Paukenröhrchen, Polypen, Narkose - bitte um Erfahrungsberichte

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  • Hallo ihr lieben,

    ich weiss, dass die PaukenröhrchenOP eine totale Routinesache ist und eigentlich nicht der Rede wert....also mein Kopf weiss das. Mein Bauch allerdings schiebt Panik.

    Unser Sohn hatte schon laenger immer mal wieder Paukenerguesse nach Erkaeltungen. Es war aber immer so, dass er nach ein paar Wochen wieder gut hoeren konnte. Sprachlich war und ist er nicht der Überflieger, aber jetzt mit 5einhalb spricht er so deutlich, dass auch fremde Erwachsene ihn gut verstehen koennen. Es gibt allerdings einige Woerter, bei denen man schon noch merkt, dass er sie wahrscheinlich nie richtig hoeren konnte. Massive Hoerprobleme hat er nun seit kurz vor Weihnachten, also ca seit einem dreiviertel Jahr. Wir haben Nasenspray bekommen, Nasentropfen ueber Kopf gegeben, homoeopatische Dinge ausprobiert...es wurde immer mal besser und schlechter. Der HNO Arzt kann keine Schwingung des Trommelfells messen. Letzte Woche war wieder Kontrolle, die letzte Erkaeltung ist ewig her und wir finden, dass unser Sohn momentan super hoert. Aber laut HNO Arzt ist weiterhin nichts messbar. Nun steht also der Termin. Er wird Paukenroehrchen bekommen und die Polypen werden entfernt. Das alles wird in einer Anästhesiepraxis ambulant gemacht und es gibt keinen Scheissegal-Cocktail vorweg. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie es möglich sein soll, unserem Sohn eine Narkose zu ähm...geben?machen?verabreichen? wenn er bei vollem Bewusstsein ist. Ohne traumatisches Erlebnis. Mein Mann wird das alles begleiten und er wird nächste Woche auch noch ein Aufklärungsgespräch haben. Aber ICH geh jetzt schon am Stock. Könnt ihr mich bitte beruhigen? Ich habe keinerlei eigene Erfahrung mit Narkosen, ich finde den Gedanken des Kontrollverlusts fürchterlich. Ich habe angst um mein grosses Baby, auch wenn es eine Routinesache ist. Mir ist schleierhaft, wie ich es schaffen soll, dass er 5 Tage lang nicht wild tobt. Und wie ist das dann überhaupt nach der OP? Wenn wir das Gefühl haben, dass er momentan ganz gut hört, wird er sich hinterher die Ohren zuhalten müssen, weil alles plötzlich so laut ist? Bitte erzählt mir mal ein bisschen was, ich brauche dringend Input....

    Liebe Grüsse

  • Hier mal mein Beitrag in einem Thread mit ähnlichem Thema. Den Egalsaft hatte sie übrigens verweigert. Ich hab darum gebeten, dass sie erst die Maske für die Narkose bekommt und erst danach der Zugang gelegt wird. Das war kein Problem. Obwohl sie sonst sehr zurückhaltend ist, ist sie mit dem Anästhesisten, der sie abgeholt hat, alleine mitgegangen, hat sich auf die Liege gelegt und sich selber die Maske aufgesetzt. Mein Sohn hatte mal eine Zahn Op, da durften wir dabei sein, bis die Narkose wirkte.

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    Einmal editiert, zuletzt von RAN () aus folgendem Grund: RSF

  • RAN danke fuer deinen bericht, das klingt toll. Totalverweigerung kennen wir hier auch gut. Oder total sinnfreie Nachfragen, bei denen man sich fragt, auf welchem Planeten das kind die letzten zwei Minuten wohl gewesen ist. Ja...oder Liedtexte. Selbst ausgedachte Sprache waere das eine, aber total seltsam verdrehte Texte eben das andere.

    Ich merke auch, dass in schlechten Zeiten, also wenn er wenig hoert, sein Sozialleben leidet. Er gondelt dann im Kindergarten auf dem Freigelaende alleine rum. Wenn er besser hoert, ist er mitten in der Kindergruppe voll dabei.

    Neben all der Angst, bin ich auch sehr gespannt und freue mich auf hoffentlich viele positive Veränderungen, wir haben schon einige Baustellen, die mit dem Hörvermoegen zusammenhaengen KÖNNTEN.

