Kann man sich mehr als 2 Kinder leisten?

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  • Freda, ich betrachte das keineswegs als ausschließliche Sache der Kinder; ich werde sie gerne dabei unterstützen, soweit ich es kann. Und eine Basis-Unterstützung setze ich dabei im Grunde hinaus, vielleicht habe ich das missverständlich ausgedrückt. Das haben wir drei Kinder auch bekommen, klar, letztlich hätten meine Eltern auch mehr bezahlt, wenn ich mehr gewollt hätte. Und ich will die Kinder immer unterstützen, selbstverständlich, zum Beispiel ein Highschooljahr in den USA, davon träumt meine Tochter, und wir werden alles tun, um ihr das zu ermöglichen.


    Aber es ist eben was Anderes, sich jetzt bereits darum zu sorgen; wir sparen auch nicht bewusst für die Ausbildungen unserer Kinder, wir haben ein paar Alterssicherungen, zahlen unser Haus ab, davon profitieren die Kinder letztlich ja auch. Und wir investieren in ihre Bildung gegenwärtig. Und was später ist, wird sich finden. Bei uns war es wirklich so, dass alle Studierenden nebenher gejobbt haben (und ich war auch mit 24 fertig ;) ).....

    Wir sind das Gegenteil von traurig!


    Einling und Zwillinge #dance

  • ... Aber ich hoffe sehr, dass es mir möglich ist, ihnen eine sichere Basis für eine Grundausbildung bieten zu können, wenn es soweit ist.

    Na, das werden wohl alle Eltern hoffen :)

  • Hallo,


    ich arbeite Vollzeit, mein Mann ist selbstständig und steuert nur ein wenig bei.


    Von meinem Lohn geht die Hälfte für Miete/ Nebenkosten/ Telefon weg. 1/4 meines Lohns geht für das Schulgeld (für 3 Kinder) weg.


    Bleiben also nur noch 1/4 meines Lohns, das Kindergeld und das Geld, das mein Mann dazuverdient. Davon müssen die hohen Fahrtkosten noch bezahlt werden.


    Aber es reicht uns zum Leben. Wir können uns kein 2. Auto leisten/ keine großen Familienurlaube. Aber sonst fehlt uns nichts.


    Wir wohnen sehr preiswert und den Kindern fehlt es an nichts.

    Liebe Grüße von junis



    "Bitte hör`nicht auf zu träumen, von einer besseren Welt!" Xavier Naidoo

  • ich bin bei Flickan.
    Ansonsten - was genau muß man denn finanzieren? Ich hab hier im Umkreis von vielleicht 30km mindestens 3 Unis/FHs (wahrscheinlich sind es mehr), Kind könnte also gern zuhause wohnen und bekäme was zu essen. Geht es uns finanziell gut später, ist sicher auch mehr drin. Aber ob man z.B. eine Uni in einem anderen Bundesland mit Studiengebühren finanzieren muß oder ein Auto usw. - das sei wirklich dahingestellt.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Ich denke es kommt auf die Ansprüche an :)


    Vier Kinder wollte ich eigentlich nie, aber was tun wenn das 3. sich direkt einen Spielkameraden mitbringt.


    Wir kommen jeden Monat so über die Runden, wobei die Kinder aber nicht verzichten müssen. Markenklamotten gibt es halt wenn, dann nur geerbt :) Aber noch ist das allen egal, was auf dem Label steht :) Aber die Kinder gehen alle zur Musikschule, Sportvereine usw...


    Nur zurücklegen können wir eben kaum was. Das macht mir schon manchmal Angst. Aber mein Mann verdient weniger als wir H4 bekommen würden, ich hab zwar einen 400€ Job, komme aber selten auf die 400€. Mein Mann geht nebenbei auch noch rbeiten, aber auch hier werden es selten die 400€.
    Also eine verdammt knappe Kiste jeden Monat.


