Wenn ich meine Tochter zur Geburt begleite...

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  • ... kipp ich dann im Kreißsaal um?


    Nein, Scherz.


    Aber ich bin ganz nervös.
    Meine Tochter bekommt im Juli ihr erstes Baby. Sie ist 17, der Papa 16. Sie lebt nicht mehr bei mir, sondern ist letzten Sommer zum Kindsvater gezogen.
    Sie haben keinen Geburtsvorbereitungskurs gemacht, haben keine Hebamme, sind null vorbereitet. Warum? Weil die Mutter des werdendes Papas gesagt hat, das braucht man alles nicht - sie sollen lieber Babystation auf RTLII schauen #kreischen ;(  
    Sie haben sich bisher generell nur sehr wenige Gedanken gemacht... Die Frage, wie kommen wir ins KH wenn es los geht, scheint ungeklärt... Auch die Frage, was heißt eigentlich: Es geht los, ist nicht so richtig klar...
    Da Töchterlein letzten Sommer in einer ziemlichen Teenieprovozieraktion hier ausgezogen ist und eigentlich noch mitten im Abnabelungsprozess ist, weiß sie nicht so recht, wieviel Hilfe sie von mir annehmen möchte und wieviel ich eher dann doch nerve und die falsche bin...
    Aber gut. Jetzt ist es bald so weit und irgendwie muss das Kind da auf alle Fälle raus.
    Im KH angemeldet haben sie sich.
    Meine Tochter möchte mich evtl dabei haben - je nach Gefühlslage und evtl auch nur als Sicherheit auf dem Flur. Was ich ok finde.


    Nun merke ich, dass ich nervös werde.
    Ich kenne mich mit KH Geburten einfach auch nicht aus.


    Ganz praktisch frage ich mich, ob es Sinn macht, dass ich sie abhole (ca 4km von hier zu ihr) und dann ins KH fahre (ca 10 Minuten)... Oder ob sie einfach einen RWT rufen sollen. Wann ruft man denn bei einer Geburt den RTW? Und sagt man dem dann, dass man in dem und jenem KH angemeldet ist und bringt der einen dann dahin?
    Dann könnte ich direkt ins KH fahren und die da in Empfang nehmen.
    Dann könnte ich sogar mit dem Rad fahren (10 Minuten), was definitiv einfacher wäre, weil es dort nie Parkplätze gibt.
    Sonst haben sie niemanden mit Auto.
    Taxi ginge natürlich auch. Ginge Taxi??


    Muss ICH irgendwas besonderes mitnehmen?
    Sie haben wohl ihre Tasche gepackt.
    Brauche ich irgendwas? Außer was zu essen, falls es sehr lange dauert (wobei ich dann wahrscheinlich eh keinen Hunger habe) fällt mir nix ein...


    Und wie lange bleibt man denn stationär, wenn alles gut laufen sollte und man nicht ambulant entbindet?


    Vermutlich ist das Baby ca 1000 gr zu leicht - laut FA -, weil meine Tochter die viele Raucherei nicht lassen konnte und definitiv nicht richtig isst. Aktuell wiegt es knapp 2000gr in der 36.SSW. Was erwartet denn Mutter und Kind im KH bei so einem leichten Baby?


    Oje... Ich hoffe, sie ruft mich an, so dass ich wenigstens das Gefühl habe, ich könnte sie unterstützen... Und gleichzeitig ist das ganze ziemlich aufregend, finde ich #haare #haare #haare

  • Ich hätte mir für mich gewünscht, mich nicht so "gut" vorbereitet zu haben (falsche Erwartungen an eine "leichte" Geburt.
    Ich habe Freundinnen, die ebenfalls jung (mit 20) Entbunden haben. Die waren ebenfalls null vorbereitet. Alles lief gut. Die Hebis im KH sagen bei der Geburt, wie geatmet werden soll.
    Eventuell würde ich der Tochter sagen wie groß die Schmerzen sein können....
    Ansonnsten, es wird bestimmt alles klappen!
    Eine Freundin hatte ebenfalls ein sehr leichtes Kind. Es kam schnell und war gleich fit.


    Alles Gute Euch, mach dich nicht verrückt :)

  • Meine Tochter äußert sich da nicht zu. Sie verdrängt zum großen Teil, dass sie demnächs ein Baby bekommt.


