Kind Appetitlos, Müde, Bauchschmerzen

  • Hi ich bräuchte mal ein wenig Aussenwahrnehmung.


    Es geht um meine Große. Sie ist 5 1/2 und sie ist eigentlich schon seit Anfang an sehr wählerisch beim Essen. Sie mag so gut wie kein Obst - außer Apfel (und den nur roh). Auch nicht in Form von Kuchen, Eis oder in Schokogetunkt. Auch nicht püriert. (Ab und zu kaufe ich diese Früchtesackerl - weil die mag sie. Aber selbst nachfüllen geht auch nicht).

    Sie mag keine Wurst oder Käse. Fleisch isst sie nur Putenfleisch in Form von Schnitzel. Ab und zu ein wenig Hähnchenfleisch. Fisch entweder als Fischstäbchen oder in Forelle. Manchmal auch mit viel Glück ein paar Löffel Suppe (solange die entweder sehr sehr fein püriert ist und falls eine klare Suppe dann keine Kräuterflankerl oder so drin sind.)

    Sie isst Nudeln und Reis - aber ohne jedweige Soße. Also nur pur. Auch Aufstriche etc. werden verweigert.

    Süssspeisen mag sie - Mohnnudeln, Kaiserschmarrn, Griesbrei und Honigbrot (Honigbrote sind ihre Hauptnahrungsquelle).


    so weit so genervt. Es nervt halt beim kochen - aber gut sie halt so.

    Sie war bisher selten krank und wächst schön dahin.


    In letzter Zeit (also in den letzten drei Wochen ungefähr). Ist sie aber generell sehr Appetitlos.

    Also sie hat wieder einen Wachstumsschub und ist momentan auf ca. 115cm mit knapp 17 kg. (Gut sie ist dünn - aber das kann auch genetisch sein. Das ist mein Mann auch und ich ebenfalls - Ich bin 171cm groß und habe knapp 52 kg - esse aber normal - ich nehme einfach nicht zu).

    Was mir aber sorgen macht ist ihre Appetitlosigkeit in den letzten Wochen. Normalerweise wenn sie einen Wachstumsschub hat, isst sie auch mehr. Aber im Moment gar nicht. Ich habe ihr in den letzten Tagen nur noch ihre Lieblingsspeisen vorgestellt und naja es war halt echt nicht viel. Und sie sieht so dünn aus.


    Außerdem jammert sie, dass sie ständig müde ist und auch ab und zu mal Bauchweh hat.


    Sie ist generell eher auf der empfindsamen Seite und jammert gern und schnell mal wegen etwas. Und die Müdigkeit könnte auch davon kommen, weil sie abends ewig nicht einschläft und dann morgens halt doch auf muss wegen Kindergartenbus. Sie ist halt wie ich und ihr Papa eine Nachteule.


    Also an und für sich ist alles nicht so tragisch. Ich war als Kind auch immer viel zu dünn. (Mich haben meine Eltern und auch generell mein Umfeld immer sehr damit gestresst und das möchte ich ihr ersparen... also einfach so sein lassen wie sie ist).

    Und wegen Bauchweh - wie gesagt sie jammert wirklich schnell mal. Auch wegen Kleinigkeiten. Sie empfindet das halt irgendwie intensiver.

    Und Müdigkeit - sie ist eine kleine Nachteule. (Obwohl so wenig schläft sie auch wieder nicht. Sie schläft um ca. 20.00 ein und muss um 07.00 auf)


    Aber so Insgesamt alles in allem... bin ich halt in Sorge.


    Vielleicht ist ihre Appetitlosigkeit auch psychosomatisch - ich arbeite jetzt seit knapp zwei Monaten wieder Teilzeit. Und sie reagiert ist bei Veränderungen immer sehr empfindsam. (Ich versuche ihr im Moment noch mehr Zuwendung und Kuscheleinheiten zu geben)


    Ich war gestern auch mit ihr beim Hausarzt (waren Zeckenimpfen) und sie erscheint ihm ganz gesund und er meinte so subtil unterm Strich - ich soll mir keine Sorgen machen.


    Was sagt ihr sollte ich zusätzlich mit ihr noch zum Kinderarzt gehen oder einfach mal abwarten?