    Aber wie gesagt, uns geht es nicht schlecht, haben zwei Autos und ein Haus (was allerdings noch 12 Jahre bezahlt werden will). Einkaufen geh ich halt meist bei Aldi & co.
    Die Kinder haben alle einen Fond, so ist zumindest der Führerschein später gesichert. Und wenn sie später mal studieren wollen, können sie das im Ruhrgebiet tun und weiter zuahsue wohnen ;)

    Viele Grüße Gaby


    Vier Jungs (8/2000, 11/2002 und 2 mal 1/2005

  • Ich hab hier im Umkreis von vielleicht 30km mindestens 3 Unis/FHs (wahrscheinlich sind es mehr), Kind könnte also gern zuhause wohnen und bekäme was zu essen.


    mehr kann ich meinem sohn leider auch nicht bieten, aber das ist ja schon was. wir wohnen zum glück im ruhrgebiet, da kommt einiges an unis zusammen... DO, BO, E, MS, dann ohne ende fachhochschulen, die kann ich gar nicht alle aufzählen. beim auto würde ich auch was zuschießen, denn DAS braucht man hier zwingend.


    ich meine übrigens, das mit dem "jobben" (was für ein kack-wort auch) ist nicht so einfach. heute, bei den präsenzzeiten nach der reform, kann man das eigentlich nicht mehr. und reine feriensachen habe ich damals auch gesucht, aber nie gefunden. ich habe stattdessen immer gearbeitet und mein studium voll allein finanziert. leider habe ich nach kurzer zeit mein pensum bei der arbeit auf 100% hochgeschraubt, so dass ich für die uni jahrelang NICHTS gemacht habe. vorteil = in den PR-bereich wäre ich anders gar nicht reingekommen (war arbeit in einer agentur), wahrscheinlich wäre ich heute auf hartz, wenn es anders gelaufen wäre. nachteil = ich habe 22 semester "studiert", dem unischeißdreck konnte ich gut "ausweichen" (musste ja arbeiten...) und so war das unizeug mir zum schluss nicht nur verhasst wie am anfang, sondern regelrecht horror.


    nichts gegens geldverdienen - ich habe mit 12 damit angefangen. seitdem hatte ich die ganze schulzeit JEDEN nachmittag 2-3 nachhilfeschüler. später etwas weniger, als ich ein auto hatte und da hingefahren bin. ich habe auf dem markt, im blumenhandel, bei schlecker und in der fabrik gearbeitet. bin auch schon stolz, stets MEIN geld gehabt zu haben, stets MEINEN namen auf den GEHALTSzetteln zu sehen. andererseits bin ich jetzt 38 und fühle mich ziemlich verbraucht. das hängt sicher auch damit zusammen, meine ich. ich würde das gern meinem sohn ersparen.


    plus, viele der "studentischen arbeitsverhältnisse" sind krasse ausbeutung. wenn ich da an meine schlecker-und-blumenladen-sachen denke... #pinch - anstelle meiner eltern (die sich nicht ansatzweise dafür interessiert haben) hätte ich diese "arbeitgeber" angezeigt. dem möchte ich eigentlich meinen sohn nicht anheimfallen lassen. zumindest nicht über gebühr.


    "bafög" ist ein ziemlich hohler witz! ich hätte das gar nicht beantragen müssen, obwohl meine eltern 3 schulkinder hatten, davon eins ü90%schwerbehindert, wobei mein vater alleinverdiener war. ich kenne auch nur eine studentin, die den höchstsatz hatte, die war aber auch vollwaise.


    lg, patrick

  • "bafög" ist ein ziemlich hohler witz! ich hätte das gar nicht beantragen müssen, obwohl meine eltern 3 schulkinder hatten, davon eins ü90%schwerbehindert, wobei mein vater alleinverdiener war. ich kenne auch nur eine studentin, die den höchstsatz hatte, die war aber auch vollwaise.


    lg, patrick


    Hm, ich muss sagen ich kenne das ganz anders. Ich kenne wenige, die garkein Bafög kriegen, einige, die den Höchstsatz kriegen und auch eine ganze Menge dazwischen. In meinem Semester bekommen die meißten Bafög.

  • Ehrlich? Ich will nicht Hotel Mama sein für meine Kinder. Selbst wenn sie hier in der Stadt was finden, sollen sie nicht unbedingt bis zum Ausbildungs-/Studiumsende in meiner Wohnung hocken (ist mit 2 Kinderzimmern für 3 Kinder auch keine echte Perspektive).
    Oder das Thema Auslandsjahr. Wenn sie so was machen möchten, ist das auch ein ziemlich großer finanzieller Posten.


    Wie gesagt, ich würde auch nicht auf Krampf heute sparen, wenn es dann nicht drin ist, die aktuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Das ist ja wohl klar.
    Aber wenn was übrig ist, kann man sich ja gezielt eine sinnvolle Geldanlage suchen. Je früher man damit anfängt, umso mehr sammelt sich auch an Zinsen an. Und man kann eben die Zukunftsängste (die die Threadstarterin ja wohl bewegen): "was ist, wenn mal was unvorhergesehenes passiert und wir in einen Engpass geraten" mildern.
    Und mit Bafög muss ich mich patrick*star anschließen: Da muss man wirklich arm sein, um überhaupt was zu bekommen. Und sobald man was dazuverdient, kann man es gleich wieder zurückzahlen. Da habe ich selbst auch schlechte Erfahrungen gemacht.

