Kletterkinder

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  • Eigentlich habe ich nur ein echtes Kletterkind: Zappelchen, jetzt vier Jahre alt, hat noch nie an die Schwerkraft geglaubt und kommt auch ziemlich gut ohne sie zurecht. Er hat tendentiell weniger Beulen als andere und seit neulich ist es seinetwegen bei uns verboten, mit ungewaschenen Füßen (also immer!) in die Wäschespinne zu klettern. Zappelchen erklimmt auch glatte, senkrechte Stangen.

    Da er der Jüngere ist, kann sich der knapp drei Jahre ältere Spezialist nicht lumpen lassen und klettert ebenfalls. Bislang ging es gut.

    Vor ein paar Tagen, als es so heiss war, hatten wir das Planschbecken befüllt und die Jungs sprangen netto herum, da ist mit Zappelchen mehrfach entwischt und radelte durch die Siedlung, bekleidet mit nichts als dem lieben Sonnenschein und seinem Fahrrad. Daraufhin hing ich ein Vorhängeschloß an die Gartentür. Der Zaun ist 2,20 m hoch, alt, wackelig und komplett von Efeu überwuchert, das Tor neu und senkrecht beplankt.

    Heute schob ich das Abendessen in den Backofen und ging nach den Kindern sehen. Es knarrte so seltsam im Garten?!

    Zappelchen saß auf dem Zaun. Der Spezialist stand noch höher auf dem Wellplastikdach des maroden Gartenschuppens, der unter seinem Gewicht bedenklich ächzte. Ich rief erschrocken, sie sollten sofort da herunter kommen, woraufhin mein Großer einfach sprang und auf dem trocken-harten Rasen landete. Es hat ihn ganz schön geknautscht, aber tat nur kurz weh. Zappelchen musste ich vom Zaun pflücken, der kommt nicht, wenn ich ärgerlich klinge.

    Gott sei Dank haben Kinder Schutzengel.

    Morgen gehen wir die Schwachstellen des Zauns besichtigen, damit auch Zappelchen begreift, dass man dort besser nicht klettert. "Aber Mama, wir sind doch am Tor hochgeklettert, das ist ganz fest!" Ja, fest am Zaun angebracht, den unser Vermieter nicht erneuern will...


    Diese Kinder sind gut gegen meinen niedrigen Blutdruck. Ich hoffe auch, hier weitere Mütter von Kletterkindern zu finden. Wo habt Ihr Eure schon runter gepflückt?


    Lieben Gruß - Silbermöwe

    Weitermachen. Nicht nur denken, sondern tun.

  • ich hab es verdrängt. Es war nicht so hoch, aber meine Nr. 3 und 4 haben in sehr jungen Jahren Monaten schon ein paar Dinger gebracht.

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)

  • Mein Kletterkind hat die Ergotherapeutin ins Staunen versetzt, als es mit den Füßen an den bloßen Wand die Kletterwand 3m hochstolzierte...

    Eher unschön fand ich das Beklettern der Trampolin Netzstangen bis ganz oben, da die komplette Schaumstoffverkleidung dadurch kaputt ging.

    Im Kiga ist sie das einzige Kind, das draußen auf das Spielgerät "Kletterbaum" drauf kommt. Das soll wohl einen Baum darstellen, hat auf ca 1m eine Astgabelung und dann gehen zwei dicke Äste ca 3m hoch. Kind klettert bis ganz hoch. Sie spaßen jetzt immer, dass sie jetzt beruhigt seien, das völlig fehlkonstruierte Ding nicht völlig umsonst angeschafft zu haben #freu

  • Hallo,


    Kind 2 Jahre, Ausgangssituation: Apfelbaum im Garten, dessen untere Äste für kleinere Kinder unerreichbar waren. Dazu die Regel: Alleine auf den Baum darf nur, wer alleine hoch kommt, alle anderen nur mit einem Erwachsenen. (um zu verhindern, daß die Kids die jüngeren Geschwister gegenseitig hochwuchteten)

    Kind war keine 2 Minuten alleine im Garten (ich kenne meine Kids...) und als ich raus kam, rief es aus dem Baum "Mama guhuck, auch leine uben bin!"

    Man hatte sich die Kinderutsche herangeschleppt. Wenn man sich auf Zehenspitzen auf deren Handlauf stellte, kam man mit Fingerspitzen an den untersten Ast - das reichte.


