Hausbooturlaub?

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  • Hat das schon mal jemand gemacht? Wie sind Eure Erfahrungen? Pros und Contras? Konkrete Tipps? Wir überlegen ganz lose für nächstes Jahr.

  • Bisher nur ein paar Nächte ohne Kinder in Südengland. Ich fand's grandios - so gemütlich im Boot, sonnig oben drauf, schöne Landschaft außen herum. (Zwei meiner Kinder reagieren sehr stark auf schwankende Fahrzeuge, deswegen ist das vorerst nicht angesagt hier. Auch wenn es nur minimal schwankt auf einem Kanal - spätestens, wenn man an Land geht, merkt man's. )

  • Hallo,


    Ja, wir, in Irland auf dem Shannon River für eine Woche.


    Contra - Teuer.


    Pro - alles andere.


    Man hat ein festes Dach über dem Kopf, auch bei Regen, kann gleichzeitig unterwegs sein, ohne jeden Abend das Zelt aufzubauen (das stört und eigentlich nicht, aber es mal nicht zu tun ist auch fein). Wenn man mal keine Lust hat zu fahren, (wir sind überhaupt jeden Tag nur eine nicht zu große Strecke gefahren), kann man anlegen und die Landschaft entdecken, Ausflüge machen usw.


    Man muss nicht wie beim Wandern jeden Tag einkaufen gehen, weil man das Zeug ja nicht tragen muss, das macht einen unabhängiger.


    Mit dem Boot sind wir dank guter Einweisung schnell zurechtgekommen. Mein Mann hat zwar vor vielen Jahren mal einen Bootsschein gemacht, das war sicher hilfreich, aber auch ohne wäre es gegangen. unter Aufsicht kamen auch die Kids gut mit dem Boot zurecht.


    edit: Übel ist hier interessanterweise niemandem geworden, obwohl einer Tochter und auch ich selber im Auto und auch auf großen Fähren schnell schlecht wird. Ich weiß nicht, was auf dem Hausboot anders war. (Im Paddelboot wird uns allerdings auch nicht schlecht, egal wie wellig es ist)


    Hm, schwer so ins Blaue hinein mehr zu schreiben... was willst du denn genau wissen?


    Die Kinder würden es auf jeden Fall sofort noch mal machen, nur ist da wie gesagt eine Preisfrage...

  • Als ich jünger war, war ich mit meinen Eltern in England mit dem Hausboot unterwegs - mein Papa & ich schwärmen noch heute von dem Urlaub, denn es war wirklich, wirklich schön! Leider halt auch recht teuer, aber irgendwann möchte ich das nochmal machen :).

    Und immer wieder geht die Sonne auf, denn Dunkelheit für immer gibt es nicht.

    Udo Jürgens

    • Offizieller Beitrag

    Also, der Preis ist echt ein Nachteil. Billig sind diese Hausboote nicht.


    Aber ich finde so ein Bootsurlaub ist jeden cent wert. Es ist einfach total entspannend so langsam auf dem Kanal dahin zu tuckern. Beim leisen Plätschern ders Wassers kann ich auch immer wunderbar einschlafen. Ja, Häfen zum Übernachten sind toll, weils da Duschen gibt, aber ich hab auch immer wieder mal gerne "Wild" übernachtet. An einer Anlegestelle mitten in der Wildnis. Brücken und Schläusen machen die Sache spannend.


    In den Niederlanden fand ich es eigentlich überall schön. Die Großen Wasserstraßen, auf denen auch Berufsschiffe unterwegs sind, sind allerdings nicht zu unterschätzen. So ein Lastenschiff hat einen ordentlichen Sog! Ebenso ist die Gegend um Amsterdam und Rotterdam etwas anspruchsvoller.


    Es rentiert sich auch, ein möglichst niedriges Schiff zu nehmen. Wenn man nämlich unter einer Eisenbahnbrücke nicht durch passt, hat man mit unter sehr lange Wartezeiten, da die sich nach den Zugsfahrplänen richten.


    Die Kanäle um Birmingham (england) schauen auch sehr schön aus. Da war ich aber nur mit Rundfahrtbooten unterwegs. Da sind wir nie selber gefahren.


