Wir brauchen eine Einschlaf-Veränderung (Kind 2 Jahre) - Hilfe!

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Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team
  • Hallo Ihr Lieben,
    ich bin zwar gerade dabei, mich hier durch die Schlafthemen zu lesen (und werde da sicher schon einige Tipps finden), möchte aber trotzdem schonmal hier unsere Situation schildern und um Rat bitten, wir wissen nicht so recht, wo wir ansetzen sollen.


    Es geht um unseren Jüngsten, gerade 2 geworden. Bei seinen Brüdern lief es alles anders, daher nutzen mir diese Erfahrungen gerade irgendwie nicht viel. Keiner der beiden Brüder wurde viel länger als ein Jahr gestillt, Nr.3 stillt noch. Beim ganz großen Bruder (17) habe ich damals in meiner jugendlichen Unwissenheit mit 1 Jahr geferbert,danach schlief das arme Kind problemlos ein. Der zweite Sohn war immer ein super Schläfer, den man einfach nur hinlegen musste und weg war er.


    Tja und Nr.3 hustet uns gerade etwas hinsichtlich einschlafen und macht jeden Abend, oft spät und lange, Rabbatz.
    Als er kleiner war, schlief er i.d.R. an der Brust ein, auch nicht immer schnell, war aber kein Problem, nach einer Stunde oder so konnte ich wieder aufstehen. Danach kam die Phase, wo es mit Papa besser lief, also habe ich gestillt und dann hat er übernommen, sich dazu gelegt, und ihn (mehr oder weniger schnell, aber ohne Tränen) in den Schlaf gekuschelt.
    In letzter Zeit dann oft auch noch mit Buch angucken oder irgend eine Naturdoku oder etwas auf dem Handy oder so guckend (letzeres fand ich doof, wollte aber nicht zu sehr rein quatschen).
    Nur funktioniert das mittlerweile so gar nicht mehr: A. weint beim Papa. Lange, ausdauernd und tw. wirklich verzweifelt. Das nagt natürlich am Papa, der ja nichts anders macht als vorher. Oft gibt er dann irgendwann auf und holt mich dazu, weil uns der Kleine dann natürlich leid tut. Bei mir weint er zwar nicht, schläft aber genauso wenig ein. Stillt ewig rum, oder, wenn ich die Brust wegpacke, wälzt er sich hin und her, steht auf, spielt, geht raus.... alles außer Schlafen.
    Und so ganz langsam nervt es uns ein bißchen, den Papa noch mehr, da er ja bei ihm auch noch so traurig ist.


    Wir haben kein Problem mit Einschlafbegleiten, kinderfreie Wohnzimmer-Abende sind sowieso eine totale Rarität, meist bleibt einer beim Kind, weil es so lange dauert, aber uns stört das "Theater", das nicht-liegenbleiben, die Unruhe, das Schreien.
    Es wäre schön, ein funktionierendes, zeitlich halbwegs überschaubares / vorhersehbares, tränenloses Ritual zu haben.


    Nur wo fangen wir an? Uns ist klar, daß wir an regelmäßigen Zeiten arbeiten müssen (das war bisher nicht so unser Ding, wir sind mehr nach Tagesablauf und Stimmung des Kindes gegangen), auch müssen wir klarere Rituale schaffen. Momentan ist nur das (Plansch-) Bad ein festes Abendzeichen. Vielleicht noch das Stillen, wobei er ja danach nicht schläft. Da sind wir also am Überlegen, einen ritualisierten Ablauf zu schaffen.
    Aber wie kriegt man denn ein Kind, was nicht will, dazu liegen zu bleiben und sich runter zu fahren? Im Kinderbett hat er noch nie geschlafen, könnte das besser funktionieren oder eher schlechter? Und besser brustlos einschlafen lassen, damit es bei Mama und Papa gleich ist?


    Sorry, daß es so lang geworden ist!


    Vielen Dank für Eure Tipps, Seda

    2 Mal editiert, zuletzt von Sedativa () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Mein erster Gedanke ist, dass er vielleicht noch gar nicht müde ist? Wieviel schläft er denn noch tagsüber?


    Meine beiden haben mit zwei (der grosse kurz nach dem zweiten Geburtstag, die kleine kurz vor dem zweiten Geburtstag) aufgehört mittags zu schlafen. Man durfte dann nachmittags nur nicht mehr Auto fahren, dann wurde es abends wieder spät...


