Lastenrad für den Transport von Kindern - eure Erfahrungen, bitte!

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  • He ihr Raben,


    ich hab meinen Umzug hinter mich gebracht und jetzt wohnen wir in einem Kiez, wo man die Kinder problemlos mit dem Fahrrad abholen und bringen kann. Hier ist alles recht verwinkelt, man kommt kaum mit dem Auto durch (das ich eh nicht fahren dürfte) und die öffentlichen Verkehrsmittel sind von unserem Haus doof gelegen und wenn ich die nutzen würde dafür, wäre es ein großer Umweg.


    Also liebäugel ich mit der Anschaffung eines Lastenrades, in das ich die Kinder stopfen kann - und auch den Einkauf, die zehn Millionen Rucksäcke, Taschen, Jacken, Puppis usw. die immer mit müssen. Gedacht hab ich an ein Babboe-Rad, weil es das günstige ist, das ich bisher gesehen hab und trotzdem ordentlich aussiehrt. Aber auch Bakfiets, Christiania, Nihola usw. bieten solche Räder an.


    Ich hätte gern eure Erfahrungen mit solchen Rädern gehört - es ist ja doch keine kleine Ausgabe, die man mit so einem Rad hat.


    Sind die Dinger sicher (sicherer als ein Kindersitz hinten drauf und ein zeitweise manchmal unaufmerksames Schulkind)?
    Sind sie relativ leichtgängig oder muss man trampeln wie ein Ochse?
    Wie ist das Fahrgefühl generell?
    Wie gern mögen eure Kinder das Rad?
    Habt ihr ein dreirädriges oder ein zweirädriges (ich tendiere zu ersterem weil hier irgendwann noch ein erwartet wird und das wird mir dann zu eng)



    Und einfach generell eure Gedanken, Erfahrungen und Anekdoten dazu, bitte! :)

  • mit Bakfiets und Christiana sehe ich in Kreuzberg/ Schöneberg viele(einige) Eltern ihre Kinder chauffieren.


    Ich selber würde das auch machen udn wenn zu nem 3rädrigem tendieren, hat was mit meinem Gleichgewichtsorgan zu tun.


    Zur Sicherheit kann ich dir nix sagen.

  • Ja, ich seh hier auch sehr sehr viele und kenne auch welche aus dem Kindergarten, die das so machen. Da würd ich auch nochmal nachfragen. Aber ich hätt auch gern noch Rabenelternmeinungen :)


    Ein Babboe hab ich auf der Straße aber leider noch nie gesehen. Ich werds nächste Woche probefahren.

  • Wir haben seit fünf Jahren ein Bakfiets. Ein "billiges" von bakfietsweb.nl, welches mein Mann selber zusammengeschraubt hat.


    Und man muss auch wirklich bastelaffin sein dafür, denn die Grundsubstanz ist wirklich made in China und dementsprechend verarbeitet. :S


    Also, konkret diesen Hersteller kann ich nicht wirklich empfehlen (wenn man natürlich schrauben kann und wirklich Geld sparen will, ist das schon okay - ein Bakfiets mit Holzkiste im fertigen Zustand vom anderen Anbieter hätte immer noch das Doppelte von dem gekostet, was wir bisher reingesteckt haben), aber prinzipiell bin ich begeistert.


    Ich empfinde es als absolut luxuriös, nicht für jeden blöden Weg das Auto nehmen und überall auf Parkplatzsuche gehen zu müssen. Mittlerweile sind meine Kinder ja nun recht groß und fahren viel selber, und beim täglichen Weg zu Schule und Kindergarten mache ich es meist so, dass die Kleine auf den Gepäckträger in den Kindersitz kommt und ihr 16-Zoll-Rad vorne in die Kiste, während wir die Große zur Schule bringen. Von der Schule bis zum Kindergarten fährt sie dann selber (Zur Schule sind es drei km, vor dort aus zum Kiga auch noch mal fast so viel, das schafft sie nicht alles selber), und wenn ich im Anschluss einkaufen gehe, ist die Kiste dann ja für Wasserkästen etc. frei.