  • Freda, ich betrachte das keineswegs als ausschließliche Sache der Kinder; ich werde sie gerne dabei unterstützen, soweit ich es kann. Und eine Basis-Unterstützung setze ich dabei im Grunde hinaus, vielleicht habe ich das missverständlich ausgedrückt. Das haben wir drei Kinder auch bekommen, klar, letztlich hätten meine Eltern auch mehr bezahlt, wenn ich mehr gewollt hätte. Und ich will die Kinder immer unterstützen, selbstverständlich, zum Beispiel ein Highschooljahr in den USA, davon träumt meine Tochter, und wir werden alles tun, um ihr das zu ermöglichen.


    Aber es ist eben was Anderes, sich jetzt bereits darum zu sorgen; wir sparen auch nicht bewusst für die Ausbildungen unserer Kinder, wir haben ein paar Alterssicherungen, zahlen unser Haus ab, davon profitieren die Kinder letztlich ja auch. Und wir investieren in ihre Bildung gegenwärtig. Und was später ist, wird sich finden. Bei uns war es wirklich so, dass alle Studierenden nebenher gejobbt haben (und ich war auch mit 24 fertig ;) ).....



    Dem stimme ich voll und ganz zu #ja
    Der Grundgedanke bei mir ist einfach, was weiß ich, wie die Welt in 10 Jahren aussieht? Irgendjemand schrieb, wenn man so an die Kinder"sache" rangeht, dann söllte man besser gar keine Kinder bekommen. Kinder sind ein Risiko, wenn man es so sehen will, aber dann ist das ganze Leben ebenfalls ein Risiko, was sich meistern lässt. #sonne

    #super No one is you and thats your power #super

    Einmal editiert, zuletzt von campari ()

  • Hallo,


    Daß man eine vernünftige Absicherung für den Notfall (Berufsunfähigkeit, Hausbrand, Schlimmeres..) hat, sollte man schon versuchen. Und daß man wenn Geld übrig ist, dieses nicht sinnlos rauskloppt sondern schaut was wirklich dran ist - eine Ausgabe im jetzt oder eben doch sparen - daß trau ich eigentlich jedem Mitschreibenden zu.


    Ansonsten gibt eben verschiedene Denkmodelle. Man kann sich denken: OK, mit einem weiteren Kind können nichts "für später mal" ansparen, aber doch gut leben - Herzlich Willkommen Kind. Oder: Mit einem weitern Kind können wir zwar leben, aber nichts für säter ansparen für das Kind/ die Kinder, die jetzt schon da sind - darum geht es nicht.


    Bei den meisten, die sich diese frage stellen, wird es irgendwo dazwischen liegen. Keines dieser Modelle ist mMn richtig oder falsch. Aber es muss sich für die, die es leben richtig anfühlen.


    Was das Zu Hause wohnen angeht - ich denke, da kann man auch nie sagen so oder so. Mein Mann hat aus verschiedenen Gründen bis zu unserer Hochzeit im Haus seiner Eltern gelebt - und trotzdem war er schon damals einer der selbständigsten und verantwortungsbewußtesten jungen Männer, die ich kannte. Das scheint nicht nur am Wohnort zu liegen ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Trin ()

  • und bei uns an der FH haben die Kinder von Selbständigen die höchsten Bafögsätze kassiert. Ich bekam um die 170DM, ein Jahr lang oder so.


