Wird das irgendwann besser? Kinderwunsch, evtl Trigger.

  • ja aber sie bezog sich auf meine Fragen. Egal, Missverständnis. Alles wieder gut #blume

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


    Strong people stand up for themselves.
    Stronger people stand up for others.


  • Mir ist nicht ganz klar was Du genau willst. Im Ausgangspost schreibst Du dass Du einen Kinderwunsch hast, Dich aber aktiv gegen ein zweites entschieden hast.


    Bedeutet für mich: Du willst Dich damit auseinandersetzen dass Du keine Kinder mehr bekommen wirst, obwohl Du den Wunsch danach hast.
    Da gibt es eine Menge Frauen die aus unterschiedlichen Gründen diesen Abschied vom Kinderwunsch gehen, und es gibt Foren dazu. Kennst Du das Frauenworte Forum?


    Dann kommst Du aber immer wieder auf das Drama Deiner ersten Geburt zurück. Sagst aber Du willst es nicht aufarbeiten.
    Was genau erwartest Du. Erfahrungsaustausch mit Menschen die den Kinderwunsch aufgegeben haben, mit Menschen die nach einer beschissenen ersten Geburt weitere Kinder bekommen haben oder willst Du Dich einfach nur ausweinen?

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

  • Ich bin an den Freak-Shell-SSchnecken hängen geblieben: ich kann mir nicht vorstellen, wie sch**** es ist, diese Schnecke zu sein und einfach nur normal sein zu wollen. Ich kann nur sehen, dass die Schnecke (sowohl im tatsächlich-biologischen Fall als auch im übertragenen) nichts dafür kann: sie wurde angegriffen. Aber im Gegensatz zu tausenden anderen Schnecken, die auch angegriffen wurden hat sie überlebt! Sie hat danach ihr Schale wieder geklebt. Aktiv! DAFÜR kann sie was, dass ist ihr Verdienst. Und die Schnecken machen damit auch laufend weiter. Nur anfangs kann man eine Zeitung durch lesen, nach Jahren (!) nicht mehr.
    Liebe Ratteldattel, für den Sprung in deiner Schale kannst du nichts. Dafür, dass du weitermachst, selbst wenn es dir immer wieder schwer vorkommt, kannst du schon was. Dafür, dass du über eure Kleine schon viel zugewandter sprichst, kannst du was. Eure Kleine hat eine Mutter, die für sie kämpft. Die selbst wenn man ihre Schneckenschale verunstaltet weiterkämpft. Die selbst wenn die Bindung am Anfang hoffnungslos verloren scheint weitermacht. Ich wünsche euch so sehr, dass du das auch so empfinden kannst. Irgendwann. Ohne Druck, dass man jetzt endlich Fortschritt sehen muss. Irgendwann kommt er.
    Und ich befürchte, dass noch hunderte Situation kommen werden, die dich deine seelischen Wunden/Narben spüren lassen. Vielleicht kannst du dir dabei ganz vereinzelt denken: "Ätsch, Fressfeind, MICH hast du nicht gekriegt!"

  • Genau so @ Obstsalat! Zu 100000000000%, das wünsche ich dir auch Ratteldattel!

    Superkalifragelistickexpialigetisch...

  • Ich war ja auch an diesem Schnecken-Bild hängen geblieben und schließe mich auch Obstsalat an. Ich wünsche dir das auch, Ratteldattel. Für die Kleine, für dich und deine Frau.
    Hagendeel

  • Ich habe in deine anderen Threads reingeschaut, aber ich gebe zu, einen richtigen Überblick habe ich nicht. Es war auf die Schnelle zu viel.


    Ich möchte dir aber trotzdem kurz etwas da lassen.


    Mich hat dein Gefühl berührt, zwischen dem Kind im Bauch und dem Kind auf der Welt keine Verbindung herstellen zu können. Das ging mir nämlich genau so. Ich kann das 100% nachempfinden.


    Meine erste, eine Bilderbuch-Schwangerschaft hat in einer, für mich sehr traumatischen Kaiserschnitt-Geburt geendet. Knapp an der Hysterektomie vorbeigeschrammtt. Fremdbestimmt. Und in vielerlei Hinsicht habe ich mich sehr, na ja, verschaukelt gefühlt. Das Thema 2. Kind war für mich, für meinen Lebensgefährten, überhaupt für alle damit erledigt.


