OGS / Hort Betreuung gut oder schlecht fürs Kind?

  • Liebe Raben.


    Ich überlege gerade, ob für unser Kind das im kommenden Sommer in die Schule kommen wird eine Betreuung nach der Schule bis nachmittags um 15:00 Uhr gebraucht wird.

    Ich könnte es tatsächlich einrichten, sie auch ab mittags schon zu hause zu haben, was etwas aufwändig wäre aber möglich. Also beruflich wäre ich nicht auf die Betreuung angewiesen.

    Ich überlege aber an einem anderen Aspekt rum wo ihr mir mal helfen könnt:

    Ist eine Betreuung bis nachmittags ab der 1. Klasse dem Kind zumutbar? Danach sind Aktivitäten mit der Familie bzw außerschulische Sachen wie Sport oder Musik ja wahrscheinlich nicht mehr möglich weil das Kind dann groggy ist. Oder ist es anders herum eher so daß das Kind zum Außenseiter wird wenn es nicht in dir Betreuung geht weil über 90% der Klasse dort hin gehen?


    Helft mir doch mal mit euren Erfahrungen und Gedanken dazu.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    (afrikanisches Sprichwort)

  • Ich kann dir mal erzählen, wie es bei uns jetzt war:

    Mein Sohn war in der ersten Klasse nicht in der Betreuung - ich habe mir vorher auch Sorgen gemacht, weil ein Großteil (14 von 16 Kindern in der Klasse) nicht Mittags heimging und dachte, mein Kind könnte außen vor sein. Trotzdem haben wir uns dafür entschieden, weil wir unserem Kind einen 'sanften' Start in die Schule ermöglichen wollten (er war noch recht jung).

    Mein Fazit nach einem Jahr: für uns war es die richtige Entscheidung - mein Sohn hat es genossen, soviel Zeit daheim zu haben und nicht den ganzen Tag sozial gefordert zu sein und funktionieren zu müssen. Auch ich fand es toll, nochmal soviel freie Zeit mit meinem Kind zu haben.
    Ausgegrenzt war mein Kind überhaupt nicht - zum einen sind die Kinder seiner Klasse auf insgesamt 4 verschiedene Betreuungsmöglichkeiten aufgeteilt, es gibt also keine große Gruppe von Kindern die jeden Tag miteinander verbringen, sondern mehrere kleine Grüppchen. Zum anderen haben wir oft auch Freunde direkt nach der Schule mit zu uns genommen (inkl. Mittagessen und Hausaufgaben bei uns dann) - das hat allen immer gut gefallen!

    Allerdings sind, soweit ich das überblicken kann, eigentlich alle Eltern der 'Betreuungskinder' in der Klasse auch zufrieden gewesen - den Kindern gefiel es sehr gut und auch Nachmittagsprogramm danach fand immer statt. Es gibt wohl keine Patentlösung - ich persönlich würde aber immer wieder versuchen, mein Kind wenigstens in der 1. Klasse heimgehen zu lassen.

    Jetzt ist er grad in die 2. Klasse gekommen, geht nun in den Hort und es ist schon was ganz anderes. Die erste Woche war er danach sehr müde, das hat sich nun aber schon eingependelt.
    Unsere Nachmittage sehen nun sehr anders aus als bisher, es ist einfach viel weniger Zeit für... alles. Er geht weiterhin zum Sport und verabredet sich auch danach - effektiv hat mein Sohn derzeit kaum Zeit für Langeweile daheim - ich bin gespannt wie sich das entwickeln wird.

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    Das kannst du nur mit deinem Kind ausprobieren und herausfinden. Es kommt auf dein Kind, die Betreuung und viele andere Faktoren an.

    Hier ist die Schule bis 16h (auch für die Kleinsten 4 jährigen) und alle Aktivitäten sind frühestens ab 16h.

    Meine Tochter hat Tanzstunde ab 18h-19h30 und das klappt gut.

