Übergewichtige Siebenjährige...

Liebe Raben,

in Gedenken vom Sohn einer Userin, der so früh von uns gehen musste, halten wir am Sonntag um 20 Uhr fünf Minuten lang inne. In der Zeit wird Schreiben im Forum nicht möglich sein.

Wir werden sichtbar hier sein und an den kleinen O, seine Geschwister und Eltern denken.

Wir wünschen der Familie viel Kraft und viele tragende Hände.

Gemeinschaft des Rabendorfes.
  • Vielleicht auch, weil sie im Kindergarten mehr sitzen?

    Das finde ich aus meiner Perspektive ein komisches Argument. Hier im Kindergarten sind die Kinder sehr viel draußen und bewegen sich auch in den Räumlichkeiten viel. Klar, können sie auch im Sitzen was machen, aber es gibt (außer bei den Mahlzeiten) kein "verordnetes Sitzen", sondern die Kinder gehen ihren Interessen nach. Ich glaube, die würden zu Hause ohne die vielen Spielpartner noch deutlich mehr sitzen.

  • Vielleicht auch, weil sie im Kindergarten mehr sitzen?

    Das finde ich aus meiner Perspektive ein komisches Argument. Hier im Kindergarten sind die Kinder sehr viel draußen und bewegen sich auch in den Räumlichkeiten viel. Klar, können sie auch im Sitzen was machen, aber es gibt (außer bei den Mahlzeiten) kein "verordnetes Sitzen", sondern die Kinder gehen ihren Interessen nach. Ich glaube, die würden zu Hause ohne die vielen Spielpartner noch deutlich mehr sitzen.

    Das hängt von Kindergarten und vom Kind ab. Hier gibt es noch etliche Kindergärten, die baulich auf einen Halbtagsbetrieb zwischen 8 und 12 ausgelegt sind mit (da in der Stadt) kleinem Außengelände. Zurückhaltende Kinder bleiben dann eben am Rand, wenn die " Rabauken" zu mit den Rollern über den Hof rasen oder zu zehnt das Klettergerüst stürmen. Und drinnen ist auch kein Platz zum Laufen, Hüpfen, Toben....

  • FrauMahlzahn : Aber ich nehme mal an, die ruhigeren Kinder würden auch zu Hause nicht zu sehr toben. In (Miet-)Wohnungen ist die Möglichkeit da auch meist beschränkt.

    Ich denke, das hängt viel mehr vom Wohnumfeld ab, als davon, ob ein Kind in den Kindergarten geht oder nicht.

  • Doch, meine Große schon. Sie traut sich bloß nicht bei so vielen anderen Kindern.


    Wenn wir draußen sind, dann klettert und läuft sie schon, aber nicht im Kindergarten.

  • das mehr auf Zucker Konsum geachtet wird ist möglich. Ich behaupte aber einfach mal das trotzdem mehr konsumiert wird. Es ist nämlich echt schwierig es nicht zu tun. Verarbeitet ist das zeug quasi überall weil billig und geschmacksverstärker. Nicht jeder Zucker muß deklariert werden bzw es wird dann mit alternativen gearbeitet. Diese bringen aber trotzdem ordentlich Kalorien.


    Erkennen kann man das nur mit genauer und akribischer Recherche.


    Das ist schwer leistbar und überfordert sicher auch Menschen.

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Hm, ich würde das trotzdem nicht auf den Kindergarten schieben. Bei 8-12 Uhr ist ja auch noch viel Zeit für andere Aktivitäten. Ist sicher dann eher Sache des Temperaments und des Gesamtumfelds.Es ist auch die Frage, ob die Kinder vormittags zu Hause regelmäßig die Möglichkeit hätten, draußen herumzutoben (dann könnte man sie ja auch zu Hause lassen).


    Hier sind die meisten Kinder in meiner Generation auch schon im Kindergarten gewesen und da waren die Bedingungen sicher nicht besser als heute.

    Ich bin z.B. in der selben Stadt groß geworden, wie meine Kinder heute und habe deutlich weniger draußen gespielt und mich bewegt. Weil zum Einen das Wohnumfeld damals deutlich trister war und ich zum anderen eher bewegungsarme Hobbies hatte.