    Nachdem ich auch nach 2 Jahren nach der Geburt offensichtlich mit den traumatischen Umständen kein bisschen im Reinen war, hat mir meine Frauenärztin empfohlen, das professionell anzugehen. Ich habe - auf ihren Hinweis - eine EMDR-Intervention gemacht. Bei einer dafür ausgebildeten Frauenärztin. In dieser Kombination war das natürlich ein Glücksfall. Wenn du möchtest, gebe ich dir gerne per PN den Namen. Ist - wenn ich dich regional richtig einschätze - wahrscheinlich zu weit für dich, aber auch wieder nicht so weit, dass sich nicht eine Empfehlung daraus ableiten ließe.


    Deine Geschichte ist zehnmal scheußlicher als meine. Aber man muss das irgendwie hinter sich bekommen, sonst kommt man nicht weiter, egal wie frau sich bezüglich weiterer Schwangerschaften entscheidet.


    Ich wünsche Euch alles Gute.

  • Ich würde dir raten zu warten. 1,5jahre sind eine kurze zeit für ein trauma, das mit der geburt ja nicht beendet war, sondern sich noch über monate hielt. Lass dein kind sprechen lernen, größer und unabhängiger werden. Dann kannst du auch die gefahren einer zweiten geburt vielleicht besser einschätzen.
    An deiner stelle würde ich wohl einiges machen:
    - jemanden besorgen, bei dem du dich auskotzen kannst. Immer wieder. Und der medizinisch so fundiert ist, mit dir Lösungen zu suchen.
    - dich auf einen evtl Kaiserschnitt einlassen. Aber niemals nicht in dieser klinik. Es gibt auch kliniken, da kann man bei der ks geburt zuschauen und bekommt dann das nasse baby auf die brust und dann eine dicke decke drauf.
    - Die geburt filmen lassen (vor allem falls es eine vollnakose wird)
    - bei vollnakose, wenn das kind keine hilfe benötigt, dann das nakte baby bei deiner frei auf die brust legen und beide warten bis du wach bist.
    - dir vorher die neo anschauen, wie sie mit eltern und kindern umgehen.



    Kurz: für deinen persönlichen schlimmsten ernstfall die äußeren Umstände versuchen optimal zu gestalten. Denn dann kann man loslassen und dann kannst du aus der geburt gestärkt raus gehen und das nachholen, was dir verwert wurde.


    Selbstbestimmung ist das Stichwort. Exakt gleiche handlungen können zu tiefst verunsichern oder stärken, je nachdem wie sehr du wahrgenommen und beachtet wirst.

  • Urgs, Quark mir ist ehrlich gesagt der Bissen im Hals stecken geblieben als ich deinen Post gelesen habe. Ich weiß wirklich nicht ob ich das kann bzw. will. Ich weiß du meinst nichts böses und es ist auch in keiner Weise was ich da raus gelesen habe. Doch nun gut, es ist ja nichts neues dass sich ein KS quasi nie zu 100% ausschließen lässt. So naiv bin selbst ich nicht.


    Sollte es aber, wenn Frau sich denn gar nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden kann oder will nicht lieber versuchen so gut wie möglich zu verhindern dass der gleiche Fall noch mal eintritt? Wäre das nicht der Idealfall und sogar noch viel, viel heilsamer und stärkender als ein zweites Horrorszenario in einer besseren Verpackung?


    Nur mal so am Rande, es ist für mich immer wieder erstaunlich dass mein Wunsch nach einer normalen Geburt und einer normalen Stillbeziehung als so unglaublich anspruchsvoll und außergewöhnlich angesehen wird, bzw eine so unglaubliche Leistung ist, die mir keiner so recht zutrauen will.


    AnneL, kannst du mich nachher mal PN-en?

  • Sollte es aber, wenn Frau sich denn gar nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden kann oder will nicht lieber versuchen so gut wie möglich zu verhindern dass der gleiche Fall noch mal eintritt? Wäre das nicht der Idealfall und sogar noch viel, viel heilsamer und stärkender als ein zweites Horrorszenario in einer besseren Verpackung?

