Trainingsraum in Schulen

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  • Ich lese euch alle, vielen Dank für die Beiträge.

    Ich muss noch nachdenken. Mein Sohn findet das System total lustig. (er führt gerne alles ad absurdum)

    Jetzt gucken wir erstmal Clockwork Orange ...

  • Hallo,


    Nein, der Trainigsraum ist eben keine nette Einladung auf eine "Insel", um zur Ruhe zu kommen sondern eine ganz klare Disziplinierungsmaßnahme. Das sieht das Konzept selbst so vor:


    Zitat

    Schlüsselfragen bei Störungen im Unterricht

    • „Was machst du?“
    • „Wie lautet die Regel, gegen die du verstoßen hast?“
    • „Wie entscheidest du dich?“
    • „Du weißt, bei der nächsten Störung gehst du in den Trainingsraum.“

    Von hier: http://www.trainingsraum-methode.de/regeln/index.shtml


    Zitat

    Der Trainingsraum ist ein Ort, an dem Unterricht in anderer Form stattfindet, nämlich ein vertieftes Nachdenken über das eigene Verhalten. Ziel ist es, mit Unterstützung eines speziell dafür ausgebildeten Lehrers, den Schüler einen Plan entwickeln zu lassen, wie er es schaffen kann, sich demnächst besser an die Regeln zu halten.

    (...)

    Am Ende des Gesprächs mit dem Trainingsraumlehrer erstellen die Schüler einen Plan, der zur Rückkehr in die Klasse berechtigt und der inhaltlich das neue Verhalten beschreibt, das die Schüler bereit sind zu zeigen.


    Das ist ganz klar eine Androhung einer Sanktion und kein Angebot. Und ganz ehrlich "Unterricht in anderer Form" klingt für mich für so eine Maßnahme regelrecht höhnisch.

    Neinnein, wir schließen dich nicht aus und du musst natürlich auch keinen Strafaufsatz über dein Vergehen schreiben, so etwas ist altmodisch und wir würden das natürlich niemals machen! Du musst nur aus dem Unterricht heraus - das ist natürlich etwas völlig anderes als ein - und einen "Plan" schreiben, wie du dich bessern willst.


    Ähm... ja...

    Ich bin nach wie vor der Meinung, daß man mit einem Schüler, mit dem man noch auf dieser Ebene kommunizieren kann, auch anders umgehen kann und ohne "Trainingsraum" auskommt. (mit einem echten Trainingsraum zum Sport machen wäre manch einem vielleicht sogar geholfen)


    Das nächste Problem: Nun gibt es diesen Raum und nehmen wir mal an, sogar auch noch eine ausgebildete Pädagogische Fachkraft dazu.


    Nun ist es reichlich uneffektiv, diesen Raum leer stehen und die Pädagogische Kraft dort wartend herumsitzen zu lassen. also geben wir ihr mal eine Menge anderer Arbeiten, die sie (nebenbei) erledigen "darf". Schließlich muss sie ja ihre Anwesenheit rechtfertigen.

    Zumal die Pädagogin der - vermutlich wie überall knapp besetzen - Schule auch an anderer Stelle nützlich ist, sie kann Aufsicht führen, wenn Stunden ausfallen, auf Ausflügen dem zu knapp bemessenen Personal helfen usw. , also wollen wir sie nicht verlieren.

    Aber - so eine Stelle wird nur genehmigt, wenn Bedarf da ist. Und der Bedarf misst sich NICHT daran, daß der Raum und die Betreuung durch eine gute Arbeit WENIG benötigt werden, sondern nur an der Zahl der entsprechenden Dokumentationen. Und um zu dokumentieren, braucht man dokumentierbare Vorfälle, in dem Falle als Schüler im Trainingsraum.

    Also schaffen wir uns bitte auch immer genügend Fälle, damit uns die Stelle nicht gestrichen wird. Auch dann, wenn man die Situation eigentlich auch anders lösen könnte. Schließlich haben wir nun mal extra einen Raum dafür und diese Woche erst 2 Berichte.


    Noch mal - ich habe absolut nichts gegen einen ruhigen Raum zum arbeiten oder auch "runterkommen", so lange er nicht als Karzer missbraucht wird.

    Ich finde es gut und total wichtig, wenn Schüler Ansprechpartner haben, wenn sie über ihre Probleme reden und Lösungen suchen möchten. Ich möchte aber nicht, daß das Vertrauen in so eine Person untergraben wird, indem ein Gespräch mit ihr zur (möglichst noch protokollierten) Strafmaßnahme degradiert wird.