  • Von Polypen und Paukenröhrchen hab ich keine Ahnung, dafür möchte ich dir Mut für die Narkose machen! Unser Mittlerer hat das zwischen 3 und 5 mehrmals durchmachen müssen und war immer entspannt dabei. Wie soll er die Narkose denn bekommen, über einen Zugang? Warum ohne Scheiß-egal-Saft? Wenn Zugänge an den Händen gelegt werden sollen, dann lasst euch vorher unbedingt Emla-Pflaster geben. Die betäuben die Einstichstelle und es tut beim Stechen weniger weh. Das hat meinem Sohn immer sehr geholfen. Und er durfte sich hinterher immer eine Kleinigkeit aus einer Überraschungskiste aussuchen. Vielleicht gibt es sowas bei euch auch? Oder ihr besorgt selber was kleines. Ablenken war hier auch immer toll. iPad gucken, bis es los geht etc...

    ich drücke euch die Daumen, dass alles glatt läuft! Und hinterher geht's ihm bestimmt prima, wenn er dann endlich richtig hören kann #top

    J. *7/2009 L. *1/2012 M. *8/2016

    Sie haben gewonnen: Brokkoli n015.gif

    "so gut wie es früher war, ist es früher nie gewesen" Hermann van Veen

  • unsere Tochter hat das mitgemacht als sie dreieinhalb war.

    Wir haben es ambulant machen lassen. Haben an dem Tag ein Zimmer mit Bett in der Praxis gehabt. Da kam dann der Anästhesist zur Voruntersuchung hin. Er hat das ganz lieb und spielerisch gemacht. Das tollste für meine Tochter waren ein paar Zaubertricks die er gemacht hat, u.A. hat er ein Tuch hinter ihrem Ohr hergezaubert. Das war wirklich ein toller "Einstieg". Mein Mann und ich durften dann mit in den OP- Raum. Da musste sie sich nur auf den Tisch legen, ich hab Händchen gehalten und die OP-Schwestern haben auch Blödsinn mit ihr gemacht. Dann gab es über eine locker übers Gesicht gehaltene Maske die Narkoseeinleitung. Sie fing dann an etwas rumzulallen und ist schnell weggedöst. Venöser Zugang und alles weitere passierte erst im Anschluss, da mussten wir aber auch raus.

    Ich hab dann erstmal ne Runde geheult, weil das schon ein Scheissgefühl war #hmpf sie dort alleine lassen zu müssen.

    Nach der OP hat der Arzt sie dann zu uns in das Zimmer getragen und da ist sie dann auch relativ schnell wieder wach geworden. Anfangs war sie sehr motzig und heulig, das hatte man uns aber vorher angekündigt. Aber das hat auch nicht sooooo lange gedauert. Ich meine sie war um 9 im OP und um 12 sind wir wieder nach Hause gefahren. Im Auto hat sie nochmal geschlafen und dann war sie so fit, als wenn nichts gewesen wäre. Das grösste Problem war sie für den Rest des Tages dazu zu bringen langsam gehen zu lassen.

    Alles in allem haben wir das nie bereut und sie hat auch absolut keine schlechten Erinnerungen daran.

    Ob so eine OP nötig ist muss man ja leider für sich selbst entscheiden. Wir haben es gemacht, weil sie ein dreiviertel Jahr lang permanent Flüssigkeit hinter den Trommelfellen hatte und ihre Sprache anfing darunter zu leiden. Bei ihr sind aber nur die Polypen entfernt und die Flüssigkeit abgesaugt worden. Auf das Setzen der Röhrchen hat der Arzt während der OP spontan verzichtet.

    Danach hatte sie noch einige Male einen Mittelohrerguss, der aber immer in kurzer Zeit von alleine weg war. Wir haben nach der OP allerdings eine homöopathische Behandlung angefangen und sind seitdem, d.h. seit 5 Jahren ohne klassische Medikamente durch alle Erkrankungen durchgekommen.

  • Bei unserem Sohn wurde auch links ein Röhrchen gelegt, mit etwa 3,5. Die Entscheidung hierfür ist uns sehr schwer gefallen und wir haben lange abgewartet, ob sich der Erguss nicht noch von alleine löst. Das Sprechen war nicht beeinträchtigt und auch das Hören war in "normalen" Situationen ok, da es eben nur einseitig war. Aber es war ganz deutlich, wie sehr ihn z.B. im Kindergarten Umgebungsgeräusche und Stimmengewirr gestört und gestresst haben.