    Ein kleines Aber noch zum Schluss: Ja, diese Boote sind alle Führerscheinfrei, aber wenn keiner Ahnung von Booten hat, können gefährliche Situationen entstehen. Starker Wind kann auch Motorboote abtreiben. Die oben schon erwähnten Lastschiffe und auf Seen muss man die Karte oft sehr genau lesen und sich an die Seezeichen im Wasser halten, sonst kanns sein, dass man im Flachen Wasser aufsitzt. Und geradeaus fahren ist am Wasser gar nicht so einfach, wie mein Mann festgestellt hat, nachdem er mich zuerst für meine Kurven ausgelacht hat. ;)

  • Hausbooturlaub ist herrlich!!!

    Außer dem Preis spricht nichts gegen den Hausbooturlaub....

    Wir waren in Frankreich auf der Saone und dem Nivernais Canal, in den Niederlanden und auf der Mecklenburger Seenplatte.

    Es war jedes Mal ein Genuss.

    Völlig entspannt.

    Wenn sich jemand mit dem Boot ein wenig auskennt, ist das sicherlich von Vorteil.

  • Wir waren letztes Jahr ein verlängertes Wochenende (Do-So) auf einem Hausboot auf der Mecklenburger Seenplatte. Das war einfach traumhaft. Die Kinder sagen immer wieder, dass das der beste Urlaub war, den wir je hatten. Wir hatten allerdings auch Glück mit dem Wetter, die ganze Zeit nur Sonne und trotzdem praktisch keine Mücken. Alles sehr weitläufig, leer und ruhig, alle total entspannt, echt herrlich.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Hallo,


    Also sie mit den Großeltern unterwegs waren, war mein Vierter glaub ich ein älteres Kindergartenkind. Sie fanden es mit allen 4 Enkeln zusammen sehr entspannt (schließlich konnte keiner abhanden kommen, was bei 4 wuseligen Kids sonst schon mal irgendwo im Getümmel passieren könnte).


    An Deck nur mit Schwimmweste war natürlich lange Pflicht.

  • Schonmal vielen Dank für die Berichte.Macht man dann immer in einem Hafen fest über Nacht oder wie läuft das. Das ist bestimmt recht eng in den Häfen, oder? Hattet ihr Einkaufsmöglichkeiten und schöne Ecken an Land zum Angucken nah bei den Häfen?

    Gibt es Erfahrungen mit Hund und Hausboot?

  • Hallo,


    ich glaube,m das ist überall verschieden. In Schweden haben die Hausboote einfach innerhalb eines bestimmten Gebietes an einem freien Steg festgemacht. (Wir selber waren mit dem Paddelboot unterwegs). So lange Platz war, ließ man sich Raum und fuhr bei besetztem Steg weiter zum nächsten, wenn es voller war lagen auch mal 2 Boote an einem.


    Ganz wild in der Gegend ohne Steg ist nicht so einfach, dazu ist ein Hausboot dann doch etwas groß. Aber manche ankerten einfach kurz vor einer kleinen Insel.


    In Irland war es ja kein Seengebiet sondern ein Fluss, das ist noch mal etwas anders. Dort sind wir schon in den Marinas gewesen, aber trotz Hochsaison war es voll, aber nicht übervoll und abends war sowieso kaum noch jemand im Hafen, weil die meisten Bootsbesitzer irgendwo an Land geschlafen haben. Die meisten Orte waren ziemlich klein, man konnte dort einkaufen gehen oder/und halt auch Ausflüge machen.


    Das kommt ja auch sehr auf die Gegend an, in die man fährt. Da kann man dann auch konkreter Tipps geben.


    Erfahrungen mit Hund und Boot habe ich nicht, aber ich habe oft Boote mit Hund gesehen. Mit unserem könnte ich mir das gut vorstellen. Der ist zufrieden, wenn seine Leute um ihn rum sind und hat auch keinen Drang, ins Wasser zu hüpfen. Urlaub mit Pferdekutsche war jedenfalls kein Problem. Und man fährt ja auch nicht den ganzen Tag, Zeit zum Pfötchen vertreten bleibt also.