    Ich glaube nicht daran, daß Schüler mit massiv problematischem Verhalten durch so ein Konzept tatsächlich die erhoffte Sozialkompetenz, Impulskontrolle... erlernen, so daß der Trainingsraum am Ende doch nur ein "rausschmeißen und Strafarbeit machen müssen in anderer Form" ist. #weissnicht

  • Ich glaube nicht daran, daß Schüler mit massiv problematischem Verhalten durch so ein Konzept tatsächlich die erhoffte Sozialkompetenz, Impulskontrolle... erlernen, so daß der Trainingsraum am Ende doch nur ein "rausschmeißen und Strafarbeit machen müssen in anderer Form" ist.

    Nee, das glaube ich auch nicht. Vor allem nicht, wenn das Konzept so umgesetzt wird. Dann ist es reine Maßregelung.


    Ich hatte den Eindruck, dass es bei der Schule, von der ich berichte darum ging, dass einfach nichts anderes mehr möglich war, als erstmal einen Teilnehmer in einem Konflikt z.B. aus der Situation zu nehmen. Aber das ist ja nur Flickwerk, immer löschen, wenn es brennt, aber keine pädagogische Arbeit. Manchmal geht es aber erstmal nicht anders. Betonung auf Erstmal.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Hallo,

    Ich hatte den Eindruck, dass es bei der Schule, von der ich berichte darum ging, dass einfach nichts anderes mehr möglich war, als erstmal einen Teilnehmer in einem Konflikt z.B. aus der Situation zu nehmen. Aber das ist ja nur Flickwerk, immer löschen, wenn es brennt, aber keine pädagogische Arbeit. Manchmal geht es aber erstmal nicht anders. Betonung auf Erstmal.


    Das ist aus meiner Sicht auch ein anderer Ansatz. Ehe sie sich die Köpfe einhauen oder das Haus zertrümmern, müssen sie erst mal irgendwo gut untergebracht sein (wobei ich einen ausrastenden 16-jährigen auch nicht in einen anderen Raum bugsieren wollen würde. #angst


    Genau wie es völlig OK ist, einen ruhigen Raum anzubieten(!), wenn jemand das Gefühl hat, ihm wird grad alles zu viel.


    Hier ist mal ein Beispiel für so einen "Plan:

    http://www.trainingsraum-methode.de/images/MeinPlan.pdf


    Ganz ehrlich, wer in der Lage ist, so einen Plan sinnvoll zu erstellen, hat definitiv kein Problem, dem man nicht auch anderweitig beikommen könnte.


    Und was passiert, wenn der Schüler keinen Bock hat, bei " Ich möchte wieder im Klassenverband lernen, mein Recht auf störungsfreien Unterricht wahrnehmen und die Regeln einhalten. Ich verpflichte mich, meinen Plan einzuhalten! " zu unterschreiben?


    Hier ein Ablaufschema: http://www.trainingsraum-methode.de/images/Ablaufschema.pdf


    Also nichts mit Angebot, mit wohlwollendem offenen "was ist los, wie können wir dir helfen??"-Problemgespräch (nein es MUSS der Besserungsplan herauskommen und zwar möglichst bald) . Ach ja - und dann kann der Lehrer den Plan auch noch ablehnen, wenn er ihm nicht passt, toll, wenn man jemandem auf dem Kieker hat und gerne noch ein Stündchen los wäre (ne, so was passiert natürlich an Schulen nie...)


    Besonders hübsch finde ich ja:

    "Mit dieser Störung hast du dich entschieden, in den Trainingsraum zu gehen".

    Klar, weil jemand mit einem echten Problem oder/und massiv fehlender Impulskontrolle z.B. in der Situation auch eine bewusste Entscheidung trifft...

    Jeder Schüler,m der bei so einer zynischen Bemerkung nicht vollends austickt, hat meine Bewunderung... ehrlich. #yoga


    Ja, es braucht Konzepte. Aber Gute und vor allem welche mit viel individuellem Spielraum. Und keine "Besserungsmaschinerie" im Gießkannenprinzip.

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  • Ja, die Formulierungen allein sind schon sowas von repressiv. Das Konzept selbst ist echt schräg. Menschen funktionieren eher nicht so.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ja, eben. Die Realität an deutschen Regelschulen sieht eben NICHT so aus, dass die Lehrer*innen zu zweit unterrichten, dass es Intergrationshelfer*innen für Kinder mit entsprechendem Bedarf gibt, dass es kleine Klassen gibt usw usf, daher ist dieses:

    Ich bin nach wie vor der Meinung, daß man mit einem Schüler, mit dem man noch auf dieser Ebene kommunizieren kann, auch anders umgehen kann und ohne "Trainingsraum" auskommt. (mit einem echten Trainingsraum zum Sport machen wäre manch einem vielleicht sogar geholfen)

    einfach in den allermeisten Fällen nur Wunschdenken... Und leider muss man mit der Realität dann umgehen.