    (Der Grund warum ist zögere ist, weil wie schon geschrieben meine Eltern mich mit dem dünn sein und auch ständigem Ärzte aufsuchen als Kind ziemlich genervt haben. Ich kam mir jahrelang ziemlich hässlich vor und habe einige Zeit gebraucht um mich schön zu finden. Und ich will das jetzt nicht bei meinen Kind als Muster so fortführen)

  • Zunächst mal, wie du ja selber sagst, kann das alles ganz normal sein.


    Kinder reagieren oft mit Bauchschmerzen, wenn sie etwas bewegt.

    Zum Beispiel die neue Arbeitssituation.



    Diese Phasen der Appetitlosigkeit haben wir hier auch im Wechsel mit richtigen Futteranfällen.

    Ich glaub sie nehmen sich, was sie brauchen.


    Was natürlich trotzdem sein kann ist eine Unverträglichkeit.

    Das würde ich, wenn es jetzt weiter anhält, oder auch wieder kommt, mal testen lassen.


    Bzw. könntest du selber auch bei Sachen wie Milch oder Obst gucken, ob es nach dem essen (kann auch ne Zeit dauern) heftiger wird mit den Bauchschmerzen.


    Gute Besserung.

  • Ich habe hier ja auch ein Magermäuschen sitzen, aber das ist bei ähnlichen Eckdaten extrem fit - und verfressen... (wenn auch altergerecht wählerisch bei der Essensauswahl).


    Mit meiner Brille als Mutter eines Zöliakiekindes klingeln bei mir bei so Erzählungen immer alle Alarmglocken:

    Ich würde - bei den Symptomen auch wirklich zeitnah - das organische abklären: Eisenwert (Eisenmangel macht müde und appetitlos) und vor allem Marker auf Zöliakie testen lassen.

    Bis zum Termin lohnt es sich, schon mal Ernährungs- und symptomtagebuch zu führen.

    Ich finde, da solltest Du Dich ruhig auf Dein Bauchgefühl verlassen und nicht auf den Arzt, der das Kind ja sehr selten sieht.


    Ist sie auf ihrer Gewichtsperzentille geblieben? Wobei ich sagen muss, dass mein Sohn kein auffälliges Wachstum hatte, als wir die Zöliakie entdeckten.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich würde - bei den Symptomen auch wirklich zeitnah - das organische abklären: Eisenwert (Eisenmangel macht müde und appetitlos) und vor allem Marker auf Zöliakie testen lassen.

    Bis zum Termin lohnt es sich, schon mal Ernährungs- und symptomtagebuch zu führen.

    Ich finde, da solltest Du Dich ruhig auf Dein Bauchgefühl verlassen und nicht auf den Arzt, der das Kind ja sehr selten sieht.

    Hier unterschreibe ich.

    Trinkt sie mehr als sonst? Geht sie öfter auf Klo? Nässt sie nachts ein?

  • Also als ich gestern heimgekommen bin hatte sie Fieber. Die Oma hat erzählt, dass sie sogar am Nachmittag auf der Nestschaukel eine Stunde geschlafen hat. Das heißt sie ist krank, die schläft sonst nie am Nachmittag.


    Ich fand dann ihre Lippen auch sehr rot und ihre Zunge auch. Außerdem sagte sie sie habe Halsweh. Hmmm. Vor ein paar Wochen gab es im Kindergarten Scharlach. Und sie hat in letzter Zeit auch öfters mal Tage wo sie plötzlich, quasi aus dem Nichts Fieber hat und am nächsten Tag ist sie wieder vollkommen gesund.


    Beim Arzt waren ihre Lippen dann nicht mehr so rot. Aber wusste auch nicht recht weiter. "Kinder sind halt mal krank". (Toll, dass weiß ich auch). Hals ist entzündet aber so richtig hat sie ihn nicht rein schauen lassen. Er meinte er glaube eher nicht, dass es Scharlach ist. Abwarten - falls sie einen Ausschlag bekommt oder bei ihren Händen die Haut sich ablöst dann ist es Scharlach.


