Wenn Kinder am Sonntag bei euch klingeln ...

  • Wir gelten bei uns in der Nachbarschaft als die "superspiesser" ;) weil wir sonntags keine Nachbarskinder bei uns haben möchten..... Meine Kinder geniessen diese Ruhe und beschäftigen sich ganz toll alleine oder auch einfach zu zweit. Ich finde diese Sonntage immer wertvoll und schön und ihnen geht es auch so. Wenn die beiden dies jetzt ganz doof fänden, würde wir wohl die Regeln auch ändern. Aber es gefällt ihnen so#freu

    Ich muss halt einfach den "Spott" der Nachbarn aushalten - der aber nicht wirklich ernst ist.

    Und auch bei uns bestätigen die Ausnahme die Regel..... jetzt gerade ist ein Nachbarsmädchen da zum spielen #zwinker

  • Fürs Protokoll: Ich habe als Kind Familiensonntage geliebt - mehr als alles andere ;)

    Meine Eltern waren beide mehr als voll berufstätig - da selbstständig - und oft auch Samstag im Geschäft, so dass ich Sonntag wirklich gern Familientag hatte:)


    Allerdings gab es trotzdem Kinder, die gehörten quasi zur Familie und durften immer klingeln.


    Bei uns darf auch geklingelt werden, - allerdings mit der Gefahr, dass es wegen anderer Pläne nicht klappt;)

  • Meine Kinder dürfen sonntags ab 10 raus und auch klingeln. Andere Eltern hier handhaben es genauso. Wenn eine Familie was anderes plant und kein Besuch mag oder Kinder sollen nicht mit raus, dann traue ich es anderen Eltern zu, das genau so zu sagen. Wenn wir was vorhaben, schicke ich andere Kinder auch einfach weg.


    Bei weitem nicht jede Familie hör will jeden Sonntag nur unter sich bleiben. Wir sind auch nicht selten froh, wenn Kinder Spielpartner haben.

    Genau so.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich kenne die Regel auch nicht... Bei uns darf gerne geklingelt werden. Entweder haben wir was vor, dann geht es eben nicht, oder es passt uns oft ganz gut, wenn der Große eine Weile mit den Nachbarskindern beschäftigt ist. Allerdings sind meine Kinder ja noch eher klein und auch der Große ist dann allenfalls ein Stündchen unterwegs. Sonst fände ich es vielleicht auch gelegentlich schade, aber sicherlich nicht so sehr, dass ich ein Sonntagsklingelverbot aufstellte.

  • Man lernt ja nicht aus... Ich wäre nie darauf gekommen, dass ein Kind sonntags nicht losziehen und andere Kinder fragen dürfen könnte, ob sie zum Spielen rauskommen können. Der Gedanke ist mir ehrlich völlig neu. #weissnicht

    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015), das im September große Schwester wird!


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    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

  • Ist vermutlich regional? In meiner Kindheit (80 er Jahre, Bayern, Dorf bzw. Kleinstadt) war das völlig klar. Da klingelt man woanders nur im absoluten Notfall. "Sonntags wollen die Leute ihre Ruhe haben" Und das, wo unter de Woche quasi "Haus der offenen Türen" war. Selbst die Erwachsenen haben es sich zehnmal überlegt, ob sie beim Nachbarn jetzt echt dringend Kaffeesahne fürn Besuch ausleihen müssen oder ob sie das Gerede auf sich nehmen und "nur" Milch zum Kaffee servieren. Eintelne Familien gab es aber, wo man wusste dass es ok ist mal kurz vorbei zu schauen. War aber echt Ausnahmen.


    Dafür war Sonntag der absolute Tag für vorher vereinbarten Verwandtenbesuch (Landwirte haben sonst nie Zeit), Kirmesbesuche und Ausflüge. Nur an einer Tür durften/ mussten wir Sonntag früh immer klopfen: an der nur Nachbarn bekannten Backstuben-Hintertür beim benachbarten Bäcker. Die backten "sowieso" für die Familie Sonntagsbrötchen und irgendwie hatte es sich eingebürgert, dass man dann auch kaufen konnte. Vermutlich anfangs Gutmütigkeit oder ne einzelne Ausnahme dirme ausgenutzt wurden irgendwann.


    Was am Dorf immer witzig war: es gab auch schon ne Sonntag offene Einkaufsmöglichkeit: im Dorfwirtshaus konnte man notfalls kleine Mengen Wurst, Kartoffeln, ... kaufen um unvorhergesehene Krisen (Besuch bleibt länger, Kartoffeln zerkocht,...) zu überstehen. Und Getränkekisten wurden eh im Wirtshaus gekauft, auch am Sonntag. Verrückte Welt. :stupid:

    Man muss immer den Einzelfall betrachten ...

