stillen fühlt sich nicht mehr rund an - weniger stillen treibt kind in die verzweiflung...

  • hallo,
    ich bin tatsächlich im zweifel, ob man dem kind nicht etwas "antut", wenn man es so lange stillt, dass es das abstillen aktiv miterlebt.
    meine kleine wird 20 monate und stillt unglaublich viel - sehr oft ersetzt stillen eine mahlzeit.
    für mich fängt es an, sich komisch anzufühlen. sie ist so gross, so selbstständig - ausserdem fängt es an, mir weh zu tun.


    eine erleichterung wäre es schon, tagsüber etwas zu reduzieren. wenn ich aber auch nur die länge des stillens reduziere - heute habe ich zb. die zweite brust nicht mehr angeboten - muss ich 20 minuten ein unglückliches kind trösten. sie ist so traurig, kaum zum aushalten.
    und da fange ich mich wirklich an zu fragen, ob ich ihr diese traurigkeit hätte ersparen können.
    ich will keinesfalls länger als bis 2 jahre stillen. und ich habe das gefühl, es wird eher mehr als weniger.


    was möchte ich jetzt eigentlich... ich bitte um tips, wie wir das abstillen sanft, aber absehbar hinkriegen. vielleicht habe ich an etwas noch nicht gedacht.
    übrigens hilft es natürlich gar nicht, etwas zu essen, zu trinken, zu spielen... anzubieten. das habe ich alles schon durch...
    es eilt ja auch nicht. ich würde mich nur gerne in einem für mich normalen rahmen bewegen.


    danke für's lesen, danke für tips!

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




    "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt."
    Erich Fried

  • alexy,


    kannst du den Vater mit ins Boot holen? Du stillst so, wie es dir angenehm erscheitn udn übergibst dann dem Vater zum trösten udn gehst ne Runde spazieren?
    Erfahrungsgemäß fällt es vielen Kindern schwer das Stillen einzuschränken schwer, wenn das Objekt der Begierde immer in Sicht und Reichweite ist.
    Ansonst würdemir noch einfallen, ob du nicht mit Homöopathie abstillen kan oder mit Salbei, so dass die Milchmenge immer weniger wird. Dazu würd ich dir aber ne Hebamme oder auch Stillberaterin empfehlen für das richtige Mittel.


    Ich hoffe ihr findet füreuch einen guten Weg

  • Du, das kenne ich gut. Um ehrlich zu sein, hab ich das gleiche Dilemma mit meinem Großen auch. Der ist jetzt 3 Jahre alt und es gibt so Phasen, da will er wieder vermehrt stillen. Ich hatte ihn ja schon runter auf einmal nur abends zum Einschlafen.


    Nicht, dass ich nicht genügend Milch hätte oder so; das ist nicht das Problem nach so langem Stillen. Er saugt so stark, dass es nach kurzer Zeit weh tut. Meistens sind dann auch noch Zahnabdrücke da, obwohl ich wirklich auf's Anlegen achte. Aber ich finde nur selten einen Weg, ihn von seinem Stillverlangen abzubringen. Ich hab es laufen lassen und war auch froh, dass ich dann beide stillen konnte, so gab es keine Eifersüchteleien. Aber langsam ist es eben anstrengend. Komisch fühlt es sich für mich nicht an.


    Momentan schwanke ich ja, wie lange ich das noch mitmache.... ob ich den Großen dann doch "zwangsabstille", aber jetzt während der ersten Ablösungsphase finde ich das super schwer. Lieber warten, bis er noch etwas verständiger wird, die Wutanfälle weniger werden und er sich selbst leichter beruhigen kann.


    Im übrigen kann sich der Sohn meiner Bekannten auch noch an das Stillen erinnern. Er wurde mit zwei Jahren abgestillt.