    Mein Mann hat statt der werksseitig eingebauten Dreigangschaltung eine Shimano-Achtgangschaltung eingebaut, und die brauche ich auch. Wir leben zwar nicht im Gebirge, aber es gibt schon ein paar kleine Steigungen (oder Brücken), und mit drei Gängen wäre ich hoffnungslos überfordert. (Ich glaube, carinosa hat auch so eines, und die wohnt ja wirklich bergig...)


    Wir haben uns damals für das zweirädrige entschieden, weil das Fahrgefühl einem normalen Rad ähnlicher ist als ein dreirädriges.


    In unserem Blog haben wir noch ein Bild vom Frühling:


    http://wp.hoppel-hoppel.de/?p=135


    (Bitte nicht den absolut miesen Sitz der Helme beachten, die waren schon aus und wurden dann fürs Foto noch mal aufgesetzt. Und normalerweise kriege ich auch einen Anfall, wenn ein Kind unangeschnallt transportiert wird...)


    Ach so, gerade noch mal ein genauerer Blogeintrag zu unserem Rad:


    http://wp.hoppel-hoppel.de/?p=3

  • Meine Nachbarn haben ein Babboe, das ich mir letzte Woche geliehen habe, und ich war echt überrascht, wie gut es sich fährt. Das Anfahren ist ein bißchen mühsam, aber wenn man erst mal Schwung hat, fährt es sich ziemlich leicht.
    Zu der Sicherheit kann ich nicht wirklich was sagen, aber meine Nachbarn transportieren mit dem Rad zwei Kinder und diverse Einkäufe.
    Allerdings ist es schon das zweite Rad, beim ersten hatten sie wohl ein "Montagsmodell" erwischt...

    Leia mit Sohn (08/04) und Tochter (02/07)

  • Danke für eure Antworten! :)


    Wie schön, dass es auch andere CargobikerInnen gibt.


    Jetzt ist noch eins ins Rennen gekommen, was zwar nicht das Günstigste ist, aber vll. ganz hilfreich in Sachen "Fahrradkeller". Nämlich das Cabby von Gazelle, das ist ein zweirädriges Rad - trotzdem sehr stabil und wohl trotzdem recht umfallsicher. Außerdem ist das absolute Pluspunkt, dass es an sich nicht so schwer ist. Die Kinderkiste vorn ist nämlich abnehmbar und man kann sie zusammenklappen und mitnehmen, wenn man das möchte. So kommt man auch durch enge Einfahrten usw. Das ist hier in Berlin natürlich auch ein Faktor ...


    Ich glaub, das fahr ich auch mal zur Probe.


    Außerdem gibt es scheinbar eine Menge Blogs zum Thema Lastenräder bzw. "Bakfiets".


    thistlejo:


    Das fällt absolut flach für mich. Ich weiß nichtmal genau was ein "Knochen" ist - ich bin wirklich keine Fachfrau in Sachen Fahrrad und kann nichtmal selbst einen platten Reifen reparieren #schäm Außerdem hab ich mich in den vergangenen 2 Jahren so oft mit meinem billigen Rad herumgeärgert und da Geld investiert, dass es diesmal was ordentliches sein sollte, sonst spreng ich das Teil :D


    Ich bewundere ja Leute, die sich damit so gut auskennen, dass sie sowas machen können. Danke auch für die Bilder. Genau so hätt ich das gern mit der Meute :D


    Leia:


    Kannst also auch nur Gutes berichten, ja? Das freut mich schonmal :) Und ein Montagsmodell schließ ich einfach schonmal aus. Das kauf ich nicht, das passiert mir nicht ! #yoga #yoga #yoga

  • Wenn ich genügend Geld hätte, würde ich mir auf jeden Fall das Gazelle zulegen. Ich durfte es schon mal im örtlichen Fahrradladen streicheln. :) Aber mal eben 1800 Euro zu latzen, wenn man ein im Grunde funktionstüchtiges Rad besitzt, ist nicht drin. Naja, wenn ich dann mal endlich im Lotto gewinne...

