5 statt 4 Tage, merkwürdiges Zeitmodell

  • Hallo allerseits,


    ich brauche mal Euren Input.

    Nachdem ich zum Frust meines Chefs eine Arbeitszeitreduktion auf 30 Stunden bei 4 Tagen á 7,5h die Woche durchgesetzt habe, wurde mir nun von der Personalabteilung mitgeteilt, dass ich im Computer mit 5 Tagen á 6 Stunden geführt werden solle.

    Dies sei einfacher für die Verwaltung der Zeiten und für die Abrechnung.

    Die Stunden sind ja die gleichen, aber ich habe Bauchgrummeln. Wo ist der Haken?
    Die Urlaubstage haben sie nicht reduziert, da ich im System ja mit 5 Tagen geführt werde. Welche Konsequenzen können sich aus diesem Setting ergeben? Sollte ich auf einem korrekten Zeitmodell bestehen oder ist es wirklich egal?

    Vielen Dank schon mal


    Chaot

  • Abklären, wie es ist, wenn du krank bist oder sonst ausfällst. Kriegst du dann nur 6h "gutgeschrieben" pro Krankheitstag? Antwort schriftlich geben lassen.

  • ich würde es nicht einfach so machen. Bekommst du dann auch krankengeld an den freien Tagen, wenn du krank bist? Wie ist das mit Wegeversicherungen etc. wenn du dauernd Überstunden machst?

    Was wird dir im Urlaub bezahlt?

    Ich würde mir die reale Arbeitszeit auch schriftlich bestätigen lassen.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Ja, wenn du drei von deinen vier Tagen z.B. für dein Kind krankgeschrieben bist, sind das 22,5 Stunden, bei einer 5 Tagewoche sind es 18 Stunden - sind 4,5 Stunden, die anders verrechnet werden, weil man bei Kind.krnak ja weniger Gehlat bekommt (bei uns zumindest).


    Oder bei Überstunden Abbau oder anfallenden Überstunden könnte es auch einen Unterschied machen.


    Und ich wüsste nicht, wo das Proble sein soll, 4x7,5 Stunden zu rechnen statt 5x6 Stunden.


    Bei 7,5 Stunden musst zu zudem pro Tag 30 Minuten Pause machen, bist also effektif 8 Stunden da, bei 6 Stunden ist keine Pause nötig. das kann bei elektronischer zeiterfassung auch probleme machen.


    LG, gaagii

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    Was ist besser als eine Tasse Kaffee??? - zwei Tassen Kaffee!
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  • Hast Du die zu arbeitenden Tage festgelegt, also z.B. von Montag bis Donnerstag?


    Ich hatte ein paar Jahre 4 Tage pro Woche gearbeitet, die auch so verrechnet wurden (also mit reduziertem Urlaubsanspruch). Meine Kollegin hatte ein Altersteilzeitmodell, bei dem sie eine zeitlang 4 Tage gearbeitet hat, doch bei ihr galt offiziell die 5-Tage-Woche mit vollem Urlaub. Daher kenne ich ein paar der Unterschiede.


    Das eine betrifft den freien Tag im Fall von Krankheit und Urlaub. Fällt z.B. ein Brückentag auf Deinen freien Tag, wirst Du für diesen wahrscheinlich Urlaub nehmen müssen. Oder falls Dein freier Tag ein Freitag ist, sieht es komisch aus, wenn Du Deinen Sommerurlaub an einem Donnerstag enden lässt. Und im Krankheitsfall benötigst Du natürlich einen Krankenschein.

    Bei meinem Modell hingegen musste ich im Krankheitsfall überlegen, ob ich mich nur bis Donnerstag krankscheiben lasse. War ich dann aber Montag nicht wieder gesund, konnte mein Arzt keinen Folgekrankenschein ausstellen.


    Das zweite Problem stellt der Versicherungsschutz dar. Bei Deinem Modell kannst Du auch mal einen Tag mit Deinem freien Tag tauschen und bist über Deinen Arbeitgeber trotzdem versichert. Bei meinem Modell geht das nicht.


