Rabendaumen! Mein Sohn hat seit 3 Monaten geschwollene Lymphknoten und keiner weiß woher....

  • auch wenn borreliose auch nicht so toll ist, freu ich mich sehr mit, dass es nix Schlimmeres ist (die borreliose Fälle, die ich kenn, die schwer zu behandeln waren sind extrem lange nicht erkannt worden(waren total unspezifische Symptome) , das ist bei euch ja schon mal anders.

  • Ich schließe mich Fräulein Wunderbar an: ihr habt jetzt die Diagnose einer Krankheit, die umso wahrscheinlicher chronisch wird, je später die Behandlung erfolgt. Und die - sofern rechtzeitig und ordentlich mit dem richtigen AB behandelt wird - vollständig ausheilen kann.

    Was befürchtest du denn bei einer AB-Gabe? Ist irgendwas davon so schlimm wie lebenslange Probleme aufgrund einer zu spät/gar nicht behandelten Borreliose?

  • Sendlingerin, bisher konnte ich sämtliche Krankheiten, die mit AB behandelt werden mit Homöopathie heilen. Ich hatte immer das AB inpetto musste es aber nie anwenden.

    Mein Homöopath ist wirklich eine Choriphäe in seinem Fach und ich vertraue ihm da voll.


    Wie gesagt: ich würde es erst mir Homöopathie probieren und im Januar dann ein weiteres Blutbild machen lassen.

    Falls die Homöopathie nicht gewirkt hat würde ich mit AB starten.


    Der Arzt bei dem wir sind hat jährlich etliche Borreliose Fälle und ich hatte schon das Gefühl, dass er sich auskennt.


    Ein Risiko möchte ich natürlich unter keinen Umständen eingehen - wie gesagt bisher haben wir von Würmern, über chronische Bronchitis, bakterielle Infektion , Warzen und einiges mehr alles mit Homöpathie weg bekommen. Einen Versuch ist mir das allemal wert bevor ich 3 Wochen das Immunsysthem das ja sehr gut intakt ist lahm lege.

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • ich finde es unvernünftig.

    Aber wahrscheinlich lässt du dich von deinem Weg nicht abbringen.

    Alternative Heilmethoden haben ihren Platz und ich finde sie sinnvoll, ja.

    Aber es gibt Momente im Leben, da ist es zieführender, erstmal den schulmedizinischen Weg zu wählen.

    Soweit ich weiß ist es bei einer Borreliose wichtig, dass man das richtige Antibiotikum gibt in der (noch wichtiger!) richtigen Dosierung.

    Das letzte ist der Punkt, warum ich oben schrieb, geh zu einem Arzt, der sich wirklich auskennt.

  • ich möchte bei @Fräulein Wunderbar unterschreiben.

    (Warzen gehen oft auch einfach mit der Zeit weg, so am Rande. Oder durch Erschrecken des Patienten, wie von mehreren mir bekannten schulmedizinischen Dermatologie-Koryphäen praktiziert. Aber Borreliose leider nicht.)

  • Das ist bestimmt erstmal eine Erleichterung.


    Aber woran willst du denn festmachen, ob eine honöopathische Behandlung ausreicht? Borreliose ist wirklich tückisch, auch wenn z.B ganz ohne Behandlung die Lymphknoten wieder abschwellen heißt das leider noch nicht, dass es überstanden ist. Da kann 10 oder 20 Jahre später noch was nachkommen, wenn man Borreliose längst nicht mehr auf dem Schirm hat.

  • Darf ich den Thread für eine Zwischenfrage missbrauchen?

    Ich war ja wie oben bereits geschrieben vor ein paar Tagen mit dem Mittleren auch beim Arzt wegen vergrösserten SD. Und er wurde ende September von einer Zecke gebissen. Als ich beim Arzt (mit 3 Wöchiger Wartezeit) auf Borreliose testen wollte, meinte dieser, er würde nur bei Wanderröte oder Symptomen testen.

    Aber Wanderröte haben etwa 20% der Betroffenen nicht.

    Und was soll ich denken, wenn Symptome erst Jahre später auftauchen können. Wie würdet ihr euch verhalten?? Auf Bluttest bestehen? Anderseits habe ich gelesen, Bluttest sei sehr oft falsch negativ. Was nun.