    Mir sind Parkplätze nicht wurscht.
    Wo lass ich das Auto denn dann? Park ich vor der Notaufnahme und schmeiße sie raus und suche dann einen Parkplatz? Kann da in der Gegend ca 1 Stunde inklusive wieder zum KH laufen dauern...
    Oder lasse ich es einfach stehen und abschleppen?


    Haltet mich für bekloppt - aber wie geht sowas denn? #hammer

  • Hey, erstmal Glückwunsch zur Oma-Werdung, bei allen Komplikationen! (())


    Ein paar Dinge kann ich beitragen.
    Der Transport per RTW ist nur nötig, wenn Deine Tochter einen Blasensprung hat und der Kopf des Babys noch nicht fest im Becken ist. Meine Hebamme und mein Arzt meinten zwar, selbst das sei überholt, aber es ist wohl üblich. Im Normalfall sind Auto bzw Taxi (beim Bestellen unbedingt auf die Situation hinweisen! Sonst lässt euch der Fahrer ggf. nicht einsteigen) völlig ausreichend.
    Für Dich mitnehmen solltest Du unbedingt Essen (Müsliriegel o.ä.) und Getränke, ggf. Lesefutter falls es länger dauert. Evtl. eine Flasche alkoholfreien Sekt für die Geburtstagsfeier?
    Stationär bleiben wird sie je nach Verlauf 1-x Tage, je nachdem ob sie verletzt ist und wie schwer das Baby ist. Manche Kliniken setzen da was fest (2200, 2500, ...), andere nicht... wenn das Kleine fit ist, keine Gelbsucht bekommt etc., wird da nichts besonderes auf euch zukommen...


    Was mir noch so in den Sinn kommt: ich war ja nun deutlich älter als Deine Tochter, und war sehr gut informiert und sehr gefestigt in dem was ich wollte und tat - und war trotzdem im Wochenbett extrem empfindlich gegenüber "guten" Ratschlägen jeder Art. Da ist Zurückhaltung sicher erstmal wichtig. Schön fände ich (bzw hätte ich von meiner Mutter gefunden...) unaufdringliche, sinnvolle Hilfe: Einkaufen, Vorkochen, praxistaugliche Geschenke (Spucktücher und Tannolact statt Windeltorte und Greifling Nr. 3125, platt gesagt ;) ). Zuhören. Zeit. Einfühlungsvermögen. Zuspruch. Ich glaube, damit kannst Du ihr am besten helfen.


    Viel Glück und Freude mit dem Baby!


    -- Luxa

  • Im schlimmsten Fall stell dich mit dem Warnblinker auf die Straße, bring sie schnell zur Aufnahme, fahr wieder heim und mit dem Fahrrad zurück zur Klinik. Das dürfte dann doch nicht mehr als 15 Minuten dauern, wenn du mit dem Fahrrad 10 Minuten brauchst.

  • Super luxa-rosenburg, das sind super Infos!!

    Was mir noch so in den Sinn kommt: ich war ja nun deutlich älter als Deine Tochter, und war sehr gut informiert und sehr gefestigt in dem was ich wollte und tat - und war trotzdem im Wochenbett extrem empfindlich gegenüber "guten" Ratschlägen jeder Art. Da ist Zurückhaltung sicher erstmal wichtig. Schön fände ich (bzw hätte ich von meiner Mutter gefunden...) unaufdringliche, sinnvolle Hilfe: Einkaufen, Vorkochen, praxistaugliche Geschenke (Spucktücher und Tannolact statt Windeltorte und Greifling Nr. 3125, platt gesagt ). Zuhören. Zeit. Einfühlungsvermögen. Zuspruch.

    Das ist gut, dass du das nochmal schreibst.
    Was das angeht, mach ich mir allerdings keine Sorgen. Ich bin da extrem zurückhaltend!! Ich kenn doch meine Tochter :D

    Im schlimmsten Fall stell dich mit dem Warnblinker auf die Straße, bring sie schnell zur Aufnahme, fahr wieder heim und mit dem Fahrrad zurück zur Klinik. Das dürfte dann doch nicht mehr als 15 Minuten dauern, wenn du mit dem Fahrrad 10 Minuten brauchst.

