Spielzeug und anderes weitervererben

  • Hallo,


    mal ne Frage an Euch, wie man das geschickt macht. Wir haben zwei Jungs und der kleinere bekommt logischerweise viele Sachen vom großen (der mehr als alles hat). Wie macht man das nun am geschicktesten mit der Weitergabe von Spielsachen?


    Abkaufen hab ich hier mal gelesen aber das kommt nicht in Frage, weil B sowieso schon mehr Geld hat als sein kleiner Bruder (dank ungerechter Großeltern), alles neu hatte, während J alles auftragen muss und mit Geld auch nicht umgehen kann.


    Auf den Speicher kommen viele Sachen gar nicht zwischendurch. Vieles bleibt einfach da, wird von beiden bespielt bzw war bei B gar nicht mehr aktuell aber wenn J dann damit spielt, dann kommt schon mal "damit will ich jetzt spielen und das ist ja auch meins".


    Wenn es auf dem Speicher war, dann ist es auch doof ("Mama warum war der Nikolaus jetzt eigentlich bei uns auf dem Speicher?").


    Aber wenn es keine offizielle Übergabe gibt, dann gehören hier 95% aller Sachen B und J hat quasi nichts. Ich seh es aber auch nicht ein noch mehr Sachen zu kaufen.


    Ach irgendwie ist alles doof. Sagt Ihr mir doch bitte wie ich das machen soll.

  • Schaut doch, dass B bei den nächsten Gelegenheiten eher Immaterielles bekommt. Und J Mals was Größeres, was auch in Bs Augen "cool" ist, dann gleicht sich das Verhältnis etwas aus. Ansonsten gilt hier ein stückweit, dass derjenigen, der angefangen hat mit etwas zu spielen, damit auch weiter spielen darf. Und 90% des Spielzeugs wird gemeinsam aufbewahrt und gemeinsam bespielt - da schein "mein" und "dein" nicht so entscheidend zu sein.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Ich hab meinem Kind schlicht erklärt, dass ich nicht alles doppelt und dreifach kaufen kann. Letztendlich wollte er auch immer was zu Geburtstag und Weihnachten schenken, und dann ist das eine Gelegenheit, etwas offiziell zu übergeben.


    Letzten Sommer wurde z.B. der Trettraktor übergeben ("Mama, der gehört jetzt Klein-J., ich bin ja schon viel zu groß dafür."....."Mamaaaaa! Klein-J. spielt immer mit dem Traktor und ich darf niiiiiiiiiiiiiie drauf"). Aktuell wurden alle Bandolinos übergeben, weil er selbst gemerkt hat, dass sie ihm zu einfach sind. Duplo haben wir dem Kleinen auch mal was ergänzendes geschenkt, und jetzt liegt Groß-J.s und Klein-J.s Duplo einträchtig in einer Kiste.


    Irgendwie klappt das hier halbwegs automatisch, außer bei absolutem Lieblingssachen. Und das ist dann auch okay, dass er da Besitzansprüche hat. Der Kleine bekam jetzt auch was zu Weihnachten, was der Große mit 3 sicher mehr als super gefunden hätte :D

  • Oh das interessiert mich auch sehr. Ich weiß nämlich auch nicht wie ich es regeln soll.
    Die Große ist fast 7, die kleine wird 2. Da ist das meiste der Großen für sie nicht mehr aktuell, sie weiß aber das es ihres ist.
    Ich lese mal mit.

    Alles verändert sich mit dem der neben einem ist,
    oder neben einem fehlt.

  • Wir verstauen das Spielzeug beider Kinder ob in Trofast-Kisten. Es wird alles zusammen verstaut, unabhängig davon, wem es gehört. Alles ist im Wohnzimmer, und wer spielen will, nimmt sich eine Kiste und spielt irgendwo damit. Seit wir das so handhaben, stellt sich deine Frage nur noch ganz selten.