  • Hallo,


    Ja, eben. Die Realität an deutschen Regelschulen sieht eben NICHT so aus, dass die Lehrer*innen zu zweit unterrichten, dass es Intergrationshelfer*innen für Kinder mit entsprechendem Bedarf gibt, dass es kleine Klassen gibt usw usf, daher ist dieses:

    Ich bin nach wie vor der Meinung, daß man mit einem Schüler, mit dem man noch auf dieser Ebene kommunizieren kann, auch anders umgehen kann und ohne "Trainingsraum" auskommt. (mit einem echten Trainingsraum zum Sport machen wäre manch einem vielleicht sogar geholfen)

    einfach in den allermeisten Fällen nur Wunschdenken... Und leider muss man mit der Realität dann umgehen.


    Meinst du wirklich, daß man mit einem Schüler, der in der Lage ist, in den bestimmten Raum zu gehen, dort mal ein paar Minuten nachzudenken, den oben verlinkten Plan sinnvoll auszufüllen und zu unterschreiben - und das auch wirklich so zu meinen und auch umzusetzen ! - nicht auch ohne festes Konzept zurechtkäme, wenn die personellen Bedingungen dafür da wären?


    Ich bin überzeugt davon, daß man mit denen auch anders auskäme. Und die, die das nicht können oder wollen, die erreicht das Konzept sowieso nicht. Die gehen gar nicht erst hin (man kann sie ja schlecht körperlich hinschleppen, das kann und will ich nicht mal bei meinen "Kleinen"). Oder sie gehen hin, um die stunde frei zu haben, schreiben aber keinen Plan. Wozu auch? Oder sie schreiben einen, damit sie ihre Ruhe haben, aber haben gar nicht vor, sich wirklich dran zu halten. Oder...


    Und die Kids ausbaden zu lassen, daß kein Geld für echte Unterstützung da ist, finde ich nicht fair, da müssten mMn die, die das verzapfen mal in einen Trainingsraum und dort reflektieren, warum das so ist und wie sie die Bedingungen an den Schulen verbessern können, das unterschreiben und sich verpflichten, das auch einzuhalten.


    (Ich habe erst letztens wieder gelesen, daß unsere Stadt stolz drauf ist, daß sie Gelder eingespart haben. Unter anderem auch durch "zurückhaltende" Stellenbesetzung. Sprich Stellen gerade auch im pädagogischen Bereich werden bei frei werden nicht sofort wieder besetzt, auch wenn es möglich wäre sondern es bleibt IMMER eine Leerlaufzeit. Und schwupp hat man für 3 Monate Gehälter gespart, die man auch nicht rückwirkend zahlen muss (die stelle war ja unbesetzt), die Leute kommen schon irgendwie zurecht, müssen sie ja, die Kinder sind ja nun mal da. )

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  • Ja, aber die personellen Bedingungen sind dafür nun mal nicht da#weissnicht Und dass es bei allen Formen der Eskalation möglich und sinnvoll ist, dass da mal eben ein klärendes Gespräch mit der Lehrperson stattfindet, hmm... Ich glaube, dass es ganz bestimmt tollere, kindgerechtere, individuellere Lösungen gäbe, aber die Strukturen sind halt einfach nicht da, und der eine Schüler, der grad massiv den Unterricht stört, hält die eine Lehrperson und 30 andere Mitschüler*innen vom konstruktiven Lernen ab. Und ja, da muss dann in so einer Situation eine schnelle, pragmatische Lösung her, denke ich.

  • Hallo,

    Ja, aber die personellen Bedingungen sind dafür nun mal nicht da#weissnicht Und dass es bei allen Formen der Eskalation möglich und sinnvoll ist, dass da mal eben ein klärendes Gespräch mit der Lehrperson stattfindet, hmm... Ich glaube, dass es ganz bestimmt tollere, kindgerechtere, individuellere Lösungen gäbe, aber die Strukturen sind halt einfach nicht da, und der eine Schüler, der grad massiv den Unterricht stört, hält die eine Lehrperson und 30 andere Mitschüler*innen vom konstruktiven Lernen ab. Und ja, da muss dann in so einer Situation eine schnelle, pragmatische Lösung her, denke ich.


    Na ja, aber die frage ist doch - funktioniert das, was man tut? Das heißt, funktioniert das Konzept "Trainingsraum" wirklich, ist es eine Hilfe für die Schüler?


