Bitte um Zusprache - Stillen

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  • Hallo miteinander,


    gerade habe ich mit meiner wirklich sehr netten Arbeitskollegin telefoniert.

    Und dann fragte sie auch, ob ich noch stille.

    Ich sagte ja, und erklärte auch, dass meine Maus (aktuell 12 Monate) noch das totale Stillkind ist, und hab eben ein bisschen erzählt.


    Und, was soll ich sagen: Sie warnte mich, weil bei einer Bekannten (Kind scheinbar ca. 18 Monate) jetzt ganz schwierig sei mit Abstillen. Und das Kind könne schon sprechen und würde dann auch mit Worten nach der Milch verlangen, und das sei ja wirklich komisch.

    Jedenfalls, je länger man warte, desto schwieriger sei das Abstillen #confused Und die Bekannte müsse jetzt mal 2 Tage wegfahren (ohne Kind).


    Also ich kenne die Bekannte ja nicht. Ist mir ja auch egal.


    Und meine Kollegin hat auch selbst keine Kinder. Und bevor die Maus da war, hätte ich mir tatsächlich nicht vorstellen können, jemals länger als 6 Monate zu stillen.


    Aber jetzt bin ich total aufgewühlt. Weil ich mich ernsthaft frage, ob ich mich bereits bei einem 12-monatigen Stillkind für das "immer noch" rechtfertigen muss?? #haare


    Ich meinte nur, das müsse ja jeder selber wissen, worauf sie mir auch zugestimmt hat. Und soweit war auch alles freundlich und überhaupt kein Einmischen (also wirklich nicht). Aber es beschäftigt mich jetzt trotzdem.


    Kennt ihr das? Könnt ihr mir ein bisschen was Nettes schicken? Ich stille die Maus wirklich gerne. Aber klar, nervt es auch manchmal, dass nur ich ins Bett bringen kann. Aber wer sagt, dass das ohne stillen anders wäre.


    Ich überlege jetzt nicht abzustillen (keine Sorge #zwinker) Es geht mir nur um diese Rechtfertigung nach Außen #stirn

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich wechsle, je nach Gesprächspartner und Tagesstärke, ab. Meine Tochter ist anderthalb, da sind die Reaktionen noch deutlicher als bei Dir.

    Teilweise sag ich nicht die Wahrheit, weil mich das auch total nervt. Teilweise verweise ich darauf, dass ein dreijähriges Schnullerkind irgendwie keinem ins Auge fällt, und das ja im Grunde nichts anderes ist. Oder auf die WHO, die ganz klar sagt "2 Jahre", und dass unsere Familie allergiebelastet ist. Oder, das ist eigentlich das was sich am richtigsten anfühlt, mit völliger Ruhe "Ja, wir stillen noch, total schön, oder?!?". Das schaff ich nciht immer, leider. Aber es ist die Botschaft, die ich eigentlich wichtig finde:

    So lange es beiden gut tut, ist es richtig. Und ich sehe an meiner Tochter so viele tolle Entwicklungen, die (glaube ich) durch das Stillen beeinflusst sind: sie ist selbstbewusst, hat ein riesiges Urvertrauen in alles und jeden, ist wirklich nie krank trotz Kita, hat bisher keine Allergien oder Unverträglichkeiten. Ich weiß, das ist nicht unbedingt wegen meiner Milch, aber schaden tut sie ihr jedenfalls nicht ;)


    (und: das Abstillen wird nicht schwerer, je länger man stillt, was ist das denn für ein Blödsinn??)

    • Offizieller Beitrag

    Ach, Du Liebe.

    Ich kann das gut verstehen, bei mir wars die Tagesmutter, die mir zu verstehen gab, dass sie so langes Stillen (haha, im Nachhinein, 12 Monate sind doch nicht lang...) unpassend fände. Und hat mir auch Geschichten erzählt von einer Dreijährigen, die ihre Mutter regelmäßig vor anderen Leuten auszog, um zu stillen.


    Lange Rede kurzer Sinn: mein Erstgeborener war ein begeistertes Stillkind, ich habe mit der nächsten Schwangerschaft abgestillt, da war er zweieinviertel. Er war sehr traurig, hat auch gewütet, aber nach zwei Tagen war das Thema durch. Er ließ sich gut trösten und Kuscheltier sich von da an schnullernd auf meinen Bauch.