    Allerdings würde ich es, dann wohl erst mal ein verlängerters WE ausprobieren mit der Option, daß einer ein Kind oder das Tierchen bei Bedarf an Land versorgen könnte, denn einen Urlaub von einer Woche oder mehr zu buchen und dann festzustellen, daß es einem selber keinen Spaß macht, einem Kind dauerschlecht ist oder man doch ein völlig verstörtes Tier an Bord hat, macht keine Freude...

  • Als ich auf einem Kanalboot unterwegs war, war auch ein Hund dabei - der lief manchmal zwischen den Locks an Land nebenher. Für den Hund war es allerdings nicht das erste Mal, er kannte das Boot schon, lebte sonst auch in der Gegend und war Typ "groß und zuverlässig". Die Gruppe, mit der ich unterwegs war, legte tagsüber bevorzugt bei irgendwelchen Pubs an 8o (ich war Zufallsgast, die anderen feierten Hochzeitstag), nachts irgendwo am kanalrand. Der Kennet&Avon-Kanal ist aber einfach wunderhübsch, war damals frisch wieder befahrbar und das Narrowboat an sich schon eine ziemliche Attraktion (Kanal: Kennet&Avon, Narrowboats: Die Narrowboat-Story)

  • Bei uns waren es ja nur drei Nächte, in denen haben wir immer irgendwo geankert. In Städten oder so waren wir überhaupt nicht, wenn wir es drauf angelegt hätten, wäre das aber auch gegangen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Ich war mit meinen Eltern und meinem Bruder zweimal in den Norfolk Broads. Da war ich ein Teenie, er etwas jünger. Es war einfach nur toll. Total entschleunigt (man darf da nicht schnell fahren). Übernachtet haben wir meistens "wild", denn überall da, wo kein Verbot steht, darf man anlegen.

    Ich würde auch gerne mit meiner Familie solche Ferien machen, aber es war schon damals recht teuer...

  • Ich habe 2015 eine Sommerfreizeit auf der Havel mitgemacht. Das hieß 2 Wochen auf Hausbooten, die Teilnehmer waren bunt gemischt, von "ganz ohne" bis hin zu stärken Einschränkungen (Was mehrere Elektrorollstühle bedeutete), dazu Kinder und ein Hund. Wir waren auf drei Boote verteilt, starteten in Plaue und könnten auf fast der ganzen Havel rauf und runter schippern. Es dauerte von Plaue bis Brandenburg zwar 2-3 Stunden (mit dem Bus 10 min), das war aber auch Sinn der Sache.


    Man macht einen so genannten Charterschein, also einen Führerschein fürs Boot genau für diese Zeit. An die Bootsführung gewöhnt man sich schnell. Sicherheitshinweise sind genau zu beachten, denn gerade Wind macht den "Kleiderschränken auf Wasser" Probleme. Achtet man drauf, rechtzeitig zu Ankern, ist alles ok.


    Die Boote sind voll ausgestattet (alles Ik*ea, hihi), inklusive Feuer/Grillschale und Hängematte. Man kann ein kleines Beiboot dazunehmen, um den Hund zum Gassi zu schippern oder beim Ankern ein bisschen herumzurudern.


    Ich will unbedingt wieder hin, einer meiner Schönsten Urlaube. Am liebsten hätte ich das Boot behalten.


    Ist es ok, wenn ich etwas "Werbung" mache?

    Unser Anbieter hieß Bunbo (BungalowBoot). Wir waren sehr zufrieden mit Boot, Ausstattung und Personal.

    Der Preis ist abhängig von der Bootsgröße, wir hatten die größten, die Barrierefrei gebaut wurden. Sogar ins Bad passte ein mittlerer E-Rolli.

    Kann ich wärmstens empfehlen.

  • oh, und sollte die Wahl auf Havel fallen, unbedingt am Wasserwanderrastplatz in Brandenburg anlanden. Dort gibt es direkt dran ein zugehöriges slawisches Dorf mit Schenke, diese Leute betreiben auch den Anleger, und man hat nur höchstens 10 min zu Fuß in die Brandenburger Innendtadt.