    Oder ist es nur dazu da, daß man Schüler ausschließt . was die "Macher des Konzeptes ja vehement ablehnen, obwohl die Beschreibung genau darauf hinaus läuft? Das könnte man billiger haben und dazu muss man der Maßnahme nicht ein pseudo-pädagogisches Mäntelchen umhängen. Oder ist es um nach außen zu zeigen "Schaut her wir tun etwas (unabhängig davon, ob es wirklich hilft, aber es sieht nach was aus). Auch dann wäre es Geldverschwendung, dann könnte man das Geld wirklich sinnvoller verwenden )in dem der Pädagoge der im Raum auf die Störer wartet IN der Klasse ist um da zu unterstützen) .


    Ich bezweifle eben, daß die "Hilfe" für die einzelnen Schüler tatsächlich da ist und die Wirkung über über das "aus dem Unterricht verwesen" wirklich hinaus geht und dauerhafte Veränderungen zeigt.

    (Siehe oben, die bei denen es "funktioniert" kämen auch ohne aus, bei denen, die echte Hilfe brauchen, greift dieses Konzept nicht).


    Für mich ist es nichts anderes als ein "Stiller Stuhl" in "Schulgröße".

    Und wenn man meint "Es funktionert" - womit vergleicht man es? Mit guten, durchdachten personell gut ausgestatteten individuell greifenden Maßnahmen? Eher nicht.

    Oder mit "Man tut aus Überlastung gar nichts"? Dann ist es einfach, Punkte zu sammeln, dann könnte man vermutlich sogar das klassische "in die Ecke stellen" unter "zeigt deutliche Erfolge" verbuchen. Das macht das Konzept als solches ja nicht besser oder gar gut.


    Aber ich denke, da kommen wir nicht zusammen.

  • Ich weiß nicht genau, wo du da mit mir zusammen kommen willst oder auch nicht. Ich habe ja bisher noch gar keine Meinung zum Trainingsraumkonzept geäußert und habe auch kein so dezidierte, dass ich bereit wäre, sie gegen dich zu verteidigen. Ich habe lediglich versucht darzustellen, wie der Alltag an vielen deutschen Schulen leider einfach aussieht und dass es dann leider nicht immer möglich ist, hochvollendet pädagogisch zu reagieren. Andere haben schon beschrieben, wie an ihren Schulen das Konzept umgesetzt wird, vielleicht liest du das noch mal?

  • Der Trainingsraum ist zumindest eine Hilfe für all die anderen SchülerInnen, die ungestört lernen wollen.


    Die Schule meines Sohnes hat seit diesem Schuljahr auch so einen Raum. Er wird von einem Sozialarbeiter betreut.

    Angesichts der Geschichten, die ich so aus seiner Klasse und aus Paralellklassen gehört habe, halte ich diesen Trainingsraum nicht für die schlechteste Lösung.


    Später im Leben wird es keine Trainungsräume mehr geben.

  • Hallo,


    Ich weiß nicht genau, wo du da mit mir zusammen kommen willst oder auch nicht. Ich habe ja bisher noch gar keine Meinung zum Trainingsraumkonzept geäußert und habe auch kein so dezidierte, dass ich bereit wäre, sie gegen dich zu verteidigen. Ich habe lediglich versucht darzustellen, wie der Alltag an vielen deutschen Schulen leider einfach aussieht und dass es dann leider nicht immer möglich ist, hochvollendet pädagogisch zu reagieren. Andere haben schon beschrieben, wie an ihren Schulen das Konzept umgesetzt wird, vielleicht liest du das noch mal?


    Ich kann durchaus lesen ;)


    Aber das Konzept "Trainingsraum-Methode" ist eben nicht "Wir bieten den Kinder ein Inselchen an, auf das sie sich zurückziehen können" (was ich prima finde) oder "Ach wir probieren mal, ob wir mit ihm ins Gespräch kommen können, vielleicht erzählt er uns, was ihn bedrückt und wie wir ihm helfen können". Dann könnte man das diskutieren (Aus meiner Sicht würde allerdings kein Bedarf bestehen, weil ich das ganz prima fände .


    Sondern es ist eben ein festes Konzept mit klar festgelegtem Ablauf und festen Regeln. Und dann muss man auch das diskutieren.


    Wenn jemand sagt: Wir praktizieren in unserem Kindergarten das Konzept des stillen Stuhls" dann kann man auch nicht davon ausgehen, daß sie damit doch ganz bestimmt meinen, daß sich eine Erzieherin gemütlich mit einem Kind zurückzieht und ihm eine nette Pause verschafft, weil das im Kindergarten X so gemacht wurde und dann statt dessen darüber diskutieren. Denn "Stiller Stuhl" ist nun mal eine eindeutige Sache. Genau so wie "Trainingsraum".