    Meine Kinder brauchen Freunde zum Spielen und wenn alle anderen in der Betreuung wären, würden sie sich zu Tode langweilen (und mich nerven).

  • Das kommt sehr auf das Kind an. Mein Mini ist ja mit gerade genau sechs Jahren eingeschult worden im Sommer und ist bis 15 Uhr in der Schule. Das schafft er super, ist nicht müde und geht auch noch zum Sport dreimal die Woche plus einmal Muttersprachenunterricht.

    ABER: Beim Elternabend haben einige Eltern berichtet, dass ihre Kinder zu Hause völlig fertig sind am Nachmittag und die Lehrerin hat mir auch gesagt, dass manche Kinder in der Klasse sehr schnell das Weinen beginnen, weil es am Anfang eben doch viel ist an Neuem.

    Unsere Schule ist eine sehr große Ganztagsschule. Mein Mini möchte eigentlich noch zusätzliche Betreuungsstunden in der Schule, weil er hofft, in die interessanteren Angebote gehen zu dürfen. das wird jedoch erst ab der zweiten Klasse so sein. In der ersten Klasse ist in unserer Schule beaufsichtigtes Freispiel angesagt und damit kommt er nicht so gut klar.

  • littlebeaver
    Freunde treffen hat zumindest hier auch ohne Betreuung hervorragend geklappt - die meisten seiner Freunde gingen 'nur' bis 15:00 in die Betreuung - wenn sie nicht eh gleich nach Schulschluss herkamen trafen die Kinder sich kurz nach 15:00.
    In der Zeit bis dahin hat mein Sohn daheim gegessen, Hausaufgaben gemacht und 1-2 Hörspiele gehört und nebenbei gespielt - sind ja je nach Schulschluss eh nur 2-3 Stunden...

    Allerdings wohnen hier alle nah beieinander und sind fußläufig erreichbar, das erleichtert es schon.

  • Musst Du Dich denn komplett festlegen? Oder kannst Du Hort buchen, ihn aber 1-2 Mal die Woche trotzdem früher abholen?

    Meine Tochter mochte in den ersten zwei Schuljahren nur kurz im Hort sein, so eineinhalb Stunden, das war dann Mittagessen und ein bischen spielen. Ab der dritten hatte sie regelmäßig Lust, länger zu bleiben und dort zu spielen, wir haben die Tage trotzdem unterschiedlich gestaltet und sie war zwei Mal pro Woche direkt nach der Schule / dem Mittagessen zuhause. Das klappte sehr gut.


    Allerdings war der Hort bei uns nicht so wirklich toll, deswegen ging sie erst gern, als sie emotional und organisatorisch nicht mehr von den Betreuern abhängig war, sondern wirklich frei ihre Zeit dort gestaltete. Ihre Freundin eine Grundschule weiter hat es ganz anders erlebt, da war die tolle Horterzieherin das Highlight des Tages und viele Kinder blieben gern lange und machten im Hort tolle Dinge.


    Weißt Du von anderen Eltern schon etwas über den konkreten Hort bei euch?

  • Meine Große war erst lange nicht in der Betreuung. Im vierten Schuljahr musste sie dann, weil es beruflich nicht anders ging und sie hat sehr davon profitiert, da dachte ich für sie wäre es früher auch schon besser gewesen. Die Hausaufgaben klappten viel besser, Zuhause hat es sich manchmal sehr hingezogen. Und für sie war es ein gutes Lernfeld, Teil einer großen Gruppe zu sein, es hat ihr etwas mehr Selbstbewusstsein gegeben. Die jüngere ist seit dem 1. Schuljahr in der Betreuung , für sie ist es einfach normal, aber sie freut sich auch, wenn ich sie mal früher hole, das mache ich gerne freitags. Es werden nette AGs angeboten, meist nimmt sie an 2 pro Schuljahr teil, dann bleibt sie bis 16.00 Uhr. Oft verabredet sie sich von dort aus und die Mütter informieren sich, wer wen mitnimmt. Ich finde es praktisch, dass sie danach mit dem Schulkram durch sind und keine Hausaufgaben mehr machen müssen. Andere Hobbys sind hier oft erst ab 17.00 Uhr, das klappt dann trotzdem. Die Große geht auch jetzt in der weiterführenden Schule freiwillig in die Hausaufgabenbetreung, weil sie dort besser Hausaufgaben machen kann als Zuhause. Aber das alles ist wohl sehr von der Qualität der Betreuung abhängig. Echt mies ist hier das Mensaessen, da wird bei meinen Kindern sehr gemeckert und nicht viel gegessen. Da ich eh abends nochmal warm koche, ist es zu ertragen.

