BGH Urteil: Kein Kita-Platz - dann Schadensersatz

  • Aber der Bund hat doch ein gesetzliches RECHT auf einen Betreuungsplatz festgelegt. Das ist doch das Papier nicht wert, wenn man es nicht inanspruch nehmen kann, wenn mal es WILL.
    Ich brauche doch keine Gesetze, wenn eh jeder macht was er denkt und mit den Schultern zuckt oder auf andere Probleme verweist, wenn jemand versucht sein Recht auch durchzusetzen. Es gibt das Recht auf den Betreuungsplatz, also gibt es auch die Möglichkeit zu klagen, wenn einem dieses Recht verwehrt wird. Das finde ich völlig legitim.
    Ggf. muss die verklagte Kommune das Problem dann weitergeben an den Gesetzgeber, der das so geregelt hat, ohne die Kommune ausreichend bei der Umsetzung zu unterstützen.

  • Hier gibt es eindeutig zu wenig Erzieher. Wird es dann Käfig statt Bio Haltung ?

    Es ist nicht wichtig einem Kind eine Antwort auf seine Fragen zu geben,sondern ihm zu helfen die Lösung selbst zu finden. #rose

  • Oder wie bezahlen die Leute einfach mal anständig, dann gäbe es auch mehr Kandidaten #pfeif

    Immer auf Fettnäpfchensuche...


    Chaosqueen mit Chaosprinzessin ( #female 3/13)

  • Aber, wenn jemand "verdummt", dann ist das doch sehr persönliches Problem.
    Du hast es nicht geschafft, neben Kind und Haushalt noch etwas anderes zu machen.


    Das lässt aber nicht die Schlussfolgerung zu, dass eine Hausfrau verdummt.

    Nein, dass ist nicht nur ein persönliches Problem. Ein gesamtgesellschaftliches Problem ist es, wenn sehr gut ausgebildete Frauen 2,3 Jahre nach Berufseinstieg - mehrere Jahre zu Hause bleiben. Wenn sie zurück in den Job kommen, kann es - je nach Fachbereich - wirklich schwierig sein, den Anschluss zu finden.

  • Was heißt das? Das ich aus gesamtgesellschaftlicher Loyalität auf keinen Fall längere Zeit zuhause bleiben darf, damit meine Ausbildung/mein Studium nicht für die Katz ist???

    Ich schmeiß alles hin und werd Prinzessin!!!

  • Nein, dass ist nicht nur ein persönliches Problem. Ein gesamtgesellschaftliches Problem ist es, wenn sehr gut ausgebildete Frauen 2,3 Jahre nach Berufseinstieg - mehrere Jahre zu Hause bleiben. Wenn sie zurück in den Job kommen, kann es - je nach Fachbereich - wirklich schwierig sein, den Anschluss zu finden.

    Da sehe ich aber eher ein Problem, dass gut ausgebildete Frauen garkeine Kinder bekommen.


    Außerdem war mir noch garnicht bewusst, dass ich bitte für die Gesellschaft arbeiten soll.
    Ich sorge dann lieber für die Rentenzahlung der Zukunft.


    Nö, den GesellschaftSchuh ziehe ich mir nicht an...

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Oder wie bezahlen die Leute einfach mal anständig, dann gäbe es auch mehr Kandidaten #pfeif

    Sag das mal nicht zu laut.
    Schließlich gibt es Jobs, da bekommen die Leute noch weniger und außerdem wussten die das doch schon bei der Berufswahl...

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Was heißt das? Das ich aus gesamtgesellschaftlicher Loyalität auf keinen Fall längere Zeit zuhause bleiben darf, damit meine Ausbildung/mein Studium nicht für die Katz ist???

    Immerhin hat die Gesellschaft für die Ausbildung viel Geld gezahlt.
    Ich kenne Ärztinnen mit mehreren Kindern, teuer ausgebildet, aber trotzdem mit Mitte 30 kaum Berufserfahrung, der Kinder wegen.


