ADS bei Erwachsenen - wohin wenden?

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  • Liebe Rabinnen,

    am Wochenende habe ich eine Frau kennengelernt, mit der ich mich sehr angeregt unterhalten habe.

    Im Verlauf des Gesprächs kamen wir auf diverse Schwierigkeiten die ich habe und sie sagte mir, ich solle mich mal auf ADS testen lassen.


    Wohin wende ich mich denn da?

    Kann ich da einfach zum Hausarzt und sagen, dass ich auf ADS getestet werden möchte?

    Das ist doch eher arg schräg,oder?


    Viele Grüße

    maline

  • Nein, das funktioniert nicht. Das muss jemand machen der sich damit auskennt und selbst dann muss man das oft selbst zahlen. Und es gibt sehr große Unterschiede. Ich weiß nicht wo du herkommst, im Großraum Stuttgart zb wäre das Therapiezentrum Esslingen ein guter Ansprechpartner.


    Hast du dich denn selber darin weist gefunden? Dann würde ich eine Diagnose schon angehen, dass ist ein großer Schritt, der sehr sehr viel helfen kann. Aber das Geld würde ich nur auf den Tisch legen wenn ich zumindest einen deutlichen Verdacht selber sehe.

    Immer auf Fettnäpfchensuche...


    Chaosqueen mit Chaosprinzessin ( #female 3/13)

  • Nein leider nicht mal in der Nähe vom Großraum Stuttgart.

    Eher NRW...


    Sie hat mir eine Art Checkliste verlinkt und da trifft irgendwie verdammt viel zu...

    Bis auf drei vier Punkte alles...

  • Dankeschön RAN


    Brauche ich da eine Überweisung?

    Ich fühl mich total doof mit so einer quasi selbsterstellten Diagnose zum Arzt zu gehen #hmpf

  • Dankeschön RAN


    Brauche ich da eine Überweisung?

    Ich fühl mich total doof mit so einer quasi selbsterstellten Diagnose zum Arzt zu gehen #hmpf

    Hab ich auch gemacht, bzw. mach ich eigentlich immer. ;-)


    Wenn ich nur auf nicht vorhandene Arztdiagnosen gehört hätte, hätte ich heute noch keine Hilfe bekommen. Denn "ich hab ja eigentlich nichts".


    Suche Dir einen Psychiater der ADS auf der Homepage stehen hat bzw. der einen guten Ruf diesbezüglich hat.


    Überweisung brauchst Du keine, einfach Termin ausmachen und ne Stunde Zeit mitnehmen.


    Ich hab nach dem Termin einen Fragebogen mitbekommen und beim nächsten Mal wieder mitgebracht. Die Auswertung ging ruckzuck.


    Allerdings bin ich auch gleich mit Internetlinks seitens des Arztes versorgt worden die Alternativen zu Medikamenten aufzeigen.


    Edit

    Vom Aufsuchen einer Klinikambulanz würd ich abraten. Dort mahlen die Mühlen langsam.


    Ich hatte da 2015 einen Anlauf, aber bis die Untersuchung dort abgeschlossen war, ist der Arzt von München nach Salzburg versetzt worden. Und da er meine Unterlagen angeblich mitgenommen hat, war alles umsonst.

  • ich kenne auch die Variante, dass erstmal ne Menge Fragebögen kommt. ..

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    Chaosqueen mit Chaosprinzessin ( #female 3/13)

  • ich kenne auch die Variante, dass erstmal ne Menge Fragebögen kommt. ..

    Das kann man aber abkürzen!


    Ich hatte dem oben erwähnten Arzt erzählt dass mich 2015 ne Klinik mit ca. 100 Seiten Fragebögen nach Hause geschickt hatte. (Einem ADSler gibt man m. E. nie 100 Seiten zum Ausfüllen für zu Hause mit!).


    30 Seiten hatte ich geschafft und die restlichen 70 Seiten verteilten sich im Laufe der folgenden Monate in der gesamten Wohnung...


    Der Arzt meinte die Diagnose wird mit der Quantität an Seiten nicht besser/genauer und machte mit mir nur einen extrem kurzen Test. Den Rest erledigte unser Gespräch und ein schnelles Mitschreiben seinerseits.

  • nee, 100 Seiten geht hat nicht! Bei mir waren es 30 oder so und das war schlimm genug. ..

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    Chaosqueen mit Chaosprinzessin ( #female 3/13)

  • Mich hat vor ein paar Monaten mal eine Bekannte auch darauf angesprochen, und vor vielen Jahren, als bei einer Tochter die Tests gemacht wurde hatte mich der Psychiater darauf angesprochen das ich zu einem Kollegen gehen sollte, " damit der ihnen gleich die Medikamente dafür verschreiben kann"


    Iwie hatte ich das total aus den Augen verloren, bis ich letze Woche mal wieder soviele Dinge begonnen hab, und dann restlos überfordert war, da kam mir das wieder in den Sinn.


    Jetzt wollte ich mal mit dem Hausarzt reden, bzw wenn ich das nicht schaff vor meinem nächsten Psychologen-Termin, dann die ansprechen.


    Muss man/ macht es Sinn da die Zeugnisse aus der Schulzeit mit zu bringen.