    Ob es da wirklich eine Lösung für gibt? #confused


    Gruß
    marjatta

  • hallo und danke für eure worte!


    josiane, der vater ist mit einem nach mama weinenden kind überfordert. sprich, er bringt's zur mama. ;)
    und ich bin dafür ehrlich gesagt zuviel glucke, ich könnte nicht in ruhe irgendwohin, wenn ich weiss, die kleine weint nach mir.
    ja ich weiss auch nicht - offensichtlich wird das problem ja sowieso nur aufgeschoben und schmerzlich für die kleine wird es immer bleiben. ich mag/kann nicht solange stillen, bis sie von selbst nicht mehr mag. sie wä meiner einschätzung nach wirklich eine kandidatin, die stillen würde bis 5 jahre und weiter.
    wenn ich so lese, die kinder trinken in dem alter nur noch ein - zweimal am tag... da sind wir ja meilenweit davon entfernt.
    das heisst dann wohl, ich muss mir einen plan zurechtlegen und den schrittchenweise umsetzen. und das traurige kind trösten.
    über den salbeitee habe ich übrigens auch schon nachgedacht. aber ist das dann nicht etwas endgültiges? oder kann man damit ausschleichen?
    ich weiss ja wohl - bis 18 und so.... aber nein, das wäre mir definitiv zu lange. ;)

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




    "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt."
    Erich Fried

  • Also, meine Bekannte als auch meine Schwägerin haben zum Abstillen "Stop 'n Grow" verwendet. Damit schmeckt der Busen wohl ziemlich ekelig und die Kinder wollen dann nicht mehr an den Busen. Ist in meinen Augen nicht unbedingt die eleganteste Methode.


    Es soll wohl auch einige Naturvölker geben, die das machen. Aber bisher konnte ich dazu nichts finden.


    Salbeitee und Pfefferminztee reduzieren zwar die Milchbildung. Aber für die Kleinen ist das Stillen dann ja doch etwas anderes als nur die Ernährung. Und dann wird sie sicherlich weiterstillen wollen, aber u.U. aus anderen Gründen. Klar kannst Du mal versuchen, ob sie dann auch andere Nahrung mehr zu sich nimmt. Dass Papa die Kinder, wenn sie weinen, der Mama gibt, kenne ich auch nicht anders. Aber er ist so viel weg, dass er als Bezugsperson in dem Alter zum Beruhigen nur begrenzt "taugt". Leider.


    Berichte doch mal, wie es Dir ergeht.

  • ja ich weiss auch nicht - offensichtlich wird das problem ja sowieso nur aufgeschoben und schmerzlich für die kleine wird es immer bleiben. ich mag/kann nicht solange stillen, bis sie von selbst nicht mehr mag. sie wä meiner einschätzung nach wirklich eine kandidatin, die stillen würde bis 5 jahre und weiter.
    wenn ich so lese, die kinder trinken in dem alter nur noch ein - zweimal am tag... da sind wir ja meilenweit davon entfernt.

    Meine Söhne haben in dem Alter auch noch sehr, sehr häufig gestillt und sich dennoch mit 2,5 und knapp 3 Jahren selbst abgestillt.
    Meiner Erfahrung nach gibt es also keinen Zusammenhang zwischen "mit 20 Monate noch sehr-viel-stillen und Mega-Langzeitstillen" Das kann ganz unterschiedlich sein. Tagsüber stillten sich beide übrigens auch schon deutlich früher ab, so um den 2. Geburtstag herum, auch von ganz allein.


    Ich weiß nicht, ob Dir das nun weiter hilft #weissnicht
    Zum aktivem abstillen kann ich nichts sagen.

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

  • Mein Sohn ist jetzt 28 Monate alt und trinkt noch einmal nachts, wenn er nicht durchschläft, momentan etwa jede 3. Nacht.


    Ich habe mit 1,5 Jahren angefangen nur noch nachts zu stillen und zum Mittagsschlaf, mit wenigen Ausnahmen, wenn er krank war sowieso, aber auch wenn er extrem quengelig war. Und ich habe nur noch im Bett gestillt, ebenfalls bis auf wenige Ausnahmen.
    Ich hätte ihn nicht richtig schreien lassen, bzw. habe dann auch mal nachgegeben, aber erstmal versucht ihn abzulenken mit essen, spielen, vorlesen.


    Mein Sohn hat daher nie außerhalb der Wohnung erwartet, dass er gestillt wird, bis auf einmal als wir bei meinen Eltern übernachtet haben, und er schon ziemlich müde war.


    Nachts hat er noch ziemlich lange drei bis vier Mal getrunken, manchmal auch mehr. Irgendwann habe ich ihn mittags nicht mehr trinken lassen, er blieb dann einfach wach oder ich bin mit ihm Auto gefahren, weil er oft nur Milch getrunken hat und doch nicht eingeschlafen ist.