    Ich finde schon, dass es so etwas wie eine gesamtgesellschaftliche Loyalität (oder wie auch immer man es nennen will) geben muss.
    Ausbildung kostet nun mal der Gesellschaft Geld. Der Deal ist, dass man es später durch seine Tätigkeit und durch Steuerlast an die Gesellschaft zurück gibt.
    Und je höher qualifiziert man
    ist, desto schneller ist das Wissen veraltet. Das mag als Frisörin, Verkäuferin oder Bürokauffrau vielleicht weniger stark ausgeprägt sein, aber als Informatikerin, Ärztin oder Juristin sind 3 Jahre berufliche Anwesenheit einfach problematisch. Es sein denn man hat die Muße sich neben der fordernden Kindererziehung noch privat weiter zu bilden.

  • Menschen ohne Kinder kosten die Gesellschaft auch viel Geld. Vermutlich mehr, als die Ärztin, dir sich um ihre Kinder kümmert.


    Wäre eine interessante Rechnung...

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
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    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Kristallblau, ich finde das eine ganz entsetzliche Sichtweise auf das Leben. Ich habe tatsächlich erfolgreich studiert und wie die zitierte Ärztin nur wenig formale Berufserfahrung - dafür lange Erziehungszeiten.
    Ich bin nun weder verdummt noch asozial in dem Sinne, dass ich der Gesellschaft keine Vorteile bringe. Ich habe genug Zeit fürs Ehrenamt, ich habe mich sogar immer bemüht, da etwas in meinem Berufsbereich zu tun. Auch habe ich seit ich Kinder habe immer wieder die Kinder berufstätiger Eltern mit am Mittagstisch - oder in den Ferien schon am Frühstückstisch.
    Den unausgesprochenen Vorwurf, die Gesellschaft habe sinnlos in meine Bildung investiert finde ich mehr als unangemessen.
    Und selbst wenn ich das alles nicht tun würde, wie lange muss ich denn erfolgreich in meinem Beruf gearbeitet haben, damit ich gesellschaftlichen Nutzen erbringe?
    Und wessen arme Kinder in so langweiligen Berufen wie Friseurin und Altenpfleger machen mir später mal die Liegedauerwelle und wischen mir den Allerwertesten ab für einen Hungerlohn in einem Job, der gesellschaftlich weniger wert ist, weil man auch nach fünf Jahren wieder einsteigen kann?????
    Ich werde nie verstehen, warum Erwerbstätigkeit den Wert eines Menschen definiert. Und warum es ein Qualitätssiegel ist, wenn es keine Möglichkeit gibt, im Beruf aus welchen Gründen auch immer einige Jahre auszusteigen.
    Vielleicht sollte man für Ärztinnen, Ärzte, Informatiker/innen, Jurist/innen dann schleunigst mal ein Zölibat oder eine Zwangssterilisation einführen. Nicht dass die plötzlich nach erfolgter Familienplanung ihre Meinung ändern und ihre Kinder betreuen wollen!


    Tut mir leid, etwas polemisch, aber das regt mich wirklich auf.

    Ich schmeiß alles hin und werd Prinzessin!!!

  • Nun ja, aber ein Kind, das früh in die Betreuung kommt und lange dort (Lebenjahre) kostet die Gesellschaft auch mehr Geld, als eines, das 3 Jahre bis mittags geht.


    Das könnte ja jetzt ohne Ende so weiter gesponnen werden.


    Ich finde es fast unverschämt zu sagen, dass die Gesellschaft viel für die Ausbildung gezahlt hat, also geh früh arbeiten.


    Gibt es nicht auch viele arbeitslose Mediziner?


    Überhaupt viele arbeitslose Akademiker.


    Da wurde ja erst bezahlt für die Ausbildung und dann für die Arbeitslosigkeit.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

    Einmal editiert, zuletzt von Mondschein ()

  • Ich versteh dich gut.
    Ich hab sogar nach dem Studium gearbeitet.
    Davon sogar 5,5 Jahre mit Kindern.