  • Hallo,


    So etwas kann man doch nie pauschal sagen. Ein Hort mit nettem Personal ist etwas völlig anderes als einer mit desinteressierten oder überforderten Leuten. Einer, in dem nix los ist und die Kinder sich möglichst immerzu ruhig verhalten müssen etwas anderes als einer in dem es eine gute Mischung aus Angeboten und freie Spielzeit gibt.


    Der Hort meiner eigenen Kinder war super. Ich wollte es langsam angehen, weil meine Kinder auch recht sensibel und schnell erschöpft waren - aber ich hatte keine Chance, sie wollten schon nach wenigen Tagen bleiben.


    Ihre Argumente: Im Hort haben sie endlich Zeit,. mit den Freunden auch mal richtig zu spielen (Dazu bleibt in der Pause kaum wirklich Zeit), die haben im Hort tolle Spielsachen, die Angebote waren spannend, sie konnten viel draußen sein...


    Ich gebe zu, ich hatte keine Lust, jeden Nachmittag 1, 2 Stunden auf einem Spielplatz zu sitzen und in Fußläufigkeit war keiner zu dem die Kinder hätten alleine gehen können. Oder Tischspiele zu spielen, oder Rollenspiele ... mach ich alles gerne, aber nicht in der Ausführlichkeit, in der mein Kind es im Hort genossen hat.


    Und natürlich konnten wir auch 15 Uhr noch in die Musikschule fahren (Als ich dann länger arbeiten musste und wir erst 17 Uhr dort aufschlagen konnten, war dsa tatsächlich schwieriger). Außerdem kann man bei uns zumindest dad Kind jederzeit holen, es würde einem also keiner verbieten, eine Tag Hortpause zu machen oder am Musikschul-/Trainingstag das Kind schon mittags zu holen, damit es noch mal schlafen kann. (Das haben wir z.B. anfangs so gemacht)). Zu Geburtstagen wird oft die ganze Meute schon 14 Uhr abgeholt, wenn die Lehrerin das weiß, ist es oft sogar OK, die Hausaufgaben einen Tags später zu machen (bei meinen Kids gabs keine, aber da wo ich arbeite ja).



    Da wo ich arbeite gehen auch regelmäßig nur 1-2 Kinder pro Klasse nicht in den Hort. Viele Eltern arbeiten tatsächlich Vollzeit, aber die anderen kommen trotzdem meist. Argumente siehe oben, dazu kommen die festen Angebote die in der Hortzeit liegen (Sport, mehrere Instrumente, Schach, Keramik usw.), zu dem die Kinder abgeholt und wieder gebracht werden, so daß die Eltern keine Lauferei deswegen haben. Und viele finden offenbar, daß wir einfach eine gute Arbeit machen, zumdeinst bekomme ich das als Rückmeldung.


    Das Wichtigste Argument für viele sind allerdings die Hausaufgaben. Die machen wir im Hort gemeinsam, ich schaue drauf, daß jeder alles erledigt hat (OK so Sachen wie Vortrag vorbereiten, Plakat gestalten und Gedicht lernen können wir natürlich nicht leisten, aber die anderen HA schon) . Die Eltern sind in der Regel froh, wenn die HA fertig sind, wenn das Kind heim kommt und daß jemand draufschaut, der weiß, was dran ist und vor allem wie die Lehrerin es haben möchte.