    Vor dem Einschlafen hat er erst getrunken, dann haben wir Bücher angeschaut, und er ist dann durch Kuscheln eingeschlafen. Nachts habe ich ihn nicht mehr nuckeln lassen, und dann irgendwann mit dem Finger den Mund gelöst, wenn er nicht mehr gesaugt hat. Wenn er geweint hat, durfte er auch nochmal trinken, manchmal ist er aber auch so eingeschlafen. Tagsüber oder abends habe ich dann auch mal gesagt, dass es jetzt reicht oder genug ist. Und wenn es irgendwann unangenehm war, habe ich das auch gesagt.


    Momentan ist es so, dass er das Stillen vor dem Einschlafen komplett vergessen hat, auch das Stillen morgens beim Aufwachen, das haben wir noch länger gemacht. Wenn er abends nachfragt, sage ich mittlerweile auch, nein, erst wenn du aufwachst gibt es wieder Milch, jetzt wird das auch akzeptiert.


    Ich habe lange gern gestillt, aber mittlerweile reicht es mir auch. Ich bin definitiv keine Mutter, die ihren Dreijährigen noch auf dem Spielplatz stillt, ich sehe dafür auch keinen Grund. Mein Sohn isst aber auch problemlos, es ersetzt hier keine Mahlzeit.


    Nachts trinkt er auch viel Wasser, er hat auch abends nach dem Stillen nochmal nachgetrunken.


    Seit er zwei ist, schlief er manchmal durch, und jetzt wieder seit zwei Wochen ziemlich oft. Ich denke, dass er es bald vergisst, bzw. ihm einfach zu wenig Milch kommt, weil er so selten trinkt. Das wäre mir am liebsten, mittlerweile finde ich es auch ziemlich unangenehm.


    Mein Mann kann meinen Sohn übrigens problemlos hinlegen (auch mittags, was bei mir ja gar nicht mehr klappt), wenn ich nicht da bin, wenn ich hier bin, werde ich bevorzugt. Er bleibt zwei Tage bei ihm, wenn ich arbeite. Ich gehe dann weg, bevor er aufwacht, das klappt super.
    Als er morgens noch oft gestillt hat, konnte mein Mann ihn komischerweise super beruhigen, er war dann einmal wach und hat die letzten Stunden durchgeschlafen, wenn ich im Bett war, habe ich in dieser Zeit dreimal gestillt.


    Es ist oft leichter, wenn mein Mann mit unserem Sohn weggeht, einen Ausflug macht, einkaufen geht oder sowas, und ich danach aus dem Haus gehe, dann ist es auch o.k., wenn ich beim Zurückkommen nicht mehr da bin. Mittlerweile verabschiede ich mich aber, das geht jetzt auch ganz gut.


    Ich denke, wenn du es durchziehst, und die Stillzeit erstmal begrenzt und irgendwie einen Rahmen vorgibst, wird sich deine Tochter daran gewöhnen. Es ist wahrscheinlich auch Typsache, wie das Kind darauf reagiert, aber wenn du wirklich nicht mehr so oft willst, würde ich das schon sagen. Es gibt mit zunehmenden Alter doch so viele Situationen, in denen man den Kindern etwas verbietet oder sie weinen, weil man es ihnen einfach nicht recht machen kann, ein bißchen Frustration schadet sicher nicht. Aber jeder muß das für sich selbst entscheiden, ich habe im Zweifelsfall auch lieber nachgegeben, wenn das Stillen meinem Sohn gerade extrem wichtig war und wir haben es trotzdem reduziert. Aber das dauert natürlich länger.