    Abstillen ging bei der kleinen auch nicht gut, aber ich konnte nicht mehr, ich war soooo fertig! Und irgendwie war ich zwiegespalten, weil halt auch das letzte Kind, was gestillt wird und so.... Aber ich würde jetzt keine zwei Baustellen aufmachen...

  • Abstillen komplett will ich nicht, nur vielleicht nicht mehr so ans Einschlafen gekoppelt.


    Er steht in der Woche zwischen 07.15 und 08.30 Uhr auf (je nachdem we ihn zur Tagesmutter bringt). Manchmal muss man ihn da sogar wecken.
    Am Wochenende schläft er auch mal bis 09.00Uhr oder länger.
    Bei der Tagesmutter macht er ca. 1,5h Mittagschlaf. Bei uns am Wochenende schläft er auch gerne mal länger, bis 3h.
    Abends ist es halt sehr sehr verschieden. Mnachmal schläft er schon 19.30Uhr, meist erst ca. 21.00Uhr, oft noch deutlich später (heute: 22.15Uhr). Er hält auch locker bis 23.00Uhr oder länger durch, wenn er gut Mittagschlaf gemacht hat und wir ihn abends machen lassen (aufgeben).


    Also... ich würde mal sagen er schläft nachts durchschnittlch 10-11 Stunden und tags 1,5-3. Ist glaube normal für das Alter, oder.

  • Ich würde auch auf nicht müde tippen.
    Oder das genaue Gegenteil. ;) Also Schlaffenster verpasst und dann erst ca. 1 1/2 Stunden später wieder schlafbereit.


    Feste Zeiten gibt es hier auch nicht. Das würde für uns auch nicht funktionieren, weil bei schlechterer Gesamtverfassung immer noch Mittagsschlaf nötig ist.


    Was mir gerade einfällt: Sind vielleicht noch Backenzähne unterwegs und fördern die Unruhe? Durch das Stillen wird wohl auch der Druck gemildert, aber die Backenzähne haben bei uns zu ähnlichem Abendverhalten geführt.


    Gute Nerven
    Brina



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  • Wow, das ist ja ein ganz schön langer Mittagsschlaf! Spricht etwas dagegen, es mal ohne zu probieren? Würde die Tagesmutter da mitgehen?


    Ich glaube, am Ritual selber kannst du drehen, wie du willst, wenn das Kind nicht müde ist, bringt das alles nix...

  • Backenzähne! Genau! Die kommen tatsächlich gerade durch (er kaut und sabbert wie ein Verrückter) - vielleicht ist es nur das?


    Findet ihr 1,5h wirklich so lang für Mittagschlaf? Sie würde ihn sicher auch früher wecken, aber meist schläft er sehr tief.


    Müde ist er abends schon, glaube ich, er reibt sich zumindest die Augen. Zu müde könnte sein.


    ... ach bitte lasses einfach die Zähne sein :D

  • bei uns ist es auch schon sehr lange so, dass mit mittagsschlaf abends nicht vor 22:00/23:00 Uhr überhaupt an Schlaf zu denken ist...Ich denke so ab 2, 2 1/2. Dann war es oft ein abwägen: lieber Mittagspause? Oder abends früher Feierabend? Jetzt ist er 3 1/2 und schläft meistens mittags nicht, dafür dann abends schon um 20:30. Was ja auch nicht besonders früh ist... Aber der schlafbedarf ist ja auch bei Kindern unterschiedlich...mehr als 10-11 Std braucht er einfach nicht.

  • Uns war es zu anstrengend, an einer vorhersehbaren Einschlafzeit gezielt zu arbeiten, und wir stellten schnell fest, dass es diese Idee primär deshalb für kurze Zeit gab, da sie von unserem Umfeld kommuniziert wurde. Bei einem Baby war es noch o.k., wenn es schlief, wann es wollte, irgendwann wurde anderes erwartet. Wir haben uns dann entschieden, den Kleinen weiterhin einschlafen zu lassen, wann er mag, und für uns passt das gut. Er ging lange Zeit sehr spät ins Bett. Mittlerweile ist er 4 Jahre alt, geht gewöhnlich irgendwann zwischen 21.30 Uhr und 23 Uhr ins Bett und bittet dann um Einschlafbegleitung (Kuscheln, Buch lesen...) An Kindergartentagen wird er morgens geweckt, was ich völlig in Ordnung finde, da wir uns auch wecken lassen, am Wochenende schläft er, bis er von alleine aufwacht. Ein recht regelmäßiger Schlafrhythmus hat sich ab ca. 1 Jahr eingependelt und durch größere Änderungen (Nachmittagsschlaf fiel weg, insgesamt kürzere Schlafdauer, Kindergartenstart und fester Zeitrahmen) von alleine verschoben.

