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  • Bei mir muss ein Weisheitszahn gezogen werden und ich habe furchtbare Angst. Vor allem da ich bereits zwei draußen habe. Und die waren überhaupt nicht leicht zu ziehen. Die erste Zahnärztin musste sich mit ihrem Bein gegen den Zahnarztstuhl stemmen und es dauerte ewig, bis der Zahn endlich draußen war. Beim nächsten mal wollte ein Chirurg ran, er hörte sich die Geschichte vom ersten Weisheitszahn an und meinte, er bekommt das viel besser hin. Tja er versuchte es. Nach etlichen Minuten meinte er, meine Zähne würden echt besonders fest sitzen. Er zerlegte den Zahn in viele kleine Teile und bekam ihn so irgendwie raus.

    Und nun zickt Nr 3 rum:(

    Zahnarzt Nr 3(wegen Umzug), meinte nur:" Komisch, die Oberen sitzen doch normalerweise viel lockerer. Die Unteren sind die wirklich Schlimmen!"

    Danke! Das ist genau das, was eine Angstpatientin hören möchte#crying


    Ich habe wirklich ganz dolle Angst! Kann mich jemand beruhigen? Sitzen die Unteren wirklich viel fester?#heul

  • Bei mir wurden auch erst die oberen gezogen und ich hatte etwas Angst, dass die unteren schwieriger werden würden. Sie waren auch noch deutlich mehr unter dem Zahnfleisch verborgen - also so schief rausgewachsen, dass über dem hinteren Teil noch Zahnfleisch lag.


    Es ging aber alles ohne Probleme. Die Zahnärztin hat sie so rausgehebelt und dann in einem Stück gezogen, wie die oberen auch.

    Hatte mich darauf eingestellt, dass es zumindest länger dauern würde - es ging aber ganz flott.


    Nur Mut und ich drücke dir die Daumen für eine unkomplizierte Extraktion!

    Kannst du dir Musik mitnehmen, die du über Kopfhörer währenddessen hören kannst? Oder hilft es dir mehr, bei der Sache zu sein?

    "Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß. Mit dem Wissen wächst der Zweifel." (Goethe)

  • Ich kann dir nur erzählen, dass bei mir einer auch nur als Gewaltakt (Kieferchirurgin zog mit aller Kraft, ihr Assistent hielt meinen Kopf) rausging, ein anderer - Jahre später - beim normalen Zahnarzt im Prinzip draußen war, bevor ich darüber nachdenken konnte, wann‘s denn endlich vorbei ist. Das war so easy, und der war definitiv auch unten.

  • Ich hatte damals so etwas Ähnliches wie Narkose, so dass ich keine Erinnerung daran habe. Die Ärzte nannten es Dämmerschlaf. Kann ich wirklich nur empfehlen, gerade wenn Du so Panik schiebst.

  • Ich hab damals alle vier Weisheitszähne auf einmal rausbekommen. Und ich kann wie Jette nur empfehlen: Lass dich ausknocken! Dazu kriegt man zwar einen Zugang gelegt, aber danach schläft man glückselig und bekommt nichts von der Behandlung mit. Mein Kieferchirurg hat so meine Weisheitszähne ziemlich flott ziehen können und für mich war es sehr entspannt (hatte davor ziemlich Respekt vor der Angelegenheit).

    Und immer wieder geht die Sonne auf, denn Dunkelheit für immer gibt es nicht.

    Udo Jürgens

  • Ich hatte auch Angst vor dem unteren, weil ein oberer meinen Zahnarzt mächtig ins Schwitzen gebracht hatte.

    Was soll ich sagen - der war schneller draußen als ich zittern konnte.


    Mein ZA meinte aber auch, dass er mich in nen Dämmerschlaf versetzen könnte. Als er sagte, er könnte das auch erst dann machen, wenn er merkt, dass der Zahn nicht raus will, haben wir uns darauf verständigt.


    Ich dachte, er will alles nötige holen, als er vom Stuhl wegging - dabei wollte er nur die Seite wechseln und den Eintrag in die Patientenakte machen. Er war schon fertig und ich hatte es nicht bemerkt.


    Darüber lachen wir beide heute noch;)

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Liebes blubbsinchen, das Post könnte von mir sein, allerdings sind meine Probleme etwas größer. Bei mir sind es zwei Backenzähne, davon einer ein Weisheitszahn. Der Schmerz ist genau dazwischen. Beide Zähne gelten als austherapiert, sind also schon wurzelbehandelt. Und es sind überhaupt die einzigen Zähne, die ich auf der Seite des Oberkiefers noch habe. Auf einem der beiden sitzt mein teurer (relativ fester) Zahnersatz, der dann natürlich auch für viel Geld umgearbeitet werden muss, und genau dieser Zahn ragt weit in die Kieferhöhle UND hat oben noch ein Granulom UND ich habe dadurch ständig Nasennebenhöhlenprobleme.