  • hallo alexy
    jung supergreen ist ja fast gleich alt - und wir stillen auch noch. (btw. die große schwester auch noch, aber mittlerweile nur noch alle paar tage morgens oder abends)


    er bekommt meistens etwas, wenn er danach verlangt, aber ich entscheide wann "genug" ist - und meistens hört er dann auch von selber auf, wenn ich das sage. aber er war jetzt nie so der essensverweigerer und mahlzeiten werden eigentlich schon lange keine mehr ersetzt - höchstens mal etwas rausgezögert.
    was auch hilft: wenn ich ihm zuvorkommen, also wenn ich ihn (gerade bei der hitze) oft genug frage ob er etwas trinken möchte und ihm ein glas wasser anbiete. und letztens komme ich zufällig mit einem apfel in der hand ins schlafzimmer (er war gerade aufgewacht) und er verlangt nicht wie sonst nach der brust, sondern nach dem apfel #stirn warum hab ich das nicht schon längst mal ausprobiert?!


    ach ja, und wenn ich mich mal ziere, will er nicht selten ins bett gehen - weil da ist er sich seiner sache sicher. #love


    die stillerei stört mich auch nicht, aber der kleine herr will zum einschlafen zwirbeln und ich weiß nicht, wie ich es abstellen kann #trommel - andere baustelle sorry.

  • Hallo Alexy,


    genau in der gleichen Situation sind wir auch gerade. So langsam fängt es an, daß es mir reicht, daß ich denke, "ach Mann, schon wieder, kann doch gar nicht sein!", weil das letzte Mal erst zehn Minuten her ist.
    Was hier hilft, aber leider nicht immer machbar ist: Action. Bei Ablenkung, draußen, unter Leuten, in unbekannten Gefilden, möchte sie fast nie stillen und läßt sich wenn doch fast immer auch auf die Wasserflasche ein. Es sei denn, sie ist wirklich total müde und wir sitzen gerade. Was kontraproduktiv ist: Sich hinzusetzen und sitzenzubleiben, das ist quasi die Einladung an sie ;) Egal ob Buchlesen, Essen oder vor die Nähmaschine, sie will auf den Schoß. #augen


    Ich hatte auch mal gedacht, ich schränke das Stillen ein auf Zeiten, in den wir beide im Schlafanzug sind, aber das hat bisher noch nicht geklappt, ich halte den wütenden bis panischen Protest noch nicht aus. (Abgesehen davon dürfte ich sie dann nicht mehr auf den Schoß nehmen, da ist nämlich im Zweifelsfall Selbstbedienung #pinch #haare )
    Na ja, du siehst, kaum Hilfe von mir, aber immerhin eine Leidensgenossin #ja

    Gruß,
    Chrisss *pling*


    Hier werden nur Zähne geputzt, keine Fenster ... #zaehne

    2 Mal editiert, zuletzt von Chrisss () aus folgendem Grund: Zitat etwas gekürzt und verkleinert

  • Ich kann mich nur Chrisss anschließen,
    genauso ist es hier auch.
    Das einzige was hilft ist permanente action und unterwegs sein. Aber das kann man ja nicht schaffen. Jede Ruhepause oder sitzende Tätigkeit wird genutzt. Ich hatte meine Kleine auch schon so weit runter, dass sie nur noch zum Einschlafen stillt, auch mittags und am Morgen. Tja das hielt nicht lang und derzeit scheint sie sehr sehr bedürftig zu sein. Ich kann das Weinen und verzweifeln auch noch nicht aushalten. Ich finde das Stillen und Nuckeln auch eigentlich schön, aber immer öfter denke ich eben auch, nun ist sie schon so groß und müsste doch ohne auskommen. Da das aber immer wieder so schwankt, kann ich es ihr einfach nicht wirklich verweigern. Vorallem in der Nacht wüsste ich auch gar nicht wie.

    Liebe Grüße Luci


    mit der Motte 07/10 und und der Erbse 11/13

  • Um die Zeit rum hat bei mir das Stillen schwangerschaftsbedingt angefangen wehzutun.
    Und erst, als ich es wirklich nicht mehr ausgehalten habe, länger als 5 Minuten 3 Mal am Tag zu stillen, also als ich wirklich voll und ganz dahinterstand, da hat sie es akzeptiert (und genießt ihre Viertelstunde umso mehr :P)
    Also ab dem Zeipunkt, ab dem ich lieber mein Kind habe wüten lassen (und anschließend im Arm gekuschelt und besungen habe, und sie musste in ihre Decke eingekuschelt sein) statt doch nochmal schnell ein bisschen zu stillen, ab da war es für sie okay.
    Es folgt zwar immer noch sehr kurzer Protest, wenn ich die Stillrunde für beendet erkläre, aber es ist okay.