  • Hier ähnliches Alter und schon immer Vielschläfer-Kind. Aber bei allem, was länger ist als 1,5h Mittagsschlaf, ist unser Abend auch gelaufen.
    Aufstehen um 6 Uhr, dann Krippe, dort Mittagsschlaf von 1 bis halb 3 und um kurz vor 4 hol ich sie wieder ab. Dann geht sie so zwischen 7 und 8 ins Bett. Wenn sie mittags länger schläft gehts auch gern mal bis weit nach 8 ;( Das ist grad am Wochenende bitter, wenn ich doch nach der Hausarbeit in der Mittagspause gern noch ne Tasse Kaffee in Ruhe getrunken hätt, aber das Kind wecken muss, weil sonst mein Abend im Eimer ist. Wenn ich sie nicht wecke, schläft sie gern mal bis weit über 3h.
    Backenzähne haben sich hier auch grad angemeldet.


    Mit zeitlicher Begrenzung der Mittagsschlafzeit auf konsequent maximal 1,5h funktioniert es hier ganz gut.
    Zum ins-Bett-bringen kann ich keine Tipps geben, das funktioniert hier schon immer so, wie Du es von Deinem zweiten beschrieben hast. Wobei sie seit ein paar Wochen auf "Tür offen" besteht und ab und zu muss sich einer von uns vors Bett legen, bis sie zur Ruhe gekommen ist. Vorher turnt sie auch im Bett rum und erzählt ihrem Schnuffeltier den ganzen Tag nochmal nach. #herzen

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul

  • Vielen Dank für Eure Antworten, dann werden wir mal genauer schauen, ob wir an der Mittagschlafdauer was drehen müssen und zusätzlich hoffen, daß es besser wird, wenn die Zähne durch sind.


    Seda

  • wir stecken kind in die trage und machen normale hausarbeit bis er weg ist. Dann können wir ihn ablegen.
    Sobald er das Gefühl hat,er soll ins bett wars das.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Hier ähnliches Alter und schon immer Vielschläfer-Kind. Aber bei allem, was länger ist als 1,5h Mittagsschlaf, ist unser Abend auch gelaufen.
    Aufstehen um 6 Uhr, dann Krippe, dort Mittagsschlaf von 1 bis halb 3 und um kurz vor 4 hol ich sie wieder ab. Dann geht sie so zwischen 7 und 8 ins Bett. Wenn sie mittags länger schläft gehts auch gern mal bis weit nach 8 ;( Das ist grad am Wochenende bitter, wenn ich doch nach der Hausarbeit in der Mittagspause gern noch ne Tasse Kaffee in Ruhe getrunken hätt, aber das Kind wecken muss, weil sonst mein Abend im Eimer ist. Wenn ich sie nicht wecke, schläft sie gern mal bis weit über 3h.
    Backenzähne haben sich hier auch grad angemeldet.


    Mit zeitlicher Begrenzung der Mittagsschlafzeit auf konsequent maximal 1,5h funktioniert es hier ganz gut.
    Zum ins-Bett-bringen kann ich keine Tipps geben, das funktioniert hier schon immer so, wie Du es von Deinem zweiten beschrieben hast. Wobei sie seit ein paar Wochen auf "Tür offen" besteht und ab und zu muss sich einer von uns vors Bett legen, bis sie zur Ruhe gekommen ist. Vorher turnt sie auch im Bett rum und erzählt ihrem Schnuffeltier den ganzen Tag nochmal nach. #herzen

    Ist Deine Tochter nach mehrstündigem Mittagsschlaf abends schlecht drauf und deshlab der Abend im Eimer oder ist sie einfach wach? Abende mit stets übel gelauntem Kind fände ich auch sehr anstrengend, aber mit wachem Kind, was normal drauf ist, schätze ich die gemeinsame Familienzeit sehr. Ich kann es mir ja nicht aussuchen, wann das Kind bevorzugt schläft, fände es aber extrem stressig, nicht gemeinsam irgendwann am Abend kochen und essen zu können, abends nicht mehr zusammen rausgehen zu können oder sonstwie Zeit zu verbringen. Und dann morgens noch früher aufstehen zu müssen...