  • Wobei ich ja finde, dass die ganze Eltern-Kind Sport Angebote nicht der normalen Alltagbewegung entgegenstehen sollten. Und wenn es dann normal wird, dass beim Sport hinterher noch ein Snack gereicht wird, oder Schorle (statt Wasser) dazu getrunken wird. Schulsport wird auch immer weniger anspruchsvoll (oder koennen die Kinder sich weniger gut bewegen?) Die Kinder werden zum Sport gefahren, wo man frueher mit dem Rad hinfuhr. Bei Hitze wird der Sport gestrichen, bei Regen und Kaelte auch, bei Erkaeltungen etc. Es sind so viele Ausreden, die wir den Kindern vorleben, warum es ok ist, sich nicht zu bewegen. Dabei sind alle Kinder zwischen 1.5-3 gerne am Rennen, Tanzen und Springen.Aber wir Eltern scheinen es ihnen auszutreiben. Vielleicht auch, weil sie im Kindergarten mehr sitzen?

    der sport wird erst wichtiger wenn die kinder älter werden. ja wir wohnen so doof dass ich meinen sohn zum sport fahre. meine tochter geht mit dem bus ins training. hmm...es gibt schon bewegungsfreudigere Kinder...die werden schon eher ruhig gestellt in Krippe/kiga/schule. das stimmt. ich habe da halt sehr gegengesteuert und mit ihnen viel Bewegung reingebracht in den alltag. also sie brauchten das auch. das kind halt da abholen wo es ist. nicht immer hat man die zeit und die Ressourcen dafür. und ein bewegungsfreudiges kleinkind ist sehr anstrengend. ;-).

    meine gehen bei jedem wetter ins training. aber ja ich fahre sie wohl auch zuviel rum. das stimmt schon.

    sonja mit Eisprincess (03) + kleinronaldo (06)

  • hier geht es auch nicht ohne Auto, auch nicht zum Sport. Keine öffentlichen Verkehrsmittel, nächstes Dorf 6 km einfache Strecke, steil bergab.


    Bei uns bewegen sich die Kinder sowohl in der Nachmittagsbetreuung der Schule als auch im Kindergarten richtig viel. Am Platz gespielt wird da nur bei ganz ekligen Wetter, um die 0 Grad und Dauerregen. Ansonsten wird raus gegangen und alles mögliche gemacht.

    Scheinbar sind aber unsere Einrichtungen da nicht die Norm.


    und Glückwunsch an Sonja..

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Ein Punkt ist auch, mehr Kaiserschnitte. Den Kindern fehlt die Bakterienbesiedlung durch die Mutter und das macht sich auch im Darm bemerkbar. Hier ist eins von drei Kindern kräftiger und zwar das was per KS geholt wurde. Sie hat genau dasselbe Angebot wie wir alle, hat aber immer Hunger und kann auch deutlich mehr essen als ihre Schwester. Ich reguliere inzwischen in dem ich einfach nicht mehr unterwegs hier und da was kaufe, es kein Nutella, Schokomüsli und so Zeug mehr gibt. Persönlich glaube ich nicht einzugreifen ist falsch, genauso wie das Kind von einer Diät zur nächsten zu jagen aber man muss eben auch nicht offenen Zugang zu Naschkram, Saft, etc möglich machen.

  • Ich bin in meiner Kindheit 10km zum Sport, 14km zum Musikunterricht mit dem Rad gefahren, einfach. War damals so normal. #weissnicht Heute ist es das aber nicht mehr. Ich sehe das ja in meinem Umfeld, hoere das von meinen Nichten, sehe es auch an meinen Kindern. Die meisten Kinder werden zum Fussball gefahren, auch wenn man das gut erlaufen kann (2km einfacher Weg).


    Ich beobachte auch, dass Kinder im Kindergarten mehr sitzen. Spielplaetze werden mehr begleitet, Kinder werden zu Freunden gefahren, wo sie frueher selbst liefen. Das Leben ist nicht gefaehrlicher geworden, die Menschen sind aengstlicher geworden. Auch beobachte ich, dass wenn beide Eltern arbeiten, dann werden die Kinder zum kidnergarten gefahren, weil wer hat dann schon Zeit vor der Arbeit und nach dem Feierabend 20-30min nach Hause zu laufen, und wenn man eh schon mal im Auto sitzt. Ich wuerde meine Kinder auch eher fahren, als sie 10-14km Radeln zu lassen. Macht man heutzutage halt nicht mehr so. Aber es fuehr eben auch dazu, dass man sich weniger bewegt.



    Es gibt doch auch Studien, die genau diesen Trend belegen. Kinder bewegen sich weniger, sind weniger draussen, sind ungeschickter. Signifikant.

    Ein Punkt ist auch, mehr Kaiserschnitte. Den Kindern fehlt die Bakterienbesiedlung durch die Mutter und das macht sich auch im Darm bemerkbar. Hier ist eins von drei Kindern kräftiger und zwar das was per KS geholt wurde.