    Nachts half ihr dann ein Nuckel (den sie vorher nie benutzt hat) und ihre Puppe / ihre Giraffe / ihre Sonnenbrille - das aktuelle Lieblingsspielzeug des Tages. Das wurde dann mit unter die Bettdecke zum Kuscheln genommen und sie schläft dann in meinem Arm ein, nachdem ich noch 468756435 bestellte Schlaflieder gesungen habe.


    Und tagsüber half vor allem draußen sein. Und ich durfte nicht sitzen oder liegen, ich musste in Bewegung sein. Und ihre tolle Trinkflasche mit Kuhmilch. Die hat die Langeweile-Still-Aktionen unterbunden.


    Aber das war bei mir wirklich nur möglich, weil ich echt nicht mehr wollte. Nur dadurch konnte ich das Stillen auf ein für mich gutes Ausmaß runterschrauben, und mit (für mich) viel aufwändigerem Kuscheln und Betüddeln ersetzen.

    Do one thing everyday that scares you - Eleanor Roosevelt
    When you reach for the stars, you may not quite get one, but you won't come up with a handful of mud either - Leo Burnett

  • Ich würde das mit dem Papa noch einmal aufgreifen. Mir fällt es auch ganz schwer, wegzugehen und zu wissen, dass die Kleine in den nächsten absehbaren Minuten bis halbe Stunde Papa anbrüllt und er dem eventuell nicht gewachsen ist.
    Und jetzt komme ich einmal die Woche nach Hause zurück und in aller Regel schläft das kleine Mäusschen friedlich ins Bett gekuschelt, hat zwar gebrüllt, aber mit Papa kuscheln und an der Flasche nuckeln war auch schön. Aber das funktionierte auch nur, wenn ich nicht greifbar war und bin, denn keiner von uns dreien hält das mit mir anwesend und Kind schreiend aus. (am ehesten noch der Papa)


    Geh doch für den Anfang erstmal den Müll rausbringen und dann gehst du wieder rein und stillst- oder eben auch nicht. Und beim nächsten Mal gehst du einmal um den Block.

    Ich hänge mich erst auf, wenn alle Stricke reißen!

  • Alexy, warum sollte es einem Kind mehr antun, wenn man es 2 Jahre stillt, anstatt nur 6 Monate? Nur weil das Abstillen jetzt für sie schlimm ist, heißt ja nicht, dass es für sie mit 6 Monaten oder 12 Monaten einfacher gewesen wäre, oder?

    2 Mal editiert, zuletzt von Frau Örre ()

  • Hallo!


    Erst einmal denke ich die Schlußfolgerung und vielleicht sogar Vorwürfe: hätte ich sie früher abgestillt, hätte es sie weniger gestört - ist so nicht unbedingt richtig. Das wirst du auch nie erfahren und hilft dir ja nun auch nicht.


    Und auch, dass sie noch so oft stillt, sagt nichts aus, wie lange es noch dauert.


    Mein Großer war schon fast 4 und trank noch am Tag ab und zu und jeden Abend zum Einschlafen und mehrmals in der Nacht. Als ich zur Beginn der Schwangerschaft keine Milch mehr hatte, hab ich ihm erklärt, dass der Körper sich umstellt auf sein Geschwisterchen. Und dass er ja Wasser trinken und ordentlich essen kann - sein Geschwisterchen aber in den ersten Monaten nur Milch trinken kann. Das hat er verstanden und akzeptiert und nicht mehr nach gefragt.
    Will sagen: es muss nicht schlecht sein, wenn das Kind schon was versteht.


    Mein Kleiner wird nun 3 und stillt auch noch. Im Moment nur zum Einschlafen (mittags und abends) und in der Nacht. Das ist aber erst seit etwa einem Monat so.
    Wie wir weiter machen weiß ich noch nicht. Aber ich denke, so lange er Mittagsschlaf macht, werde ich das Einschlafstillen auf jeden Fall beibehalten. Ansonsten wäre das Schlafen am Tag nämlich nicht so friedlich und für uns beide so erholsam.


    lg
    Mimi

  • Zunächst, finde ich, dass Du bisher großartiges für Deine Kleine geleistet hast, indem Du sie bis jetzt gestillt hast! Glaube mir, dass ist in jedem Fall besser, als wenn ihr früher abgestillt hättet;-))


