EU Referendum -verfolgt noch jemand?

  • Na ja aber mal ehrlich - die Leave-Wähler haben genauso nach Vorurteilen, Gefühl und Teil-Wissen gewählt wie die Remain-Wähler auch.
    -- Luxa

    Und genau deswegen gehören solche Entscheidungen, die solche weitreichenden Folgen haben nicht in eine Volksabstimmung sondern in die Hand von demokratisch gewählten Politikern.

    When all hope begins to shatter
    Know that I won't be afraid

  • und diese Kritik richte ich explizit auch an mich selbst, weil ich auch dazu neige, mich darin zu suhlen, dass 'der dumme Pöbel' die richtigen Argumente einfach nicht fressen will.

    "That's how we're gonna win. Not fighting what we hate, saving what we love." - Rose Tico
    Blog

  • lieselotte:
    WAS müssten denn Politiker (Deiner Meinung nach) tun/unterlassen, damit sich die Leute ernst genommen fühlen? Das interessiert mich wirklich, ich hab da gar keine Vorstellung, was sich KONKRET ändern sollte, damit dieses Gefühl nicht aufkommt.


    lG
    Tigerauge

  • Wobei ja auch Politiker keineswegs in allen Fragen Experten sind oder auch nur einen Hauch von Wissen haben. Dafür brauchen Sie wiederum auch andere....weshalb der Lobbyismus ja so interessant ist.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Wobei ja auch Politiker keineswegs in allen Fragen Experten sind oder auch nur einen Hauch von Wissen haben. Dafür brauchen Sie wiederum auch andere....weshalb der Lobbyismus ja so interessant ist.

    Deswegen sitzt da ja in der Regel auch nicht ein einziger Entscheider, sondern eine Gruppe, es gibt Berater etc. klar, kein Garant für richtige Entscheidungen aber meines Erachtens doch etwas fundierter, als was ich mir so nebenbei zu Hause anlese (wenn überhaupt)

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  • @Ebura nein das mit den Nazis habe ich geschrieben um überspitzt zu sagen, was ich meine.


    Fakt ist doch, dass die Protestwähler den nationalsozialistischen Parteien immer mehr in die Karten spielen.
    Das ist doch erschreckend.


    Ich bin ehrlich, ich interessiere mich schon (weit bevor ich wählen durfte) immer für Politik. Nein, ich kenne nicht alle Zusammenhänge, aber ich würde mich nicht als unwissend bezeichnen.
    Ich informiere mich vor den Wahlen nochmal gut und wähle seitdem ich darf und nicht jedes Mal einfach das Gleiche.


    Seit einigen Jahren bin ich wirklich Hin und Her gerissen, ob ich überhaupt noch wähle oder meine Stimme einfach ungültig mache.


    Ich habe nämlich immer mehr das Gefühl, dass die Politik sich immer mehr von den Menschen abwendet. Auf ihrem Thron sitzt und an den Menschen vorbei regiert.


    Schon alleine in der Länderpolitik werden Stimmen von der Bevölkerung einfach völlig ignoriert.


    Und ja, in einer Demokratie gefällt einem nicht jede Entscheidung und ich denke auch, dass nicht jede Entscheidung ins Volk gehört, aber man kann auch nicht immer an den Menschen vorbei regieren.


    Und jetzt stehen wir halt an einem Punkt, wo eben viele und nicht nur eine "rechte Minderheit", plötzlich und ja auch demokratisch solche Parteien wählt.


    Das macht mir Angst. Aber das muss einfach wieder ein in Richtung Bevölkerung sein.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

    Einmal editiert, zuletzt von Mondschein ()

  • und gleichzeitig sind Politiker "Volksvertreter" und es sollte schon wichtig sein zu wissen, was "das Volk" tendenziell nun will. Ich finde es in manchen ausländischen politischen Debatten immmer so spannend, wenn jeder behauptet zu wissen was das Volk will. Oder eine AfD so überzeugt ist, dass wenn das Volk wählen dürfte, es genau für die AfD Anliegen stimmen würde.
    Da wäre ich nicht sicher. Gute Argumente verfangen beim Volk.


    Ich glaube, gäbe es in Deutschland tatsächlich mehr Volksbefragungen, dann wäre es für die AfD und Konsorten eine ziemliche Ernüchterung, dass keineswegs soviel "Volk" hinter ihnen steht, wie sie behaupte zu vertreten.