    Bis ich mich entschieden habe mehr Zeit für meine Familie zu haben und nicht der Gesellschaft zu dienen.
    Also nur so indirekt mit der Erziehung meiner Kinder so ganz ohne Wert...

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Im Gegenteil, es gibt einen ausgeprägten Fachkräftemangel in der Medizin... und auch sonst ist eine akademische Ausbildung die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit...


    Das ist aber jetzt deutlich OT....


    Wir benötigen unsere Vollzeitbetreuungsplätze (1xKita, 2xSchule), und die Schul-OGS-Plätze sind insofern nicht Wirklich mit unserer Berufstätigkeit kompatibel, da nur bis 16 Uhr... aber soweit ich weiß deckt der Rechtsanspruch eben genau keine wirklich Bedarfsgerechte Betreuung ab...


    Auf Kosten unseres Schlafes (ich arbeite inzwischen meist 6:30-15:00, mein Mann 15:00-23:00) kriegen wir es geregelt, leider müssen wir gerade beide voll arbeiten aus finanziellen Gründen, unser Ideal war immer beide 75%....

  • ich glaube auch, dass die Aussage " 3 Jahre Abwesenheit führen dazu dass man seinen Job nicht mehr machen kann" für nahezu jeden Job falsch ist.


    Schließlich hat jede Mal in seinem Job angefangen und vorher was anderes gemacht. Jede hat sich mal genau ihren Job eingearbeitet. Warum soll das nach drei, vier oder fünf Jahren nicht erneut möglich sein, insbesondere da man ja nicht ALLES neu lernen muss, sondern nur EINIGES. Ich behaupte, dass diese erneute Einarbeitungszeit deutlich kürzer ist als die ursprüngliche als man den Job angefangen. hat.
    Die Einarbeitungszeit in einen neuen Job beträgt ca. 1 Jahr. Also ein Jahr bis man 100% Leistung bringt. Wieso soll dann die Wiedereinarbeitung in den Job nicht mehr möglich sein?


    Ehrlich gesagt, ich halte diese "Dann ist man weg vom Fenster"- Floskel für eine billige Ausrede der Arbeitgeber, damit sie sich nicht mitbso komplizierten Dingen wie Familie herumschlagen müssen.

  • Nun ja, aber ein Kind, das früh in die Betreuung kommt und lange dort (Lebenjahre) kostet die Gesellschaft auch mehr Geld, als eines, das 3 Jahre bis mittags geht.

    Ich glaube nicht, dass man das so einfach ausrechnen kann. Das ist ja auch abhängig davon, wie viele Steuern die Eltern zahlen oder nicht zahlen, aufgrund ihrer Arbeit oder ihres Zuhausebleibens usw. usf.




    Zitat Mondschein (Sorry, zitieren funzt bei mir irgendwie nicht richtig): "Ich finde es fast unverschämt zu sagen, dass die Gesellschaft viel für die Ausbildung gezahlt hat, also geh früh arbeiten."


    So richtig prickelnd finde ich das auch nicht. Andererseits - was bleibt "der Gesellschaft" anderes übrig als ein Stück weit utilitaristisch zu argumentieren? Ausgaben müssen den Steuerzahler/innen gegenüber ja auch irgendwie gerechtfertigt werden. Wenn nun - ich übertreibe - alle just for fun studieren und dann nicht in dem studierten Beruf arbeiten (warum auch immer), wird das mittelfristig nicht funktionieren können. Ich weiß nicht - wie sieht denn eine gute, funktionierende Lösung aus?


