FSME Impfung?

  • Ich hatte mich so etwa 1999 mal impfen lassen, als ich noch überhaupt keine Vorbehalte gegenüber Impfungen hatte, und seitdem nicht auffrischen lassen.

    Wir leben zwar in einem Risikogebiet (ich dachte, die Einteilung Hochrisiko-/Risiko-Gebiet gäbe es nicht mehr?), aber damals, als ich das mal nachvollzogen habe, lag unsere frische Einstufung daran, dass genau in einem Jahr, als von einem System in ein anderes zwei Fälle aufgetreten sind, vorher und hinterher keine. Da war mir dann das Risiko durch die Impfung im Vergleich u hoch, auch wenn ich sie seinerzeit gut vertragen habe.

    Wenn ich ihn einem Gebiet leben würde, in dem die Zecken-Durchseuchung echt hoch ist, würde ich mich definitiv impfen lassen, denn ich bin extrem zeckenaffin. Hermine, ich dachte, ich wäre die Rekordhalterin mit 13 Zecken an einem Tag, aber dein Sohn schlägt das ja noch :(, der Arme. Bis vor ein paar Jahren hatte ich in einem durchschnittlichen Jahr vielleicht 40-50 Stiche, und hatte ich 1999 oder so auch schon mal eine Borreliose. Seit ich eine Zeckenschutzhose habe, die ich im Wald immer trage, hat sich das deutlich reduziert, auf gelegentlich mal eine aus dem Garten oder so (wenn ich die Hose nicht anhabe). Ich komme jetzt auf vielleicht 1-2 pro Jahr. Bei hoher Zeckendurchseuchung wäre mir das schon zu viel, bei uns finde ich das OK, um ohne Impfung auszukommen.


    Meine Kinder kriegen praktisch nie Zecken, selbst wenn sie dasselbe machen wie ich. Sie hatten in ihrem Leben vielleicht jeder 2-3, mein Freund ebenso. Da finde ich es unnötig.


    Aber ich glaube, ich muss meine Infos zu unserem Gebiet mal auffrischen, ob das tatsächlich immer noch so ist wie damals.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • ich dachte, die Einteilung Hochrisiko-/Risiko-Gebiet gäbe es nicht mehr?

    Das RKI spricht in der von ihm veröffentlichen Karte (zuletzt Epidemiologisches Bulletin 17/2017, S. 156) zwar nur von "Risikogebieten", in der Anlage zum Epidemiologischen Bulletin 17/2017 kann man jedoch die FSME-Inzidenzen der Risikogebiete nach Kreisen aufgeschlüsselt detailliert nachlesen, und diese unterscheiden sich untereinander deutlich!

  • Hier ist der Sohn geimpft und die Tochter nicht.

    Wir leben in einem Risikogebiet und sind viel darußen unterwegs. Die Tochter hatte bisher eine Zecke in ihrem Leben. Der Sohn gabelt sie aller naselang auf. Diese Viecher scheinen ihn zu lieben.

    Er hat die Impfung gut vertragen.

  • Meine Große hat gestern die Auffrischung bekommen und heute musste ich sie von der Schule abholen, da Fieber und Kopfschmerzen #hmpf


    Vieleicht lag es daran, dass sie jetzt mit 12 Jahren eine Erwachsenendosis bekommen hat.

    Die Male davor hat sie eigentlich gut vertragen.

  • Bei der Entscheidung ist es evtl sinnvoll auf der Seite des RKI mal nachzuschauen, was die genaue Definition eines Risikogebietes ist.


    Leider komme ich grad nicht mit PC online, deshalb kein direktlink.


    "Ein Kreis wird als Risikogebiet definiert, wenn in einem Fuenfjahreszeitraum in dem Kreis oder in der Kreisregion, bestehend aus dem Kreis und allen angrenzenden Kreisen, mehr als 1 Fall pro 100 000 Einwohner aufgetreten ist."