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  • Ich halte es für dumm, aus Protest und aus populistischen Motiven heraus so abzustimmen, ohne sich eingehend mit den Folgen zu beschäftigen und die tatsächlichen Fakten zu analysieren.Ich halte es für dumm, zu denken, mit dem Austritt wäre dann alles besser im Sinne von alle Vorteile minus evtl Nachteile.


    Ja, da kann ich nicht anders als zu sagen 17,4 Millionen haben da etwas sehr dummes getan. Ohne Weitsicht und vermutlich auch ohne die umfassende Bildung dazu.


    Ich kann es gar nicht einzelnen Personen verübeln, es kann nicht jeder alles durchschauen. Ich auch nicht, deswegen würde ich mir in bestimmten Bereichen auch keine Entscheidung anmaßen.
    Das Referendum hätte nicht stattfinden dürfen. Soetwas darf nicht in die Hand von Menschen gelegt werden, die es gar nicht alle erfassen können und von populistischen Motiven geleitet sind.

    Naja, jede/r entscheidet nach besten Wissen und Gewissen.


    Ich hatte neulich einen Artikel über Immobilienpreise in London gelesen. Die sind völlig abgehoben. Die "normale" Bevölkerung hat praktisch keine Chance mehr in London zu wohnen und ein paar Busfahren, Verkäufer/innen und Putzleute braucht man ja trotzdem. Ein massiver Grund für den Anstieg war, dass viele reiche Europäer/innen sich in London zentral Zweit- / Dritt-/ Viertwohnsitze kaufen, mit Immobilien spekulieren (ohne dort zu leben). Es hieß, dass viele ihre Investitionen abziehen werden, wenn GB aus der EU austritt. Für Leute, die dort eine Immobilie zu sehr hohem Preis gekauft (und Kredite aufegenommen) haben, wäre ein Preisverfall auf dem Immobilienmarkt eine Katastrophe. Für die einfachen Menschen, deren Familien schon lange in der Stadt lebten und die sich das Wohnen in London jetzt nicht mehr leisten konnten, wäre das aber ein echter Segen. Ich vermute, es gibt da noch mehr Beispiel. Ich schreibe das, weil ich denke, dass es durchaus rationale, vernünftige Gründe dafür geben kann, dass ärmere Bevölkerungsschichten für den Austritt gestimmt hat. ich finde es wichtig, hier genau hinzuschauen und die Leute nicht gleich mal pauschal als "dumm und ungebildet" zu diffamieren.



    Ansonsten bleibt die Frage - wer darf dann entscheiden? Bei manchen politischen Entscheidungen frage ich mich auch, dürfen diese Entscheidungen in den Händer der Politiker/innen liegen, die dafür zu ständig sind? Können die die Folgen wirklich erfassen? Ich denke an TTIP, CETA, das neue Fracking-Gesetz, das per Eilgesetz in den nächsten Tagen im Bundestag - während alle über Brexit und Fußball diskutieren - durchgepeischt werden soll, ich denke an ein baufälliges Atomkraftwerk in dern Nachbarschaft, das nicht abgeschaltet wird, die Diskussion um die Neuzulassung von Glyphosat und vieles mehr.



    Letztlich wird die Gegenseite immer als "dumm" diffamiert und dann kommt immer das schöne Argumente, dass das Volk da gar nicht kompetent genug wäre, das zu entscheiden. Ich habe damals in Bayern gelebt, als es zu der Volksabstimmung zum Rauchverbot kam. Da kamen nämlich genau all diese Argumente - auch noch danach, als sich eine große Mehrheit (ich auch) für ein Rauchverbot ausgesprochen hat.

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  • lieselotte:
    WAS müssten denn Politiker (Deiner Meinung nach) tun/unterlassen, damit sich die Leute ernst genommen fühlen? Das interessiert mich wirklich, ich hab da gar keine Vorstellung, was sich KONKRET ändern sollte, damit dieses Gefühl nicht aufkommt.


    lG
    Tigerauge


    Ich bin etwas auf dem Sprung, daher eher auf einem Bein:


