Zu wenig Milch

  • Hi, ich könnt grad mal verzweifeln. Meine Letzten Wochen waren extrem anstrengend. Viel zu wenig Schlaf, kranke Kinder...
    Mein Kleiner ist jetzt 20 Wochen alt. Seit 8 Wochen trinkt er Nachts so alle 2 Stunden.
    Seit kurzem habe ich das Gefühl, dass ich kaum noch Milch habe. Meine Büste fühlen sich leer und schlaff an. Wenn er trinkt habe ich kaum noch Milcheinschuss. Recht schnell merke ich, dass er nicht mehr richtig schluckt sondern eher nuckelt. Manchmal ist er auch regelrecht aufgebracht. Strampelt dann wie wild mit den Beinchen und wenn ich die Brust Seite wechsle, fängt er gleich gierig an zu saugen. Mittags bekommt er inzwischen Möhrchen-Kartoffelbrei.
    Was könnte ich den tun um die Milch -Bildung anzuregen???
    HAbt ihr da Tipps. Ich kenn nur Malzbier aus dem Krankenhaus.
    #hilfe

  • Anlegen, anlegen, anlegen. Stilltee trinken, aber nicht mehr wie 3-4 Tassen am Tag. Bockshornklee Kapseln aus der Apotheke.


    Hat sich bei Dir irgend was geändert? Hormonelles Verhütungsmittel, Krankheiten? Könntest du Schwanger sein?


    Hast du jemanden der dich etwas entlasten kann? Stress hilft auch nicht grad zur Milchbildung.


    Alles Gute und #knuddel wenn du magst.

  • Eigentlich hat sich bei mir nichts verändert. Ich verhüten nicht hormonell. Bin etwas erkältet aber sonst ist alles gut. Ich glaub wirklich das es der Stress der letzten Wochen/ Schlafmangel ist.
    Danke dir schonmal für die Tipps. Werde mir gleich morgen im DM Stilltee kaufen!!! Und in der Apotheke das andere.


    Nur das mit dem oft anlegen klappt irgendwie nicht. Hatte ich auch bei Google gelesen. Aber ich leg ihn ja schon in etwas alle w Stunden Tags wie Nachts an.

  • Also ich weiß immer nicht, ob es wirklich ein Indiz ist, wie die Brüste sich anfühlen. Nach drei vier Monaten waren meine Brüste auch nicht mehr so prall und den Milcheinschuß habe ich ungefähr nie gespürt.
    Dennoch habe ich problemlos jahrelang gestillt...


    Ansonsten möglichst entspannen, falls möglich...wenig Stress.


    Alles Liebe!

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Hi Kunigund :)


    meine Kleine ist jetzt fast 9 Monate alt. Wir stillen noch.
    Mittlerweile habe ich wieder reichlich Milch. Dazwischen variierte die Menge auch.


    Mir half immer gut bei Kräften zu sein.
    Stress hat bei mir die Milch verringert.
    Auch wenn ich oft gelesen habe, dass es egal ist wieviel man trinkt, ich meine Fenchel-Anis-Tee und Malzkaffee halfen mir.
    Pfefferminz meide ich, da es lt. Hebamme abstillend wirkt.
    Naja und viel viel anlegen und kuscheln. Mit Haut, das regt Hormone an.
    Also nicht aufgeben wenn die Menge variiert und der Krümel motzt. Zwischenzeitlich hatte ich diesen Gedanken auch.
    So hab ich es gemacht.