    Ich lese das, was du schreibst schon als Verteidigung des Trainingsraum-Konzeptes. #weissnicht


    Wie es an Schulen im Alltag aussieht, weiß ich sehr wohl, auch wenn ich "nur" in der Grundschule und "nur" im Nachmittagsbereich arbeite. Aber man erlebt selber Diverses, kommt mit Leuten zusammen...


    Und gerade WEIL es leider viel zu oft nicht möglich ist, so zu reagieren, wie man es möchte, bin ich dagegen, das hinter einem Konzept zu verstecken, daß aus meiner Sicht nichts bringt und die, die Probleme haben mMn eher verhöhnt.

    Wie gesagt, den reinen Ausschluss ("Damit die anderen in Ruhe lernen können") könnte man billiger und ehrlicher haben.


    Aber wie ich schrieb, da kommen wir nicht zusammen - und müssen es auch nicht. :)

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  • Hallo,


    ich arbeite seit zwei Jahren an einer wirklichen Brennpunkt-Gesamtschule und wir als Kollegium lehnen den Trainingsraum ab, da er nicht zu unserem Schulkonzept passt.


    Wir möchten den SuS wertschätzend begegnen und suchen andere Methoden - wirklich gefunden haben wir sie aber auch noch nicht. :D

    Natürlich wäre es ein 'Abschieben' der schwierigen Kandidaten, wenn man sie zum Trainingsraum schickt. So sehr ich meine SuS auch mag, der Gedanke würde sicher eine Rolle spielen. Dazu stehe ich und das ist auch menschlich, wenn man auch nur den Hauch einer Vorstellung hat, was es heißt, an einer Schule wie unserer zu unterrichten.


    Als völlig unrealistisch empfinde ich aber die Überlegung, dass man vielleicht zu wenige Kandidaten finden würde und SuS zu schnell dahin schicken würde, nur damit das Konzept 'aufgeht'. Das mag vielleicht an manchen Gymnasien oder Grundschulen so sein, aber sicher nicht an anderen Schulformen.

    Da würde ich mir eher darüber Gedanken machen, dass der Raum baulich zu klein ist, um alle dort unterzubringen. :D


    Letztlich bin ich aber froh, dass wir uns gegen den Trainingsraum entschieden haben, da mir der persönliche Kontakt und wirklich Gespräche mit den Kindern auch wichtiger sind als das alleinige Reflektieren.


    LG,

    murmel

  • murmel Ist ein bisschen OT, aber deine Schule bzw. euer Kollegium klingt super - ich hoffe wirklich sehr, dass ich das Glück habe, an so einer Schule arbeiten zu dürfen. (Auch wenn ich jetzt schon gehofft habe, dass du mir jetzt einen unfehlbaren alternativen Methodenkatalog lieferst :D.)

  • Ja, klar, ich würde mir auch dauerhaft eine Zweitkraft in meiner Klasse wünschen *träum* Leider ist das SEHR weit an der (momentanen) Realität vorbei. Ich habe etliche Kinder mit Integrationsstatus, dazu mindestens 5 weitere mit MASSIVEN Problemen (Lernproblemen, sozialen Problemen). Natürlich kommt es darauf an, wie so ein Trainingsraumkonzept umgesetzt wird - ein Karzer ist es bei uns absolut nicht! Oft sind gerade diese sehr krassen Schüler dann in einer 1:1 Situation ganz anders und viel zugänglicher. Ein Autist bspw. wird vielleicht gerade deshalb aggressiv, weil er in der Klasse gerade komplett überfordert ist. Und: natürlich hole ich mir den Schüler dann im Anschluss auch nochmal in Ruhe und bespreche, was war. Aber das kann ich nicht (immer) in der Unterrichtssituation tun. Denn da sind dann noch 22 Andere, die u.U. verstört sind, die was lernen sollen/wollen etc.


    Es gäbe sicher tolle andere Möglichkeiten, massiv auffällige Schüler "mitzunehmen", aber das sieht das System nicht in dem Umfang vor, in dem es nötig ist. Bei weitem nicht. Inklusion und Integration klingen ganz toll auf dem Papier, aber dann müsste man das System komplett umbauen. Und solange federt ein Trainingsraum zumindest etwas ab. Das vorher im Kollegium die Regeln etc. sinnvoll abgesprochen werden, damit es eben keine "Strafbank" ist, davon gehe ich jetzt mal aus.


