• ...wollte mein Kind, und hat dafür den ganzen Nachmittag eine Rakete gebaut und geplant, wie wir das machen und was wir anziehen. Als wir einen Spaziergang gemacht haben, konnte es von nichts anderem erzählen und als wir zu Hause waren, hat der Papa mit ihm weiter gebaut. Und plötzlich ging es an zu schreien und zu toben. In dem Moment, wo ihm bewusst wurde, dass wir nicht wirklich auf dem Mond fliegen können und uns bewusst wurde, dass es das tatsächlich angenommen hatte. Was für eine bitterer Realität, was für ein Herz zerreißendes Weinen! Es konnte sich nicht beruhigen, alle Angebote zu trösten halfen nichts. Erst nach einer Weile, als mein Mann sich zum Kind setzte und anfing ein Buch zu lesen, ging es langsam besser. Es tut mir so leid! Habt ihr eine Idee, wie ich trösten kann?

  • Es hilft ihm sicher, wenn ihr mit ihm traurig seid und ihm sagt, wie gerne ihr mit ihm zum Mond geflogen wäret.

    Und vielleicht ein paar schöne Mondbilder malen (morgen) ?

  • da fällt mir eine folge von petterson und findus ein. da möchte findus auf den mond und petterson bastelt ihm eine rakete und baut eine mondlandschaft für ihn.

    #rose  

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.

    Equality is not about making women more like men, but about creating an environment where both sexes can have equal choices and fully participate in social, work and family life.



    Věra Jourová

  • Könnt Ihr die Rakete hochheben mit ihm drin und in ein anderes Zimmer tragen? Und da dann vielleicht ein Picknick auf dem Boden mit Keksen o.ä. Also "in Spiel" zum Mond fliegen"?

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...

  • Mal sehen, ob es im Spiel jetzt geht - vorhin war da nichts zu machen,da sollte es nur in "wirklich richtige echt" sein. Immerhin hat es aufgehört zu weinen.

  • Vielleicht dem Kind erzählen, dass es den Beruf des Astronauten wirklich gibt und wenn es sich so sehnlichst wünscht auch zum Mond zu fliegen, erst einmal eine Ausbildung machen muss? Und vielleicht dazu Bücher ausleihen oder mal bei YouTube ein Video dazu gucken

    "Alles was wir fühlen, zerfällt in dem Augenblick, in dem wir es versuchen zu erklären.
    Alles was wir fühlen, erstrahlt in dem Augenblick, in dem wir unsere Ängste überstehen." Madsen

  • Der arme kleine Mann! Das macht mich schon beim Lesen traurig! Wie gemein die Realität manchmal ist.


    Konntet ihr ihn trösten?

    "Kannst du schon den Sommer riechen? Wie er duftet? Wie er schmeckt?" #sonne

  • Aber es kann doch zum Mond fliegen, oder nicht? Nicht dass das der Traum jeder Mutter wäre, aber Berufswünsche ändern sich ja noch. Ich würde ihm erzählen, dass es den Beruf der Astronautin gibt und so ungefähr, altersgerecht, was man dafür tun muss, um ihn zu erlangen. (Auch, dass es dann nicht sicher ist, dass es wirklcih zum Mond fliegen kann, aber dass es möglich ist)

  • Oh Verzeihung, das wurde ja schon geschrieben, das hatte ich nicht gesehen. Ich würde evtl. ein Buch über Astronomie kaufen, so in der Richtung der "Wieso, weshalb, warum"-Bücher.

  • Das Kind kennt die Geschichten von Alexander gerst in der Maus und ich habe ihm noch Mal erklärt, dass es Astronautin werden kann, dass es dafür aber viel tun muss und groß werden. Ich weiß nicht, wieso, aber sie war fest davon überzeugt, dass ich es nicht erlaube. Weil "man baut einfach eine Rakete und fliegt los". Sie hat mir einfach so leid getan. Jetzt schläft sie..


    Wir versuchen sicher das Thema noch Mal aufzugreifen, das ist eine gute Idee, ein Planetarium oder ein gutes Buch zu suchen.

    #savelucifer

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  • Das erinnert mich an die Geschichte einer Freundin:


    Der Zirkus war in der Stadt und ihr damals fünfjähriger Sohn wünschte sich einen Elefanten.

    Nichts weiter, als diesen einen Elefanten.

    Tja, da stand der Elefant und einen Garten hatten sie auch...

    Und auch er weinte bitterlich und noch schlimmer, als der Zirkus die Stadt wieder verliess und mit ihm der Elefant...


    Und es hat ihr auch das Herz gebrochen, weil sie ihm diesen dringlichen Wunsch nicht erfüllen konnte... so sehr, daß sie dreißig Jahre später noch davon erzählte. :)


    Ich glaube fast, alles können wir nicht erfüllen. Und ich glaube irgendwie, daß dieses Erleben und begreifen, was machbar ist und was nicht, zum Großwerde dazugehört und wichtig ist für die Entwicklung.


    Nichtsdestotrotz macht es keinen Spass, sein Kind so unglücklich zu sehen.


    Dir fällt bestimmt ein Trösterchen ein.

    Wenn alle Energie für Weinen aufgebraucht ist, hilft ein nettes Buch und eine Kuscheldecke ganz gut, um die Stimmung wieder zu heben. :)


    Alles Liebe!

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




    "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt."
    Erich Fried

  • Der arme kleine Mann!

    Sorry, das ist jetzt etwas (aber nur etwas!) OT: „kleiner Mann“ halte ich für keine gute Bezeichnung für ein Kind.


    Schon im Eingangspost wurde deutlich, das nicht per „default“ die männliche Form benutzt wurde, sondern „das Kind“. Im späteren Verlauf wurde dann nicht mehr von „ihm, dem Kind“ sondern (grammatikalisch leider immer noch falsch, aber dafür sachlich richtig) von „ihr, dem Kind“ gesprochen.


    On Topic: es ist wirklich ein Drama. Ich hoffe, Ihr könnt das Kind in ihrem Schmerz gut auffangen.

  • ohja. Alexander Gerst liebe ich sehr bei der Maus. Der macht das so toll. Und falls eine weibliche Astronautin gewünscht wird...


    Karen Nyberg :)


    Und danke, ich habe grade Karten für den Familiennachmittag reserviert..an dem zufälligerweise der Mann Geburtstag hat.. #sonne

  • Vielleicht hilft es ihr wirklich, wenn Ihr ihr klarmacht, dass der Wunsch sich zwar nicht sofort, aber vielleicht doch in der Zukunft erfüllen lässt.


    Das erinnert mich an unseren Großen, der in ähnlichem Alter sehr traurig war, weil er so gerne Hubschrauber-Pilot werden wollte und gleichzeitig Feuerwehrmann. Das war ein riesiger Zwiespalt für ihn. Als ich ihm sagte, dass es auch bei der Feuerwehr Hubschrauber gibt, war er überglücklich.

    Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es verstehen.


    Konfuzius

  • Da fällt mir ein tolles Buch zum Thema Raumfahrt, Mond, Universum ein:

    Professor Astrokatz: Universum ohne Grenzen von Dominic Walliman.


    Seitdem wir das zum 5. Geburtstag geschenkt bekommen haben, ist hier die Astronauten-Karriere fest beschlossen.