    Also, ois easy! (Münchnerisch: alles im grünen Bereich)


    Nummro zwo, auch bald eins, stillt auch noch viel und gern. Da bin ich ja jetzt viel entspannter, und lasse mich von Kommentaren nicht mehr aus der Ruhe bringen. Ich habe ja nun am Großen gesehen, dass unser Weg (Familienbetrieb, BLW, usw) hervorragend funktioniert und gut zu uns passt. Keine der vorhergesagten Dinge der Oberunker sind übrigens eingetreten.


    Also, lasse reden, vertrau auf dein kluges Bauchgefühl und genieß die Innigkeit und das Praktische des Stillens :)

  • Lass die Leute reden...



    Abstillen wird nicht schwieriger, nur glaube ich dass es manchen leichter fällt, ein Baby heulen zu lassen (die heulen ja eh ständig und keiner weiß wieso) als mit einem größeren Kind zu verhandeln. Oder sie haben ein schlechteres Gewissen, da der Vorwurf in Worten gezielter trifft.


    Also einfach warten, bis sich das Kind selbst abstillt, dann gibts kein Drama :D

    Statusbericht:
    #hammer#haare#tuppern#kreischen:stupid: Ich hätte gerne wieder mehr #baden und #yoga


    #herz#herz#herz#sonne ---- #love #love#love#love #love#love#love#love#love #love#love#love 13 #love#love#love #love#love#love#love#love#love#love #post - Bonus: #love --- #sonne #herz#herz#herz

    • Offizieller Beitrag

    Achso, und nimm es Deiner kinderlosen Freundin/Kollegin nicht krumm.

    Ich hab früher einen solchen ausgestandenen Blödsinn dahergschwätzt, ich laufe immer noch dunkelrot an, wenn ich daran denke.

    Meiner besten Freundin hab ich bei ihrem ersten Kind zum Ferbern geraten, einer anderen Freundin den notwendigen Kaiserschnitt madig geredet.

    Mei, ich hab mich echt nie wieder so kompetent gefühlt, wie damals #lol


    Gott sei Dank haben mich meine eigenen Kinder da absolut kuriert #freu#freu

  • Ich finde das Argument, dass sie ja dann schon sagen kann, dass sie noch stillen will, echt fies! Nur weil davor die Fähigkeit fehlt, diesen Wunsch verbal auszudrücken, kann ich darüber hinweggehen?!?

    Das erinnert mich an die Überlegung, wie es wäre, wenn geferberte Babies schon sprechen könnten. Ein verzweifelt schreiendes Kleinkind, das in Worte fasst, dass es Angst hat, allein zu sein etc. könnten viel weniger Menschen, allein in einem dunklen Zimmer zurücklassen. Aber das heißt doch auch nicht, dass das dann eben getan werden muss, bevor es das ausdrücken kann.


    On topic: ich hab fast immer auf die WHO verwiesen. Und so zwischen 1,5 und 2 hörten die Fragen langsam fast komplett auf. Es konnte sich wohl niemand vorstellen, dass wir ernsthaft IMMER NOCH stillen könnten.

  • Ich lass dir den hier da#knuddel, ich war da beim ersten Kind sehr unsicher. Wurde aber mit längerer Zeit immer schlagfertiger und je nach Tagesform pampiger.

    Wenn mich Mütter fragten, ob ich noch stillen würde, fragte ich mit hochgezogener Augenbraue: Wie du stillst nicht mehr? Oder falls es freundlicher sein sollte: Für uns passt das so, gerne mit Verweis auf die WHO Empfehlung von zwei Jahren.


    Zum Abstillproblem hat snoopal schon den treffenden Gedanken ausgeführt.

  • Also das mit dem schwierigen "späten" Abstillen kann ich nicht bestätigen, mit 22 Monaten hat das 2 Nächte gedauert, die ein bisschen schwierig aber zu bewältigen waren und mit 28 Monaten war das ein Ausschleichen ohne irgendein Drama.