  • Hallo :-)


    weshalb keinen Fahrradanhänger? Selbst ein hochwertiger ist deutlich günstiger, einfacher zu handeln, bequemer und du bist viel flexibler. Wir haben auch lange mit einem Lastenrad geliebäugelt. Haben uns auch mal ein Christiania für ein Wochenende geliehen. (ich fands sehr ungewohnt mit den zwei Rädern vorne und bin gar nicht klargekommen - mein Mann hatte keine Probleme) Ich bin froh, dass wir uns für einen Fahrradanhänger entschieden haben (Chariot Captain XL) Da passen immer noch beide Kinder rein oder ein Kind + Wochenendeinkauf.

  • Ich unterschreibe mal bei meiner Vorschreiberin.


    Ganz ehrlich, ich versteh überhaupt nicht den Sinn und Zweck dieser Lastenraeder im Vergleich zum Anhänger. Das ist doch dermaßen unflexibel, ich nutze unseren Anhaenger viel und gern, krieg da locker Einkäufe und Kind rein. und bin aber auch oft kurz mal ohne Kind unterwegs, da häng ich ihn ab und er steht daheim, wozu unnütz das Ding mitschleppen? wir haben es auch oft dass einer die Kinder bringt und der andere holt ab, deshalb haben wir zwei Kupplungen an zwei Rädern und lassen den Hänger dann am KiGa stehen.


    Und sicherer sind die Lastenraeder doch auch nicht, oder?


    Also bitte mal die, die sowas nutzen: was birgt das für euch für Vorteile?

  • Mir geht's wie Frisby und Flocke, ich finde den Fahrradanhänger viel flexibler und günstiger. Aber wenn schon ein Lastenrad, dann das BULLITT www.larryvsharry.com
    Das fahren einige Freunde von uns und sind hochzufrieden. Bei einer Probefahrt fand ich das auch...

  • Huhu, ich würde mich den Anhänger-Verfechtern anschließen.


    Wir sind ja viel mit dem Rad unterwegs und ich kombiniere wild mit der BVG. Die Lastenräder sind schon cool, aber mMn in Berlin und seinen weiten Wegen nicht wirklich einsetzbar. Die Kombi Rad+Anhänger bedingt eben doch.


    Unser Abhänger hat 150 EUR auf dem Flohmarkt gekostet zzgl. ein Anschlußteil fürs zweite Rad. Das ist so ein No-Name-Teil reicht aber für KIndertransport und Einkäufe komplett aus. S. fährt ja alle Wege eh allein.
    Wir teilen Bringen und Abholen ja, dh das Ding bleibt in der Kita und wartet auf den anderen mit dem Rad. Das ist sehr praktisch. Und in allergrößter Not quetsch ich das Ding auch in nen S-BahnFahrstuhl.

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Ich finde Anhänger zu klein für meinen Bedarf. Bei einem Lastenrad könnte ich z.B. auch noch einen Freund von Sohni aus der Schule mit zu uns nehmen und es hätten immernoch alle Dinge Platz. Das ist kein sehr unwahrscheinliches Szenerie, das passiert hier oft. Es ist für uns eben auch ein Autoersatz. Wir haben keins, wir haben keinen Zugriff auf jemanden der eines fährt.


    Die Anhänger die ich kenne sind für zwei 6 Jährige plus Taschengewäsch doch deutlich zu klein.


    Zudem muss ich zugeben dass ich hoffe, mit einem entsprechenden Lastenrad doch noch auf dem Gehweg fahren zu können. Ich fahre seltenst auf der Straße. Mit einem Anhänger geht das wo ich lang möchte nicht mehr, die Wege sind sehr eng.


    Günstiger sind sie allerdings, das stimmt. Aber ich möchte eigentlich nichts anschaffen, was ich nicht mal mehr ein Jahr benutzen kann, auch wenn es jetzt noch ginge. Dann ist nämlich Sohni garantiert zu groß für das Ding und dann nützt es mir auch nichts mehr. Ich plane so ein Lastenrad schon für die nächsten 5 Jahre im Einsatz zu haben.