    Wenn man ein Kind hat, daß gerne und zügig alles erledigt, ist das natürlich kein Argument, aber erfahrunsgemäß ist das bei vielen Kindern nach den ersten 5 Malen, wo es noch spannend ist, nicht mehr so. Im Hort diskutiert komischerweise kaum mal einer und selbst die Wuselkinder arbeiten relativ zügig.


    Es gibt aber auch Horte, die bieten nur ein HA-Zimmer an, wo die Kinder hingehen können - oder auch nicht. Das sind dann wieder andere Voraussetzungen, es gibt aber auch Eltern, die finden das besser so, weil sie lieber selber mit dem Kind die HA machen wollen.


    Und ja, einige sind anfangs KO, aber darauf stellt man sich normalerweise doch als Erzieherin ein. Ich mache mittags oft Pausenzeiten (Ruhepause auf der Kuscheldecke) mit Geschichten vorlesen oder gegenseitiger Massage, Klanggeschichte und wenn da einer einschläft, dann ist das völlig in Ordnung.


    Deshalb wäre für mich in eurer Situation die Frage:

    Was machen die Leute für einen Eindruck? Was wird im Tagslauf gemacht? (Nie Angebote ist aus meiner Sicht genau so ungünstig wie permanente Angebote ohne Freiraum, daher plädieren wir für maximal 2 feste AGs pro Woche).

    Wie sind die räumlichen Bedingungen und vor allem, wie werden sie genutzt? /(Der tollste Bolzplatz nützt nichts, wenn nur selten einer drauf darf, aus der engsten Hütte kann man wunderbare Spielräume schaffen... )

    Wie ist der Hort strukturiert, passt das zu meinem Kind? Es gibt Kinder, die lieben offene Arbeit, für meine wäre das zumindest in einem sehr großen Hort zu viel Gewusel gewesen, die haben ihre Gruppenzeiten gemocht (Dort war es eine Mischung aus Gruppenarbeit und offener Arbeit)

    Was macht das Kind sonst noch Nachmittags? Bei einem Kind, daß schon 4 feste Termine hat, sieht es anders aus als bei einem, daß noch keinen hat, bei einem Kind daß am allerliebsten jeden nachmittag 3 Stunden für sich ganz alleine ist anders als bei einem, das gerne mit anderen rumräubert).

    Welche festen Angebote gibt es im Hort, würde mein Kind davon etwas interessieren?

    WIe sehe ich die Sache mit den HA (Eher Sache des Kindes oder eher etwas, wo ich selber daneben sitzen möchte) und wie sieht die Sicht des Hortes dazu aus?

    Die wichtigste Frage wäre für mich aber: WIrken die Leute denen ich mein Kind anvertrauen würde nett und zugewandt?


    Um die Integration in der Schulklasse würde ich mir dagegen vermutlich wenig Gedanken machen. Das sind für die Kinder irgendwie 2 verschiedene Zeiten auch wenn beides natürlich ineinander hineinstrahlt. Aber ich hatte Kinder, die kamen aus einer anderen Schule mittags extra zu mir, die waren genau so integriert wie die, die vormittags schon zusammen waren und daher denke ich, daß das andersrum genau so ist. Ich habe das Gefühl, das hängt eher vom Typ des einzelnen ab.

  • meine Kinder waren schon immer auch ausserschulisch betreut. die grosse hat sowieso 3 Nachmittage Unterricht bis 15h45, an 2 tagen geht sie danach in die Betreuung bis 17h/17h30, an einem hat sie Flötenstunde. klappt prima. 2 Nachmittage hat sie frei. hier ist sozusagen Betreuung dann die Nachmittagsaktivität an den tagen, danach gehen wir nach hause.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ich würde mich mal umhören, wie es den Kindern geht, die diesen speziellen Hort besuchen.

    Es ist so verschieden organisiert na eben auch vom Kind abhängig.