    Ich persönlich bin mit den "echten" 4 Tagen zufriedener, da ich mich an meinem freien Tag für nichts rechtfertigen muss. An einem Tausch meines freien Tages hatte ich nie Befarf. Deshalb will ich dieses Modell nach meiner Elternzeit auch wieder anstreben.

    Gruß Biene


    *** Still- und Trageberaterin ***

    Lilypie Kids Birthday tickers   Lilypie Fourth Birthday tickers

    Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist.

  • Wie die anderen schon gesagt haben, machst du an krank-Tagen minusstunden.

    Mir ist das jetzt schon öfters über den Weg gelaufen (das Problem). Bei meinem Mann (er arbeitet 80%) ist das z.B. auch so. Die Ursache liegt in den Zeiterfassungstools der Arbeitgeber. Da wird ein Solltag (z.B. 8.4 Std) eingegeben und der dann mit der Prozentzahl verrechnet, d.h. die Annahme ist immer, dass du an 5 Tagen reduziert arbeitest. So lange die Software-Firma diese Berechnung nicht ändert, können sie das wahrscheinlich gar nicht anders abrechnen. Mein Mann führt eine separate, eigene Stundenabrechnung und korrigiert die buchhalterische monatlich (aber ich habe nicht genau zugehört / verstanden wie), nach Absprache mit seinem Chef.

  • So ist es bei meiner Firma auch.

    Ich habe erst auf 30, später auf 25 Wochenstunden reduziert. Meist mache ich eine 4-Tage-Woche und bin freitags nicht da. Je nach Lust & Laune oder wichtigen Terminen wechselt der aber auch schon mal. In meinem Vertrag steht explizit nur die Wochenarbeitszeit, keine Verteilung auf bestimmte Tage.


    In unserem Zeiterfassungssystem entspricht ein Arbeitstag somit 1/5 meiner Wochenarbeitszeit. Das bedeutet, dass Urlaub, Freischichten und die Tage ganzer Abwesenheitswochen so gerechnet werden.


    Nehme ich zB zwei Tage Urlaub (2/5), muss ich den Rest der Woche die restlichen 15 Stunden (3/5) arbeiten. Dann werden meine Arbeitstage länger, wenn ich den Freitag trotzdem nicht arbeiten möchte.


    Bei einzelnen Krankheitstagen kann ich mir die Differenz zwischen meiner regulären Arbeitszeit und 1/5 der Wochenstunden gutschreiben. Eben so, dass ich dann kein Minus mache.


    Insgesamt ist das gerade bei Wochen mit Feiertag sehr einfach zu rechnen.

    LG
    Marion mit zwei Mädels 04/04 und 05/06

  • Ich arbeite von Montag bis Donnerstag, das ist auch so schriftlich festgehalten. inkl. der 7,5 Stunden.

    Bei dem Versicherungsschutz sehe ich kein Problem, solange ich nicht dauerhaft die 10 Stunden pro Tag überschreite.

    Und an eigentlich arbeitsfreien Tagen bin ich ebenfalls versichert wenn ich doch arbeiten sollte.

    Allerdings die einzelnen Fehltage werde ich nochmal ansprechen. Mal sehen wie die Perso sich das vorstellt. Irgendwie sehe ich es nicht ein pro Tag 1 1/2 Stunden nachzuarbeiten damit es dort einfacher ist.

    Sonstige Ideen, was ich noch klären müsste?

    Auf jeden Fall schonmal danke für den Input.

  • Wenn Du fest geschriebene Tage hast, ist es nicht korrekt, Dir eine 5-Tage Woche zu verrechnen, nur weil es für die Personalleute einfacher ist.

    Juristisch hast Du in diesem Fall einen Anspruch auf 4-Tage mit den jeweiligen Stunden und der Freitag ist frei. Du hast dafür entsprechend auch weniger Urlaub, allerdings bleibt die Wochenanzahl erhalten, da fehlt nur gefühlt aber nicht real etwas.

    Ich würde das auf keinen Fall so tolerieren und hab auch in meinen Beratungen mit solchen Modellen nur Schwierigkeiten. Ich rate ab.