    Langzeitstillen wirkt dem Effekt wunderbar gegenueber. Aber wer schafft das schon?


    ODer die Ausmerzung des Helicobacter pylori. Die Vielgabe an AB, die durchaus auch zur Gewichtszunahme fuehrt.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Och, meine Kinder sind auch unterschiedlich verfressen, obwohl gleicher Geburtsmodus.


    Das mit der Alltagsbewegung stimmt hier total, ich ärgere mich ja echt oft über die Eltern, die ihr Kind zur Schule fahren und damit Laufkinder gefährden.


    Meine Kinder dürfen auch stromern und sind damit hier die Ausnahme. Das macht mir immer wieder mal ein blödes Gefühl, aber ich finde diese Freiheit irgendwie auch sehr wichtig.

  • Nachtkerze


    Ganz genau, das ganze Herumkutschiere sorgt selbstverständlich für weniger Bewegung, selbst wenn das Ziel selbst dann ein Sporttermin ist.


    Mit dem Kindergarten weiß ich nicht, ihr seid ja in Frankreich, da ist das wohl sehr verschult. Hier ist Kindergarten sehr verspielt mit viel draußen-Aktivität. Sehe da nicht, dass das weniger bewegungsfreundlich wäre als zu meiner Kindheit, sogar eher mehr. Bei mir gabs noch Zwangs-Mittagsschlaf bis zum Schluss.

    Auch bei der Schule seh ich keine krasse Verschlechterung was Bewegung betrifft, auch eher Verbesserung zu meiner Kindheit. Das Problem liegt im Freizeitbereich, bzw. fängt es halt schon beim Schulweg an.

  • Ja, Kindergarten ist hier verschulter, aber es wird auch ganz gezielt Bewegung gemacht. Bewegung ist eben auch Teil der Verschulung. Mein Eindruck ist, dass es in Deutschland das Angebot gibt, aber es wird nicht weiter ermutigt. Mag das Kind nicht, dann eben halt nicht.

    Auch bei der Schule seh ich keine krasse Verschlechterung was Bewegung betrifft, auch eher Verbesserung zu meiner Kindheit.

    Ich finde den Sportunterricht deutlich waschiger und weniger fordernd; wobei das ein Ei und Henne Problem ist. Ist der Sportunterricht schlechter, weil die Kinder schlechter sind, oder weil die Lehrer weniger fordern? Oder habe ich dich jetzt falsch verstanden?

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  • Nachtkerze


    Also in meiner Schulzeit war Sportunterricht tatsächlich leistungsorientierter, was aber meiner Meinung nach eher dazu geführt hat, dass das Fach den sportlichen Schülern Spass machte und den unsportlichen nicht.


    Bei meinem Kind ist es jetzt deutlich mehr auf Freude an der Bewegung ausgerichtet, für mich hört es sich so schöner an. Auch die Bundesjugendspiele werden anders ausgerichtet, so dass es ein tolles Event ist bei dem auch Spiele stattfinden. Bei uns früher war es einfach nur auf dem Sportplatz stehen und Leistungen abliefern. Ich war erstmal positiv überrascht als ich mitbekommen habe wie es heute läuft und habe den Eindruck, dass es so ein besseres Angebot für die bewegungsunfreudigeren Kinder ist.

    Und auch im Unterricht gibt es Bewegungsphasen, das hatten wir früher auch nicht.

  • Ein Punkt, der noch nicht angesprochen wurde: Durch Industrienahrung für Säuglinge (Flasche und auch Gläschen) werden schon die Babys oft überfüttert, wodurch die Kinder schon sehr früh daran gewöhnt werden, über das Sättigungsgefühl hinaus zu essen.

    Bei Flaschennahrung wird den Eltern oft suggeriert, dass das Kind eine bestimmte Menge trinken muss. Daher und damit es länger satt ist wird dann oft noch der letzte Rest ins Kind reingezwungen, obwohl das Kind eigentlich vorher schon aufhören möchte. Ähnlich bei Gläschen: damit man nicht so viel wegwerfen muss, ist man versucht, dem Kind doch noch ein paar Löffelchen mehr aufzuschwatzen als es eigentlich möchte.

  • Vielleicht sind deshalb meine beiden Kinder untergewichtig?

    - Langzeitstillen (den grossen 15 Monate voll, die Kleine 10 Monate, aufgehört mit >2 Jahren)

    - keine Kaiserschnitte

    - nie Industrienahrung als Babys (mochten beide nicht)


    Aber ob das wirklich soviel aus macht? Keine Ahnung.