    Ich wurde mit steigendem Alter der Kinder nicht mehr gefragt und habs von mir aus nicht erzählt, war mit dem langen Stillen im Umfeld aber auch allein und konnte mich nur zu gut an meine eigenen seltsamen Vorstellungen in kinderlosen Zeiten erinnern ;)


    Ich finde, dass das Stillen eine sehr persönlich Sache zwischen Kind und Mutter ist, da muss niemand mitreden. :)

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • Danke für eure Bestärkungen.


    Nein, ich nehme es ihr wirklich überhaupt nicht übel. Ich hätte es mir, wie gesagt, ohne Kind auch niemals träumen lassen, länger als 6 Monate zu stillen. Und über meine Freundinnen mit Kindern habe ich das eine oder andere Mal komisches gedacht (und hoffentlich nicht gesagt #schäm).


    Wenn ich sie richtig verstanden habe, ging es bei dem "komisch" nicht darum, dass das Kind sich verbal gegen das Abstillen zur Wehr setzen kann, sondern um den Gedanken, dass das Kind eben sagen kann, dass es stillen möchte. Das widerspricht eben dem gängigen Gedanken von gestillten Babys.

    Ist vielleicht auch eine Frage von Scham. Ist eben doch intimer zu stillen, als dem Kind ein Fläschchen zu machen.

    Und dann auch die Aussage in die Richtung "komisch, wenn 3jährige noch gestillt werden".

    Ja, das entspricht nicht der gängigen Meinung (warum eigentlich nicht) und wer sich nicht so viele Gedanken gemacht hat, findet das vielleicht komisch.


    Ich gebe euch recht, snoopal und regenbogenstraße . Der Gedanke kam mir gar nicht. Klar, ein (im krassen Fall) 4 monatiges Baby via Flaschenmilch abzustillen, ist vielleicht wirklich "einfacher" als ein Kleinkind, das durchaus einmal wüten und dich in Frage stellen kann.


    Ich frage mich überhaupt, Stillen mit 1 wird komisch angesehen. Und wenn ich das Stillen durch ein Milchfläschchen ersetzt habe, dann fragt niemand mehr? #stirn


    Den Verweis auf die WHO habe ich im engeren Kreis auch schon verwendet. Und die Aussage, dass es für uns passt. Aber hier schien mir das unpassend.


    Wie gesagt, ich mache ihr keinen Vorwurf und nehme es ihr nicht krum. Musste es nur loswerden und mir rabige #rabeBestätigung holen.


    Wie schön, dass es euch alle gibt #herzen

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Danke, elena

    Ich denke, viele fragen aus echtem Interesse. Da antworte ich gerne. Ohne Kinder fand ich das ja auch immer spannend (obwohl ich meine eigene Meinung dazu hatte)

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • meine Erfahrung war auch die (damals, gefühlt ewig her), dass immer weniger Menschen fragen, je älter das Kind wird, und gleichzeitig wächst die dicke Haut bei einem selbst. Was ich mir als Mutter von einem kleinen Baby nicht vorstellen konnte, war dann plötzlich Alltag, und die Fragen oder Kommentare von anderen haben mich nicht mehr aus der Ruhe gebracht.


    Für Fragende kann es auch ganz lehrreich sein, denn wenn sie im Laufe der Zeit immer wieder mal mitbekommen, dass auch Kleinkinder gestillt werden, dann kommt es allmählich an, dass das eine von mehreren möglichen Varianten ist, weder merkwürdig noch außergewöhnlich.

  • Ich mag bei Falynn gerne unterschreiben.


    Ich werde gerade ständig gefragt, wieviel Mahlzeiten wir schon durch "Gläschen" ersetzt haben. Mein Baby ist 6,5 Monate alt.#zwinker Ich antworte dann immer sehr ruhig, dass ich die Mahlzeiten selbst zubereite und wir, wie auch der Kinderarzt das Stillen bis zum 2. Lebensjahr sehr unterstützen ubd es ja so eine kurze Zeit ist - im Vergleich zu anderen Dingen.