    Diese Definition bedeutet, dass ein Kreis zum Risikokreis erklaert werden koennte, ohne dass es in jenem Kreis ueberhaupt jemals einen Fall gab.

    Ich persoenlich finde das nicht sehr ueberzeugend.


    Edit: zumal ich ja ohnehin trotzdem nach jeder potentiellen Exposition absuchen muss, weil weiterhin die Gefahr einer Borreliose besteht.

  • Wow! Ich lese hier staunend von Impfempfehlungen ab Schulalter! Bei uns (Österreich) werden Babies gegen FSME geimpft. Alle meine 3 Kinder wurden hier mit ca. 8/9 Monaten geimpft und die "Zeckenimpfung" ist für mich eine der harmlosesten was die Nebenwirkungen betrifft, d.h. es gab bei keinem Kind Fieber oder ähnliches.

    Ich finde es höchst merkwürdig, dass bei uns Babies geimpft werden und im Nachbarland erst ab Schulalter. #confused

  • sommersprosserl Vielleicht habt Ihr nen anderen Impfstoff?

    Unsrer ist ab 1 bzw. 2 Jahren zugelassen und die Berichte über extrem häufig danach hohes Fieber bei Kindern unter 3 oder 4 (je nach Quelle) ziehensich durch die Fachpresse.

    Wie heisst Eurer denn?

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    Einmal editiert, zuletzt von Preschoolmum ()

  • meine wurden mit einem jahr alle drei geimpft, wir sind in ö, ich kenne glaub ich niemanden der nicht geimpft ist

  • meine wurden mit einem jahr alle drei geimpft, wir sind in ö, ich kenne glaub ich niemanden der nicht geimpft ist

    Mit welchem Impfstoff und wie haben sie reagiert?

    Sohni kriegt nächste Woche seine erste und hat bishet auf jede erste Impfung mit hohem Fieber reagiert. Bin schon etwas angespannt

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  • fsme imun oder encepur, die große hatte letztes mal etwas schmerzen um die einstichstelle, sonst noch nie nebenwirkungen

  • Hier die aktuelle Impfempfehlung in der Schweiz: KLICK


    Unten hat es pdf zum Weiterlesen - im zweiten wird sehr schön beschrieben, warum die Empfehlung hierzulande ab 6 lautet. Die Nebenwirkungen sind bei (Klein)Kindern verhältnismässig häufig, verglichen mit einer extrem niedrigen Komplikationsrate der Erkrankung. Im frühen Schulalter kippt das zu ungunsten der Krankheit, dann beginnt die Impfung sinnvoller zu werden.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Die Impfung hieß FSME-Immun junior.

    Unser Jüngstes hat die 1. Impfung schon, jetzt ist die 2. drann. Die Impfung war unserem Baby nicht anzumerken, im Gegensatz zu Pneumokokken und Infanrix hexa. Bei diesen Impfungen wurde immer mit Fieber reagiert.

    Mir ist die FSME-Impfung recht wichtig, da wir uns sehr oft im Wald und auf Wiesen aufhalten. Zecken haben wir jedes Jahr, Borrelien gabs hier leider auch schon.

  • Danke, Meteor, dass du die Links eingestellt hast. Da brauchte ich nicht zu suchen. Bei uns gibt es tatsächlich fast keine Fälle.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Zecken haben wir jedes Jahr, Borrelien gabs hier leider auch schon.

    Das mit den Borrelien versteh ich jetzt nicht. Genau dagegen hilft die Impfung ja nicht, so dass man auf keinen Fall um das nach Zecken absuchen und sie entfernen herumkommt. Deswegen haben wir uns bisher dagegen entschieden

  • ... und FSME kann man nicht behandeln, nur versuchen die Symptome zu mildern. Gegen Borelliose gibts Antibiotika.

    Ist für mich das Hauptargument pro Impfung.


    Absuchen muss man trotzdem. Gibt ja inzwischen noch paar andere nette Sachen, die von Zecken übertragen werden können.

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