Blutspenden - Erfahrungen und Tips gesucht

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  • Schon lange möchte ich anfangen, regelmäßig Blut zu spenden. Das erste und letzte Mal in meinem Erwachsenenleben ging leider ziemlich in die Hose, nach der Spende durfte ich nach ca. 10 Minuten aufstehen und gehen und draußen habe ich mir als erstes eine Zigarette angezündet #schäm und bin daraufhin ohnmächtig geworden...


    Dann war ich zweimal schwanger und viel krank irgendwie ergab sich lange nicht die Gelegenheit und außerdem hatte ich glaube ich immer unterschwellig Angst, dass mir das Spenden nochmal so schlecht bekommen würde, obwohl ich schon lange nicht mehr rauche und mittlerweile sicher auch souverän drauf bestehen könnte, eine halbe Stunde zu liegen statt nur 10 Min.


    So ganz frei von Unsicherheiten und Fragen bin ich aber doch nicht, vielleicht können mir ein paar hier weiterhelfen:


    -ist es besser am Ende eines Arbeitstages zu spenden, so dass ich den restlichen Tag Ruhe habe, am besten vielleicht sogar am Freitag? Oder eher schlechter, weil ich dann schon fertig von der Arbeitswoche bin?


    -Soll ich besser nicht mit dem Fahrrad nach Hause danach?


    -kann ich am Tag danach wieder Sport machen?


    -im Winter bin ich (wie bestimmt viele) zwar nicht viel krank, aber schon weniger fit/energie-geladen als im Sommer, soll ich besser noch bis zum Frühling warten?


    -einen Müsliriegel und Wasser würde ich mir einpacken und auch danach gleich was essen gehen, ist es sinnvoll, auch direkt vorher was zu essen? Wie siehts es aus mit Kaffee? Förderlich (für den Blutdruck, meiner ist eher niedrig)? oder eher schlecht?


    -wie oft pro Jahr geht ihr so spenden?


    Über diese und weitere Tips freue ich mich sehr!

  • Ich glaube, das kann man so pauschal nicht sagen, jeder reagiert anders auf eine Blutabnahme. An deiner Stelle wäre ich sicherlich erstmal vorsichtig.


    Ich gehe 2x pro Jahr, hier wird das vom örtlichen DRK ausgerichtet und Essen plus Trinken gibt es danach immer gratis. :)


    Mir geht es danach immer gut, ich war noch nie wacklig. Wenn du dir unsicher bist, leg die Blutentnahme so, dass du danach Ruhe hast.

    Happiness can be found even in the darkest of times, if one only remembers to turn on the light. -Albus Dumbledore-

  • Früher ging ich regelmäßig spenden, aktuell aus körperlichen Gründen nicht.


    Hast Du eine Blutbank in der Nähe? Ich hatte im Ruhrgebiet die Wahl und ging nicht zum roten Kreuz, weil die ihre Spenderinnen einfach anzapften. Die Blutbank der städtischen Kliniken machte erst einen ausführlichen Gesundheitscheck, dann warteten sie die Blutuntersuchungsergebnisse ab, dann bekam man eine Spendeneinladung, vorher nochmal den Blutdruck gemessen und HB-Wert bestimmt, und wenn der zu niedrig war, wurde ich mit Eisentabletten wieder heimgeschickt und 6 Wochen später erneut eingeladen. Erst, wenn alles ok war, wurde Blut oder Plasma abgezapft. Danach gab es entweder Limonade oder nach Plasmaspenden ein Elektrolytgetränk.


    Trotzdem fiel ich 30 Minuten nach der ersten Spende in Ohnmacht. Ich wäre besser nicht die Bahnhofstreppe zur S-Bahn raufgerannt... Alle weiteren Spenden vertrug ich problemlos.
    Nein, Du fährst besser nicht mit dem Fahrrad nach Hause, sondern lässt es ruhiger angehen, bis Du Dich wieder energiegeladen fühlst. Kaffee direkt vor der Spende ist blöd, weil der harntreibend wirkt und Du mit Nadel im Arm und Beutel dran nicht auf die Toilette gehen kannst. Ansonsten verpflege Dich so, dass Du Dich wohl fühlst. Da gibt es keine Vorschriften.

    Ich bin

    ich. Mensch, Mutter, Nordwest-Europäerin. Anwesend.

  • Shangri, Du bist von ähnlicher Statur wie ich, mir sind die hier üblichen 500ml einfach zu viel. In Frankreich spendet man nur 400ml, das passte mir besser. Aber auch da bin ich einmal (unausgeschlafen) auf dem Nachhauseweg in der Bahn umgekippt. Bei den 500ml wurde ich direkt auf der Liege bewusstlos.


    Meine Erfahrung: unbedingt vorher und nachher ausreichend essen und trinken. Und ich würde auch von Sport und Radfahren abraten, in meinem speziellen Fall auch am Folgetag... das war nicht lustig.


    Und wirklich genau überlegen, ob es geht. Ggf ist Plasma spenden besser verträglich? Ich selbst darf aus gesundheitlivhrn Gründen gar nicht mehr spenden, von daher konnte ich nicht weiter machen...