    You never forget a person who came to you with a torch in the dark.

  • Beim Duplo hatten wir es so gemacht das der Kleine auch Duplo geschenkt bekam mit dem die Große auch spielen wollte und so wurde eh alles durchgemischt und es war klar es ist für alle da und keiner hat alleinige Ansprüche darauf. Das lief sonst auch eher meist automatisch und auch recht friedlich. Es war klar dass die Spielsachen für jüngere dann halt einfach an den jüngeren gehen, es kam ja auch für ältere was nach. Bücher hab ich irgendwann fast alle in den Flur in ein großes Regal gepackt, damit jeder Zugriff darauf hat. Hab das aber auch gar nicht so groß thematisiert insgesamt.
    Dem großen Kind Geld dafür zahlen find ich vom Gefühl her nicht gut, daher kam das nie in Frage.
    Einiges geht dann direkt an die kleineren Neffen oder an Kinder von Freunden weiter, ist auch kein Problem.
    Lieblingsspielzeuge durften aber auch bleiben, wenn das Herz dran hing. War aber seltener der Fall.

  • Wir durchmischen das Spielzeug- grade wenn Kinder nicht so weit entfernt sind vom Alter ist das vermutlich das einfachste. Verbrauchsmaterial dürfen sie selbt verfügen, alles andere ist für ALLE zum Spielen da. Ausnahme ist eben sowas wie ein Legoset. Das darf der, dems gehört aufbauen, bespielen darf es dann jeder.


    Ich finde das mit dem Geld geben an den Älteren schwierig, denn mal ehrlich: wenn sie es nciht mehr bespielen, dann brauchen sie es ja auch nicht mehr und dann sollte es doch schön sein, wenn es das Geschwisterchen noch benutzen darf. Meist bekommen die älteren ja auch regelmäßig Nachschub an neuem Material, was sie nicht selbst finanzieren müssen...


    Ich denke es ist ein bisschen der Lauf des Lebens- etwas geht, etwas kommt.

    #herz -liche Grüße von Ludo und ihrer Rasselbande

  • Geld geben an den Älteren würde ich auch nicht machen.
    Bei uns ist es so, dass wenige Sachen wirklich nur dem einen Kind gehören (Stofftiere z.B., oder auch ein besnderes Puzzle oder so). Alles andere "gehört" immer beiden bzw. keinem und wird auch von beiden genutzt. Ist im Kinderzimmer so untergebracht, dass beide damit spielen können. Sie haben eine Schuhkarton mit Playmobil-Spielsachen, da hat mal der eine die Figur bekommen, der andere auch irgendwas, letztlich ist es i eienr iste, beide spielen damit.
    Hagendeel

  • Hier wird bunt gemischt von allen mit allem gespielt. Zu manchem, beispielsweise Duplo oder Geomag, haben beide Große was geschenkt bekommen, sodass direkte Besitzansprüche hinfällig sind. Wenn es irgendwann mal darum geht, Spielzeug zu verkaufen, dann wird das Geld dem tatsächlichen Besitzer zugeordnet.


    Hier gilt: Wer begonnen hat zu spielen, der darf es behalten. Abweichungen gelten für Kuscheltiere, die sind bei Bedarf auszuhändigen.


    Ein schwieriges Thema, hier läufts bisher ganz gut. Im Hinterkopf habe ich, dass die kleineren Geschwister sehr viel Spielzeug vom Großen mitnutzen und dieser deshalb eventuell etwas mehr geschenkt bekommt im Gegenzug. Irgendwann gehen allerdings die Interessen auch so auseinander, dass sich die gewünschten Sachen nicht mehr decken.


    Alles Gute, MaFu

  • Hier dürfen alle mit allen Sachen spielen. Es gibt immer Dinge, die primär eher einem Kind gehören, aber das allermeiste wird durchmischt bespielt. Gerade playmobil Duplo Lego schleich matchbox Brettspiele spielt sich doch weh besser zusammen.