    Es gehen anscheinend auch gerade Windpocken um. Aber sie hat keine Bläschen. Falls welche kommen sind es Windpocken.


    Es könnte, obwohl er es ganz und gar nicht für wahrscheinlich hält, eventuell von der Impfung vorgestern kommen. Aber das glaubt er nicht.


    Tja, er meinte abwarten. Nuriflex geben und falls sie am Freitag noch Fieber hat wieder kommen.


    Als ich gefragt was ist wenn sie dann heute oder in zwei Tagen wieder vollkommen gesund scheint und in ein zwei Wochen wieder so einen Fiebertag hat?

    Darauf meinte er Achselzuckend, dass Kinder halt mal krank sind.


    Hmmm - irgendwas steckt da.


    Ich werde sie jetzt mal ein paar Tage daheim lassen. Und schauen. Wenn das anhält dann schaue ich mit ihr zum Kinderarzt. (Mein Hausarzt ist eher von der rauen Sorte.)

  • Ich würde - bei den Symptomen auch wirklich zeitnah - das organische abklären: Eisenwert (Eisenmangel macht müde und appetitlos) und vor allem Marker auf Zöliakie testen lassen.

    Bis zum Termin lohnt es sich, schon mal Ernährungs- und symptomtagebuch zu führen.

    Ich finde, da solltest Du Dich ruhig auf Dein Bauchgefühl verlassen und nicht auf den Arzt, der das Kind ja sehr selten sieht.


    Ist sie auf ihrer Gewichtsperzentille geblieben? Wobei ich sagen muss, dass mein Sohn kein auffälliges Wachstum hatte, als wir die Zöliakie entdeckten.


    Ja Eisenwert habe ich angesprochen - aber der Arzt winkte ab... obwohl es schon sein könnte. Er meinte bei einer normalen Ernährung... tja genau da ist der Hase begraben... sie isst halt nur gewisse Dinge. Das wächst sich sicher irgendwann mal aus (so in 20 Jahren oder so). Zöliakie... hmmm werde ich mal darauf schauen.

    Aber im Kombination mit dem Fieberschüben glaube ich es steckt eher irgendein Infekt.


    Vom Gewichtperzentille ist sie ein wenig nach unten gerutscht. Also wir waren im Herbst beim Kinderarzt und da hatte sie bei 112cm 17,5 kg. Jetzt ist sie 115cm groß und die Wage zeigt 17 kg (mit Kleidung beim KA ohne). Also sie ist gewachsen und hat nicht zugenommen. Eher sogar ab.

  • Hier unterschreibe ich.

    Trinkt sie mehr als sonst? Geht sie öfter auf Klo? Nässt sie nachts ein?

    Sein sie trinkt nicht mehr. Das trinken ist ohnehin auch so ein Thema. Ich muss sehr darauf achten, dass sie genug trinkt. Das muss ich teilweise leider auch mit etwas Zwang machen (sie muss eine gewisse Menge am Tag trinken - also mindesten 0,5 Liter - weil ich ihr sonst irgendetwas streiche was sie mag. Das ist zwar nicht fein von mir, aber das mache ich aus Verzweiflung. Ich kriege auch so mit Müh und Not die 0,5 Liter ins Kind. Und wenn ich nicht darauf achte dann trinkt sie einfach nix und bekommt Verstopfung. Wenn sie diese Menge trinkt dann passt es mit der Verdauung).


    Nein sie geht genauso oft aufs Klo wie immer. Einnässen Nachts - nein.

  • Ich spiele mal die Unke, als Gegenpol zum optimistischen Kinderarzt - also ganz bewusst schwarz gemalt, bitte beim Lesen im Kopf behalten.


    Gewichtsabnahme (bzw Zunahmestopp) ist ein mögliches Symptom einiger chronischer Krankheiten - kann aber auch normal sein, weil manchmal halt nur ins Wachstum gesteckt wird und danach wieder Speck angefuttert wird.

    Mäkeligkeit kann ebenfalls ein Symptom sein bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten - wer hat schon Lust zu essen, wenn danach immer der Bauch grummelt?