    Der Bruder vergnügte im ähnlichen Alter mal mit dem Rutschauto auf dem Schuppendach... Hochgeklettert über ein paar abgestellte (und leider vergessene) Bretter an der Hinterseite.


    Kind 9 Monate erkletterte die Abgedeckte Leiter des 2m hohen Hochbettes - zwischen Abdeckung und Leiter waren 3cm Spielraum und das genügte für eine gepflegte Riss-Kletterei in Hochgeschwindigkeit (Ich war IM Zimmer, nur kurzzeitig zum Wäsche in den Schrank packen mit dem Rücken zum - theoretisch sicheren - Bett)

    Von deckenhohen Regalen (Die Schwester wollte doch das Spiel von ganz oben haben... , extrem steilen Bodentreppen (Ich wollte ... doch nur zeigen, was sie schönes zu Weihnachten bekommt...) usw. rede ich mal gar nicht erst...


    Und auch nicht davon, was sie jetzt als Teenys alles so im Rückblick erzählen... (zum Bruder) Weißt du noch, wie du mal fast vom Baugerüst gefallen bist und dich gerade noch an der Stange festklammern konntest?"

    Ich dachte wirklich, ich hätte gut aufgepasst und ich hätte geschworen, daß sie dem Baugerüst nie auch nur zu nahe gekommen sind, das war immer gesichert.." Von unten... offenbar konnte man sich aber übers Terassengeländer draufschwingen...) ... aber die haben jede Nische benutzt.


    Erst letztens wunderte ich mich, wo alle stecken. Sie hatten sich mal eben aufs Dach gesetzt und mir von dort aus fröhlich Bilder per WA geschickt. #kreischen

    Die können groß werden, wie sie wollen - bei so etwas wird mein Mutterherz immer streiken.


    Echt, ich war immer froh, wenn wir zum Klettern ins Elbsandsteingebirge gefahren sind und ich sie am Klettergurt hatte. Das war 100mal sicherer als das, was sie sonst so trieben. #yoga

  • unser Küken klettert mit zehn Monaten seit drei Tagen die Rutsche hoch- kann zwar noch nicht laufen, aber was solls?

    #rolleyes

    • Offizieller Beitrag

    jahahahaaaa jetzt 10 und 7. Ich habe es durch bouldern und anmelden beim klettern in übersichtliche Bahnen lenken können.

    Der kleine ist mit 8 Monaten auf die Sofarückenlehne geklettert. Dann waren wir erwachsenen so freundlich einen Zaun durchs Wohnzimmer zu ziehen. Da konnte man toll drüber klettern! Boa, das Ding war schnell wieder abgebaut. In der Krippengruppe haben beide Kinder auch unmögliches vollbracht.

    Meine Kinder klettern und springem runter, wo sie nur können. Auch mal von 2,20m. Warum sollte man einen Weg benutzen, wenn man nebendran von Ast zu Ast weiter kommt?

    Sie können sich aber nahezu perfekt einschätzen. Sie haben sich beide noch nie etwas getan und scheinen so im Altersvergleich sehr robust zu sein.

  • Mit 3 habe ich meine Jungs mal von einem Zwischenboden in 4 m Höhe des Pferdestalls gepflückt. Wie sind sie dort hochgekommen? Wegen Regenprognose war ein geladener Heuwagen neben den Stall geparkt worden. Sie sind also die Heuballen hochgelettert und dann von dort auf den Zwischenboden rübergesprungen8o.


    Heute sind sie 8 und klettern auf jeden Baum. Es ist ihnen nie was passiert beim Klettern.

  • Mein Kind klettert nicht. Das kann fliegen. Auf den Wohnzimmerschrank oder auf Zwischendächer z.B., anders kann ich mir sowas nicht erklären.
    Und die Kleine lernt vom Profi. Bevor sie richtig an den Möbeln lang laufen konnte, gings schon in die Höhe.

    Die Große wollte ich bouldern schicken. Hab mir erhofft Effekte wie Kalliope zu erzielen. War nicht so eine gute Idee. Fand sie langweilig. #tuppern

    10/11 & 03/16 #love

    Einmal editiert, zuletzt von Evica ()

    • Offizieller Beitrag

    beim bouldern kommt es extrem auf die halle an, ob es spannend ist oder nicht. Wir haben da such gewechselt.

    Was es gebracht hat, war v.a. gefahrenbewusstsein und ein deutlich besseres Einschätzen von Höhen.