    Beide haben ein gesundes Sättigungsgefühl, schon von Anfang an. Es gibt keine Fertigprodukte in denen viele versteckte Zutaten enthalten sind. Ich koch immer alles frisch und die Kids essen beide gern und viel Obst und Gemüse (das aber nur roh).

    Wir wohnen aber auch wirklich auf einem winzigen Dorf wo die Kids noch viel draussen spielen, auch allein.


    Schulweg wird zu Fuß, per Rad oder Roller erledigt. Nur in den Kindergarten fahre ich tatsächlich mit dem Auto, ich hab leider wirklich keine 30 min zusätzlich. Ich hab einen Arbeitsweg von einfach 50 km, keine Großeltern etc hier zum Helfen, der Tag ist von Bringen bis wieder Abholen extrem getaktet. Ich wünschte es wäre anders, ist aber leider halt so wie es ist.


    Und nein, ich würde mein Kind hier nachmittags nicht 15 km einfach mit dem Rad irgendwohin fahren lassen. Dazu wäre erstens die Zeit nicht da. Mit berufstätigen Eltern ist die Zeit halt schon anders bemessen. Meine Kinder sind nicht ab mittags zuhause und haben den ganzen Nachmittag zur Verfügung. Ganz abgesehen davon würde ich kein Kind mit 10 Jahren so weit allein fahren lassen. Auf der Hauptstrasse mit Berufsverkehr, Fahrradwege gibt es nicht.

    Ich hab das zwar schon gemacht früher, aber nicht mit 10 sondern mit 15. Und dann nicht für ne Stunde Musikunterricht sondern um das WE bei der Oma zu verbringen. Also Freitags hin und Sonntags zurück.

    So wie die Gegend hier ist würde man für die 15 km in die nächste Stadt einfach mindestens 2h brauchen. Einfach aufgrund der vielen Höhenmeter die man überwinden muss.

    Aber da meine Kinder ja wie gesagt eher zu dünn als zu dick sind sehe ich das auch nicht als Problem an. Bewegung haben beide definitiv mehr als genug.

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Myrte


    Richtig - stromern lassen! Das dürfen unsere auch. Sie gehen gerne in den Wald und auf die Spielplätze der Umgebung. Da Ist immer was los und steppt der Bär - gerne sind sie dann mal zwei, drei Stündchen weg - mit Ansage wann sie zu Hause sein sollen funktioniert das wunderbar. #top


    Das mit dem Fläschen und den Gläschen melone leuchtet auch ein.


    Vor einigen Wochen hatten meine Eltern den mittleren Enkel da - noch keine 2,5 Jahre alt. Meine Mutter hatte ihm win Gläschen mit Rindfleisch+Reis+Gemüse geholt. Der kurze hat ein paar Löffel gegessen und wollte aber lieber das essen was wir alle aßen - das artete dann irgendwie aus- mit Löffel reinzwingen etc. damit das nicht entsorgt werden muss. Mich hat das sauer gemacht - und habe eingegriffen. Den Pott mit dem "Babyessen" zur Seite gestellt, dem Kind Fleisch, Reis und Sauce sowie Salat auf den Teller gepackt ein Handtuch auf den Stuhl, Kind hingesetzt, guten Appetit gewünscht und meiner Mutter verboten da einzugreifen.


    Das lief wunderbar! Das Kind war zufrieden und hat gegessen und sich mit uns unterhalten. Das war sehr schön für ihn. Man merkte wie er sich zunehmend entspannte und ruhiger wurde. Er wird ohnehin schon sehr reguliert was Essen anbelangt - (wg. Zucker, Bonbons aus der Hand reißen etc.) und das war so eine nette Erfahrung dass er sich beim essen immer gerne zu uns gesellt. #love


    Mich wunderte das Verhalten meiner Mo. Mussten wir doch nie aufessen und mussten auch nie das Flächen leertrinken etc.

  • dumme Frage: warum kauft jemand für ein Kind das knapp 2.5 JAHRE alt ist ein Babygläschen??? Ich versteh es gerade wirklich nicht. in dem Alter kann doch eigentlich jedes Kind am Familientisch mitessen oder nicht?

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    Wunder 1: 07


    Wunder2: 11

  • Hier ist eins von drei Kindern kräftiger und zwar das was per KS geholt wurde.

    Wann hat sich das denn bemerkbar gemacht?

    Hier KS und nicht gestillt, sie ist mit Abstand die Schlankeste in ihrer KiTa-Gruppe. #weissnicht

    Übrigens ganz im Gegenteil zu uns Eltern (und den Großeltern)...

    Vielleicht wurde sie nach der Sectio vertauscht #eek

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul

    Einmal editiert, zuletzt von Pamela ()