    Könnt ihr euch noch erinnern? Vor einigen Jahren wurde doch ein Zuschlag zur Rentenversicherung für Kinderlose eingeführt. Gibt es den noch? Da ich mittlerweile Kinder habe, weiß ich das gar nicht mehr und habe auch lange nicht mehr daran gedacht. Damals habe ich mich tierisch darüber aufgeregt, da ich zu jenem Zeitpunkt nicht "freiwillig" kinderlos war, sondern weil eine langjährige Beziehung in die Brüche gegangen war und ich erst einmal ein paar Jahre keinen passenden Partner fand. Ein Kind in dieser Lebenssituation zu bekommen, hätte ich als hochgradig irrational für mich empfunden. So habe ich das als Bestrafung empfunden. Und als Schlag ins Gesicht aller Paare, die ungewollt kinderlos bleiben.


    Aus heutiger Sicht - da ich nun weiß, wie teuer Kinder sind, wenn man es mal konsequent durchrechnet - bin ich da ambivalent. Einerseits finde ich es immer noch ungerecht, Menschen für ihre Kinderlosigkeit zu "bestrafen". Andererseits sehe ich, dass wer Kinder hat, halt auch viel weniger Kosten und Gehaltseinbußen hat und dadurch privat leichter fürs Alter vorsorgen kann. Wieso also keinen Zuschlag fordern? Wie seht ihr das? Ich bin interessiert an Ideen, die dieses Problem gerechter lösen.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • SchwarzesSchaf, dass du Polemik magst, ist rauszulesen, auch ohne Hinweise.


    Ich wäre dir dankbar, wenn du Satzzeichen nicht als Rudeltiere verwenden würdest, das macht Text besser lesbar. Und mehr Nachdruck kommt dabei auch nicht raus, eher der Eindruck, dass du deine Gesprächspartner angehen möchtest, weil sie nicht deiner Meinung entsprechen. Und dieser Eindruck wäre doch schade, da er sicherlich nicht stimmt.



    Also, mir mag nicht klarwerden, warum du dich in diesem Thema so stark engagierst, denn es betrifft dich ja gar nicht. Es geht um ein Recht, welches du gar nicht in Anspruch nehmen möchtest. Musst du auch nicht, niemand zwingt dich. Trotzdem wäre es dir lieber, es gäbe dieses Recht nicht - denn dadurch, dass es das gibt, fühlst du dich unter Druck gesetzt. Richtig? Denn auf einmal ist die "Rolle der Frau" nicht mehr so selbstverständlich klar, und es wird an Grundfesten gerüttelt. Du musst dich plötzlich bewusst entscheiden / positionieren, und dies dann ggf. auch noch vertreten. Klar, ich kann nachvollziehen, es wäre leichter, nicht bewusst eine Position einnehmen zu müssen, sondern einer "selbstverständlich gegebenen" Struktur zu folgen.


    Aber - es gibt eine durchaus nennenswerte Anzahl an Menschen, die möchten die starre Struktur nicht mehr, weil sie sich selbst darin nicht wiederfinden. Ist es nicht ganz schön gemein, diesen zu sagen, also nee, ich will nicht, dass du dieses Recht bekommst, weil es mich stört, weil ich mich dann erklären muss?


    So fühle ich mich nämlich. Du erklärst mir nämlich, also nicht genau in den folgenden Worten, aber ich lese das raus, dass meine eigentliche gegebene Rolle die der Mutter und Hausfrau wäre, und das die Rolle doch auch schön ist, und dass ich mich doch bitte da rein finden soll, denn sonst bin ich eine Abweichlerin, die dafür sorgt, dass die, die es so machen wollen wie immer, sich unter Druck gesetzt fühlen.


    Ich bin als Alleinverdienerin für meine vierköpfige Familie nämlich weit und breit die absolute Ausnahme, und ja, ich wünsche mir, es würde mehr weibliche Karrieren geben, denn ich möchte gar nicht die Ausnahme sein, sondern ich wäre da echt gerne normal. Auch verbunden mit der Hoffnung, dass meine Chefs in mir nicht automatisch die dazuverdienende Frau sehen, und mich entsprechend auch bei gehaltlicher Entwicklung behandeln, sondern schlicht davon ausgehen, dass das Geld, was ich verdiene, kein netter Spaß ist, sondern notwendig. So ist nämlich die Betrachtungsweise, wenn es um Männer geht. Und die hätte ich auch gerne!