    Gestern war sehr lustig - die Tochter der Nachbarn erzählte mir, dass sie ihre Kleine (1Jahr) noch im Tragetuch trägt ....und wie schwer das doch jetzt wäre und sie ihr das jetzt abgewöhnen möchte- ich fragte ich sie warum? Ist doch suuuper praktisch - meinen großen Sohn hab ich bis er 4 war getragen z. B. beim Wandern, im Freizeitpark und der Mini ist viel auf dem Rücken! Das fand sie sooo toll ☆ - #zwinker


    Ich denke ich habe ihr damit Mut gemacht und ihr Freund war sofort Feuer und Flamme für die Rückentrage! #super

  • Ich durfte mir in den letzten Wochen auch von meiner Schwiegermutter mehrfach anhören "immer noch?! Er hat doch schon Zähne, du wirst sehen, er wird dich beißen"#rolleyesda kamen Aussagen, dass ich mich fremdschäme für sie. . Ich habe Probleme damit, dauerhaft gelassen zu reagieren, wenn jemand in ein für mich und mein Küken so persönliches Thema reinfunken möchte und kann die Motivation dieser Menschen auch null nachvollziehen- fragen ist ja ok, aber eine fremde Bewertung brauche ich nicht.

    Mein großer hat sich übrigens irgendwann in der Kindergartenzeit quasi kommentarlos abstillen lassen. .#zwinker

  • Ich konnte mir auch nie vorstellen, länger als 6 Monate zu Stillen, jetzt sind es deutlich über 2 Jahre geworden :) Das nur ich die Kleine ins Bett bringen konnte hat sich bei uns aber mit etwas über einem Jahr erledigt: Mir ist irgentwann aufgefallen, dass sie gar nicht mehr beim Stillen einschläft, sondern erst stillt, dannach aber immer noch durchs Bett wuselt und kuschelt. Daraufhin haben wir das Einschlafritual geändert: Erst Stillen (anfangs noch im Bett, später auf dem Sofa), dann Zähneputzen, dannach zum Einschlafen kein Stillen mehr (wenn sie unbedingt wollte Wasser aus der Trinklernflasche). So konnte der Papa sie dann auch ins Bett bringen und ich mal einen freien Abend haben. Wenn sie nachts dann wach geworden ist, hab ich trotzdem noch eine ganze Weile zum Weiterschlafen gestillt ca. bis sie anderthalb war.
    Aus dem Bekanntenkreis würde ich auch sagen, zwischen 1 und 2 Jahren Stillen ist eigentlich recht häufig. Keine Ahnung, ob es da Statistiken zu gibt, aber manchmal vermute ich fast, die 6 Monate sind der Mittelwert aus denen, die eher kurz stillen (meist weil es leider nicht problemlos klappt) und denen, die ein Jahr oder länger stillen.

    "Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen." - Niels Bohr

  • Kraichgau das ist ja schön. Denen hast du bestimmt Mut gemacht. Es fehlen einfach oft auch Vorbilder bzw. Leute, die es eben anders machen.

    Gerade weil eben so viel hineingeredet wird, wie z.B. dasHuhn beschreibt.


    Danke jedenfalls für eure Geschichten und Unterstützung.

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  • Mein Großer hat sich mit zweieinhalb selbst abgestillt, der Kleine stillt noch, er ist bald anderthalb. Ich denke nicht das wir bald aufhören aber ich glaube nicht das es schwieriger wird.

    Das Bedürfnis nach Milch wird ja immer geringer je älter die Kinder werden und irgendwann stillt das Stillen "nur noch" Nähebedürfnis und nicht mehr Hunger und Durst. Und Kuscheln kann man auch perfekt ohne stillen.

  • Ich schreib nur ganz kurz, da hundemüde und am Tablet:

    Ich fand lange vor meiner Schwangerschaft das längere Stillen ähnlich befremdlich wie deine Arbeitskollegin und ich glaub, daran hätten auch Erklärungen nicht allzu viel geändert, das war damals einfach überhaupt nicht mein Thema und ich fands einfach nur seltsam, dass jemand ein "älteres" Kind stillte.