  • Viel Kraft wünsch ich Dir erstmal. #knuddel


    Ich hatte (und habe, Tochter ist fast 19 Monate) bei allen vier Kindern Phasen, in denen ich mich völlig ausgesaugt fühle/fühlte. Gerade ist es bei uns wegen der Eckzähne wieder so, die Kleine nuckelt und stillt so viel nachts, dass die Brüste morgens quasi komplett leer sind. Wir hatten jetzt auch öfter die Situation wie du sie beschreibst, sie meckert auf der einen Seite und trinkt dann gierig die Andere.
    Ich halte das erstmal also nicht für ungewöhnlich (sprich zu wenig Milch) sondern würde das als Clustern ansehen. Es ist anstrengend aber es hört auch wieder auf. Bitte pass mit dem Milch anregen gut auf und lass gerne nochmal eine Stillberaterin oder gute Hebamme drauf schauen. Bei uns sind dieses Phasen nämlich gerne mal von jetzt auf gleich vorbei und dann steh ich da mit der ganzen Milch... #yoga wenn ich da noch angeregt hätte... #kreischen
    Will heißen ich mache nichts außer so oft anbieten wie das Kind es fordert.

  • Ich denke auch es muss nicht unbedingt zu wenig Milch da sein, es könnte auch sein, dass dein Baby schneller und effizienter trinkt. Pralle Brüste hatte ich nach dem Wochenbett auch nur noch, wenn ich mehrere Stunden am Stück nicht gestillt habe.
    Wachstumsschub fällt mir noch ein, bei dem mehr vom Kind angefragt wird und nach einigen Tagen mehr produziert wird.
    Nimmt er denn gut zu und pieselt reichlich?

    tt1c48ce.aspx
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  • Hm ok. Ich werde Def nochmal meine Hebamme fragen. Aber vielleicht brauche ich auch nur etwas für den Kopf. Ich mache mich nämlich schonmal gern etwas verrückt #angst .
    Irgendwie war es halt bei meiner Großen anders. Da hatte ich immer das Gefühl als hätte ich 5 Babys stillen können.


    Mich nervt auch gerade etwas meine Mutter. Sie bekommt halt mit, dass er Nachts so oft kommt und was ich auch sonst so für Stress habe. Umd jedes Mal, als er jetzt so lange Durchfall hatte, die Schreiattacken im Schlaf und auch jetzt wo er so oft trinkt, sagt sie: dann musst du abstillen.
    Das ist ihr Allheilmittel. Weil sie der festen Überzeugung ist, dass alle Kinder die die Flasche bekommen besser schlafen. Deshalb hat sie ihre Kinder auch nur 2-3 Monate gestillt. Aber das ist Quatsch. Aber was ich auch sage, egal wie oft ich ihr das schon erklärt habe, dieser Spruch/Diskussion kommt immer wieder. #kreischen

  • oh weh, und das macht natürlich zusätzlichen stress. Kannst du deiner Mutter nicht einfach erzählen, dass er jetzt 7 Stunden am Stück schläft, seit er wieder gesund ist? Dann fallen zumindest die blöden Bemerkungen weg.


    Und ja, beim zweiten kind pendelt sich die Produktion viel schneller ein. Ich hab beim zweiten kaum mehr stilleinlagen gebraucht, beim ersten bin ich dauernd ausgelaufen.


    Das wird bestimmt!

  • Bei mir hat Mutterstreß gereicht, um die Milch zu reduzieren. #sauer
    Ins Bett legen und kuscheln, häufig anlegen und selbst viel trinken war der Tipp meiner Hebamme.

  • Alkoholfreies Hefeweizen war bei mir immer das Wundermittel zur Milchbildung - und die Vorstellung, mehr Milch zu machen sei eine für meinen Körper anstrengende Arbeit, für die ich mir Zeit nehmen müsse. Ich habe, wenn meine Milch knapp wurde, 1. getrunken, 2. gegessen, 3. gestillt und 4. geruht, immer mit Baby am Körper, um dann wieder von vorn anzufangen. Ein bis zwei Tage brauchte ich, dann hatte sich die Produktion auf einem neuen Niveau eingependelt.


    Solltest Du echt zweifeln, ob die Milch knapp ist, dann wiege mal die Windeln: alles, was aus dem Kind raus läuft, ist vorher reingekommen. Den Brei rechne raus, dann weisst Du Deine Milchmenge.

    Silbermöwen sind Zugvögel.


    Weißt du, wo das Dings ist?