    DAS ist eine super Idee!! Darauf war ich noch gar nicht gekommen. Sehr gut.
    Finde ich nicht schnell genug einen Parkplatz - komme ich mit Rad wieder #super


    Das KH hat ein paar Parkplätze - ca 4 - vor der Notaufnahme und 2 Kreißsaalparkplätze. Da ich dort schon diverse Male in der Notaufnahme war, weiß ich, dass diese Parkplätze alle eigentlich immer voll sind.

  • Ne Packung Pampers war für mich damals ein gutes Geschenk. Hätte ich nicht gedacht ;)


    Wegen der Parkplätze würde ich trotzdem Anrufen und Situation schildern.
    Entweder sie haben einen Tipp, oder das Thema wird noch mal präsenter.


    LG!

  • Sie hat sich ein Tragetuch gewünscht #ja
    Und bekommt so ein Baby-Fotoalbum, weil sie ihr eigenes so liebt...


    Naja, und Windeln und Co kriegt sie eh, wenn sie es braucht.

  • Von mir auch herzlichen Glückwunsch :)
    Ein Tragetuch ist doch super :)


    Ansonsten: am besten mit dem Auto fahren, eher kein Krankenwagen wegen dem Stress, der dadurch entstehen kann und Wehen blockieren kann, zur Geburt vielleicht eine Snack-Box für Mutter und Vater richten? Mit Öl und etwas leckerem, was deine Tochter mag?
    Sie nochmal fragen, was sie gern von dir hätte unter der Geburt?
    Und viel Ruhe und Mütterlichkeit ausstrahlen wären so meine Ideen

  • aus erfahrung weiß ich, dass man gaanz ruhig wird und sich absolut einlässt auf die situation. und umkippen tut man trotz der absolut miesen kh-luft tatsächlich nicht.


    was wichtig wäre, dass du vorab mit deiner tochter klärst, was sie im kh zb nicht möchte. dann kannst du das im hintergrund für sie regeln und der stress bleibt ihr fern.


    meiner schwester konnte ich mit der erklärung, dass die hebamme schon die schere für die nabelschnur bereitlegt die panik vor einem dammschnitt nehmen. sie hatte das signal in ihrer situation nicht deuten können.
    ich habe ihr etwas sehr nettes/lustiges erzählt und sie festgehalten als sie die pda bekam vor der sie so angst hatte.
    solche kleinigkeiten sind dann wichtig.


    im kh wird durchgehend und ständig ein ctg geschrieben und die hebamme kommt alle 15-20min mal gucken, was das gerät sagt. gerne wird dann nach dem muttermund geschaut und dann geht die hebamme wieder. wirklich da ist sie erst, wenn der muttermund geöffnet ist und es in richtung presswehen geht.


    wenn deine tochter schmerzen hat, fragt rechtzeitig nach lösungen, denn die müssen erst vom arzt abgenickt werden und der ist irgendwo. es kann also dauern. auch eine pda dauert, bis denn der anästhesit kommt und die aufklärung unterschrieben ist (anhören muss man sie nicht unbedingt und es reicht auch ein x als unterschrift).
    eine fordernd und gleichzeitig einnehmend auftretende person ist im ganzen spektakel eine riesenbank.



    essen für mich fand ich tatsächlich nicht so wichtig, aber gebärende können ziemlich heißhunger bekommen und haben selten etwas dabei ;)
    und im kh bekommt man nichts.


    die meisten menschen sind wohl mit eigenem pkw im kh. taxi ist eventuell etwas entspannter. wenn du fährst noch besser.
    sie soll sich mal auf drei tage station einstellen. das wird wohl etwa hinkommen. wenn sie will kann sie auch 5 tage bleiben. wenn sie keine lust auf kh hat, kann sie bestimmt nach 2 tagen heim. mit leichtem baby und u18 dann aber auf eigenen wunsch.

    ****Glitzer mit der schnecke (05/06), dem bär (11/08 ), dem hulk (06/13) und findus (04/17) #love ****

  • Hm was mir noch einfällt, zwar nicht die Geburt betreffend sondern wenn deine Tochter und ihr Freund noch nicht 18 sind, muss dann nicht wer fürs Kind eine Vormundschaft machen?! Ist da was geregelt?

  • oh Oma werden ist bestimmt auch sehr aufregend.


    Was ich noch schauen würde , wie ist denn die Nachsorge? Wer kümmert sich da?
    Anscheinend sind da ja doch einige Baustellen . gibt es bei euch Familienhebammen?