    Wahrscheinlich werden die Ansichten stark durch die eigenen Erfahrungen geprägt sein. Meine Eltern haben damals für uns Kinder gespart - aber es kam ein Systemzusammenbruch, eine Hyperinflation und ein Umzug über Landesgrenzen hinweg dazwischen, zum damaligen Zeitpunkt waren diese (mühsam zusammengekratzten) Esparnisse nix mehr wert. Und ich hab auch gesehen, wieviel manche Kinder in meiner Klasse hatten und wieviel wir hatten (und wieviel wir vor diesem Umzug gehabt haben, nämlich einen Bruchteil davon, was hier in D "üblich" ist) und daß ein Vollzeitjob noch lange keine Garantie dafür ist, daß man auch wirklich gut leben kann (und auch, wie schnell so ein Job weg sein kann).
    Deswegen würde ich persönlich im Leben nicht in irgendwelche kapitalbegebundenen Lebensversicherungen investieren und schon dreimal nicht in irgendwelche Ausbildungsfonds und ähnliche Konstrukte. Nix zu langfristiges. Wir zahlen das Haus ab, davon haben die Kinder jetzt was - nämlich genug Platz, davon haben sie hoffentlich auch später was - nämlich keine Wohnkosten für uns und somit mehr Geld zur Verfügung auch für sie oder vielleicht auch ein Erbe irgendwannmal.
    Ich weiß aber halt auch, daß ein Jahr im Ausland oder andere Sachen nicht zwangsläufig "geboten werden" müssen. Man kann prima ohne. Und daher - wenn zur gegebener Zeit die Finanzen dafür vorhanden sind, gerne. Wenn nicht - müssen die Kinder eben mi dem Minimalprogramm leben, das ist kein Weltuntergang.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Wie schon gesagt, ein abgezahltes Haus werde ich meinen Kindern nicht "bieten" können. Dafür fehlt das Geld, und es ist uns einfach zu langfristig. Beim Studium käme es später wohl drauf an. Mehr als das gesetzlich vorgeschriebene wird wohl nicht drin sein, wenn überhaupt. Ein Auto oder einen Führerschein werde ich meinen Kinder aus heutiger Sicht nicht finanzieren können.


    Ich kann lediglich bieten, dass ich mir Zeit für meine Kinder nehme weil ich nicht Vollzeit arbeite. Ich kann Hobbys begleiten, wir spielen gemeinsam, ich könnte später bei Hausaufgaben helfen, wäre da zum Reden falls meine Kinder Sorgen haben.


    Mir ist wichtig, dass meine Kinder in einem Zuhause aufwachsen, indem sie sich ausprobieren und nach ihren Interessen bilden, und in dem sie möglichst viele Dinge selbstständig ausprobieren und erledigen können.


    Das heißt, ich kann meinen Kindern eine Art Basis bieten, auf der sie aufbauen können. Vielleicht bringt das etwas, vielleicht stellt sich später auch heraus, ich hätte mir den Kauf all der Bücher, Lehrmittel und die Kosten für Sportverein und Musikschule sparen können und lieber in einen Ausbildungsfond investieren sollen. :|


    Aber selbst wenn ich heute Geld ansparen würde... was wäre das in 10 Jahren noch wert? Die 100 Euro auf die wir heute jeden Monat mühsam verzichten, haben dann vielleicht nur noch den halben Wert. Da bin ich der gleichen Meinung wie asreileeth - kurzfristig für einen Urlaub oder so sparen, ja. Für die Ausbildung der Kinder später, das halte ich für ungünstig was Kosten und Nutzen angeht.

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    There is no foot too small, that it cannot leave an imprint on this world.

    Einmal editiert, zuletzt von staubschaefchen ()

  • Ich habe hier nie von einer Ausbildungsversicherung o.ä. gesprochen. Sowas würde ich auch nicht machen.
    Sondern davon, einen gewissen Puffer zu haben, wenn unvorhergesehene Ausgaben anstehen oder ein finanzieller Engpass aus welchen Gründen auch immer auftritt.
    Das kann auch die Abschlussklassenfahrt nach Paris usw. sein. Oder drei Klassenfahrten auf einmal, weil sie so ungünstig fallen. Oder sogar der Schuljahresstart jedes Jahr.
    Ich lese hier oft, dass es manchen Eltern schwer fällt, Ausgaben die "plötzlich" außerhalb des normalen Budgets anfallen, zu stemmen. Eben Kosten, die in den Anfangsjahren noch nicht so da sind.
    Eine finanzielle Sicherheit für solche Unregelmäßigkeiten hilft meiner Meinung nach (aber das liegt wahrscheinlich auch am Typ) den Kindern Sicherheit und Kontinuität zu geben.

  • Bis vor 2 Jahren hatten wir auch immer eine Rücklage, die uns helfen sollte eine Durststrecke zu überstehen. Sei es Arbeitslosigkeit, Krankheit, unvorhergesehen Ausgaben, etc.
    Das war Gold wert, als mein Mann, als Alleinverdiener, dann tatsächlich länger ausfiel! Das ist wieder unser Ziel. Aber wir brauchen auch ein bischen diese Sicherheit im Rücken um uns wohl zu fühlen.
    Ich fände es auch wichtig Geld für Klassenfahrten u.ä. gespart zu haben, damit die kinder da nicht nachstehen müssen.