    Ich danke euch und ich hoffe AstridK es ist ok wenn ich das hier frage.

    Mandragora
    mit Sonnenschein 07, Kuschelbär 10, Zwerglein 14, kleine Bohne 20

  • Hallo Kissix,


    ich kann auch verstehen, dass Du erleichtert bist. Wir haben leider einige Erfahrungen mit Borreliose. Insofern würde ich mich auch fragen, woran Du festmachen würdest, dass die homöopathische Behandlung erfolgreich war in Bezug auf die Borrelien. Der Bluttest gibt Dir da wenig Aufschluß. Eigentlich kann man im Blut nur ablesen, dass eine Infektion vorliegt, bzw. vorgelegen hat. Die Borrelien werden ja nicht nachgewiesen.


    Es gibt viel Literatur zu Borreliose. Aus dem Alternativensektor ist mir am ehesten noch die Behandlung mit Mariendistelwurzel bekannt.


    Viel Glück bei der Entscheidungsfindung, ich finde das sehr schwer. Würde aber in jedem Fall auch zu einem Arzt mit viel Borrelioseerfahrung raten. Die Standard Antibiotika sind nach unserer Informationssammlung nicht unbedingt die zielführenden...


    Viele Grüße, Hedera

  • Man kann doch im Blut feststellen wie hoch die Entzündungswerte sind und wie hoch der Anteil der Antikörper ist.

    Ich habe nochmal Rücksprache mit dem Arzt gehalten und er meinte, ich kann das probieren soll aber unbedingt nach den Ferien wieder bei ihm vorstellig werden um zu sehen ob es anschlägt oder eben nicht.

    Falls nicht rät er mir dringend AB zu geben.


    Ich soll die 4 Wochen ja eigentlich eh warten um dann ein Diferenzialblutbild machen zu lassen.

    Also kann ich das doch auch nutzen um ihn homöopathisch zu behandeln.


    Mit Homöopathie kann man mehr heilen, als vielen bekannt ist. Mit ist es einen Versuch wert.


    Bei meinem Vater wurde vor 3 Jahren eine chronische Borreliose festgestellt, nachdem er schon massive, gesundheitliche Beschwerden hatte.

    Nach euren Ratschlägen werde ich wohl doch mal seinen damaligen Arzt fragen ob mein Vorhaben machbar ist.

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • ja, die Antikörper kann man schon feststellen, aber es gibt die Antikörper die auf eine frische Infektion hindeuten, die steigen erst an und fallen dann wieder ab. Gleichzeitig gibt es Langzeit Antikörper, die nach ca. 6 Wochen gebildet werden, die bleiben aber auch sehr lange erhalten und verändern sich nicht unbedingt. Wenn man erstmal eine frische Infektion gehabt hat, erkennt man dann nach meinem Verständnis nicht mehr, ob die Borrelien akut aktiv sind.

  • Die Frage ist, wie der Homöopath so drauf ist. Ist es jemand, der die Grenzen seiner Fähigkeiten gut einschätzen kann und ggfs. auch mal an einen Schulmediziner verweist, oder ist das ein Hardliner?

    Nach den Ferien nochmal zum Arzt zu gehen, ist auf jeden Fall schon mal eine gute Idee. Mir persönlich wären die drei Wochen allerdings viel zu lang, ich hätte wirklich Schiss, dass sich da was manifestiert, das vielleicht jetzt noch verhindert werden könnte.

  • Ich habs zwar oben schon mal geschrieben, und ich weiß auch nicht ob das inzwischen anders ist, aber keine Antikörper im Blut muss nicht bedeuten dass die Sachen ausgestanden ist.

    Ich hatte ein Jahr lang keine und war richtig krank. Erst nach 2 mal AB und allem möglichen Alternativen ging es einigermaßen.


    Wäre es mein Kind würde ich mich nicht auf Homöopathen alleine verlassen, diese biester sind fies und gemein, da würde ich auf Nummer 1000 Prozent gehen wollen. Antiobiotika sind keine chemo und man kann dem Körper danach auch wieder helfen damit fertig zu werden.