    Hier gehen so ziemlich alle Kinder in den Hort, so wie sie vor der Schule in den Kindergarten gegangen sind.

    Meine Tochter geht total gerne, hat eine engagierte Erzieherin, die tolle Sachen mit den Kindern macht. Mein Sohn fand Hört langweilig, seine Erzieherin war auch nicht so rege und wir haben ihn dann später nur noch kurz geschickt.

    Viele Eltern sind hier auch sehr überzeugt von der Hortbetreuung, weil die Kinder dort mit ihren Schulfreunden beaufsichtigt spielen und toben können. Es gibt auch viele interessante Ganztagsangebote, so dass man außerhalb nicht so viel organisieren muss.

    Aber es gibt natürlich auch Kinder, denen der Trubel den ganzen Tag zu viel ist und die nach den Schultag erstmal Ruhe brauchen.

    Meine Tochter geht derzeit jeden Tag anders nach Hause, mal nach dem Mittagessen, am Aktionsnachmittag erst 16 Uhr. Das ist hier glücklicherweise sehr flexibel. Sie hat aber nachmittags noch Musikschule und Training, da braucht sie zwischendurch auch eine Pause. Aber ich glaube, die geringe Hortzeit ist durchaus ein Grund dafür, dass sie keine "Beste Freundin" hat, weil die meisten anderen Kinder mehr Zeit für gemeinsames Spiel haben.

    Freda mit dem Jan-Feb-Mär-Trio (01/05 + 02/08 + 03/12) #love


    Ich kaufe und verkaufe im Rabenflohmarkt

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  • Ich würde auch sagen: das kommt doch drauf an!


    Eine gute, aufs Kind passende Betreuung ist eine nette, tolle Ergänzung. Alles was das Kind überfordert - egal ob die unpassende Betreuung oder die zu lange Zeit allein zuhause - ist für dieses Kind doof.


    Meine Kinder schätz(t)en den Hort an ihren Tagen sehr.

  • Ich berichte mal von uns: Für uns ist 15 Uhr stimmig. Mein Sohn hat dann seine Hausaufgaben erledigt und gegessen, mit seinen Freunden gespielt und die eine der andere AG hinter sich. Oft will er auch noch länger in der OGS bleiben. Er spielt dann nachmittags noch mit Freunden und hat Vereinsaktivitäten und Musikunterricht. Für uns passt das so, aber jedes Kind ist anders. Sein Freund will z.B. nicht in die OGS. Er geht nach der Schule nach Hause. Ein Außenseiter ist der deshalb nicht.

  • Hier ist es übrigens so, dass die Erstklässler nicht sofort bis 15 Uhr bleiben müssen. Erst nach den Herbstferien.

    Jella

    Einmal editiert, zuletzt von Jella ()

  • Hallo,


    Und dann MÜSSEN sie?

    Feste Bleibe-Pflicht-Zeiten im Hort wären für mich ein dicker Minuspunkt auf der Liste. #blink


    Meine Kinder gingen wie gesagt sehr gerne in den Hort, aber Flexibilität außerhalb der reinen Unterrichtszeit war uns sehr wichtig. Omatag, Kindergeburtstag, Musikschule, einfach mal frei machen, weil wir es können und uns danach ist ...

    Auf Arbeit genau so, da gibt es keine Pflicht-Zeiten.


    Hort soll aus meine Sicht ein (hochwertiges und einladendes) Angebot sein und keine Verpflichtung...

  • Da hier der Hort (städtisch) ein 'Privileg' für arbeitende Eltern ist ist hier schon angedacht, dass jedes Kind bis mind. 16 Uhr bleibt (Ausnahmen bestätigen die Regel, aber eine Regelmäßigkeit sollte gegeben sein...

    Es gibt großen Mangel an Betreuungsplätzen die halt nach verschiedenen Kriterien, u.a. der Arbeitszeit, vergeben werden.

  • Meine sind nur Freitags im Hort.