    Ich persönlich schicke z.B. keine Kinder einfach raus (vor die Tür/in die Gaderobe o.ä.), das finde ich viel schlimmer. Denn dort sind sie dann komplett allein mit ihrer Wut/Trauer oder was auch immer sie zum austicken gebracht hat.


    Und ich erlebe es hier durchaus häufig, dass die Kinder, wenn sie "völlig außer sich" sind, den Trainingsraum nicht als Strafe sehen. Tatsächlich hatte ich auch nur einmal einen Schüler, der nicht freiwillig dorthin ging - dann ist es bei uns so, dass der Raum angerufen und das Kind abgeholt wird.

    Räubermutter mit Räubersohn (01/2006), Rumpelkind (06/2013) und Räuberhund (09/2011)



    “We don’t stop playing because we grow old; we grow old because we stop playing.” (G.B. Shaw)
    G.B. Shaw
  • Hallo,


    Die Methoden, einen Strafraum zu haben, dort Strafaufsatz zu verfassen (früher 100x "Ich soll nicht...", heutzutage eben ganz modern einen Besserungsplan) ist uralt, vermutlich gibt es sie, seit es Schulen gibt. Das macht sie nicht besser.

    Sie kommt aus der schwärzesten Pädagogik, ich finde es erschreckend, daß solche Sachen wieder ausgegraben, mit nettem Namen ("Training) versehen und dann als "neue pädagogische Entdeckung" verkauft (und "gekauft") werden. (Ich frage mich, wann in der Ecke stehen, der Karzer oder auch der Rohrstock mit etwas pädagogischem Glitzer und einer Dokumentation drumrum drauf wieder modern wird - schließlich "funktioniert" hat es ja...)


    Ich finde, wir müssten, ehe wir weiter reden, erst mal klären WAS wir diskutieren - ob die Schulen, die Schüler und Lehrer generell Unterstützung brauchen? Ob es sinnvoll ist, Gespräche anzubieten und Räume zu haben, in denen jemand zur Ruhe kommen oder auch in Ruhe arbeiten kann (auf freiwilliger Basis).


    Oder doch wie im Eingangspost gefragt konkret das Konzept "Trainingsraum-Methode", also eine ganz bestimmtes Konzept, eine konkrete "Auszeit--Methode" mit starr festgelegten Regeln und Abläufen.


    Ich meine, ich kann wenn jemand fragt: Mein Kind schläft schlecht - ist die "Jedes Kind kann"-Methode da eine gute Sache?" antworten;: "Ja das ist eine ganz, ganz tolle und hilfreiche Methode, die auf keinen Fall schadet. Schließlich kommen in in dem Buch auch Schlafprotokolle vor und für mich und mein Kind war es hilfreich, mal aufzuschreiben, wann und wie viel es schläft !" wenn man außer einem herausgelösten Teil (den Protokollen) gar nichts davon angewendet hat.


    Und so kann man mMn nicht über die Trainingsraum-Methode diskutieren, wenn man z,.B. einen ruhigen Raum hat, in den die Schüler gehen können - das ganze "Drumrum" gar nicht durchzieht.


    Wenn man eine Methode diskutiert, dann muss man diese schon kennen und darüber diskutieren - nicht über das, was irgendwo an in der Methode zufällig ebenfalls vorkommenden Teilen sonst noch gemacht wird. Die Frage war eben nicht: In der Schule meines Sohnes wurde ein netter Ausweichraum eingerichtet, in den die Schüler gehen dürfen, wenn ihnen mal alles zu viel wird. Wie findet ihr das?" Die Frage betraf konkret das Trainingsraum-Konzept, eben eine festgelegte Methode mit starren Abläufen und Regeln.


    Und in der Methode selber wird der Raum ganz klar als Strafmaßnahme angekündigt (siehe Zitat und Link weiter oben) und der Schüler noch damit verhöhnt, daß er sich angeblich "selbst dafür entschieden hätte" bzw. daß es doch kein Rauswurf sondern nur "Unterricht in anderer Form" wäre.


    Ganz ehrlich, wenn ich die Zeit und Ruhe habe, jedem störenden Schüler erst die in der Methode vor dem Rauswurf fest vorgegebenen 4 Fragen zu stellen (die nun mal fest zur Methode und zum Ablauf gehören, sonst IST es nicht "Trainingsraum-Methode") und tatsächlich auch Antworten darauf bekomme UND noch die Zeit habe, dies ins vorgeschriebene "Ermahungsprotokoll" einzutragen - bin ich mMn NICHT in einer Situation, die man nicht anders händeln könnte.