    ... Nein. Suche es selbst! Ich will das heute nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Silbermöwe ()

  • Oh Schreck, jetzt hatte ich gestern Abend eine leicht Blutung! Kann das denn sein? Bekomme ich jetzt meine Periode???? Habe gegoogelt. Es kann schon sein. Aber keiner beschreibt, dass dadurch die Milch weg geht. Grrrrr, darauf hätte ich jetzt aber echt nich gut verzichten können!!!

  • Die Milch geht nicht weg durch die Periode, keine Angst. Ich kenne das so: Meine Brüste waren nach ein paar Monaten auch nicht mehr so prall, die Kinder haben sehr schnell getrunken, und als solche Phasen mit Unzufriedenheit, mehr quengeln, waren hab ich wirklich sehr viel gestillt, mich, wenn möglich, auch mal viel hingelegt, mit Kind und Lektüre, Haushalt Haushalt sein lassen. Dann habe ich richtig gemerkt wie wieder mehr Milch kam und den neuen Bedürfnissen sich angepasst hat. Für mich war auch wichtig mir nicht reinreden zu lassen, auf Durchzug zu schalten wenn so blöde Sprüche kamen bzw immer lieb zu lächeln und behaupten, alles ist in Ordnung.
    Meine Hebamme sagte mal zu mir: solange die Windeln regelmäßig nass sind ist alles in Ordnung.
    edit: alles Gute euch! Rabenmagie und gute Wünsche.

  • Ich kenne das auch. Der Körper produziert einfach nicht mehr auf Vorrat, sondern nur noch konkret, wenn Bedarf da ist = wenn das Baby saugt. Das ist eigentlich sehr erstrebenswert, denn das Risiko für Milchstauungen sinkt rapide und man kann wieder alle BHs tragen #nägel
    Fürs Kind ist das natürlich etwas lästig - denn vorher floss es nur so und jetzt muss man arbeiten. Frechheit! Aber das ist wiederum sehr gut für die Mundmotorik.


    Wenn du etwas für den Kopf brauchst, versuch doch mal den Stilltee von Weleda - 2 Tassen am Tag. Viele Frauen spüren dann eine Veränderung und es ist immer gut zu wissen, dass man Einfluss nehmen könnte, wenn man müsste.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Die Milch ging bei mir nicht weg mit dem Einsetzen des Zyklus, aber ich habe durchaus gemerkt, dass hormonabhaengig mehr oder wenig schnell die Milch kam. Aber mehr als Anlegen, Fenugreek-tee trinken, Stress reduzieren, selbst genug trinken half bei mir auch nichts.


    Viel Erfolge!

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Du kannst Deine Fragen auch noch bei Denise im Expertenforum stellen
    Ich bin sicher, sie kann Dich auch beruhigen und Dir vor allem Tipps geben, worauf Du achten musst.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Nochmal zum Durchfall: Der erklärt für mich durchaus, dass Dein Kind in den Wochen danach nicht oder nur weniger zunimmt. Manche Kinder nehmen ja auch ab bei Durchfall.
    Übrigens ist Stillen das beste, was Du bei Durchfall des Kindes machen kannst. Wenn Dein Körper die Viren schon kennt, sind in Deiner Milch Antikörper speziell gegen diese Viren drin. Außerdem gibt es andere Inhaltsstoffe in der Muttermilch, die unspezifisch alle Viren und Bakterien bekämpfen. Die gesamte Zusammensetzung der Muttermilch (Zucker, Flüssigkeit, Elektrolyte) wirkt auch dem Durchfall entgegen und sorgt dafür, dass das, was das Kind braucht, auch im Kind ankommt. Nicht umsonst müssen Stillkinder viel, viel seltener wegen eines Durchfalls ins Krankenhaus als Flaschenkinder! Mama hat einfach die perfekte Heilnahrung. Ich war immer sehr froh, dass ich noch stille, wenn in der KiTa wieder Magen-Darm-Viren umgehen.


    Und ich hatte auch immer den Eindruck, dass um meine Regel herum die Milch etwas weniger wird.