    Schon in der Schwangerschaft änderte sich bei mir was und inzwischen ist der Junikäfer 4, stillt liebend gerne, für mich ist das so normal inzwischen, dass ich im ersten Moment immer etwas erstaunt bin, wenn jemand zum Ausdruck bringt, dass er das ungewöhnlich findet :)


    Wir stillen oft auch auf Spielplätzen oder an anderen öffentlichen Orten, wo es mir nicht unangenehm ist, gesagt hat noch keiner was (Außenstehende mein ich), aber erstaunt geschaut, nicht abwertend bisher. Von der Familie kommt nichts mehr, was da gedacht wird, weiß ich nicht. Neue Bekannte reagieren mitunter verwundert, gerade wenn sie schon älter sind. Wenn jemand was in die Richtung sagen würde, es sei falsch, würde ich antworten, dass das Stillen bis 2 und darüber hinaus sogar von der WHO empfohlen wird und es viele Kinder in dem Alter gibt, die noch gestillt werden. Dann würde ich das Thema wechseln - Ansichten anderer ändern sich manchmal erst, wenn sich deren Lebenssituation ändert.


    Was hilft: sich sagen, dass man weiß, was man macht und andere denken dürfen, was sie wollen. Ich glaub, bei irgendjemandem hier in der Signatur steht "Die anderen müssen deinen Weg nicht verstehen, es ist ja nicht ihrer" (oder so ähnlich), daran denk ich oft, wenn ich mal wieder merke, dass jemand es komisch, falsch findet, wie wir leben.


    Stillt schön weiter, so lange wie es euch beiden gut damit geht :)

    Viele Grüße
    Melia (früher "Zitronenfalter") mit dem #herzen Junikäfer (2013)

  • Schick sie zu mir! Ich habe beide Kinder bis zum 5. Geburtstag gestillt (allerdings so ab 3 nicht mehr öffentlich und nur noch abends zum einschlafen) - davon 2 Jahre im Tandem.

    Wie lange du stillen willst, hängt ganz alleine von dir und deinem Kind ab. Lass dir da nicht reinreden! Ich habe immer mit erstaunten Gegenfragen gekontert ("Warum nicht?" - das bringt die Fragenden in Zugzwang, denn so richtig erklären können sie die Gründe in der Regel nicht) oder einfach gesagt, "wenn sie/er dann Abitur macht, beantragen wir Stillpausen" oder sowas. Dann war normalerweise Ruhe. Man lässt sich eine dicke Haut wachsen mit der Zeit.

  • Gerade habe ich durchs Stillthema gesucht, weil ich auf der Suche nach "Abstillgeschichten" bin.


    Dass ich mir mal solche Gedanken gemacht habe. #gruebel Ich glaube ich umarme mal mein Ich vor 5 Jahren und sage ihr aber nicht, dass ich im Moment mein 6-jähriges Mädchen sehr zu meinem Leidwesen abstille. Nein. Das würde sie nur verunsichern. Oder sie würde mich für verrückt erklären.

    Ich erzähle auch nicht, dass ich das 3-jährige Kind beim Abgeben und Abholen im Kindergarten direkt in der Garderobe gestillt habe. Wir haben es "Mutschluck" genannt zu Abschied.

    Und ich erzähle auch nicht, dass das Kind mit 4.5 einfach durchgeschlafen hat, ohne dass ich irgendwas am Stillen von mir aus ändern musste. Das glaubt mir die Julchen von vor 5 Jahren eh nicht.

    Dass irgendwann niemand mehr fragt, weil es jeder für absolut unmöglich hält, dass du überhaupt nocht stillen könntest.

    Und ich erzähle auch nicht, wie schön und kuschelig es ist, ein Kindergartenkind in den Schlaf zu stillen. #love . Wobei. Doch. Das erzähle ich ihr, glaube ich #blume

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Julchen86 #love #love #love

    Der Mutschluck #super In der Kita hab ich tatsächlich nie gestillt, aber bei uns wird bei Bedarf morgens auch nochmal ausgiebig geknuddelt zum "Mama tanken".


    Wie jemand so schön schrieb, je älter das Kind, umso dicker wird das Fell, was einem wächst #zwinker


    Und was ich zb total toll fand: wir gehen in eine Sportgruppe, Kinder bis 3, und hatten im Sommer, als wir danach noch gemütlich auf der Wiese zusammen gesessen haben, ein total tolles Gespräch und im Verlauf stellte sich raus, dass drei der vier Kinder noch gestillt werden und keiner weiß, wie lange noch und dass das völlig okay ist.