    Ich habe meine Schwester damals begleitet und hatte Cola und Müsliriegel dabei :)


  • Diese Kombination aus:
    -Unvorbereitet
    -Keine Nachsorgehebamme
    -Minderjährig
    -"Verantwortungslosigkeit" (Nicht essen + viel rauchen)
    -Und dazu ein wachstumsretardiertes Baby auf Entzug


    Läßt mich stark vermuten, daß man sie länger im KH behalten möchte, alles andere wird vermutlich niemand verantworten wollen.



    Gibt bei Euch Familienhebammen?
    Die werden hier bei minderjährigen Müttern automatisch vom KH benachrichtigt und sind speziell geschult.

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

  • Ich vermute ja die Option Krankenwagen ist aufgekommen, weil kein Führerschein vorhanden ist.
    Ich würde das deiner Tochter überlassen.
    Allerdings kann es sein, dass der Krankenwagen nur zum nächsten Krankenhaus fährt. Hängt auch etwas von den Fahrern ab.


    Wenn du fährst, kenne ich das mit dem Storchenparkplatz. Da kannst du sie zum Kreisssaal bringen und dich dann um den Parkplatz kümmern.


    Wie lange sie bleibt hängt von der Situation ab. Wie geht es ihr, wie dem Kind. Ich glaub Standard ist drei Tage. Dann ist die U2 auch rum.
    Aber man kann auch vorher gehen oder länger bleiben.


    Falls die U2 nicht im Krankenhaus gemacht wird, würde ich vorher einen Kinderarzt suchen. Grad wegen der Sommerzeit (evtl. Ferien). Unsere kam dann auch nach Hause.


    Alles Gute!

  • Eventuell würde ich der Tochter sagen wie groß die Schmerzen sein können....

    DAS würde ich nicht sagen. Ich würde immer sagen, eine Geburt ist sehr anstrengend - und wirklich grenzwertig anstrengend.



    Ich vermute auch, dass sie Deine Tochter länger in der Klinik behalten werden. Ein "leichtes" Kind ist nicht so das Problem. Aber Rauchen in der Schwangerschaft schon. Ist das Jugendamt schon involviert? Beide Eltern sind minderjährig und sind nicht vorbereitet. Ich vermute - oder hoffe es zumindest stark - dass die Klinik Mutter und Kind etwas länger einbehalten und eine Familienhebamme organisieren.

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  • Meine Tochter äußert sich da nicht zu. Sie verdrängt zum großen Teil, dass sie demnächs ein Baby bekommt.


    Mir sind Parkplätze nicht wurscht.
    Wo lass ich das Auto denn dann? Park ich vor der Notaufnahme und schmeiße sie raus und suche dann einen Parkplatz? Kann da in der Gegend ca 1 Stunde inklusive wieder zum KH laufen dauern...
    Oder lasse ich es einfach stehen und abschleppen?


    Haltet mich für bekloppt - aber wie geht sowas denn? #hammer

    bei dem krankenhaus, an dem ich ab und zu vorbei laufe gibt es "storchenparkplätze", vielleicht auch bei euch?
    taxi geht, zu meiner zeit hat die kk die rechnung erstattet.


    alles gute euch allen!

  • Und wie lange bleibt man denn stationär, wenn alles gut laufen sollte und man nicht ambulant entbindet?

    Im Normalfall wohl nicht länger als 3 Tage, meine ich, aber - wie einige Vorschreiberinnen schon erwähnten - ich bin nicht sicher, ob dieser Fall als "normal" gilt, das hängt vielleicht auch ein wenig von den Vitalparametern des Babys ab.

    Dann könnte ich sogar mit dem Rad fahren (10 Minuten), was definitiv einfacher wäre, weil es dort nie Parkplätze gibt.
    Sonst haben sie niemanden mit Auto.


    Mir sind Parkplätze nicht wurscht.


    Haben KH mit Entbindungsstation nicht immer Storchenparkplätze?

    Die Krankenhäuser, die ich so kenne, setzen die "Storchenparkplätze" eigentlich immer recht rigoros durch (man bekommt vom Kreißsaalteam so ein extra Schild fürs Auto und wer das nicht hat, wird abgeschleppt), ansonsten finde ich die Fahrrad-Variante wohl am geschicktesten, weil man sich den Trödel mit "Geld-fürs-Taxi-zurückholen" spart.


    Alles Gute!