  • Bei uns sind es vorallem die religiösen Familien, bei denen man Sonntags nicht klingeln braucht. Weil die dann zum einen kirchlich eingebunden sind und später meist im Familien-Freundeskreis.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • ich bin auch so aufgewachsen#schäm ( in einem kinderreichen quartier ) ich glaube meine eltern haben einfach die ruhe genossen. Aber bei uns war es nicht ganz so krass wie bei @preschoolmom

  • ...ich muss grad lachen.

    Wir hatten gestern mittag anscheinen offene Tür. Wir wohnen in alleinlage und irgendwie sind zufällig ganz viele Leute "hereingeschneit". und keiner hatte angerufen, was auch keine Problem war. War irgendwie auch gemütlich. Ein gemütlicher Adventssonntag halt. ...

  • Ist vermutlich regional? In meiner Kindheit (80 er Jahre, Bayern, Dorf bzw. Kleinstadt) war das völlig klar. Da klingelt man woanders nur im absoluten Notfall. "Sonntags wollen die Leute ihre Ruhe haben" Und das, wo unter de Woche quasi "Haus der offenen Türen" war. Selbst die Erwachsenen haben es sich zehnmal überlegt, ob sie beim Nachbarn jetzt echt dringend Kaffeesahne fürn Besuch ausleihen müssen oder ob sie das Gerede auf sich nehmen und "nur" Milch zum Kaffee servieren. Eintelne Familien gab es aber, wo man wusste dass es ok ist mal kurz vorbei zu schauen. War aber echt Ausnahmen.


    Dafür war Sonntag der absolute Tag für vorher vereinbarten Verwandtenbesuch (Landwirte haben sonst nie Zeit), Kirmesbesuche und Ausflüge.

    Ist hier immer noch so und Sonntags morgens sind wir oft in der Kirche da mein kleiner im Chor singt.

    Klassischer Sonntag bei uns:

    -Morgens ausschlafen

    -Frühstück

    -für die Kirche start klar machen oder spiel/Basteln

    -(meistens) essen gehen oder was kochen

    -entweder Ausflug, gepflegte Langeweile oder eben er zu freunden bzw. bei uns

    -Abendessen

    -Baden

    -Lesen

    -Bett


    ....

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  • Ich kenne das auch noch. Ich war zwar auch Sonntags draußen unterwegs, hatte aber die Anweisung, die Leute in Ruhe zu lassen. Ich bin dann rumgestromert, bis ich wen fand, der sich auch nicht für den Sonntag interessierte.


    Heute genieß ich es schon, mir am Sonntag eine offizielle Auszeit zu nehmen. Das heißt aber, putzen läuft auf Minimum und ich entspanne mich. Da ich gerne Besuch habe, dürfen die an jeden Wochentag kommen und sich auch gern Sonntags mit entspannen.

    Außer ich arbeite.


    :)

  • hier kann man jeden tag klingeln, ob etwas aus dem vorhaben wird, ist immer ergebnisoffen #ja

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Das klingt nach einem gemütlichen, aber nicht "verbummelten" Sonntag! #super

    Manchmal schätze ich so Gammelsonntage sehr, ein änder Mal wünsche ich mir mehr Unternehmungen.

    An einem Gammelsonntag ist es ok, wenn Kinder klingeln, wenn wir was vorhaben, sagen wir das. Hier ist aber das Sonntags klingeln nicht in der Regelmäßigkeit, von der andere Raben berichten.


    Kirche ist hier auch angesagt.

    Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.
    Dante Alighieri

    Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

  • Manchmal schätze ich so Gammelsonntage sehr, ein änder Mal wünsche ich mir mehr Unternehmungen.

    An einem Gammelsonntag ist es ok, wenn Kinder klingeln, wenn wir was vorhaben, sagen wir das. Hier ist aber das Sonntags klingeln nicht in der Regelmäßigkeit, von der andere Raben berichten.

    Nuja wenn wir was unternehmen wollen machen wir das, der Ablauf ist nicht in Stein gemeißelt sondern eher was an "normalen" Sonntagen so läuft.

    Mein kleiner will sich auch ab und zu langweilen (Stichwort gepflegte Langeweile), der hat die Woche über ein wirklich strammes Programm da möchte ich ihm (und auch mir) Freiräume ermöglichen.