    Hier gab es neulich einen interessanten Thread zu genau dieser Frage bezüglich Postpartaler Depression. Das war sehr strittig. vielleicht hast du ja lust, das mal zu lesen.


    ich habe dir nie abgesprochen diesen wunsch, nach normalität zu haben. habe ihn ja selber sehnsüchtig. und wegen zutrauen: hier im thread bist du die einzige, die es dir nicht zutraut. auf grund deiner erfahrungen ist das nachvollziehbar. aber es nun uns anzulasten, wäre falsch.


    wie ich schon sagte, ich sehe dich in deinen autoaggressiven bildern festhängen. ich kann das in deiner situation nachvollziehen und wünsche dir für die zukunft, dass du einen weg findest, dort heraus zu kommen und freier zu werden. hier im forum kann dir wahrscheinlich keiner dabei helfen. und viel wird auch zeit bringen, von der noch nicht viel vergangen ist in relation zur schwere der ereignisse.
    ich denke, der ganze thread kann derzeit nur destruktiv genutzt werden, weshalb ich auch aufgehört habe etwas persönliches zu schreiben.

    ****Glitzer mit der schnecke (05/06), dem bär (11/08 ), dem hulk (06/13) und findus (04/17) #love ****
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  • Ich frage Dich - ich glaube, ich habe das bereits einmal in einem anderen Thread getan: worum geht es Dir hier eigentlich?


    Deine - berechtigte - Wut ablassen? Und dabei Blitzableiter zu finden, die in keiner Weise schuld an Deiner Geschichte sind, aber jetzt halt so praktisch da sind? Das ist ehrlich gesagt im Moment mein Eindruck: Du kannst Dich nicht dort beschweren, wo Du möchtest, also ist jedeR hier im Forum, die Dir antwortet auf der "gegnerischen Seite". Niemand hier drin hat Dir Deinen Wunsch abgesprochen.
    Die Wut an Userinnen hier drin abzureagieren halte ich ganz persönlich nicht für zielführend.


    Erfahrungswerte/berichte sammeln? Ich finde, da kamen einige, durchaus "kompetente" Erfahrungen. Niemand wird exakt dasselbe erlebt haben, wie Du - aber ich kann Dir versichern, dass eine Menge Frauen Dir zumindest nachfühlen können und eben diese haben auch etwas erzählt, wie sie damit fertig wurden.



    Ich selber schliesse mich in meinen Tipps einer Mehrheit an: ich würde versuchen, erst meine eigenen Baustellen zu beackern, mir professionelle Hilfe holen und dann, in einem weiteren Schritt, über das weitere Vorgehen nachdenken.
    Ich hoffe, Du findest einen Weg für Dich!


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Glitzer, ich meinte damit nicht euch hier im Forum, sorry das war missverständlich ausgedrückt! (Es ging hier eher um die Ärzte, die ja eine erneute Sectio für alternativlos halten.)


    Talpa, ich weiß ehrlich gesagt nicht woraus du diese Schlüsse ziehst dass ich "alle" auf die "Gegnerische Seite" stellen will... Das war/ist nicht meine Absicht und denke das habe ich so auch nicht kommuniziert...

  • Glitzer, ich meinte damit nicht euch hier im Forum, sorry das war missverständlich ausgedrückt! (Es ging hier eher um die Ärzte, die ja eine erneute Sectio für alternativlos halten.)


    Talpa, ich weiß ehrlich gesagt nicht woraus du diese Schlüsse ziehst dass ich "alle" auf die "Gegnerische Seite" stellen will... Das war/ist nicht meine Absicht und denke das habe ich so auch nicht kommuniziert...

    Ich ziehe meine Schlüsse aus dem einzigen, dass ich habe: Deine eigenen Worte. Und die kommen bei mir sehr aggressiv und "stachelig" an. Umso besser, wenn das nicht so gemeint ist.


    Du hast eine sehr bestimmte und absolute Schreibe, die für mich manchmal etwas verfahren und gefangen wirkt - das ist sicherlich nach so einer traumatischen Erfahrung ein gutes Stück weit verständlich. Für mich wäre aber Teil des Heilungsprozesses, auch mal andere Erfahrungen an sich ranzulassen. Die Bereitschaft dazu spüre ich jetzt nicht so gut, muss ich sagen.


    Liebe Grüsse


    Talpa


    Edit: ich glaube, ich drücke mich auch gerade unverständlich aus:


    Ich lese eine unglaubliche Wut bei Dir, die ich sehr gut verstehen kann. Ich finde aber, die Ziele dieser Wut (Du und die Userinnen hier im Forum) sind die Falschen.