    Und in wirklich eskalierenden Situationen wird kaum ein Schüler ruhig meine Fragen ernsthaft beantworten und dann bewusst entscheiden, ob er sein Fehlverhalten wiederholt und sich damit für den Weg zum Trainingsraum und die Verfassung eines Besserungsplanes entscheidet oder nicht. Entweder die reden nicht mit mir oder es sind mehrere, da ist die stunde rum, ehe ich das geklärt habe. Oder es sind zu viele Schüler, um mit jedem erst mal die Basics zu diskutieren.


    Ich finde ja DIESE Vorstellung geht massiv an der Realität vorbei. Genau so wie die Vorstellung, daß ein permanent störender, von der Schule frustrierter oder aus anderen Gründen massiv auffälliger Schüler einen Plan verfasst, wie er sich bessern will und dann zurückkommt und diesen auch einhält.


    Es belässt die Verantwortung bei dem, der sie mit großer Wahrscheinlichkeit in der konkreten Situation am wenigsten händeln kann - beim Schüler und nicht beim System.

    Daß kein Personal da ist, ist aus meiner Sicht keine Begründung dafür, schlechte Methoden einzusetzen, keiner hätte Verständnis für eine Krippe, die aus Personalgründen "Jedes Kind kann" umsetzt, damit Ruhe beim Mittagsschlaf ist.


    Ja, kann man so etwas toll und hilfreich finden. Meineungen dürfen verschieden sein (und ich darf danbkbar sein, daß der Trainingsraum hier ähnlichen (abgelehnten) Staus hat wie der Stille Stuhl, In der Ecke stehen nach Minutenplan usw. ).

    Da gehen eben die Ansichten auseinander, ich denke, da hilft es auch nicht, weiter zu diskutieren.

  • Ich meine, ich kann wenn jemand fragt: Mein Kind schläft schlecht - ist die "Jedes Kind kann"-Methode da eine gute Sache?" antworten;: "Ja das ist eine ganz, ganz tolle und hilfreiche Methode, die auf keinen Fall schadet. Schließlich kommen in in dem Buch auch Schlafprotokolle vor und für mich und mein Kind war es hilfreich, mal aufzuschreiben, wann und wie viel es schläft !" wenn man außer einem herausgelösten Teil (den Protokollen) gar nichts davon angewendet hat.


    Und so kann man mMn nicht über die Trainingsraum-Methode diskutieren, wenn man z,.B. einen ruhigen Raum hat, in den die Schüler gehen können - das ganze "Drumrum" gar nicht durchzieht.


    Wenn man eine Methode diskutiert, dann muss man diese schon kennen und darüber diskutieren - nicht über das, was irgendwo an in der Methode zufällig ebenfalls vorkommenden Teilen sonst noch gemacht wird.

    Naja, ich denke es macht schon Sinn, zu schauen, wie eine Theorie in der Praxis umgesetzt wird. Und dazu gehört eben u.U auch, dass ein Teil eines Konzepts aufgegriffen wird.

    Das passiert bei vielen Konzepten und beendet nicht per se eine Diskussion.


    Und die Frage hier ist ja: von was für einer Schule sprechen wir hier und was wäre konkret die Alternative? Es gibt wundervolle Konzepte und Theorien. Viele davon sind schlichtweg hier in unserem System an einer Regelschule nicht umsetzbar. Das ist traurig und schlimm, ja. Es gibt Schulen, die brauchen eigentlich keinen Trainingsraum, da ist es eben ein "extra" um die Lehrer zu entlasten. An der Schule meines Großen ist das ganz klar so. An meiner Schule ist es angesichts der vorhandenen Ressourcen ganz klar das "geringere Übel". Es gibt Schüler, die sind de fakto in einer Regelklasse nicht beschulbar - muss ich aber trotzdem machen, weil das System es so will. Was mach ich mit denen? Sie den ganzen Tag in die Garderobe setzen? Da nehm ich mir lieber den Teil eines Konzepts und passe es an die Gegebenheiten an. Auch in der Wissenschaft werden Theorien des öfteren diskutiert, ergänzt, in Teilen übernommen. Find ich nicht schlimm, solange man sich vorher Gedanken darüber gemacht hat...

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  • Hallo,

    Naja, ich denke es macht schon Sinn, zu schauen, wie eine Theorie in der Praxis umgesetzt wird. Und dazu gehört eben u.U auch, dass ein Teil eines Konzepts aufgegriffen wird.

    Das passiert bei vielen Konzepten und beendet nicht per se eine Diskussion.