    Mit diesem Drama trage ich mich seit Wochen, ich muss mir beide Zähne ziehen lassen, der eine davon wird auf jeden Fall die Kieferhöhle eröffnen, da gibt es ein strenges Protokoll, nämlich es muss aus der Schleimhaut um den Zahn ein Lappen gebildet (gezogen) werden, der darüber vernäht wird, damit das dicht ist. Eklige Angelegenheit. Ich habe dazu noch eine Angsterkrankung. Ich habe zwar eine Einweisung uns Krankenhaus, um die Zeit danach (es geht bei mir nur um zwei Tage, um das Schmerzmanagement im KH durchführen zu lassen, Narkose brauch ich keine), aber das KH nimmt mich nicht auf, bevor die Krankenkasse nicht zustimmt. Die Krankenkasse wünscht eine triftige Indikation, die der Zahnarzt nicht stellen kann, weil solche OPs normalerweise ambulant durchgeführt werden. Eine Begründung des Psychiaters interessiert die Kasse nicht, die wünscht eine Begründung des Zahnarztes, der wiederum nur konstatieren kann, dass die OP ambulant bei ihm gemacht werden kann (wofür ich ihm keinen Vorwurf machen kann, der kann ja schliesslich nicht die Indikation Angsterkrankung als ZA stellen). Also ist der Wisch wertlos. Auf dem Zettel steht "Patientin wünscht Einweisung". Das klingt so wie "Patientin wünscht Sonderbehandlung ist ist nur eine scheiss Zimperliese..." #heul#heul#heul Ich wünsche diesen ganzen Idioten mal eine richtig fiese Panikattacke, mit Selbsteinweisung ins Krankenhaus und dortiger Häme und Unverständnis und "mann, die Alte nervt mit ihrem eingebildeten Scheiss..." Aber leider ist die Welt ungerecht #ja


    Bei meinem Zahnarzt ernte ich Unverständnis, die Schwestern sind genervt, der Kieferchirurg ist nett, aber hilflos.

    Am Freitag lasse ich nun erstmal den Weisheitszahn ziehen, obwohl ich nicht weiß, was mit dem anderen wird. Ich spiele mit dem Gedanken, zum Endodontologen zu gehen, der 1000 Euro für Revidieren des anderen - also des Pfeilerzahnes - nimmt (keine Kassenleistung). Das wäre dann mein komplettes Weihnachtsgeld.


    So, das ist meine Geschichte. Ich erzähl sie nur, weil ich hoffe, dass Du dann vielleicht denkst "mein Gott, es könnte bei mir schlimmer kommen". Ich brauche kein Mitleid ;)


    edit: 150 Euro hab ich schon privat hingelegt für das 3D-Röntgen. Hätt ichs nur nicht gemacht, dann hätte ich nicht gewusst, was mich erwartet.

  • Hallo Blubbsinchen,


    Ich bin auch so ein Kandidat, der Angst vor dem Zahnarzt hat. Was an der schlimmen "Position" im Zahnarztstuhl, dem zwangsweise zu öffnenden Mund, der arg gefühlten Hilflosigkeit und der Furcht vor Schmerzen liegt.

    Die 0815 Zahnarztspritze (komisches Wort, scheint aber nach 10 Mal Korrekturlesen doch zu stimmen #confused) wirkt bei mir so gut wie nicht. Das macht die Sache zusätzlich kniflig.


    Ich habe mir vor meiner ersten Schwangerschaft alle 4 Weisheitszähne (die wären laut Zahnärztin echt nicht mehr schön, müssten raus und waren obendrein teilweise noch nicht ganz draussen) im Dämmerschlaf von einem Kieferchirurgen ziehen lassen. Einer, der hier in der Gegend dafür berüchtigt war, pro Woche Dutzende von Weisheitszähnen zu extrahieren.


    Ich hatte ziemlich Bammel und habe meinen Mann damals gebeten, sich einen Tag frei zu nehmen, um mich anschliessend zu pflegen.

    Und was war? Ich habe überhaupt nix gemerkt von der OP. Nada. Nüscht. Die haben mich zählen lassen und dann war ich futsch. Im Aufwachraum wieder zu mir gekommen, fand ich in meiner Hosentasche meine Zähne (um die hatte ich gebeten), war so gut wie schmerzfrei und das Fädenziehen etwas später war auch kein Drama.


    Gepflegt weden musste ich auch nicht, im Gegenteil. Der Gatte bekam einen schlimmen Schnupfen an diesem Tag und musste eher von mir gepflegt werden.;)


    Die Zähne habe ich daheim aufgeklopft um mich zu vergewissern, ob das wirklich hatte sein müssen und ich sage Dir, ich war entsetzt, dass ich sowas Ekeliges noch so lange in meinem Mund hatte. Gesünder und infektfreier habe ich mich ab dann auch gefühlt.


    Ich würde es immer wieder machen! Bin allerdings von meinem generellen Bammel vorm Zahnarzt dennoch nicht geheilt...



    Alles Gute Dir!