    Ich sagte ja weiter vorne, dass ich darin tatsächlich eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit sehe. Der Bürger/Wähler von heute hat in unserer globalen vernetzten Welt jederzeit Zugang zu wesentlich mehr Informationen (gute, schlechte, wahre, unwahre, Propaganda, sinnvolle, wichtige, unnütze, Lügen, Wahrheiten, etc., etc.) als noch vor 20 Jahren. Da ist es leider nicht mehr damit getan zu sagen, "wir, also die Regierung, haben das jetzt so und so entschieden, weil wir euch lieb haben und weil es so richtig ist", man muss das Volk viel mehr einbinden. Und das ist glaube ich auch einer der Knackpunkte dafür, was in den letzten Jahren in der Flüchtlingspolitik in Europa grundlegend schief gelaufen sind. Einige Volksvertreter haben gesagt "wir schaffen das schon" (was ich persönlich immer noch für richtig halte, aber das tut hier auch nichts zur Sache) und viele Menschen waren von dieser Entscheidung überfordert, bekamen Existenzängste, sicher zusätzlich zu einer xenophobischen Grundhaltung in vielen Fällen, und wählen lautstarke "Visionäre" für eine bessere Zukunft. Weil sie das Gefühl haben, dass die sie verstehen, dass die auf ihren Frust und ihre Ängste eingehen. Da hätte man meiner Meinung nach viel massiver informieren, aufklären und die Bürger einbinden müssen, um mehr und langfristiges Verständnis für die Notwendigkeit der Flüchtlingssoforthilfe und -integration zu bekommen. Aufklärung und Bildung ist unheimlich wichtig und wird in der Zukunft immer wichtiger werden, weil es immer schwieriger sein wird, sich eine fundierte Meinung zu bilden, weil die Informationsmassen so unübersichtlich und oft auch sehr in die eine oder andere Richtung gefärbt sind.

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  • Ich habe nämlich immer mehr das Gefühl, dass die Politik sich immer mehr von den Menschen abwendet. Auf ihrem Thron sitzt und an den Menschen vorbei regiert.


    genau :)

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  • Ich hatte neulich einen Artikel über Immobilienpreise in London gelesen. Die sind völlig abgehoben. Die "normale" Bevölkerung hat praktisch keine Chance mehr in London zu wohnen und ein paar Busfahren, Verkäufer/innen und Putzleute braucht man ja trotzdem. Ein massiver Grund für den Anstieg war, dass viele reiche Europäer/innen sich in London zentral Zweit- / Dritt-/ Viertwohnsitze kaufen, mit Immobilien spekulieren (ohne dort zu leben). Es hieß, dass viele ihre Investitionen abziehen werden, wenn GB aus der EU austritt. Für Leute, die dort eine Immobilie zu sehr hohem Preis gekauft (und Kredite aufegenommen) haben, wäre ein Preisverfall auf dem Immobilienmarkt eine Katastrophe.

    Das sind doch viel mehr Asiaten und Russen, die Londoner Immobilien als Geldanlage erwerben, ich glaube Europäer mischen da gar nicht im großen Stil mit #gruebel .

  • aufwachen? wovon? und was bedeutet das? und was ist die lösung für die "sorgen und ängste" (die sich sowieso darin erschöpfen, dass man xenophob ist, sind wir ehrlich)

    Und ich dachte, es geht nicht mehr pauschaler. Doch, es geht, wie man lesen darf...


    Es geht auch um Griechenland, die Agrarpolitik, es geht um zentralistisches bürokratisches Regieren der EU, um sinnlose Erlasse und Restriktionen. Die Wirtschaftskraft der einzelnen EU-Staaten ist teilweise extrem unterschiedlich, das sieht man darin, dass z.b. Millionen EU-Bürger für wenig Geld in reicheren EU-Ländern arbeiten und dort den Arbeitsmarkt destabilisieren (Stichwort Mindestlöhne).


    Schaue Dir in Deutschland mal eine beliebige größere Baustelle an. Da spricht kaum jemand noch deutsch. Diese Arbeitskräfte sind einfach billiger...

  • und gleichzeitig sind Politiker "Volksvertreter" und es sollte schon wichtig sein zu wissen, was "das Volk" tendenziell nun will. Ich finde es in manchen ausländischen politischen Debatten immmer so spannend, wenn jeder behauptet zu wissen was das Volk will. Oder eine AfD so überzeugt ist, dass wenn das Volk wählen dürfte, es genau für die AfD Anliegen stimmen würde.
    Da wäre ich nicht sicher. Gute Argumente verfangen beim Volk.