    Dann aber in einem Hort, wo zwar andere Kinder der Schule, aber nicht aus ihren Klassen sind.


    Die Kinder der Klassen gehen alle in verschiedenen Einrichtungen. (So auf die Schnelle fallen mir 6 ein.)

    Mit "sozialem Außenseiter" hat das hier eher nichts zu tun.

    Eher mit dem Gelbbeutel und dem Wohnort der Eltern. (Und der Wartelisten.)


    Ich habe meine Kinder jahrelang jeden Mittag abgeholt und fand das viel besser für sie. Es gab/ gibt aber auch genug Kinder, die wir dann Nachmittags mit zu uns nehmen.

  • Ich war und bin sehr froh, dass mein Kind seine Hausaufgaben an 4 Tagen im Hort macht. Alles was dort nicht geschafft wird und die Fr-HA zu Hause sind regelmässig ein ziemliches Drama und belasten unsere Beziehung deutlich. Aber das kann natürlich bei jedem Kind anders sein. Unsere Kinder waren aber auch noch nie nachmittags so k.o., dass sie nach KiGa und Hort nicht noch genug Energie für Freunde und Hobbies hätten. Unsere früheste Abholzeit im KiGa war beim Grossen 15:30, momentan sind wir bei beiden Kindern bei 16:00

  • Ich war und bin sehr froh, dass mein Kind seine Hausaufgaben an 4 Tagen im Hort macht. Alles was dort nicht geschafft wird und die Fr-HA zu Hause sind regelmässig ein ziemliches Drama und belasten unsere Beziehung deutlich. Aber das kann natürlich bei jedem Kind anders sein. Unsere Kinder waren aber auch noch nie nachmittags so k.o., dass sie nach KiGa und Hort nicht noch genug Energie für Freunde und Hobbies hätten. Unsere früheste Abholzeit im KiGa war beim Grossen 15:30, momentan sind wir bei beiden Kindern bei 16:00

  • Trin, offiziell müssen sie bleiben. OGS in NRW. Ist so festgelegt, es sei denn Vereinsaktivität oder Musik etc. Aber in der Praxis wird es an vielen Schulen oft lockerer gehandhabt.

  • Ob Hort oder nicht, das hängt von vielen Faktoren ab, da schließe ich mich meinen Vorschreiberinnen an. Meine Mittlere ist nun auch eingeschult und geht an allen Tagen in der Woche in den Hort. Sie geht genauso gerne wie ihre große Schwester. Obwohl es recht wuselig ist, gibt es klare Regeln und Absprachen. Die Erzieherinnen sind sehr zugewandt. Das Essen ist wohl auch echt okay. Es gibt eine Hausaufgabenbetreuung, in der zum Teil auch LehrerInnen der Grundschule eingebunden sind, so dass in den allermeisten Fällen die Hausaufgaben dort schon komplett erledigt sind, was den Rest des Nachmittags zu Hause dann deutlich entzerrt. Einen Teil der Aktivitäten am Nachmittag können wir auch über die OGS bereits einbinden. Es gibt dort ein Angebot erweiterte musikalische Früherziehung und Instrumentenunterricht (Gruppe) über die örtliche Musikschule sowie Sportangebote und ein (kostenloses) Schwimmangebot für Erstklässler. Damit fällt dann zumindest teilweise der Druck für uns weg, nach dem Hort auch noch Musikschule o.ä. zu besuchen. Ich könnte mir trotz allem aber vorstellen, dass sehr sensible, zurückhaltende Kinder in der Hortumgebung, wie sie bei uns aussieht, zumindest zu Anfang etwas überfordert wären.


    Was ich damit sagen will: Es hängt wirklich sehr vom Kind und von der Hortumgebung/Angebot ab. Wenn es eine reine "Aufbewahrung" ist, wäre ich glaube ich sehr viel kritischer in der Abwägung als wenn ich wüsste, dass eine zugewandte Atmosphäre mit passendem Angebot herrscht.