    Klar war das anfangs mal für einen geschenkt, aber bespielt wird es von allen.


    Fahrräder habe ich früher zt beim vererben aufgehübscht: geputzt bemalt neue Klingel dran.



    Ausnahmen sind Kuscheltiere manche Bücher und Farbkarte. -


    Allerdings haben wir einfach auch nicht sehr viele Spielsachen.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • @Tobalenta farbkasten! Filzstifte hingegen sind für alle. Aber beim farbkasten gab es soviel Theater wie der nun benutzt wird, dass wir jetzt einfach zwei haben

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  • Wir verstauen das Spielzeug beider Kinder ob in Trofast-Kisten. Es wird alles zusammen verstaut, unabhängig davon, wem es gehört. Alles ist im Wohnzimmer, und wer spielen will, nimmt sich eine Kiste und spielt irgendwo damit. Seit wir das so handhaben, stellt sich deine Frage nur noch ganz selten.

    Hier auch so. Jeder darf spielen womit er will. Wirkliche Besitztümer oder Schätze sind nur Kuscheltiere, Edelsteine, Anhänger oder Basteleien. Ansonsten wird geteilt. Das war mir immer sehr wichtig. Ich teile "meine" Sachen auch.


    Edit. Dir ging es eher ums schenken. Wir schenken den kleineren oft ergänzende Sachen. Diverse spezielle Teile für die Briobahn. Oder ein tolles Lego Auto oder Flugzeug oder ein Playmobil-Ding, das zu den anderen Playmobilsachen passt. Andere Utensilien für die Küche. Bastelmaterial geht immer, da es sich verbraucht.

    Mandragora
    mit Sonnenschein 07, Kuschelbär 10, Zwerglein 14, kleine Bohne 20

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  • Wir waren 6 Kinder und es war normal, dass die Sachen weiter gewandert sind von Kind zu Kind. Kaputtes wurde aussortiert, zum Geburtstag und Weihnachten haben auch die kleinen was eigenes neues bekommen. Bei uns war das so selbstverständlich, dass das niemand in Frage gestellt hat. Sich hier nen Kopf zu machen und überlegen wie man das sozialverträglich für alle macht, ist meines Erachtens schon zu viel, das gibt dem viel zu viel Bedeutung und Aufmerksamkeit, was die Kinder viel unruhiger macht.

  • Wir haben beiden Kindern immer wieder gesagt, dass sie Geschenke schon für sich beantspruchen dürfen, aber sich dann nicht beschweren, wenn jemand nicht mehr mit ihnen spielen mag. Also wir haben einfach über die Sachen das Teilen versucht bei zu bringen.


    Übrigens waren keine solchen harten Sätze, sondern kindgerecht und nett immer wieder.


    Wir schenken auch viel, womit die Kinder zusammen spielen können. Das hat das sehr gefördert. Also Kapla Steine ect. und haben diese Sachen bspw. an Weihnachten auch bewusst "beiden" geschenkt. Selbst die Lieblingswünsche der Kinder dieses Weihnachten, gab es so gesehen für beide. Warum auch nicht?
    Am Geburtstag gibt es natürlich nur etwas für Kind x oder y. Bin gespannt wie es diesen Geburtstag wird, wenn Kind 2 etwas bekommt, was auch Kind 1 toll findet. Wenn wir das wirklich machen, wird es spannend. Aber letztes Jahr gab eine Ritterburg für Kind 2 und zwei Tage schon so das Problem: Es ist meine meine meine - aber alleine spielen war auch doof. Und dann gab sich das eh.



    Aber, die Kinder haben jeder ein oder mehrere Boxen, wo sie Sachen die wirklich "ihre" sind und ihnen wichtig sind, sammeln. Bspw. Medaillen, oder Bilder, oder ihre Sammelbücher von Rewe oder oder... sowas halt.

    Wyrd bið ful aræd!


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