    Erhöhte Infektanfälligkeit ist auch ein sehr typisches Symptom - und ja, unser Arzt und wir haben herzlich gelacht, wenn ich "drei Schnupfen diesen Winter" als erhöhte Infektanfälligkeit bezeichne - aber das "erhöhte" gilt für das einzelne Kind und nicht den Landesschnitt (das betroffene Kind hat übrigens seinen Schnitt von "einen Schnupfen pro Jahr" wieder erreicht...).

    Eisenmangel muss überhaupt nicht mit der Ernährung zusammenhängen (das sollte ein Mediziner eigentlich wissen).


    Zusammengefasst: es könnte alles wunderbar normal und einfach doofer Zufall sein - mit Deinem Bauchgefühl zusammen wäre es für mich genug "auffällig", dass ich dem Arzt nochmal Beine machen würde (wenn dieser Infekt durch ist).


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Hallo gerade daheim angerufen - Kind ist wieder fieberfrei und hat schon ordentlich gefrühstückt.


    Ich war nur beim normalen Hausarzt - Allgemein Mediziner - werde aber eher doch mal zum Kinderarzt schauen.

    Sie ist nämlich generell nur selten krank. Aber da passt irgendwas nicht.

    Aber eigentlich hat sie nach dem Essen nie Bauchschmerzen. Eher davor...

  • Also ich war beim heute beim Kinderarzt.


    Er meinte sie macht einen gesunden Eindruck. Sie stagniert zwar derzeit (seit Herbst) bei ihrem Gewicht und ist gewachsen, aber sie erscheint ihm insgesamt nicht Mangelernährt...


    Er meinte auch das es schon sehr wahrscheinlich ist, dass das Ganze mit meinem Arbeitsbeginn zusammenhängt. (Na toll mein schlechtes Gewissen schlägt Purzelbäume - ich arbeite ja eh nur zwei Tage die Woche).


    Also erst mal abwarten und beobachten. Eventuell psychologische Hilfe holen.

  • Hast Du in Erwägung gezogen, mal Blut abnehmen zu lassen? Bevor ich an psychologische Hilfe dächte, würde ich zunächst die weniger aufwendigen Dinge in Betracht ziehen und nach Eisen und Eisenspeicher sowie Zöliakiemarkern schauen lassen.

  • Ich bin da bei Rheinländerin - mir macht es immer ein bisschen "Bauchweh", wenn jedes Kinderbauchweh auf Mutters Taten geschoben wird...

    (und ich bin da ein gebranntes Kind, wir haben zuerst nach Mobbingsituationen etc. gesucht, bis uns klar wurde, dass es schlicht und ergreifend Zöliakie ist)

    Und den Kinderarzt würde ich gerade gerne ein bisschen schütteln - well done, wieder ein schlechtes Gewissen eingeredet!

    Realistisch: HAT das Kind Stress durch Deine Arbeit? Wie wird sie betreut, wie läuft Ihr Tag? Sorry, ich bin gerade etwas genervt von dieser reaktionären &*&-Kacke - meine Güte, meine Tochter ist gleich alt und muss, wie alle Kinder hier in dem Alter in den Kindergarten, als tägliche Pflicht... (und sie liebt es, nur so nebenbei).


    Wie ist Eure Familiengeschichte? Gibt es irgendwelche näheren Verwandten mit Unverträglichkeiten?

    Übrigens geht man davon aus, dass der grössere Teil der erwachsenen Zöliakie-Betroffenen nicht diagnostiziert ist - sondern "halt einfach immer schon ein bisschen mager"/"empfindlich"/"sensibel"...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • ...Mangelernährt... meine Tochter ist nachweislich mindestens 5 Jahre mit der nicht diagnostizierten Zöliakie rumgelaufen... und hatte "nur" einen Eisenmangel, der sich mit Eisenkapseln gut erholt hat... war ansonsten immer mit der Größe über der 75. Perzentile, mit dem Gewicht knapp unter der 50. Perzentile. Super sportlich, super bemuskelt, alles schick.