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

    Einmal editiert, zuletzt von murkel ()

  • Ich würde auch versuchen, die Borrellien zu stoppen, bevor sie ins ZNS einwandern. Denn da sind sie nur sehr schwer zu behandeln. Antibiotika bieten diese Chance mit zumindest annehmbarer Wahrscheinlichkeit. Je eher gegeben, desto wirksamer.

    Homöopathie würde ich in jedem Fall als ad on nutzen.


    Alles Gute für Deinen Sohn!

  • Danke für eure Info.

    Das wusste ich nicht...

    Ich werde meinen Sohn ab nächsten Mittwoch mit AB behandeln, da er ab Morgen noch 3 Proben in den Hauptfächern schreibt (4. Klasse) und ich nicht weiß ob es ihm so elend geht mit AB wie es mir immer gegangen ist.

    Der Arzt meinte auch, dass wäre in seinem Sinne und der Homöopath meinte, dann leiten wir eben anschließend das AB aus.

    Gut dass ich hier so gut informiert werde.

    Wenn du nach dem Menschen suchst, der dein Leben verändert,
    Dann schaue in den Spiegel.

  • Alles Gute für deinen Sohn. Gut dass ihr dem auf die Spur gekommen seid. Ich hoffe, er verträgt das AB gut. Evtl kann euer Homöopath das ja auch unterstützen?

    When all hope begins to shatter
    Know that I won't be afraid

  • Liebe AstridK,


    ich freu mich mit Euch, dass die Angst vor Krebs durchgestanden ist!

    #blume#pro

    Zum Glück ist Seltenes selten und Häufiges häufig - Krebs ist selten, Infektionserkrankungen häufig.


    Zur homöopathischen Behandlung wollte ich dir noch zu bedenken geben, dass eine Borreliose meiner Meinung nach eine viel kritischere Erkrankung ist als Bronchitis, Würmer oder Warzen. Mir wäre unwohl dabei, eine Borreliose länger als nötig hinzuschleppen. Ich habe häufiger mit Borreliose-Patienten zu tun und deshalb einen Heidenrespekt vor dieser Krankheit.


    Ganz konkret standen wir als Familie 2016 vor der Frage, ob wir eine Frühborreliose unseres älteren Kindes antibiotisch behandeln lassen. Das damals 10jährige Kind hatte zuvor erst zwei Mal im Leben ein AB bekommen - sowohl die Kinderärztin als auch wir haben aus Überzeugung viele auch heftigere Erkrankungen „mutig und zuversichtlich“ symptomatisch und komplementärmedizinisch behandelt. Aber Borreliose - die Kinderärztin und ich haben uns angesehen und quasi wortlos verstanden, dass da nix mit warten ist (ich vermute, auch die Ärztin hatte Patientenverläufe im Kopf).

    Die Antibiose war langwierig (3 Wochen), schwierig (meine Tochter kann keine Tabletten schlucken und das entsprechende Breitband-AB gab es nur so) und mit zahlreichen Nebenwirkungen (Durchfall, Übelkeit und Appetitlosigkeit fast durchgehend). Dennochbwrden wir wieder so entscheiden und nicht warten.


    Überlege vielleicht doch nochmal, du kannst die Behandlung ja auch begleiten lassen durch Homöopathie. Aber kurieren wird in diesem Fall die Schulmedizin müssen, denke ich.


    Lieber Gruß und alles Gute für Euch!

    They made you think that what you need is what they're selling, made you think that buying is rebelling
    (Zack de la Rocha)

  • Für alle, die sich Sorgen machen wegen geschwollener Lymphknoten (vor allem am Hals) über längere Zeit hinweg, hätte ich hier noch ein bisschen Information zur akuten und chronischen Lymphadenitis colli (siehe auch Abschnitt Verwachsungen), sowohl die Leitlinien (auch wenn ein wenig veraltert) zur Abklärung vom Lymphknotenschwellungen und ihrer Ursachen .


    Ich selber habe im übrigen einseitig axillär vergrösserte Lymphknoten ohne Krankheitswert, seit mehr als 20 Jahren, und alle meine Kinder haben einseitig Lymphknotenvergrösserungen seit mehreren Monaten/Jahren, die im Rahmen einer Infektion aufgetreten sind und sich danach nicht wieder zurückgebildet haben. Dieses Phänomen ist häufiger als man so denkt.

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

    Einmal editiert, zuletzt von HeikeNorge ()