    Und zweitens: Ich kann Dich gut verstehen! Bei meinem Kleinen war es genau so. Er hat mit zwei Jahren noch mindestens drei Mal in der Nacht und tagsüber - wenn wir zu Hause waren - bei jeder Gelegenheit gestillt, zum Einschlafen und zum Aufwachen selbstverständlich auch. Wir kamen bestimmt auf 15 Mal mehr und weniger langes stillen :) Mahlzeiten waren bei uns eher Leckereien, hier mal ein bißchen Möhrchen, da mal ein Würstchen... Alle anderen Kinder im Umfeld, wenn sie überhaupt noch gestillt wurden, haben viiiiiel weniger gestillt! Zum zweiten Geburtstag hab ich dann versucht nachts abzustillen, tagsüber hab ich ihn aber immer noch ran gelassen, wenn er wollte - er hat dann allerdings die fehlenden Nacht-Mahlzeiten tagsüber kompensiert.... ^^ Irgendwie schien sich nix zu ändern... Als ich dann wieder schwanger war, die Brüste empfindlich wurden und die Nächte immer gegen vier Uhr morgens mit einem verzweifelt nach dem Busen schreienden kleinen Mann zu Ende waren... da hab ich eines Tages einfach aufgehört, von jetzt auf gleich. Bei uns hat das funktioniert. Und oh Wunder - tatsächlich ohne größere Probleme. Ich hab immer gesagt: Der Busen ist alle. Und er hat das geschluckt.... Da war er 27 Monate alt. Glaube mir, ich hätte das absolut nicht für möglich gehalten!


    Tipps hab ich jetzt so nicht aber, ich empfehle Dir "Gelassenheit". Du sagst, Du möchtest gerne mit zwei aufhören mit Stillen und Du würdest gerne schritttweise reduzieren. Wenn das mit dem Reduzieren jetzt nicht funktioniert. Dann lass es erst einmal und versuche es in einem Monat noch einmal. Und wenn es dann immer noch nicht geht - dann warte noch einmal ein paar Wochen ab. Und wenn die Kleine zwei ist und es bis dahin mit dem Reduzieren nicht geklappt hat und Du dann wirklich nicht mehr willst, kannst Du notfalls tatsächlich einfach aufhören. (Oder doch noch ein bißchen weiter machen - ganz wie Du möchtest;-))


    Du zeigst ihr jedenfalls jetzt schon 8und auch vorher) auf andere Art und Weise, dass Du sie liebst ;) Indem du sie küsst, kuscheltst und tröstest. Klar wird sie immer traurig sein, wenn Mamas Busen weg ist - aber sie wird darüber hinwegkommen, ohne Deine Liebe in Frage zu stellen ;)


    Was Du noch versuchen kannst:


    - Papa soll Getränke anbieten, Oma und Opa unternehmen längere Ausflüge mit Trinkflasche
    - tagsüber Spielplätze und Zoo aufsuchen, um längere Stillpausen zu etablieren
    - einen Wecker einstellen (auf drei Stunden oder so) und der kleinen Dame erklären, dass erst gestillt wird, wenn der klingelt (hat bei uns nicht funktioniert, aber wer weiß;-))
    - sagen, dass der Busen jetzt alle ist und gerade keine Milch da ist ;)

  • vielen dank für eure antworten!




    es läuft wohl darauf hinaus, dass ich mich jetzt einfach noch entspanne und der dinge harre, die da kommen mögen. ihr gebt mir etwas hoffnung, dass sich die situation doch noch entspannt, bevor ich die reissleine ziehe.


    ich kann leider niemanden einbinden. (abgesehen davon weiss meine mutter gar nicht, dass ich noch stille ;) ). die kleine ist den ganzen tag mit mir auf der arbeit und schon deshalb ist es wesentlich stressbefreiter, zu stillen als eine halbe stunde ein trauriges kind zu trösten...


    fakt ist, wenn ich sitze, ist aus. (wie jetzt grad :D ), ich kann aber deshalb nicht ohne unterbrechung rumhüpfen...


    sogar wenn ich süssigkeiten gebe - was ich zwar für höchst kontraprodukt halte, aber einen versuch war´s mir wert - nimmt sie das dankend an, nascht alles weg und kommt dann wieder an zum stillen.