  • Erst einmal schön das du dich fürs Blutspenden entschieden hast. Ich und mein Mann gehen regelmäßig.
    Jedoch muss ich jetzt nach der Geburt wieder pausieren.
    Wichtig ist das du am Tag der Blutspende ausreichend trinkst und isst. Blutspenden ist nun mal eine körperliche Anstrengung. Nach der Blutspende bleib solange liegen wie es dir passt und lass dich direkt mit einem Getränk versorgen. Nach dem aufstehen am besten noch eine Kleinigkeit essen und es langsam angehen. Fahrrad würde ich in deinem Fall erst einmal nicht empfehlen.
    Ich würde an deiner Stelle mir einen Tag aussuchen eo ich hinterher nichts mehr vorhabe.

  • Vorher genug trinken ist wichtig und hinterher nicht lange ruhig stehen (das war wahrscheinlich bei deiner Zigarettenpause der Fehler. Ich bin mal fast umgekippt, als ich nach dem Spenden auf die glorreiche Idee kam, noch Unkraut jäten zu müssen und dann vom Nachbarn vollgequatscht wurde und nicht wegkam).


    Mit dem Rad fahre ich immer nach Hause. So lange ich in Bewegung bin, macht das mir nichts aus.


    Hier wird man neim Blutspenden komplett mit Getränken und belegten Brötchen versorgt, deshalb kenne ich das gar nicht, sich was zu essen mitzubringen.

  • Hier gibts nur Geld. Es ist tatsächlich die Blutbank bzw. die entsprechende Abteilung des Uniklinikums. Letztes Mal hatte ich den Eindruck, dass es da einige gibt, die einmal im Monat gehen. War insgesamt alles sehr auf Abfertigung ausgelegt :)

  • Ich trinke vorher, während und danach Cola. Das hilft großartig, wird hier auch vom DRK bereit gestellt und empfohlen bei Wackelkandidaten. Und lange genug liegen bleiben und langsam aufstehen .
    Das klappt schon!

  • Laut Blutspendedienst dürfen Frauen 4x im Jahr spenden, Männer 6x. edit: bezieht sich auf die Vollblutspende. Plasma geht öfter.
    Weiß aber nicht, ob das bei einer Blutbank auch so ist.
    Hier wird man beim Blutspendedienst des BRK erstmal Untersucht und muß viele Fragen zur Gesundheit und zu Aufenthalt im Ausland beantworten. Nach der Spende bleibt man so lange liegen/ auf der Liege sitzen, bis man das Gefühl hat, wieder auf den eigenen Beinen stehen zu können.
    Dann gehts zum Imbis. Da gibts was zu essen und zu trinken und noch ein wenig nette Unterhaltung mit anderen Spendern (sind ja eh immer die gleichen - man kennt sich also) - und eine Liege, falls es jemandem erst jetzt den Kreislauf weg zieht.


    Ich fahre immer mit dem Auto heim und mache dann am Abend nicht mehr viel.
    Sport am nächsten Tag ist bisher kein Problem gewesen - ich bringe aber auch kein Höchstleistungen.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

    Einmal editiert, zuletzt von igel ()

  • Ich bin früher auch Blut spenden gegangen, bevor ich Kinder bekommen habe.
    Ich bin dazu in die Blutbank einer Uniklinik gegangen.
    Der Ablauf war so: Zuerst musste ich zu einem Arzt, da wurde Blutdruck gemessen und ein wenig Blut abgenommen um den Eisenwert zu bestimmen und um zu gucken, ob man an dem Tag zum spenden geeignet war.
    Dann durfte man spenden. Das Blut wurde aber so lange gelagert, bis man zum nächsten Mal zum spenden kam und die Probe dann okay war.
    Zum Beginn meiner ersten Schwangerschaft bin ich dann extra nochmal hingegangen (ich hatte vorher angerufen) und sie haben mir ein wenig Blut abgenommen, damit sie die letzte Spende noch frei geben konnten.
    Ich habe es ziemlich gut vertragen und konnte immer relativ schnell aufstehen.
    Es gab immer ein sehr gutes Buffet hinterher, da habe ich immer ein wenig gegessen. Meisten war ich mit einer Freundin dort.
    Einmal bin ich hinterher zur Strassenbahn quasi gejoggt, das war gar nicht gut. Da bin ich fast umgekippt. Und einmal, im Sommer, wollte ich hinterher in einem Kaufhaus noch etwas einkaufen und mußte lange an der Kasse warten, da ging es mir auch nicht gut. Also bin ich nach dem Essen dann einfach immer ganz in Ruhe nach Hause gefahren und habe mir einen gemütlichen Tag gemacht.

  • Schon vorher anfangen ausreichend zu trinken war bei mir immer wichtig. Das waren die 4 Cola, die ich früher getrunken habe. Ich mag zwar keine Cola, aber fürs Blitspenden war das immer gut, viel Zucker, Koffein und Flüssigkeit. Danach am besten noch etwas trinken, die Flüssigkeit und die schnell verfügbare Energie war bei mir ausschlaggebend, ich hab direkt in einer Klinik gespendet, da gab es etwas Geld, Kekse und Getränke und falls mein Eisenwert mal wieder zu niedrig war, wurde ich mit Eisentabletten wieder heimgeschickt (oder wenn ich gerade so drüber war, durfte ich eben spenden, aber habe zur Sicherheit die Tabletten mitbekommen).