  • Ich finde den Wunsch nach einer normalen Geburt und einer normalen Stillbeziehung nicht superanspruchsvoll.
    Nur hat man diese Geburten und Stillbeziehungen ja nie selbst in der Hand, und einforden kann man es eben nicht.
    Auch wenn man kerngesund und alles ist, kann es immer sein, dass es nicht so klappt, wie man sich das wünscht - weil letztlich zwei Personen da mit drinhängen.
    Wie das Baby in der Schwangerschaft/unter der Geburt reagiert, wie es ihm geht, kann man nie wissen.
    Aber das weißt du ja selbst.
    Für mich ist das auch das Charakteristische am Kind-Sein, an Kindern überhaupt - sie tun alles mögliche ganz anders, als wir Erwachsenen das gut und richtig finden,
    entwickeln sich anders, als Erwachsene das wollen, verhalten sich in vielen Situationen definitiv nicht so, wie Erwachsene das gut finden, werden punktgenau dann krank, wenn die Erwachsenen mal etwas unternehmen wollen und Babysitter organisiert haben usw. usw. Bei der Geburt geht das unter Umständen schon los und dann immer so weiter.
    Deine Wut kann ich auch verstehen. Aufs Krankenhaus, auf diese Ärzte, die Krankenschwester.
    Aber die Gegenwart jetzt und die Zukunft: Das sind die ja nicht, es ist deine kleine Tochter, deine Frau, du natürlich auch. Deine Familie.
    ich weiß nicht, ob das nach so einem Trauma überhaupt möglich ist - mehr nach vorne zu leben, mit Kind und Frau.
    Aber ich stelle mir das heilender vor, als in dieser Wut aufs Krankenhaus zu bleiben.
    Hagendeel

  • Deine Wut kann ich auch verstehen. Aufs Krankenhaus, auf diese Ärzte, die Krankenschwester.
    Aber die Gegenwart jetzt und die Zukunft: Das sind die ja nicht, es ist deine kleine Tochter, deine Frau, du natürlich auch. Deine Familie.
    ich weiß nicht, ob das nach so einem Trauma überhaupt möglich ist - mehr nach vorne zu leben, mit Kind und Frau.
    Aber ich stelle mir das heilender vor, als in dieser Wut aufs Krankenhaus zu bleiben.

    Hagendeel, ich mag dich immer sehr gerne lesen und finde genau das besonders schön gesagt.


    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Aylani ()

  • hagendeel, doch ich finde schon, dass jede frau das einfordern darf. das stillen, das gebären ohne übergriffe.


    wenn es nicht so funktioniert, wie man ganz normal erwarten darf, dann ist das schlimm und traurig. dann darf man ganz zu recht enttäuscht sein und das ungerecht finden.


    wie man seinen frieden damit schließen kann oder wie man es ohne frieden abschließen kann ist dann wichtig. das braucht kraft und zeit und zuwendung für sich selbst.


    du forderst für dich doch auch ein schönes leben. das möchtest du haben. das erwartest du. das ist ja teil unserer modernen selbstbestimmung. wäre doch schräg wenn wir das thema geburt da fatalistisch ausschließen sollten.

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  • Sollte es aber, wenn Frau sich denn gar nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden kann oder will nicht lieber versuchen so gut wie möglich zu verhindern dass der gleiche Fall noch mal eintritt? Wäre das nicht der Idealfall und sogar noch viel, viel heilsamer und stärkender als ein zweites Horrorszenario in einer besseren Verpackung?

    Aber klar doch! :)
    Und du begibst dich doch auch schon auf den Weg dahin. Denn wenn ich dich richtig gelesen habe, minderst du durch deine Gewichtsreduktion bereits das Diabetes-Risiko.


    Mein Weg war bei der zweiten Schwangerschaft, dass ich eine Beleghebamme gesucht und gefunden habe, die meinen Wunsch nach einer Sponantgeburt unterstützt hat. Ebenso der Arzt. Ich konnte dabei auf die Erfahrungswerte zweier Freundinnen bauen. Allein wäre es mir nicht gelungen zu durchschauen, was leere Versprechungen vor der Geburt sind und was die tatsächliche Haltung ist.
    Außerdem habe ich ganz viel vom Austausch mit ähnlich tickenden Frauen im Netz profitiert.


    Ich denke, es muss trotzdem alles drei zusammenkommen: Eine Aufarbeitung des Geburtstraumas, eine Strategie gegen den Kaiserschnitt, und eine Idee davon, wie die Umstände sein müssen, damit man ihn trotzdem annehmen kann, wenn es doch wieder dazukommt.


    AnneL, kannst du mich nachher mal PN-en?

    Mache ich.