    Ich glaube, gäbe es in Deutschland tatsächlich mehr Volksbefragungen, dann wäre es für die AfD und Konsorten eine ziemliche Ernüchterung, dass keineswegs soviel "Volk" hinter ihnen steht, wie sie behaupte zu vertreten.

    Auf jeden Fall! Da muss man einfach auch mal den Mut haben, das Volk zu befragen, dann fühlt sich das Volk vielleicht auch mal etwas ernster genommen.

  • und gleichzeitig sind Politiker "Volksvertreter" und es sollte schon wichtig sein zu wissen, was "das Volk" tendenziell nun will. Ich finde es in manchen ausländischen politischen Debatten immmer so spannend, wenn jeder behauptet zu wissen was das Volk will. Oder eine AfD so überzeugt ist, dass wenn das Volk wählen dürfte, es genau für die AfD Anliegen stimmen würde.
    Da wäre ich nicht sicher. Gute Argumente verfangen beim Volk.


    Ich glaube, gäbe es in Deutschland tatsächlich mehr Volksbefragungen, dann wäre es für die AfD und Konsorten eine ziemliche Ernüchterung, dass keineswegs soviel "Volk" hinter ihnen steht, wie sie behaupte zu vertreten.


    da brauchst doch keine ausländischen debatten. die svp weiss ja auch immer, was das volk will, und wenn das volk gegen sie entscheidet, dann wars nicht das volk.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Und ich dachte, es geht nicht mehr pauschaler. Doch, es geht, wie man lesen darf...


    Es geht auch um Griechenland, die Agrarpolitik, es geht um zentralistisches bürokratisches Regieren der EU, um sinnlose Erlasse und Restriktionen. Die Wirtschaftskraft der einzelnen EU-Staaten ist teilweise extrem unterschiedlich, das sieht man darin, dass z.b. Millionen EU-Bürger für wenig Geld in reicheren EU-Ländern arbeiten und dort den Arbeitsmarkt destabilisieren (Stichwort Mindestlöhne).


    Schaue Dir in Deutschland mal eine beliebige größere Baustelle an. Da spricht kaum jemand noch deutsch. Diese Arbeitskräfte sind einfach billiger...


    haja weisch, ich kann auch polemik, wenn ich bock drauf hab.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Auf jeden Fall! Da muss man einfach auch mal den Mut haben, das Volk zu befragen, dann fühlt sich das Volk vielleicht auch mal etwas ernster genommen.


    wer ist das volk? ich merke nämlich meistens, dass ich es wohl nicht bin.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Zitat von Ebura

    Ich finde, bestimmte Dinge dürfen einfach nicht in dieser Form dem Volk überlassen werden.

    Das sehe ich im übrigen genauso.


    Und auch hier, kann ich ohne Wenn und Aber unterschreiben:



    Zitat von Ebura

    Deswegen sitzt da ja in der Regel auch nicht ein einziger Entscheider, sondern eine Gruppe, es gibt Berater etc. klar, kein Garant für richtige Entscheidungen aber meines Erachtens doch etwas fundierter, als was ich mir so nebenbei zu Hause anlese (wenn überhaupt


    Es handelt bei solchen Dingen um derart hochkomplexe zusammenhänge, dass schon etwas mehr als ein tgl. Tagesschauschauen und wild populistisches Herumblöken dazu gehört dergestalt weitreichende wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf


    Men det finns sätt att leva och inte bara överleva - Lena Hallengren 2020


  • wer ist das volk? ich merke nämlich meistens, dass ich es wohl nicht bin.


    "Das Volk", sind die, die sich politisch auch engagieren um gehört zu werden.
    Das fängt beim Wählen einfach mal an.


    Wenn ich aber nicht wählen gehe, oder es mir egal ist, oder Protestwählen machen, dann gehörst du auch zum Volk, aber dem Teil, der sich dann nicht aufregen darf, dass "ich ja nicht gehört werde".

  • lieselotte:
    WAS müssten denn Politiker (Deiner Meinung nach) tun/unterlassen, damit sich die Leute ernst genommen fühlen? Das interessiert mich wirklich, ich hab da gar keine Vorstellung, was sich KONKRET ändern sollte, damit dieses Gefühl nicht aufkommt.


    lG
    Tigerauge

    Es würde schon helfen, die Privatisierungen zu stoppen, poitische Entscheidungen ohne Lobbyisten /Großkonzerne zu treffen und die Sozialpolitik wieder zu stärken, heißt im Grunde: weg vom Raubtierkapitalismus...