    Ich muss sagen, dass ich sehr beeindruckt war, wie kindgerecht und sensibel die OP-Vorbereitung gelaufen ist. Beim Vorgespräch hat die Ärztin ausschließlich mit dem Kleinen gesprochen, ich war eigentlich nur dabei und habe zugehört. Dann gab es ein cooles Pflaster mit Autos drauf für die Emla-Salbe, das ganz stolz nach Hause getragen wurde. Am OP-Tag selber gab es einen Tiger-Stempel auf den Handrücken und der Zugang war dann der Strohhalm, durch den der Tiger Milch trinkt. Das alles hat mein ängstliches und zurückhaltendes Kind total entspannt mitgemacht. Der Moment, als die Narkose gewirkt hat war für mich selbst ganz ganz schlimm, aber auch da wurde ich sehr nett vorbereitet und betreut. Ich binn dann zum Naseputzen und Gesicht waschen aufs Klo und als ich mich grade wieder setzen wollte, war schon alles passiert. Der Chirurg hat mir kurz erklärt was er gemacht hat und dann hatte ich mein Kind schon wieder im Arm. Das Aufwachen hat länger gedauert als gedacht und er war noch ca. 2 Stunden ganz schön mitgenommen. Aber schon abends war eigentlich alles wieder wie immer, und durch die Medikation war er auch die ganze Zeit schmerzfrei.

    Mein Sohn hat keine Erinnerung an den Tag, er weiß zwar dass sein Ohr "repariert" wurde, aber mehr auch nicht.

    Das Röhrchen ist übrigens jetzt, knapp ein halbes Jahr später, immer noch drin.

  • Hallo,


    ich kann zu Röhrchen und Narkose nichts sagen, wir versuchen aber seit März mit dem Nasenballon die Trommelfelle der Großen wieder zum Schwingen zu bringen. Dafür muss sie mit der Nase einen speziellen Ballon aufpusten, 3x am Tag. Die Logopädin sagt, das Gehör hat sich deutlich verbessert, an der Sprache merken wir es selbst auch.

    Vielleicht wäre das noch eine Option für euch? Unser HNO sagte, dass 80% der Kinder, die den Ballon regelmäßig benutzen um die Röhrchen herum kommen.

    Viele Grüße SonnenLotte #sonne
    mit Groß (4/12) #love und Klein (3/16) #herzen

    Einmal editiert, zuletzt von SonnenLotte ()

  • K1: OP mit 2 Jahren, LMAA-Saft ohne Meckern genommen. Deutlich benommen davon und hat sich problemlos wegfahren lassen. Allerdings war das aufwachen sehr schlimm, er hat getobt und ich konnte ihn kaum halten. Als er wieder komplett "da" war, wars wesentlich besser.


    Also nach 2 h wieder Heim gefahren und was gegessen und alles fein. An dem Tag allerdings noch Schmerzmittelgabe.


    K2: OP mit fast 3 Jahren, Saft ohne Meckern genommen. je nachdem wie lange sie schon wach sind, pennen sie auch davon wieder ein. Ohne Probleme wegfahren lassen, aufwachen zum Glück ohne Schreien sondern jammern. Verweigerung von Essen deswegen durften Sie auch nach 1,5 h wieder Heim. Zu Hause alles OK. mann ist mitgefahren, ich hätte das Kind ausrastend nicht halten können.


    natürlich wird J zu Hause toben, aber vermutlich nicht so viel wie in der Kita ;) Und da darf er ja eh erstmal nicht hin.

    Unsere Boygroup: Flitzekind 09/2011, Flitzebaby 02/2013 und Robinson Freitag 08/2014 #herz

  • Der Knabe hatte 2015 und 2016 die OP. 2015 wurde nur die Flüssigkeit hinter den Trommelfelle abgesaugt und große Polypen entfernt. Das brachte nur wenige Wochen was, dann war es wie vorher. Er hatte bei jeder Untersuchung von Anfang 2015 an beim Hörtest links eine Null-Linie.

    2016 hat er dann auf mein Betreiben hin links ein Dauerröhrchen bekommen. Rechts wäre es das normale geworden, war aber nicht nötig.