    Das Ixchen

  • Mmh. Ich würde an deiner Stelle einen sehr guten Kieferchirurgen suchen, ihm deine vorherigen Erfahrungen schildern und erwarten, dass er sich mehr Zeit einplant als üblich - vielleicht ein eigenes, gutes Röntgenbild macht. Für mich kommt der Plan zu spät, meine Weisheitszähne sind alle draußen... Aber in Stücke zerlegt werden mussten sie alle, und wenn der Chirurg dann noch versucht, den Zeitplan einzuhalten, ist das ätzend.

  • Bin allerdings von meinem generellen Bammel vorm Zahnarzt dennoch nicht geheilt...

    Ich auch nicht, aber ich habe einen ZA gefunden, der mich und meine Angst ernst nimmt. Da bin ich jetzt seit 25 Jahren.

    Einmal hat er gesagt, dass das Loch sehr, sehr kein wäre. "Sind wir tapfer, oder soll ich einspritzen?" Ich antwortete "Du kannst tapfer sein - ich bins nicht!" Also hat er betäubt. Wenn ich dort bin, weil wieder ein kleines Loch versorgt werden muß, von dem ich noch gar nichts gespürt habe, liegt automatisch die Spritze da...

    Auch die Damen an der Anmeldung wissen, dass ich nur beim Chef eingetragen werden will.

    Und trotzdem hatte ich letztes Jahr einen Zitteranfall.


    edit:

    Irene: Hast du mal überlegt die Behandlung in der Uniklinik machen zu lassen? Die haben gegenüber der KK noch andere Möglichkeiten.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

    Einmal editiert, zuletzt von igel ()

  • Was haben die denn für Möglichkeiten, igel? Ich bin dankbar für jeden Tipp. Ich war im UKB mit der "Einweisung", die haben mich dort absolut herablassend behandelt. Als Angstpatientin bist Du überall der letzte Dreck.

  • Ich dachte, dass das Schmerzmanagement an der Uniklinik leichter/ besser/ einfacher gehandelt wird/ werden kann als ambulant.

    Doof, wenn das nicht funktioniert.:(


    Hier wird in solchen Fällen immer an die Uniklinik Erlangen verwiesen - und ich kenne niemanden, der die umständliche Anfahrt bereuen würde.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

    Einmal editiert, zuletzt von igel ()

  • Irene , alter Schwede, was laufen bei Dir unempathische Ärzte rum! Du Ärmste!#blink

    Ich habe sowohl bei meinem Kieferchirurgen, als auch im Krankenhaus schon beim Betreten der Praxis/Station gesagt, ich sei Angstpatientin und man möge äußerst lieblich mit mir umgehen. Die Anästhesistin und die Chirurgin haben haarklein mit mir durchgesprochen, wie die OP am besten bei mir durchgeführt werden könnte (mir wurde ein gutartiger Tumor aus der Kieferhöhle operiert). Das war übrigens ein Uniklinikum, vielleicht gehst Du wirklich den von Igel vorgeschlagenen Weg über die Uniklinik? Oder Du kommst ins Ruhrgebiet...;)


    blubbsinchen , ich kann Dir nur sagen, dass meine Weisheitszähne trotz schlechter Prognose (Wurzelspitzen liefen am Ende dicker zu) seitens meines Zahnarztes sehr gut zu ziehen waren.

    Und, für mich ist alles besser als ne Wurzelbehandlung bzw. Wurzelspitzenresektion...#kreischen

    Ich fühle mit Dir!#knuddel

  • Viel kraft und Erfolg, bei mir war das ungefähr so wie bei dir! Und ich als Mann habe das gar nicht gut verkraftet. Meine Frau hat mich ausgelacht, sie konnte das nicht verstehen.

  • ooohhh! Danke ihr Lieben!


    Ich habe den Termin nun bei meinem alten -wirklich tollen- Zahnarzt vereinbart. Mit gaaanz viel Zeit.


    Irene#knuddel

    Das ist einfach furchtbarer Mist!

    Ich habe seit Wochen Schmerzen an den Backenzähnen beim Kauen. Harte Sachen vermeide ich.

    Menno. Da erwartet mich garantiert noch mehr als dieser abgebrochene(beim Kauen von diesen köstlichen Schokoladen-Riesen. Klar#rolleyes) und kariöse Weisheitszahn.#crying

  • ich habe es heute hinter mich gebracht. Es mussten beide unteren raus. Ich hatte die Wahl zwischen: direkt beide, erstmal einen, oder nochmal wieder kommen und beide in narkose ziehen lassen.

    Wir haben erstmal mit dem einen angefangen, war unangenehm aber nach zehn Minuten fertig, also gleich den zweiten hinterher. Der saß fester, aber nach zwanzig Minuten war er draußen. Mussten beide zersägt werden.


    Jetzt liege ich mit Kühlpack im Bett... So langsam fangen die Schmerzen an, aber es ist alles noch taub genug, dass ich keine Tablette nehmen kann.#hmpf