Sohn laboriert seit September an Kita Eingewöhnung

  • Ihr Lieben, ich wende mich mal mit einem Hilferuf an Euch ... ich weiss nicht mehr weiter, fühle mich zerrissen ...


    Ich habe seit September auch mein 2. Kind im selben Kindergarten wie die ältere Schwester, sie werden bald 3 und 6. Mein Sohn ist ein Notkaiserschnitt, war mit 2 Wochen hospitalisiert, mit 2 J. mussten wir ihn an der Lippe nähen, dabei musste ich ihn niederhalten. Wir leben bedürfnisorientiert und schlafen im Familienbett, er stillt noch.


    Im Kindergarten zeigte er baldige Eingewöhnungserfolge, aber immer gefolgt von massigen Rückschritten. Ein, zwei Tage spazierte er gerne in die Gruppe, dann wollte er wiederum überhaupt nicht. September bis Dezember haben wir gebraucht, wo ich mit in der Gruppe sass, und er nach ein paar Minuten ankam und sich auch verabschiedete. Nach 1 Monat kündigte die liebe Assistentin, die Neue liess ihn nach dem Abgeben entwischen und verfolgte uns die Stiegen hinunter, fasste sich mein Kind aus meinem Arm und erzählte ihm er müsse sich von mir verabschieden. Er kratzte, kickte und schrie. Da ging bei mir der Rückzugsmodus an. Ich nahm ihn bei Weinen oder grosser Gegenwehr wieder mit. Das ist den Pädagogen ein Dorn im Auge.


    Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, bedürfnisorientiert einzugewöhnen, mein Ideal war dass er freiwillig reinspaziert. Das hab ich auch mehrmals gesagt.


    Zuerst sagte er ein paarmal freiwillig Bye, dann drängten die Erzieher auf Veränderung des Rituals, was uns immer Schwierigkeiten machte. Ich muss bis Weihnachten an der Tür abgeben können, ich würde klammern, mein Sohn würde Macht über mich ausüben ... auch als wir es an der Tür schafften zu verabschieden, hiess für die Erzieher PÄNG - die Mutter darf jetzt nie mehr bei der Tür rein.


    Schön langsam durchschaut er die Tricks, zuerst ging er mit der Päd Schuhe ansehen, und ich schlich mich hinten raus. Das funktioniert nicht mehr, er sagt jetzt schon morgens NEIN zum Kindergarten. Weil ich nicht mehr mit in die Gruppe darf, kommt er auch nicht mehr so richtig an. Es reicht auch eine kleine Irritation auf dem Hinweg, und schon mag er nicht mehr.


    Heute habe ich ihn weinend übergeben, er hat sich zwar schnell beruhigt, hat aber wieder Alpträume. Pädagogen und Leitung liegen mir in den Ohren, ich würde es ihm schwer machen.


    Mir geht das hin und her Gezerre der Ansichten schwer auf den Geist. Wie soll sich der Kleine entsannt fühlen, wenn uns schon die (neue, respektlose) Leitung am Gang anpflaumt warum meine Grosse den Ausflugstag wegen Spinnenangst versäumt hätte. Überhaupt macht die Leitung komische Anmerkungen wie "mein Bruder hat auch 6 Monate geweint, da muss man durch ... und ihre Teenager hätten auch Alpträume, das ist halt so".


    Aufgrund seines Genähtwerden-Traumas habe ich ihnen verboten, seine körperliche Integrität zu verletzen.


    Ohne Leitung und Übergabeprobleme tut sich mein Kleiner eigentlich ganz gut, ich hole ihn immer nach dem Essen, wir kuscheln gemeinsam zuhause MIttagsschlaf, er ist fröhlich mitten im Spiel beim Abholen und will auch manchmal garnicht mit heim.


    Wenn ich ihn abmelde bekommen wir nie wieder einen Platz, nächstes Jahr sollte ich wieder arbeiten. Haben wir nur einen kleinen Knoten oder ist es mehr? Bis Juni Zeit schinden und im September neu starten?


    ;(

  • Hast du grundsätzlich Vertrauen zu den Erziehern dort? Meinst du, dass sie deinen Sohn gut betreuen? Welche Erfahrungen hast du schon mit der Kita und deiner Tochter gemacht?


    Ich habe nicht ganz verstanden, was es mit dem Verabschieden an der Tür auf sich hat. Wo verabschieden sich denn die anderen Eltern und Kinder? Hier ist es so, dass die Eltern noch beim Umziehen helfen und sich dann an der Tür zum Gruppenraum verabschieden.


    Wenn du dich wegschleichst, dann hat dein Sohn keine Möglichkeit, sich zu verabschieden.

  • Ich denke auch, es kommt vor allem darauf an, ob DU "eingewöhnt" bist und dem Team dort vertraust, dass sie deinen Sohn trösten können. Er darf traurig sein, dass du gehst, aber wenn er (und du) Vertrauen zu den Erzieherinnen gefasst ha(s)t, ist das nicht schlimm. Meine Kinder wären auch lieber zuhause, wenn sie die Wahl hätten, aber ich wusste, im Kindergarten haben sie verlässliche Bezugspersonen, die sich genauso herzlich um sie kümmern wie ich das würde. Zuhause weinen die Kinder ja auch mal, sind frustriert, tun sich weh, und werden dann eben von uns getröstet.

  • Bei uns war das ganz genauso. Lange- bestimmt ein halbes Jahr. Erst als ich mich wirklich drauf eingelassen habe, das die Erzieher alles tun und es meinem Sohn gut geht in der KiTa wurde es besser. Ich meine du sagst ja selbst dass er, wenn du ihn abholst im Spiel ist und nicht mit will. Ich denke die Abschiedssituation hat sich total verfahren. Bei uns war das auch so, als wenn es schon dazu gehört das er erstmal Theater machte. Bei uns half es das wir neues Personal bekamen und da ein Mann dabei war der total anders war und mein SOhn ihn liebte.


    Vielleicht ein Gruppenwechsel? Oder den Abschied nochmal anders gestalten? Oma,Opa,Papa bringen ihn?