    Beide male waren wir ambulant im Krankenhaus. Sie haben eine Extrastation für Tagesgäste mit einem Zimmer für Kinder mit Brioeisenbahntisch.

    Es gab den Saft (Zaubersaft). 2015 lag mein Kind danach seelig grinsend im Bett und war glücklich. 2016 hatte ich ein überdrehtes, lachendes und randalierendes Kind mit 25 kg zu bändigen während die OP des Mädchens davor sich länger hinzog als gedacht. Zur Narkose war ich jeweils nicht dabei und durfte dann für die Dauer der Op dazu.

    In den Aufwachraum wurde ich dann dazu geholt. 2015 war er recht schnell wach genug und kam auf Station, da wollte er auf meinem Schoss sitzen, stundenlang. Weil er in einem Kindergitterbett lag sass ich also erst auf einem normalen Stuhl, nachher auf dem Boden mit Wand im Rücken. Danach nochmal ca. 1,5 h schlafen und da er dann fu genug war wurden wir entlassen.

    Leider bekam er direkt im Anschluß eine Mandelentzündung, so dass wir (Montag OP) Dienstag Abend mit 41 Grad Fieber wieder im Krankenhaus sassen weil wir nicht wussten ob es durch die OP kommt.

    2016 hat mein Kind völlig entspannt drei Stunden im Aufwachraum verschlafen, war danach aber wieder fit.


    Er erinnert sich jeweils an die Eisenbahn und das ziehen der Braunüle. Und er profitiert wahnsinnig von dem besseren Gehör. Seine Sprachfortschritte waren Wahnsinn und mit Logopädie haben wir nun genug aufgeholt für die Schule. Und das obwohl vorher jeder gesagt hat, dass er mit einem hörenden Ohr keine Probleme hat bei der Sprachentwicklung. Er konnte vorher wohl dem Morgenkreis nicht folgen, hat beim vorlesen nichts gehört wenn er falsch sass und dann eben Blödsinn gemacht usw.

    Strength doesn't come from what you can do. It comes from overcoming the things you once thought you couldn't.

  • sunflower, ich würde den sommer noch abwarten. Das kann man auch im September noch machen, wenn er gut hört und spricht.

    Außerdem würde ich mal eine 2. Meinung einholen. Wenn bei uns nichts gemessen werden konnte, hat man das auch gemerkt. Das finde ich etwas seltsam.


    Ich halte nix von Paukenröhrchen, ich habe zig Erfahrungsberichte gelesen. Die Dinger fallen raus, es wird noch mal und noch mal eingesetzt usw. Vergrößerte Rachenmandeln bilden sich mit zunehmendem Alter zurück. Wenn die nix verlegen, halte ich auch davon nichts. Und Ergüsse bilden sich auch, wenn die Rachenmandeln nicht vergrößert sind.


    Wichtig ist, beim ersten Anzeichen von "Nase" immer Nasentropfen ins Kind, da darf man echt nicht geizen. viele Eltern haben dann Angst und geben nix oder nur Schnullifax wie Meersalzzeugs. Das muss abschwellen, und wo Entlüftung ist, gibts weniger Komplikationen.


    Hier gab es mal den super Tipp mit Imupret, das muss man mal ein paar Monate lang geben. Ich finde, das hilft gut, man muss nur einen längeren Atem haben. Rotlicht mal eine zeitlang ist gut (also richtig mal über Wochen), dann diesen Ballon (hatten wir auch in Gebrauch) und generell was fürs Immunsystem tun. Mal den Vitamin-D-Spiegel, mal eine Weile supplementieren, auch eine homöopath. Konstitutionsbehandlung ist keine schlechte Idee, wenns die Kasse zahlt (machen ja einige Kassen, z.b die TK).


    Bei uns ist das lange vergessen, und zwar ohne OP.

  • Mit den Nasentropfen handhaben wir es auch so, wie Irene sagt. Wir geben immer Nasentropfen für Babys. Sofort wenn die Nase irgendwie zu ist oder wenn die Ohren zu sind. Meine Tochter merkt das sehr deutlich, kann zum Glück den Ballon aufpusten und diese Druckausgleichsübung, bei der man sich die Nase zu hält und in die Ohren drückt, das soll sie auch immer wieder machen (außer wenn sie erkältet ist). Sie hat durch die schlechte Belüftung oft Unterdruck im Ohr.