    was mir ja unter anderem den kopf macht ist, dass sie allen kunden, die dann kommen, mitteilt, dass sie gerade eben getrunken hat. gottlob in der babyzeichensprache, die niemand versteht. sowie sie das in worte fassen kann, höre ich echt auf. das ist mir einfach unangenehm, die breite masse bevorzugt ja trotzdem das fläschchen - und so ein revoluzzer bin ich einfach nicht.


    sprich, die weitere stilldauer hängt mehr oder weniger vom wortschatz des kindes ab #freu




    auffallend ist, dass mich nicht jeder tag gleich nervt - heute ist es mir echt egal. vor allem, da wir noch keinen unfall in der hose hatten. ist ja auch was tolles!


    #dance

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




    "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt."
    Erich Fried

    Einmal editiert, zuletzt von Alexy ()

  • Also, meine Bekannte als auch meine Schwägerin haben zum Abstillen "Stop 'n Grow" verwendet. Damit schmeckt der Busen wohl ziemlich ekelig und die Kinder wollen dann nicht mehr an den Busen. Ist in meinen Augen nicht unbedingt die eleganteste Methode.


    Es soll wohl auch einige Naturvölker geben, die das machen. Aber bisher konnte ich dazu nichts finden.

    Den Tip finde ich ganz fürchterlich. Das Kind will Trost und Nähe und Kuscheln und den süßen Geschmack von Milch den es so lange kennt - und bekommt statt dessen einen widerlich bitteren Geschmack im Mund. Das ist richtig fies. #flop

  • Bei allen meinen 3 Kindern war um die 18 Monate noch einmal eine ganz extreme Vielstillphase angesagt und ich habe das auch schon oft von anderen gehört. Auf den 2. Geburtstag zu wurde es dann tatsächlich bei allen drei ganz von selbst weniger, und der Große hat sich mit 2 1/2 Jahren selbst abgestillt (die anderen beiden ...später, aber auch da wurde das Stillen erheblich weniger).


    Und ja, in einer solchen Phase funktioniert es eigentlich nur, Stillmahlzeiten einzusparen, indem man sich nicht hinsetzt... sehr anstrengend...


    Weitere Tipps aus meiner Erfahrung
    - keine Langeweise aufkommen lassen
    - auf genügend Schlaf achten, Lotta war oft zum Essen einfach zu müde, Stillen ging immer #augen
    - Kind in die Trage auf den Rücken nehmen - bei uns funktionierte es auch gut, auf dem Rücken dem Kind etwas zum Futtern in die Hand zu drücken. Da hat man sich dann tatsächlich mal die Zeit zum Essen genommen.
    - Stillsituationen im voraus erkennen und rechtzeitig umschiffen
    - Stillen für das Kind er umständlich gestalten, wenn Du stillen willst, müssen wir uns erst da und dort hinsetzen. Als Lotta in ihrem Zimmer einschlief kam dann nachts oft der Ruf "Mama, Nana trinken!" und irgendwann sagte ich dann nur: "Gut, komm rüber..." Ne, also selbst aufstehen, das war ihr oft zu umständlich und sie schlief einfach weiter... :D

  • Führe ein unverfängliches Wort ein. Bei uns wars auch Nana, wenn die Frage kam was er meint sagte ich eben Milch.


    Und das reduzieren bzw. nachts abstillen klappte hier auch erst als ich voll dahinterstand. Denn meist ist es eben doch einfacher zu stillen als das weinen auszuhalten. Als ich mir sicher war konnte ich auch mit dem weinen besser umgehen.


    Mit etwa 1,5 gabs dann aber auch ein paar Regeln. Nicht ständig, nicht unterwegs, erst nach ein paar Hapsen Essen usw. Bald trank er nur noch zu Hause und in Ruhe.

    Normal is just a setting on a dryer.

  • Hier ging es auch gut, indem ich einfach deutlich gemacht habe, dass ich nur noch im Schlafzimmer stillen möchte und das somit schlafen bedeutet :) Mittlerweile frage ich sie, wenn sie nach Milch fragt, ob sie schlafen mag und wenn sie dann verneint, biete ich ihr einfach essen und trinken, ggf. Finger zum Nuckeln an. Das hat von Anfang an wirklich gut geklappt.