    Dann müsste man konkret danach fragen und eben nicht nach "Trainingsraum". Denn das ist halt nicht "irgend ein Raum" oder auch nicht "ein nettes Gepräch mit einem geschulten Mitarbeiter", sondern nun mal ein festes, striktes Konzept mit festen Regeln und starren "so und nicht anders" Abläufen (diese Starrheit wird im Konzept als wichtig angesehen)


    Ich kann auch schlecht fragen, was jemand von JKksl hält und dabei eigentlich meinen, daß ich nur die Erstellung von Schlafprotokolle meine, weil die doch hilfreich sein könnten. Oder fragen, wie jemand die Suzuki-Methode findet, aber eigentlich nur wissen wollen, ob es sinnvoll, ist, daß der Schüler neben einem festen Lehrbuch auch gelegentlich mal etwas auswendig spielt, um das Gehör zu schulen.


    "Trainingsraum" hat aber nun mal klare. vorgegebene Abläufe und wenn nur ein zufällig auch darin vorkommender Teilaspekt genommen wird (z.B. "Schulsozialarbeiter hat gaaaanz viel Zeit mit jedem Schüler einzeln zu reden") dann ist das so - aber hat mit der Methode nichts mehr zu tun.


    Dann könnte man über die Frage diskutieren "Ist es sinnvoll, an schwierigen Schulen Schulsozialarbeiter zu haben, die so richtig Zeit für Kinder haben?" (Wobei da vermutlich gar kein Diskussionsbedarf bestünde). Aber nicht ob die Methode XY (in der zufällig auch gesprächsbereite Mitarbeiter vorkommen) eine gute Sache ist. Oder "Ist es gut, in der Schule verschiedene Räume zu haben, in denen sich jemand zurückziehen kann? Siehe oben.


    Der Ablauf ist doch nun mal vorgeschrieben, da kann man nicht nach Dinge rausbröseln. Das heißt, das kann man natürlich, aber dann kann man es nun mal nicht mehr so nennen. Denn dann IST es nicht mehr "Trainingsraum" .


    - Schüler stört

    - Lehrer stellt seine 4 Fragen

    - Schüler denkt nach und antwortet ernsthaft (echt?)

    - Schüler entscheidet sich bewusst (sonst macht das Ganze keinen Sinn, Verhalten kann man nur bewusst ändern, gerade mit mit Plan) für eine Wiederholung oder eine Verhaltensänderung

    - Lehrer schreibt es ins "Ermahnungs-Protokoll" (Dafür ist Zeit?)

    - Schüler stört wieder

    - Lehrer teilt ihm mit, daß er sich damit für den Trainingsraum "entschieden" hätte

    - Schüler geht freiwillig in den Raum (tut er das?)


    Das ist erst mal nur der Ablauf BEVOR es in den Trainigsraum geht. Dort sind ähnlich starr vorgeschriebene Abläufe.


    - Schüler erklärt sich zur Mitarbeit bereit (tut er das, wenn ihm Schule egal ist z.B.?)?

    - Gespräch, in dem der Schüler "einlenkt", seinen Fehler bzw. seinen Regelverstoß zugibt und zwar nur seinen, was andere tun, die ihn ev. provoziert haben, spielt keine Rolle,

    Schüler erklärt seine ernsthafte Bereitschft zur Verhaltensänderung (Und das sind nicht nur leere Worte?)

    - Schüler verfasst einen schriftlichen Plan, in dem er sein Fehlverhalten und die dazu führenden Ursachen (von ihm) analysiert, Wege zur Besserung plant, unterschreibt, daß er wieder in den Unterricht gehen und dort seinen Plan einhalten WILL

    - und meint das auch so (Wirklich?)


    Ich bleib dabei, die bei denen so was tatsächlich scheinbar "funktioniert", brauchen keine derart ausgefeilte "Methode". Und die, die Hilfe brauchen, an denen rauscht so eine Methode vorbei.


    Und wenn wir über Maßnahmen sprechen, die zufällig auch Bestandteil dieses Konzeptes sind, dann sollten wir das klar äußern und sie nicht "Trainingsraum-Methode" nennen.


    Daß ich für ausreichende und gut geschulte Schulsozialarbeiter und andere Fachleute bin und für angemessene Räumlichkeiten, auch zum ausweichen usw. habe ich ja deutlich gemacht. Das ist für mich aber nun mal eine ganz andere Frage.


    Ich muss auch keine komplette Alternative entwickeln, um eine Sache nicht gut finden zu dürfen.

    Ich darf z.B. den "Stillen Stuhl" oder JKksl auch Mist finden, ohne daß ich für jedes Kind sofort eine individuelle und funktionierede Methode parat hätte. Und ich kann eine Methode sogar dann als solche völlig daneben und schlimm finden, wenn ich Einzelkomponenten wie Schlafprotokoll o.ä. sogar sinnvoll finde.

    Einmal editiert, zuletzt von Trin ()