    Viele Grüße SonnenLotte #sonne
    mit Groß (4/12) #love und Klein (3/16) #herzen

  • Hier stand diese OP auch schon an, Kind war damals 5, zwei HNOs sagten, das sei unbedingt nötig.

    Der dritte hat ausgiebig ins Ohr geguckt, dann ein riesiges dunkelgelbes Ohrenschmalz-Schmodder Gebilde aus dem Ohr gezogen und schon konnte das Kind wieder besser hören und die OP war vom Tisch. Wir bekamen dann die Nasenluftballons mit und alles was paletti, Kind hatte seitdem nie wieder Ohrenprobleme.

    Dafür ich - letztes Jahre eine MOE, mir wurden zweimal Paukenröhrchen gelegt, damit der Eiter abfließen konnte. Ich fand das gar nicht so schlimm und es ging sehr schnell, die Narkose wäre dann ja auch nur sehr kurz bei kleinen Kindern, die das noch nicht aushalten können. Aber erst mal ne Zweitmeinung holen, ob das überhaupt notwendig ist.

  • Ihr lieben,

    vielen Dank schonmal fuer eure Einschaetzungen und Berichte. Ich versuche heute abend mal, da genauer drauf einzugehen. bis dahin gerne mehr!


    Liebe Gruesse

  • Unser Jüngster hatte bisher drei Vollnarkosen, die hat er alle gut vertragen. Waren zwischen 6 und 15 Monaten , von daher gab es da nicht so viel Vorbereitung. Er hat vorher immer einen Beruhigungssaft bekommen. Beim ersten Mal hat er darauf gar nicht reagiert die beiden anderen Male war er dann nach ein paar Minuten sehr schlapp. Das Aufwachen war unterschiedlich, bei den beiden Hörtests war es ganz gut, nach der Op nunja, er hat eine Stunde lang gebrüllt und hatte unglaublichen Durst. Auf den Arm nehmen ging eigentlich nicht, da er kaum Körperspannung hatte sich dafür aber sehr rumgewurschtelt hat. Das war ein ziemliches Krafttraining. Nachdem er dann was trinken durfte war es gut. Paukenröhrchen standen zur Debatte wurden dann aber nicht eingesetzt, dafür die Rachenmandeln entfernt. Das ganze allerdings nur als Zugabe zur eigentlichen CI-Implantation.

    Die Pflaster hatten wir vorher auch immer bekommen. Hat er aber nie dran gelassen, den Zugang gab es immer in den Fuß, wegen zuviel Babyspeck. Beim letzten Hörtest konnten wir dann auch noch am selben Tag wieder nach Hause gehen.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und


    Lilypie Third Birthday tickers


    Lilypie First Birthday tickers

  • Hallo ihr lieben,

    entschuldigt bitte, dass ich gar keine Rückmeldung mehr gegeben hatte. Wir mussten den OP Termin einen Tag vorher absagen, weil J Schnupfen bekommen hat. Keine dicke Erkältung, aber eine laufende Nase, so wie er es so oft hat. Der behandelnde Arzt wollte die OP deshalb nicht durchführen. Neuer Termin bei diesem Arzt wäre im September. Nun ist es so wie immer, die Nase läuft so langsam vor sich hin, nichts wildes, aber das Kind hört wieder nichts. Wir geben Nasentropfen, vom ersten Tag der Erkältung, es ist ein Kampf, jedesmal endlose Diskussionen mit einem fünfjährigen Dickkopf, so anstrengend....und es hilft nichts. Wir haben auch den Nasenballon, schon seit Dezember, immer mal wieder im Einsatz. Da man ihn aber bei einer Erkältung nicht nehmen soll, kommt er leider nicht so häufig zum Einsatz.

    Er hat übrigens keine Mittelohrentzündung(en), nie, Er hatte in seinem Leben vielleicht dreimal Fieber. Er läuft um die Scharlach- und MD-Epidemien im Kindergarten drum herum. Nur immer wieder der Schnupfen, da nimmt er jeden mit.
    Wir haben nun gestern Blut abzapfen lassen für einen Allergietest und ein Blutbild. Am Dienstag bekommen wir die Ergebnisse. Unser Kinderarzt ist gleichzeitig Homöopath und hat uns schon mehrfach mit Globuli versorgt. Allerdings scheinen das nicht die typischen Paukenerguß-Globuli zu sein, wenn ich google.