    @Pony:


    Ja, in K. ist das auch machbar. Hier nicht mehr - glaub mir. Ich mag ihn hier grad nicht mehr allein fahren lassen seit er letzte Woche fast von einem Auto mitgenommen wurde an einer Ausfahrt, weil er nicht geguckt habt (man, wie oft hab ich das niedergebetet ... "Guck vorm vorbei fahren ob ein Auto kommt"). Es ist hier in der Innenstand einfach nochmal ein anderes Kaliber. Und dass ich das Ding dann durch ganz Berlin mitkutschieren kann, die Illusion mach ich mir nicht. Das ist ein Kiezrad und nicht zum Fahren mit den Öffentlichen Berlin gedacht, das weiß ich schon.

  • Wir haben eins.
    Ich finde es schon etwas mühselig damit zu fahren, wir haben eine Strecke von 5 km zum Kindergarten und ich brauche eine Ewigkeit dafür.


    Was dafür spricht: die Kinder lieben es damit zu fahren. Und ich mag es, diie Kinder vor mir und im Blick zu haben. Man kann sich unterhalten beim langsamfahren, kurz anhalten und etwas angucken usw.


    Ich konnte es mir immer nicht so gut vorstellen, die Kinder hinten im Anhänger zu haben, so ausserhalb der Sicht. Fühlt sich für mich komisch an, ist aber wahrscheinlich auch nur gewöhnungssache?


    Lg sama

  • zugegebenermassen kommst ihr mit großen kindern an die gewichtsgrenze von anhängern. klingt logisch.


    menno ihr seid jetzt so weit weg.


    (höre gerade Cohen auf 3sat mit Rotwein und werde sentimental :-)))

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Du... ich auch Pony :( Ich hab versucht mich damit zu trösten, dass wir es ja trotz "naher Nachbarschaft" ja auch nicht so häufig geschafft haben. Nu müssen wir uns eben ein bisschen mehr Mühe geben ... *seufz* Ihr bekommt noch die Weste wieder, aber ganz ehrlich? Ich wollt sie dir ja vorm Umzug schon wieder geben, aber wo sie aktuell steckt kann ich grad nicht sagen. Vermutlich passt die Kleine dann garnicht mehr rein wenns soweit ist, hm? So ein schönes Ding!

  • Mit nem Lastenrad würde ich mich kaum auf den Bürgersteig trauen und könnte auch jeden Fußgänger verstehen, der sich drüber aufregt. Aber mit dem Hänger ist das natürlich nicht viel anders. Allerdings haben die Autos großen Respekt vor einem Lastenrad. Da wird deutlich mehr Abstand gehalten als beim normalen Rad, denn da würde ja ggf. wirklich war kaputt gehen am Auto, wenn man das mal streift - ist zumindest unsere Erfahrung. In unseren Hänger passen gut zwei 6jährige + ne ganze Menge Taschen rein und mein Sohn ist schon sehr groß. Wir überschreiten regelmäßig die Zuladungsgrenze :) Ich denke, beim Lastenrad kommt man relativ schnell auch an seine eigenen Grenzen. Das Fahrrad allein ist schon wahnsinnig schwer. Jede kleine Stufe ist ein riesiges Problem. Eine kleine Treppe unüberwindbar. Und wenn du dann noch zwei große Kinder drin hast und Kram, stelle ich mir das mehr als schweißtreibend vor.
    Im Mehringhof gibt es einen Fahrradladen, der zumindest vor vier Jahren Lastenräder übers Wochenende ausgeliehen hat. Ich würde es unbedingt vorher ausprobieren, bevor ich diese große Investition auf mich nehmen würde. Wir haben übrigens auch kein Auto mehr und machen seit zwei Jahren alles mit dem Fahrrad. Wobei mein Großer ein sehr sicherer Radfahrer ist und es ihm mittlerweile peinlich ist, im Anhänger zu fahren 8)

  • Wenn ich auf dem flachen Land wohnen würde hätte ich schon längst eines. Ich finde die toll, wohne aber auch nicht in einer Großstadt, sondern eher dörflich. Leider ist hier ein Berg neben dem anderen, teilweise mit Steigungen die mir mit dem normalen Rad schon Angst machen. Da traue ich mir ein Lastenrad nicht zu. Ich würde aber zu einem Dreirad tendieren. Eines, ich wieß nicht von welcher Marke, habe ich in Holland mal ausgeliehen und probegefahren, ich fands gut :)

    dat du mijn levsten bist,

    dat du wohl weißt.