  • Sie ist dann wach. Und das ausdauernd.
    Allerdings werde ich dann übel gelaunt. Also spätestens ab viertel neun will ich Paarzeit. Ich geb zu, dass wir da wahnsinnig verwöhnt sind.

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul

  • Bei meiner Tochter - sie kommt heute abends noch nicht ins Bett - hatten wir in dem Alter eine Matratze in ihrem Zimmer auf dem Boden, sie wurde bettfertig gemacht und hat dann in ihrem Zimmer gespielt, so lange sie wollte, musste nur leise sein, damit der große Bruder im Nebenzimmer schlafen konnte. Irgendwann ist sie dann mitten im Spiel und öfters zwischen lauter Spielzeug auf der Matratze eingeschlafen - oder auch zusammengebrochen. Gibt ein paar witzige Fotos.


    Damit war der Kampf und Krampf beim Einschlafen weg und wir hatten unseren mehr oder minder "freien" Abend.


    Übrigens stellt sich heute die Frage, wie man einen freien Abend hat, wenn die Teenager nicht mehr früher ins Bett gehen, als man selbst? ;)

  • Bei meiner Tochter - sie kommt heute abends noch nicht ins Bett - hatten wir in dem Alter eine Matratze in ihrem Zimmer auf dem Boden, sie wurde bettfertig gemacht und hat dann in ihrem Zimmer gespielt, so lange sie wollte, musste nur leise sein, damit der große Bruder im Nebenzimmer schlafen konnte. Irgendwann ist sie dann mitten im Spiel und öfters zwischen lauter Spielzeug auf der Matratze eingeschlafen - oder auch zusammengebrochen. Gibt ein paar witzige Fotos.


    Damit war der Kampf und Krampf beim Einschlafen weg und wir hatten unseren mehr oder minder "freien" Abend.


    Übrigens stellt sich heute die Frage, wie man einen freien Abend hat, wenn die Teenager nicht mehr früher ins Bett gehen, als man selbst? ;)

    Hier geht der Teenager in der Regel deutlich früher ins Bett als der Kleine, kann aber auch alleine zu Hause bleiben. Eigentlich finde ich gemeinsame Familienzeit sehr schön, und deshalb werden "freie" Abende bei uns organisiert und sind nicht die Regel. Meistens verbringen wir die Abende gemeinsam, teilweise auch mit Verabredungen bei uns, Freunden oder in einem Restaurant. Bei beruflicher Abwesenheit des einen ist der andere zuständig, wenn sich einer mit Freunden verabreden möchte auch. Ansonsten gibt es gelegentlich einen Babysitter oder die Kinder schlafen woanders, dann sind auch reine Paarabende möglich. Paarzeit haben wir auch gelegentlich nachmittags, wenn wir mal beide frei haben und die Kinder nicht da sind.

  • Wenn A. ( wird in zwei Wochen zwei), seine Zeitfenster überschreitet, dann geht der wie heute erst um 23 Uhr ins Bett.


    Mittagsschlaf geht noch aber nur von 12-14 Uhr, dann um 20:30-21 Uhr ins Bett.


    Wenn er aber um 15 Uhr auf einmal einpennt ( und der kann das von 0 auf 100) dann brauche ich nicht normal mit dem ins Bett zu gehen, weil ich dann das gleiche mitmache wie du. Und auf den Stress habe ich keine Lust mehr, dann bleibt er auf. Meist spielt er ruhig oder * hilft* mir beim letzten aufräumen.


    Allerdings gestalte ich das ins Bett bringen unabhängig von der Uhrzeit gleich.

  • Wir haben seit den KiTa-Ferien im Sommer den Mittagsschlaf recht konsequent auf eine Stunde gekürzt. Wenn sie dann spätestens um 14:00 Uhr wieder wach ist, schläft sie abends auch vor 21:00 Uh. In den Ferien hat sie teilweise auch gar keinen Mittagsschlaf gemacht, dabei wird die Kleine erst im Oktober 2; aber sie braucht kaum noch mehr Schlaf als ihre 2 Jahre ältere Schwester.
    Ich war mir erst auch nicht sicher, aber es läuft so deutlich besser, als wenn sie abends nicht ins Bett kommt, morgens nicht aufsteht und den Schlaf dann Mittags nachholt um Abends noch später ins Bett zu gehen....

    LG
    blue


    "Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null und nennen ihn ihren Standpunkt." (David Hilbert)