    Mit 4 Jahren hatte sie schon Antikörper, aber der Kindergastro hat die Diagnose versemmelt. Es wurden andere Unverträglichkeiten gefunden und die entsprechende Diät eingehalten. Erst mit 9 Jahren war der Eisenmangel so stark, dass eine Behandlung nötig wurde. Da hat der Kinderarzt zum Glück geschaltet und selbst noch mal die Zöliakiediagnostik angeschoben. Diesmal erfolgreich. Mit der Einhaltung der glutenfreien Diät verschwanden die anderen Unverträglichkeiten.

    Und die Weinerlichkeit und die nicht vorhandene emotionale Belastbarkeit des Kindes... die Körnerkissen gegen Bauchweh verschwanden auch wieder im Schrank. Die Einschlafsituation und die Nächte haben sich endlich entspannt.


    Du merkst: ich plädiere auch für eine ordentliche Zöliakiediagnostik. Das ist eine echt ernsthafte Erkrankung. Wenn man es hat, sollte man es wissen, damit man sich glutenfrei ernähren kann - denn damit ist man dann absolut gesund.


    Zunächst reicht es, das Gesamt-IgA und die Transglutaminase-Antikörper oder die Endomysium-Antikörper zu bestimmen. Alternativ gibts noch die Antikörper auf deamidierte Gliadinpeptide.

  • Hi naja es war so, dass erst die Ärztin gemeint hat ob es in letzter Zeit eine Veränderung gegeben hat... und ich dann gesagt habe, dass ich wieder arbeite...

    Sie werden während meiner Abwesenheit gut versorgt - die Große ist am Vormittag im Kindergarten (wo sie sehr gern hingeht) und am Nachmittag bei meiner Schwiegermutter. Und die liebt sie auch sehr. Bzw. ist sie eine wichtige Bezugsperson für sie, da wir in einem Haus leben und die Kinder ohnehin mal da und mal dort ihre Zeit verbringen (also sind auch gerne bei der Oma wenn ich daheim bin).


    Familiengeschichte - nein es gibt keine Unverträglichkeiten in der Familie. Wir, die Eltern, sind halt beide selbst recht "dünn" - essen aber normale Mengen (also wir achten jetzt nicht darauf dünn zu bleiben, dass ist einfach so).


    Und die Große ist einfach sensibel - das kam auch von mir. Nicht nur in Essensdingen sondern allgemein. Das meine ich nun nicht wertend - weil ich bin es auch.


    Also der KA hat mir kein schlechtes Gewissen gemacht - im Gegenteil. (Mein Gewissen macht sich immer selbstständig).

    Die Große hat auch reagiert als sie im Kindergarten eine neue Betreuerin bekommen hat, die sie aber auch sehr gern hat.


    Blut nehmen wollte der Arzt nicht, weil er ihr den Einstich (und Schmerzen) ersparen wollte.


    Wir haben uns jetzt Familienintern ausgemacht, das Essensthema nicht mehr zu thematisieren. Es gibt Essen, wenn sie nicht mag auch OK und ohne Kommentar (auch keine gutmeinten) wird es weggräumt und ihr eine einfache Alternative geboten. Gleichzeitig werde ich vermehrt darauf achten, wann sie sagt sie hat Bauchweh. (Und mir das notieren).


    Dieses Wochenende hat sie zumindest von der Menge her wieder normal gegessen.

  • Entschuldige, den Ärger mag die Kinderärztin nicht verdient haben - aber es ist soooooo typisch... Dem Kind geht es nicht gut, wer ist schuld? Logisch, die Mutter.... (und ja, da reichen Kleinigkeiten, den Rest vom schlechten Gewissen machen wir uns schon selbst....)


    Aber jetzt ganz ehrlich: findest Du, dass sich das stressig fürs Kind liest? Ich nämlich nicht - sie ist bei einer festen Bezugsperson, die sie bereits vorher mitbetreut hat - sprich: ausser dass Du kurz ausser Haus bist, hat sich nix für das Kind geändert? Wenn Du das jetzt mal versuchst von aussen zu sehen: was würdest Du einer Freundin sagen?


    Wie gesagt, eine Menge Erwachsener haben eine unentdeckte Zöliakie - und ja, typischerweise sind das diese "ich nehm' einfach nicht zu"-Menschen mit "empfindlichem Gemüt" (aber nicht nur, man kann auch pummelig sein und Zöliakie haben...).

