichen gar nicht. Kindergarten ist nicht Schule. Ist doch kein konkurrenzwettbewerb.
    Für mich wäre es ein Argument dafür, wenn die Cousine dabei ist. Ist doch schön!

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️

  • Ich würde den bei den Grosseltern wählen.
    Abholen durch Grosseltern oder Schwester/Schwager, zukünftige Grundschulkameraden, Aussengelände, du bist/warst mit der Leitung zufrieden, Nachmittags bei deinen Eltern vorbei, das hört sich alles sehr verlockend an.


    Die Größe der Einrichtung hat auch Vorteile: Erzieherausfälle können leichter ausgeglichen werden, bei uns heisst das zum Beispiel, dass ein geplanter Ausflug/Sporttag/Bastelevent auf jeden Fall stattfinden kann, auch wenn die Gruppenerzieherin krank ist. Ausserdem gibt es mehr Kinder im gleichen Alter, unter denen man sich die Spielkameraden aussuchen kann.


    edit:
    hab grade nochmal nachgelesen, rechnerisch sind es im kleinen Kindergarten 15 Kinder/Gruppe und im Großen 16 Kinder/Gruppe, den Unterschied finde ich jetzt nicht wahnsinnig groß. In unserer großen Einrichtung verteilt sich alles immer recht gut über das grosse Aussengelände und auch im Haus gibt es genug Räumlichkeiten und Rückzugsmöglichkeiten. In der kleineren kuschligen Einrichtung, in der Rabi früher war, gab es für die ca 30 Kinder nur zwei Räume, in denen sie sich frei bewegen konnten, das war bisweilen recht laut und chaotisch.
    Also weiterhin eine Stimme für B
    :D


    edit 2: rsf

    mx21.gif

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Rabara ()

  • ich stimme auch für B.


    wg. Jugendamt, ja klar ist das jetzt blöd nach dem ganzen Aufriss. Aber, das wäre dann quasi bis in einem Jahr verlängert, falls erst 2018 der platz frei wird, richtig? Erstens ist das noch EWIG hin, und zweitens kannst du das ja durchaus auch erklären, dass du eben einen logitisch viermal so guten Kindergartenplatz völlig unerwarteter Weise bekommen hast.


    Hier sind 120 Kinder auf 4 Gruppen, offenes Konzept. Nur mal so als Vergleich. Das verteilt sich ehrlich gut, es gibt nur wenige Momente, wo ich mich dort 'überfordert' fühle von der Menge Kinder/der Lautstärke.

  • Ich müsste auch die Entfernung jeweils wissen. Gibt es andere Verbindungen, falls zum Beispiel dein Baby Auto fahren nicht mag. (Hab ich mal gehört, dass es das geben soll. :D )
    Welches Gefühl hast du beim Umgang der Erzieher mit den Kindern?