    Und klettern mit Sicherung ist einfach cool. :D

    • Offizieller Beitrag

    Ich hab früher gedacht, dass ich den Kleinen nicht groß kriege. Mit 8 Monaten (!) saß er auf dem Querbalken der Schaukel. Die großen Kinder (eigene und Nachbarskinder, damals ungefähr 4, 6, 6, 6, und 7) robbten da regelmäßig als Mutprobe rüber, der Kurze war der Meinung, er darf das auch. Das sah ich anders. Mit 3 Jahren heulte er, er sei auch 8 Jahre alt und dürfe AUCH auf das Garagendach klettern (die Großen haben oft den Fußball raufgeschossen und dann halt wieder runter geholt.) Und ähnliches.


    Aber wirklich Panik bekam ich, als er mal im Urlaub mit knapp 3 auf einen Baum geklettert ist, zwar nur so in 2 Meter Höhe - allerdings stand der Baum an einem Hang und an der anderen Seite ging es so 5 - 6 Meter runter. Er wollte ein "Pion" sein wie die Großen, die durch das Urlaubsdorf tobten und "Spion sein" spielten. Wir haben ihn mit einem Nutellabrot runtergelockt... ;)


    Es ist nie was passiert. Außer, als er mal kopfüber vom Hochstuhl krachte. Allerdings hatte er als kleines Kind irgendeine Störung, so dass er Höhenunterschiede nicht wahrnehmen konnte. Daher hab ich nie wirklich das Vertrauen gehabt, ihn einfach mal eben so auf dem Dachfirst balancieren zu lassen. ;)

  • :D Sie findet gerade die Sicherung langweilig. Da muss man ja nicht so aufpassen, dass man nicht abrutscht.
    Ich suche jedenfalls noch eine gute Unfall- und Lebensversicherung für eine zukünftige Extremsportlerin. Jemand Tipps? ;)

  • Kam durcheinander :) Beim bouldern wurde nicht gesichert, klar, aber das war langweilig (zu wenig hoch, blöde Matten,...) und beim klettern im Klettergarten fand sie die Sicherung blöd. Ich hatte noch keinen Kaffee :D

    • Offizieller Beitrag

    klettergarten ist was völlig anderes als so eine 20m Wand in einer Kletterhalle. Sicherung ist da auch ganz anders. Das ist nicht vergleichbar. Klettergarten ist auch nicht so angesagt bei meinen.

    Und wie gesagt: beim Bouldern kommt es sehr auf die Halle und die Gestaltung der Kletterwege an. Unsere Halle ist da wirklich toll und riesig (inkl. Parcourgelände) https://www.instagram.com/rockinn_wue/

    Ich würde das nich nicht abschreiben

  • Cool! Das sieht echt anders aus. Ich dachte, die wären alle im gleichen Stil. Da muss bei uns in der Gegend mal suchen. Vielleicht gefällt ihr das besser. :)

  • Für die offiziellen Klettergelegenheiten hier in der Gegend ist Zappelchen noch zu jung, sonst hätten wir längst damit angefangen.

    Hochbett, ja... das ist inzwischen abgebaut und tiefer gelegt. Als es stand, fiel Zappelchen ein mal hinunter, zum Glück in sein daneben stehendes Bett. Daraufhin nahm ich die Leiter ab und brachte sie in den Keller. Auf dem Rückweg treppauf hörte ich sein Stimmchen: "Mama, guck, wie (g)roß binnich!" Er stand ohne Kletterhilfe auf der Fensterbank. Da war er gerade zwei.

    Auch von seinem Regal habe ich die obersten drei Bretter abgenommen, und alles ist an den Wänden fest geschraubt.

    Mit einem Jahr kroch er auf dem Spielplatz wie eine Spannerraupe über die Hängebrücke mit 50 cm weiten Lücken, weil er unbedingt auf die große Rutsche wollte. Wieder und wieder. Ich hielt die Hände darunter, denn ab und zu fiel er doch hindurch.


    Andererseits - er ist einfach mein Kind. Ich habe als Schulkind geübt, auf eine Leiter zu steigen, ohne sie irgendwo anzulehnen, und kam regelmäßig auf die dritte oder vierte Sprosse.

    Weitermachen. Nicht nur denken, sondern tun.

    Einmal editiert, zuletzt von Silbermöwe ()