  • Man arbeitet doch heutzutage so lang. Wenn man nun tatsächlich erst mit Ende Zwanzig/Anfang dreißig nach Studium und Kinderaufzucht einstiege ins Berufsleben, gibt man doch der Gesellschaft immer noch sehr viel in Form von Steuern und Leistung zurück, oder? Und die Kinder tragen später zur Rente bei.
    Also da sehe ich es nun nicht als unsozial, eine Zeit lang im Beruf zu reduzieren/auszusetzen und Kinder zu erziehen, obwohl man vorher studiert hat.

  • @nez perce es ist ein Zuschlag zur Pflegeversicherung und den gibt es noch.


    Genau es lässt sich nicht ausrechnen. Ebensowenig lässt sich aber auch ausrechnen, wer der Gesellschaft am Ende mehr bringt und wer mehr kostet.


    Das ist bei der Krankenversicherung ja auch so. Das lässt sich nicht ausrechnen, ob nun die familienversicherte Hausfrau "besser" ist, die gesund ist oder die einzahlende arbeitende Frau, die leider ständig krank ist.


    So funktioniert unser System eben nicht.


    Und zum Zeitpunkt der Ausbildung wissen viele eben auch noch nicht, was passiert.


    Es gibt keine Garantie, dass man in seinem Job eine Stelle bekommt und es gibt eben auch keine Garantie, dass man in seinem Job immer arbeiten will.


    Es merken ja auch Leute erst nach dem Studium, dass der Job dich nicht so toll ist.


    Und ja, ich kenne Leute, die srudern für die ganzen Vorteile (Semesterticket, Steuervorteile usw.).

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Schilf, dann bemühe ich mich nun mal um weniger Satzzeichen.
    Und mein Hinweis auf Polemik war eine vorauseilende Entschuldigung, keine Erklärung, welche stilistischen Mittel ich mag.
    Du liest etwas aus meinem Text heraus, nämlich ich wolle dich in einer traditionellen Rolle sehen. Das liest du heraus, ohne dass ich es geschrieben oder gemeint habe.
    Trotzdem finde ich es fast gut. Es macht dir offensichtlich was aus.
    Genau dieses Problem habe ich auch. Wenn jemand schreibt/sagt, Hausfrauen könnten verdummen oder der Gesellschaft keinen Nutzen bringen. Dann lese ich da auch etwas heraus. Und ich fühle mich dann auch nicht gut dabei.
    Und nein, es soll sich nicht das Rad zurückdrehen. du sollst dein Familienmodell genauso leben können, wie du und dein Partner das wünschen. Ich möchte das auch so wie mein Partner und ich das wünschen. Und zur Zeit entsteht bei mir und offensichtlich auch ein, zwei anderen der Eindruck, dass der von mir gewählte Lebensentwurf gesellschaftlich weniger erwünscht ist als der des Doppelverdienerhaushalts.
    Gegen Kinderbetreuung im U3 habe ich gar nichts, ich habe ja sogar geschrieben, dass ich mir da eine qualitativ noch viel bessere wünschen würde für die, die sie nutzen wollen oder müssen. Ich würde nur gerne den Eindruck haben, dass gesellschaftlich nicht etwas von mir erwartet wird, was ich nicht möchte. Oder mir suggeriert wird, ich hätte mein Lebensmodell nur gewählt, weil ich etwas naiv bin und die Gleichberechtigung mich einfach noch nicht erreicht hat.
    Ich hoffe, das war nun verständlicher und viel leichter lesbar.


    Liebe Grüße
    SchwarzesSchaf

    Ich schmeiß alles hin und werd Prinzessin!!!