    Deshalb nochmal: sensibel zu sein muss nicht nur ein Charakterzug sein, sondern hat wohl auch sehr viel mit unserem Bauch(gehirn) zu tun.


    Ich bleibe dabei: ich würde es zeitnah abklären lassen - ein bisschen Blutabnehmen ist jetzt nicht soooo schlimm und wie Lumme schön schreibt: Zöliakie ist eine potentiell tödliche Krankheit, die aber diagnostiziert und richtig behandelt heisst, dass das Kind völlig gesund ist.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Danke Talpa, Du hast mir die Buchstaben aus der Tastatur genommen.

    Rein für die Statistik fehlen uns bei den Raben noch ein paar Zölis. Ihr seid einfach gute Kandidaten.

    Die Erfahrung sagt, dass nur wenige Ärzte Ahnung von der Diagnostik und noch weniger von Zöliakie an sich haben.


    Denk daran, die Antikörper bei der nächsten Blutentnahme mitbestimmen zu lassen. Emla hilft gegen die Angst und den Schmerz beim Pieks.

  • Ich finde es gut, dass die Ärztin da nachfragt.

    Du brauchst dir kein schlechtes Gewissen machen.


    Aber es gibt nunmal auch Kinder und Erwachsene, die so auf neue Situationen reagieren.


    Eine Bekannte rennt vor wichtigen Terminen mehrmals auf Toilette und hat sicher kein Magen Darm in dem Moment.


    Wenn die Sache eingespielt ist, wird es dann wieder besser.


    Daher kann es doch auch sinnvoll sein, erstmal zu beobachten.


    Dann kann doch noch immer geguckt werden, wenn es nicht weg geht.


    Ich wünsche euch, dass Ruhe reinkommt.

  • Ich werde auf jeden Fall Zöliakie im Auge behalten. Aber möchte jetzt mal noch ein bisschen beobachten.


    Sensibel war sie immer schon, auch als sie noch voll gestillt wurde. Und sie ist nicht nur sensibel auf Schmerzen und Geräusche sondern auch in Bezug auf Menschen. Sie ist sehr emphatisch.


    Und ja sie hat schon öfter und generell auch auf winzige Veränderungen (die nicht mal negativ waren, sondern schlichtweg anders) reagiert. Nach einiger Zeit hat sich dann immer alles wieder eingerenkt.


    Aber ich werde es im Auge behalten und wenn sich nichts bessert noch mal auf eine Untersuchung pochen.

    In meiner Arbeitsstelle sind auch Haufenweise Psychologen... bzw. organisiere ich bald eine VA zum Thema psychosomatische Erkrankungen... da kann ich mir auch einen Ratschlag von den Profis holen.


    Also werde ich nun beobachten und schauen...

  • Ich weiß jetzt nicht 100% ob ich als Kind darauf getestet wurde. Aber ich glaube nicht das ich Zöliakie habe.

    Mein Blutbild ist immer so was von wunderschön. Keine Mangel. Kein Bauchweh oder Durchfall. Mein Gewicht habe ich schon seit Jahren immer das Gleiche. Keine Ahnung mein Körper verwandelt Nahrung in Hitze. Wenn ich mehr esse dann bin ich einfach wärmer.


    Nochmals Danke für eure Sorgen und Anteilnahme.


    Wenn ich euch wundert wieso ich noch abwarte und sie nicht gleich untersuchen lasse. Wie schon geschrieben, ich möchte ihr nicht das Gefühl vermitteln sie ist so dünn weil sie eine Krankheit hat. Quasi ihr ein negatives Körpergefühl geben, sondern eher hey du bist dünn aber das ist OK so, genauso wie es OK ist wenn man etwas dicker ist. Man sollte halt nicht zu dünn oder auch zu dick sein - das heißt solange man sich wohlfühlt und beweglich ist, und es für den Körper keine Belastung ist und man genug Energie für die lustigen Sachen im Leben hat ist es OK so wie man eben ist.

    Das hat sicher etwas mit meiner persönlichen Geschichte zu tun. Aber weil ich weiß wohin es führen kann will ich mal noch abwarten.