    Wie gesagt, ich halte auch nichts von Volksentscheiden, weil die Wähler manipuliert werden, ebenso wie offenbar die Politiker von der Wirtschaft manipuliert werden...


    (Wie könnte es sonst sein, dass Monsanto trotz allen Widerständen seinen Fuß in die Tür kriegt, wenn sich da nicht einige Politiker schmieren lassen würden?).

    Einmal editiert, zuletzt von Rhododendron ()

  • Letztlich wird die Gegenseite immer als "dumm" diffamiert und dann kommt immer das schöne Argumente, dass das Volk da gar nicht kompetent genug wäre, das zu entscheiden. Ich habe damals in Bayern gelebt, als es zu der Volksabstimmung zum Rauchverbot kam. Da kamen nämlich genau all diese Argumente - auch noch danach, als sich eine große Mehrheit (ich auch) für ein Rauchverbot ausgesprochen hat.


    Das ist doch ein schönes Beispiel: ich finde, auch diese Abstimmung hätte es nicht geben brauchen/dürfen. Klar, im Nachhinein, wenn es wie gewünscht ausgeht, ist man froh drüber (geht mir ja genauso), aber was wäre denn gewesen, wenn sich tatsächlich eine Mehrheit dagegen ausgesprochen hätte? Hinnehmen wider besseren Wissens? Ich finde, da wäre es die Aufgabe der Regierung gewesen, zu sagen "viele unabhängige Experten haben die Schädlichkeit von Passivrauchen nachgewiesen, also ist es ab sofort an öffentlichen Orten verboten". Fertig. Weil dann eben nicht ein einzelnes "ich rauch aber doch so gerne in der Kneipe" ausschlaggebend wäre. Da erwarte ich von der Politik, dass sie nach faktenlage entscheidet - so wie es übrigens auch in anderen Bundesländern geschehen ist.


    Das sind doch viel mehr Asiaten und Russen, die Londoner Immobilien als Geldanlage erwerben, ich glaube Europäer mischen da gar nicht im großen Stil mit #gruebel .


    Das ist auch mein Kenntnisstand (BBC, Economist etc). Die Europäer machen da nur einen kleinen Teil aus, bzw leiden auch viele von ihnen darunter.
    Natürlich ist das ein Problem, nicht nur in GB, sondern auch in anderen europäischen Städten. Aber Abschottung kann da m.E. keine Lösung sein.


    Und ich dachte, es geht nicht mehr pauschaler. Doch, es geht, wie man lesen darf...
    Es geht auch um Griechenland, die Agrarpolitik, es geht um zentralistisches bürokratisches Regieren der EU, um sinnlose Erlasse und Restriktionen. Die Wirtschaftskraft der einzelnen EU-Staaten ist teilweise extrem unterschiedlich, das sieht man darin, dass z.b. Millionen EU-Bürger für wenig Geld in reicheren EU-Ländern arbeiten und dort den Arbeitsmarkt destabilisieren (Stichwort Mindestlöhne).


    Schaue Dir in Deutschland mal eine beliebige größere Baustelle an. Da spricht kaum jemand noch deutsch. Diese Arbeitskräfte sind einfach billiger...


    Naja, es tut mir leid, aber ich finde das mindestens genauso pauschal. Sicherlich gibt es sinnlose Restriktionen, aber ist es dann nicht sinnvoller, genau diese zu benennen und anzugehen , anstatt sofort alles hinzuwerfen und damit auch alles gute zunichte zu machen?
    Wenn mich in einer Beziehung etwas stört, dann versuche ich doch auch erstmal, dieses Problem anzugehen, und mache nicht sofort Schluss. Und ja, man kann auch auf EU Ebene etwas erreichen, da gibt es auch Beispiele für.



    Und mit den Arbeitskräften, das ist für mich eine Frage nach Henne und Ei.
    Ich sehe es im Unternehmen meines Mannes. Mehr als die Hälfte dort sicherlich mit zumindest ausländischen Wurzeln (von Polen über Palästina bis zu Irland alles dabei). Immer wieder werden Stellen ausgeschrieben und zum Teil gibt es tatsächlich keinen einzigen deutschen Bewerber (und das sind nicht unbedingt schlecht bezahlte Jobs).

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