    Das liest sich wahrscheinlich alles etwas durcheinander. Ich bin einerseits unglaublich erleichtert, dass die OP abgesagt wurde, weil ich wirklich nervlich vollkommen am Ende war. Andererseits hätte ich doch gerne wieder ein hörendes Kind, es ist wirklich anstrengend, für ihn auch.


    Ich les jetzt nochmal eure Beiträge und versuche vielleicht doch nochmal auf das ein oder andere einzugehen.


    LG

  • Hallo,


    keine Ahnung, ob das bei euch was bringen könnte, da wir eine andere Sachlage haben (viele Mittelohrentzündungen, dafür keine Schwerhörigkeit ;)): Wir versuchen gerade mit Osteopathie eine Polypen-Entfernung zu umgehen. Die Osteopathin sagt, man kann gut helfen, die Kanäle zwischen Nase und Ohren frei zu bekommen, so dass alles wieder besser fließen kann. Ich kann noch nichts zur Wirksamkeit sagen, weil wir erst am Mittwoch damit angefangen haben. Auf jeden Fall hat sie schon einige Blockaden in dem Bereich gefunden und ich denke, es kann ja nicht schaden (außer dem Geldbeutel vielleicht). Auf die Idee da osteopathisch ranzugehen wäre ich gar nicht gekommen, den Termin hatte ich eigentlich wegen Zähneknirschen gemacht. :D

    LG, Yolotzin :)


    Each circumstance is a gift, and in each experience is hidden a treasure.
    (Neale D. Walsh)

  • Bei uns hatten sowohl Ostheopathie, als auch Homöopathie leider nichts gebracht. Ich hab mir vor der OP auch ganz viele Sorgen gemacht, aber es war wirklich problemlos. Meine Tochter musste zur Beobachtung wegen leichter Nachblutungen noch eine Nacht im Krankenhaus bleiben und erzählt heute noch, wie toll das war, weil man das Essen ans Bett bekam und ein Fernseher im Zimmer war :D

  • Ich wollte einmal Rückmeldung geben. (vom Handy, entschuldigt eventuelle Schreibfehler)

    Wir haben die OP nun seit gestern hinter uns. Die letzte Zeit war wirklich schlimm. Wir mussten sehr SEHR laut sprechen und staendig alles wiedeholen. J lebte in seiner Glocke so vor sich hin. Die Erzieher fragten schon, wann denn der nächste Termin sei, es war für alle einfach nur noch anstrengend. Auch fuer J selbst. Ich glaube, er war sehr erleichtert, dass seine Ohren nun "heilgemacht werden" (Details haben wir ihm erspart). Jedenfalls hat es, was ich niemals gedacht haette, alles problemlis geklappt. Zugang legen, kleber auf die Stirn, einschlafen. Sogr das aufwachen war sanft und problemlos. Seine ersten Worte waren "Papa...sind meine Ohren jetzt heil??". Er war dann noch etwas matschig, so dass mein Mann mich bat, hinzukommen, so dass wir gemeinsam heimfahren koennen. Als ich 45 Minuten später dort ankam, war J turnschuhfit, hat einige Pommes gegessen und wir konnten uns in normalem Ton unterhalten. Den nachmittag hat er auf der Couch vorm TV verbracht. So richtig hunger hatte er nicht, erst abends mochte er wieder essen. Nachts hat er fuerchterlich geschnarcht, was aber durch die Schwellung von der Polypen-OP zwar nervig, aber normal ist. Heute muss ichbihn schon oft daran erinnern, nicht zu sehr zu toben und grade habe ICH das gefuehl, den fernseher lauter stellen zu wollen #rolleyes aber er meint, es ist laut genug und er hoert alles.

    Ich bin jetzt sehr gespannt auf den weiteren Verlauf und extrem froh, dass es endlich hinter uns liegt.

  • Dieses plötzliche Wieder-Hören-Können muss sich total verrückt anfühlen. Ich habe das als Kind bei meinem Bruder miterlebt ("oh, das Taschentuch raschelt ja!") und vor ein paar Jahren bei meinem Sohn...die Welt ist plötzlich eine ganz andere. Bisschen aufpassen würde ich bei den ersten Tagen in Kindergruppen, das kann schnell zu anstrengend werden. Vielleicht können die Erzieher ihm einen ruhigen Rückzugsort anbieten, damit die Ohren zwischendurch ausruhen können.