    Ich war z.b. auch im Ausland und habe sehr davon profitiert. Auch da
    möchte ich die finanzielle Freihiet haben das meinen Kindern zu
    ermöglichen, sollten sie es wollen.
    Aber wer weiß wie sich das alles entwickelt, totaler Zusammenbruch unserer Finanzwelt, o.ä.,...


    Die Ausgangsfrage war ja, ob man es sich finanziell leisten kann mehrere Kinder groß zu ziehen.
    Und wie man aus den Antworten lesen kann ist es wohl zum großen Teil auch eine Einstellungssache, auf wie viel man verzichten kann und möchte. Und dennoch eine Frage des Grundeinkommens...

    Nickwechsel...früher 1374, jetzt viel leckerer...

  • Ich habe hier nie von einer Ausbildungsversicherung o.ä. gesprochen. Sowas würde ich auch nicht machen.
    Sondern davon, einen gewissen Puffer zu haben, wenn unvorhergesehene Ausgaben anstehen oder ein finanzieller Engpass aus welchen Gründen auch immer auftritt.
    Das kann auch die Abschlussklassenfahrt nach Paris usw. sein. Oder drei Klassenfahrten auf einmal, weil sie so ungünstig fallen. Oder sogar der Schuljahresstart jedes Jahr.
    Ich lese hier oft, dass es manchen Eltern schwer fällt, Ausgaben die "plötzlich" außerhalb des normalen Budgets anfallen, zu stemmen. Eben Kosten, die in den Anfangsjahren noch nicht so da sind.
    Eine finanzielle Sicherheit für solche Unregelmäßigkeiten hilft meiner Meinung nach (aber das liegt wahrscheinlich auch am Typ) den Kindern Sicherheit und Kontinuität zu geben.


    Ach so (falls das auf mein Posting bezogen war). Ja, sowas machen wir auch. Rücklagen bilden eben. Ich meinte wirklich was langfristiges - also ein Konto, auf dem gezielt für Führerschein, Ausbildung o. ä. gespart wird. Sowas haben wir nicht.

    vOp2p2.png 

    There is no foot too small, that it cannot leave an imprint on this world.

  • Freda, so ganz kann ich Deine Argumentation nicht nachvollziehen; vorhin hast Du angemerkt, dass die Finanzierung des Studiums keineswegs die alleinige Aufgabe des Kindes sei, was ja aber auch keiner gesagt hatte. Nun bist Du bei Rücklagen für Engpässe, unvorhergesehene Ausgaben etc...


    Das sind aber doch zwei paar Schuhe. Natürlich sind Ersparnisse sinnvoll, ich habe gerade heute wieder 500 Euro ins Auto gesteckt, alles mögliche kann dauernd kaputt gehen, da sollte man vorsorgen. Absolut richtig. Wie aber hängt das mit der Frage der Studiumsfinanzierung zusammen? Also irgendwie natürlich schon, es geht um Finanzen, mehr Gemeinsamkeiten sehe ich da aber nicht.


    Unnd KOntinuität und Sicherheit für Kinder sind tolle Sachen, aber ich denke auch, das ist eher Typsache. Es gibt stinkreiche Leute, die trotzdem voller Ängste sind, andere haben gerade genug und sind glücklich und froh.

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    Einling und Zwillinge #dance

    3 Mal editiert, zuletzt von Flickan ()

  • Flickan: Wahrscheinlich bin ich schlecht im Erklären. Und nach meinem Verständnis gab hier durchaus Stimmen, die gesagt haben, dass die Kinder sich ihr Studium selbst finanzieren sollen (unter anderem auch Deine Aussage):

    Zitat

    ich bin immer sehr erstaunt, wenn davon ausgegangen wird, man müsse oder solle seinen Kindern das Studium bezahlen....

    Ich lege jeden Monat ein bisschen Geld zur Seite (nicht in einer Versicherung, sondern jederzeit verfügbar) speziell für meine Kinder. Wenn mal ein Engpass eintreten sollte (was glücklicherweise noch nicht vorgekommen ist), kann und würde ich das Geld jederzeit für meine Kinder nutzen.
    Wenn nicht, habe ich etwas, was ich ihnen für die Ausbildung, ein Auslandsjahr, den Führerschein o.ä. mit auf den Weg geben kann. Eben z.B. auch eine Ausbildung in einer anderen Stadt oder ein Taschengeld (nicht Luxusversorgung), damit sie nicht immer nebenher jobben müssen.