  • es auf dem bestmöglichen Weg zu versuchen schliesst aber mit ein den andern Fall mit abzudecken.
    Ich weiss wovon ich rede - meine erste Geburt war weit weg von meinen Wunschszenarien. Und ich glaube sie war es unter anderem auch genau deswegen. ICH wollte eine wannengeburt, easy peasy, alles schön wegatmen, ein friedliches Baby auf meiner brust. Ich habe nichts anderes gelten lassen, andere Wege nicht in Betracht gezogen, auch im GVK wurde ein KS immer verteufelt, und so war ich null, nada, niente vorbereitet als dann alles anders kam.
    Im nachhinein ist es klar: ich wurde überrannt, hatte keine Zeit entscheidungen zu treffen und fühlte mich so als wenn ich versagt hätte.
    Und heute sage ich: mein einziges versagen war die Augen zu verschliessen davor dass es nicht nach meinem Kopf laufen könnte.
    Und vielleicht war es nochnicht mal das - sondern einfach die Naivität der Jugemd, nach dem Motto wenn ich vorher alles richtig mache dann wird schon alles so laufen wie gewünscht. Iniklusive dem wirklich blöden Umkehrschluss - läuft es nicht wie gewünscht hast Du etwas falsch gemacht.


    meinen zweiten Sohn habe ich dann nach langer vorbereitung, aufarbeitung etc pp spontan versucht zu bekommen, und der KS in dem es wieder endete war ok und hat tatsächlich einiges geheilt. Aber nur weil ich diesmal vorbereitet war. Ich wusste, es kann so enden, und ich wusste warum es so endete und hatte meinen Frieden damit. Ich war auch besser vorbereitet auf den Zustand danach.
    Mein dritter Sohn hat mir das Geschenk gemacht eine Spontangeburt zu haben, wobei man es nicht ganz so nennen kann - er kam nach Einlietung in der 18Woche still zur Welt. Ein sehr kleines Baby also - aber ich empfinde diese Geburt tatsächlich als ein Geschenk, eine sponatne Geburt erlebt zu haben. Hätte ich die Wahl hätte ich ihn lieber ausgetragen und lebendig mit KS auf dem Bauch gehabt. Aber ich verstehe jede Frau die dem spontangeburtserlebnis nachtrauert.
    Meine Tochter habe ich wieder versucht spontan zu entbinden, also auch nach 2 KS ist dies möglich, und dies endete auch wieder in einem KS. Du kannst den Bericht hier nachlesen. Ich weiss heute nicht ob es eine so gute Idee war wegen des Risikos, das wir damit eingegangen sind, aber es ist gut ausgegangen. Ich kann sagen dass ich meine letzten 3 Geburten als sehr selbstbestimmt erlebt habe, trotdem nicht immer alles optimal gelaufen ist. Und wir haben von Geburt zu Geburt dazugelernt.


    Letzten Endes ist meine Erfahrung wie die von vielen Müttern: Man muss lernen dass man nicht alles im Griff hat. Wünsche hin und her - es hilft sie zu kennen und es hilft sie zu formulieren. Es hilft alles mögliche zu tun um sie wahr werden zu lassen. Aber es ist auch wichtig zu erkennen dass es anders laufen kann und das zu akzeptieren. Auf welchem Weg auch immer.


    Ich wünsche Dir dass Du Dir die Hilfe holst die Du brauchst, für welchen Schritt auch immer. Es gibt die Hilfen, in vielfältiger Zahl. Vielleicht ist ein erster Schritt für Dich herauszu finden was Dir helfen könnte. Ich konnte meine erste Geburt nach ca. 2 Jahren aufarbeiten, als ich wieder Kinderwunsch verspürte und mir klar war dass das ohne mehr wissen über die Abläufe beim ersten mal einfach nicht ausführbar war.

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

  • Ich habe die zweite schwangerschaft nur aushalten können, weil ich ganz fest davon ausging, dass es ganz anders laufen würde.
    Die hausgeburt war notwendig, weil schon der gedanke ans kh mich stresste. Das einzige zugeständnis an die vernunft war, dass meine hebamme auch beleghebamme war.
    Es ist dann ja doch ein ks geworden. Der einzige den ich sehr positiv in erinnerung habe.
    Aber vorher habe ich mich genau so taub gegen das thema ks gestellt, wie beim ersten kind. Das hat mir geholfen.
    Vorbereitet war ich ja durch das aufarbeiten der ersten geburt schon und konnte so genau die steine aus dem weg schaffen, die beim ersten mal ins drama geführt haben.


    Ich finde es spannend, dass alle der meinung sind, dass man das zwingend als option einplanen muss.
    Ich konnte das nicht. und es war ja auch nicht nötig.

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