    ( hab ich mal wo gelesen)

  • wenn du Zeugnisse mit Kommentaren hast wie "ist oft abgelenkt, macht viele Flüchtigkeitsfehler, ist sehr unruhig, stört. .." dann ja.

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    Chaosqueen mit Chaosprinzessin ( #female 3/13)

  • Bei den AD(H)S abklärungen geht es auch oft darum, dass "Aussenbild" einzuholen. Also, wie nimmt die Schule das Kind wahr, wie die Eltern, wie der Fussballtrainer, wie die Flötenlehrerin, usw.

    Bei Kinder gibt man oft mehrere Fragebögen mit, um es von verschiedenen Menschen mit unterschiedlichem Bezug zum Kind ausfüllen zu lassen.

    Bei Erwachsenen ist das schwieriger. Aber manchmal findet sich halt was, Einträge, Bemerkungen im Zeugnis, Noten, die überhaupt nicht dem entsprechen, was laut IQ Testung im Bereich des möglichen gewesen wäre, Unterlagen von einer Kinderkur, wo zb. drin steht, dass man das Kind dauernd ermahnen musste, es sehr impulsiv war, usw.


    Bei uns hätte die Kinderpsychologin, die die Mittlere abklärte auch die Abklärung für meinen Mann gemacht, sie meinte, das sei problemlos, da sie bereits die ganze Anamnese hätte.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Schau mal bei der Uniklinik Bochum ADHS.

    Uniklinik Essen hat seine Ambulanz wohl wegen zu vielen Anmeldungen bis auf weiteres geschlossen.


    Fragebögen bekommt man halt ein paar. Auch für Eltern und Lebenspartner, wenn verfügbar.

  • Psychologe macht das nicht!

    Du brauchst einen Arzt dafür!


    Und bei so ner Bemerkung wie oben wär ich auch kritisch, also Test machen und gleich automatisch Rezept ausgeben. Ein guter Arzt wägt da immer ab.


    Und ja, ich wurde aufgefordert Schulzeugnisse mitzubringen. Hatte aber keine zur Hand. Ausschlaggebend waren andere Dinge.


    Ich hatte ca. 10 Seiten (zweiseitig) bekommen. Und hatte gleich gesagt ich sehe keinen Sinn darin nochmal 100 Seiten anzukreuzen.


    Davon waren 2-3 Seiten für Lebenspartner, Schwester, gute Freundin..


    Es geht also auch mit wenig Seiten.

    Trotzdem war es eindeutig.


    Dennoch werd ich nicht die nächsten Monate weiterhin Medikamente nehmen.

  • das stimmt so nicht, ein Psychologe darf das auch, wenn er die Zulassung hat.

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    Chaosqueen mit Chaosprinzessin ( #female 3/13)

  • Eine Psychologin kan die Diagnose stellen. Die Mediaktion läuft über eine andere Schiene, aber das muss ja auch nicht zwangsläufig die selbe "Stelle" sein.


    Meine Kinder haben ihre Diagnose an unterschiedlichen Stellen bekommen:

    -Kinderpsychologin

    -Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst

    -Kinderspital, Neuropsychologie


    Trotzdem liegt bei allen drei die Mediaktion bei unserem Kinderarzt.

    Für mich ist das am stimmigsten so, da er die Kinder seit Geburt an kennt, ihre ganze Geschichte, usw. Medikation sollte etwas langfristiges, begleitendes sein.


    Aber die Diagnose...das ist ein ganz anderes Setting, für mich zumindest.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

    2 Mal editiert, zuletzt von Daroan ()

  • Eine Psychologin kan die Diagnose stellen. Die Mediaktion läuft über eine andere Schiene, aber das muss ja auch nicht zwangsläufig die selbe "Stelle" sein.

    Ja, klar, aber hier ging's ja um Erwachsene.

    Ich persönlich hätte keine Lust zu zwei unterschiedlichen Personen wegen ein und derselben Sache zu gehen.

    Zumal ich sowieso den Spezialisten in einer Person bevorzuge aus unterschiedlichsten Gründen.


    Aber letztendlich ist's ja Geschmacksache.

  • Ja, aber bei Erwachsenen ist es gleich, es muss nicht zwingend die selbe Stelle sein mit Medikation und Diagnose.



    Das ist nicht nur Geschmackssache sondern auch eine Frage der "Infrastruktur". Wenn der Abklärungsspezialist beispielsweise kaum erreichbar ist, oder die Fachklinik immer wieder andere Ärzte beschäftigt, dann kann es gut sein, wenn man die Medikation in andere Hände legt. Eine Medikation sollte ja schon begleitend und über längere Zeit gedacht sein.


    Wenn man einen guten Arzt hat, der beides macht, man Vertrauen hat und alles Pipapo ist, ist doch super.


    Aber andersum kann es auch gehen und dann eben auch, in dem Fall, ideal sein.


    Bei uns war ich halt froh, dass ich schlussendlich alles bei einem Arzt bündeln konnte :)

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Bei uns war ich halt froh, dass ich schlussendlich alles bei einem Arzt bündeln konnte :)

    Ich glaub wir sind uns eh einig ;-)

    Ich persönlich hätte keine Lust zu zwei unterschiedlichen Personen wegen ein und derselben Sache zu gehen.

    Zumal ich sowieso den Spezialisten in einer Person bevorzuge aus unterschiedlichsten Gründen.