    Das hat aber nicht meine Kinderzahl beeinflusst. Nr. 3 hat sich hier eingeschlichen und wurde herzlich gern aufgenommen. Nun müssen wir das verfügbare Geld dann eben durch drei teilen, nicht mehr durch zwei.


    Wie gesagt, es ist MIR wichtig, weil ich finanzielle Sicherheit gewöhnt bin und wir das machen können, ohne, dass die Kinder jetzt unter unserer "Sparsamkeit" leiden.

    Freda mit dem Jan-Feb-Mär-Trio (01/05 + 02/08 + 03/12) #love


    Ich kaufe und verkaufe im Rabenflohmarkt

    Einmal editiert, zuletzt von Freda ()

  • okee, Wörterauseinanderlegen? ^^


    wenn ich schreibe "bezahlen", dann meine ich genau das. Bezahlen. Definition: ich übernehme die Rechnung. komplett. Das habe ich zum momentanen Zeitpunkt tatsächlich nicht vor. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, und da ist eben Dein Irrtum, dass ich verlangen würde, dass meine Kinder das Studium komplett alleinefinanzieren müssten. also selbst bezahlen. Definition: sie übernehmen die Rechnung. komplett. nachts schlotternd irgendwo Drogen verkaufen, um tagsüber in der Vorleseung einzuschlafen. nene.


    Ich gehe 'mal davon aus, dass da eine Unterstützung stattfinden wird, wie die ausfallen wird, nun denn, da haben wir ja noch ein paar Jährchen Zeit. nech. Erst 'mal abwarten, wer überhaupt alles studieren will. Und kann.... #top


    meine Kinder müssen übrigens auch nicht unter meiner Sparsamkeit leiden, hihi, eher unterm dem Gegenteil. Manchmal....

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  • Abgesehen davon, daß ich es befremdlich und sehr, sehr traurig finde, die gewünschte Kinderzahl so zu kalkulieren "was wenn ich dem 4. kein Studium mehr finanzieren kann?", finde ich, man solle in der Hose bleiben.


    In der Tat muss hierzulande kein Kind verhungern und nicht mal auf irgendwelche Bildungsangebote verzichten.


    Wenn nicht alles zusammenbricht, das komplette soziale und wirtschaftliche System Deutschlands, was ich für sehr unwahrscheinlich halte, so wird es jeder Familie mit berufstätigen Eltern mit der Zeit finanziell nur besser gehen. Die Eltern können mit wachsendem Alter der Kinder mehr arbeiten, wenn man kontinuierlich berufstätig ist, verdient man meistens schon mit Aufsteigen/steigender Berufserfahrung/Weiterentwicklung dann mehr und mehr.


    Sparen für Ausbildung der Kinder halte ich momentan für sinnfrei. Die ganzen Finanzproduktangebote der Banken nutzen nur den Banken. Was bekommt man da für Zins? Das Geld verliert nur seinen Wert. Für mein Geschmack ist sinnvoller in eine Immobilie zu investieren, die schneller abbezahlt dann Freiräume lässt, und mit dem gleichen Betrag kann man dann die Kinder unterstützen, dafür haben diese auch Aussicht, was zu erben. Und am Sinnvollsten finde ich, in die eigene berufliche Entwicklung zu investieren. Also, in eine angemessene Kinderbetreuung, damit man am Ball bleiben kann, in die Aus-/Weiter-/Fortbildung. Wenn man einen Beruf hat, in dem man sich auch entwickelt, so ist die finanzielle Unterstützung der Kinder am besten gesichert.


    Die Horrorszenarien "das Geld ist jeden Tag weniger Wert und alles wird teurer" finde ich ein wenig übertrieben und typische Verarmungsängste einer Wohlstandsgesellschaft. Man kann darin verharren, muss aber nicht. Und grundsätzlich finde ich, würde es der Gesellschaft echt gut tun, die Menschen wären etwas weniger geldgesteuert. Auch den Kindern tut es nicht gut, zu viel Wohlstand um sich zu haben und alle Wünsche erfüllt zu bekommen. Denn in der Tat, es wird immer noch mehr und noch mehr gewünscht und es wird immer was geben, was der eine Freund hat, und der Andere was Anderes, usw. was das eigene Kind sich auch wünscht, aber ob man da alles erfüllen muss?


    Meine Schwester und ich teilten uns unser Kinderleben lang ein Zimmer und daraus entstand Bindung fürs Leben.


    Ansonsten, unterschreibe ich bei Trin, Asreelith, Flickan und anderen Gleichgesinnten.