Präventionsgespräch Ideen?

  • Liebe Raben,


    ihr habt immer so tolle Ideen. Ich habe nächste Woche ein Präventionsgespräch mit meiner Schulleitung und der Hortleitung.

    Kurz zur Erklärung:


    Ich habe einen Sohn mit Autismus und bin alleinerziehend. Habe keine Unterstützung (Familie oder so). Arbeite 25h in der Schule.

    Ich habe auf Arbeit immer alles gegeben. Leider wurde ich öfter krank durch den hauptsächlich privaten Stress. Musste das Kind aus der Schule abholen usw.


    Damals hatte ich schon ein Gespräch, bevor ich im Juni komplett zusammengebrochen bin.

    Ich hätte zu viele Krankentage, das ist für die Kinder (offener Betrieb) nicht gut, ich soll mehr da sein und das mein Kind abgeholt werden muss, glauben sie mir nicht. Ich muss die Zeit nacharbeiten, weil ich sonst im Vorteil wäre gegenüber den Kollegen. Und mein behinderter Sohn wär ja mein Privatvergnügen.

    Mir klappte der Mund auf.

    Ich reiß mir den Hintern auf (organisiere Feste usw.) und dann sowas.


    Habt ihr Ideen was ich da am Mittwoch sagen soll?

    Am Ende wollen die das ich immer arbeite und am besten nie krank werde. Das ist nur nicht möglich.

  • Schwierige Situation. Ich würde wohl einerseits sehr genau benennen, was ich an der Stelle schätze und warum ich sie gern weiter hätte. Ich würde andererseits auch deutlich benennen, was ich schwierig finde, was änderbar ist und was nicht. Vielleicht hast Du ja auch ein oder zwei Ideen, was Du verändern könntest und was Du Dir von Ihnen wünschen anders würdest? Und ich würde wohl auch benennen, dass es mich schockiert, wenn sie meine familiäre Situation ein Privatvergnügen nennen. Einfach weil Du sie nicht ändern kannst und einen Arbeitgeber braucht, der das mitträgst. Dafür bist Du auch eine Arbeitnehmerin, die einiges mitträgt (Beispiele benennen).


    Ich verstehe es so, dass weiteren Krankzeiten vorgebeugt werden soll. Hättest Du denn Ideen dazu, auch ganz unabhängig von der Arbeit? Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, einer Einzelfallhilfe oder etwas, was Dich entlasten kann?

  • Hilfen habe ich alle drin für meinen Sohn. Aber die nehmen mir nicht viel ab. 2h Einzelfallhilfe die Woche, bringt nicht so viel.


    Ich finde es schlimm, wenn auch von der Arbeit noch so ein Druck kommt, dass ich nicht krank werden soll. Bei 400 Schulkinder nicht so leicht. Zudem gehen viele Kollegen richtig krank auf Arbeit und das löst immer wieder Epedemien aus. Meine Chefin sagt, dass sie auch nie krank ist und mit einer Erkältung schließlich auch arbeiten geht. Alles nicht so einfach....

  • Hallo,


    Puh, zuerst mal - du stemmst eine ganze Menge, verständlich, daß da die Puste ausgeht.


    Für deine Krankentage kannst du nichts, auch wenn es für das Team nicht schön ist, die sind wie sie sind. Du machst ja nicht absichtlich "Frei auf Schein".


    Allerdings ist es tatsächlich so, daß du die Fehlzeiten nacharbeiten musst, wenn dein Kind keine Krankschreibung hat (bzw. wenn er älter als 12 ist und es keine Sonderregelung gibt). Zumindest wäre es hier so, alles andere wäre dem Team gegenüber wirklich nicht fair.


    Daß das für dich im Alltag schwer bis kaum möglich ist, das ist ein echtes Dilemma. Vielleicht wäre das über Sonderzeiten möglich, an denen sonst keiner arbeiten will (Ferien, Brückentage, Vorbereitungs- und Aufräumzeiten bei Festen ...).

    Vielleicht kannst du so etwas aktiv vorschlagen, damit zeigst du deinen guten Willen.


    "Kind muss abgeholt werden" - das wäre hier keine Frage, ob es stimmt. Da wir im Dienst nicht privat angerufen werden (dürfen), sondern so etwas immer über das über das Diensttelefon läuft, hebt fast immer die Leitung ab. Dann bekommt diese gesagt, daß man Kollegin XY sprechen möchte, es ist etwas mit dem Kind. So ist immerhin klar, daß es tatsächlich von Kiga/Schule/Hort des Kindes ausgeht.


    Andersrum hatte ich als Erzieherin auch schon Eltern, die ausdrücklich darum gebeten haben, dem Chef selber bei Bedarf am Telefon deutlich zu sagen, daß das Kind abgeholt werden muss - und zwar SOFORT - damit der es glaubt.

    Wäre das ein Weg?


    Wie oft kommt so etwas denn vor? Wäre das hier einmal im Quartal, würde sicher keiner die Achseln zucken, kommt eben vor mit Kindern. Wenn jemand aber alle 2 Wochen mitten im Dienst von jetzt auf sofort verschwindet, dann fände ich irgend eine andere Lösung wichtig.


    Sprüche wie "dein behindertes Kind ist dein Privatvergnügen" musst du dir allerdings auf keinen Fall gefallen lassen, auch wenn es leider im Alltag meist die Realität ist. Mit solchen Sachen kann man sich eigentlich auch direkt an den Betriebsrat wenden und dort beraten lassen (davon muss die Leitung gar nichts wissen). Die können dir eventuell auch sagen, welche Unterstützungen, ggf. Sonderregelungen ... in Fällen wie deinen möglich wären.


    Alles Gute und viel Kraft!

    #sonne Sommerlachen - Wolken gucken - Pause machen... #sonne

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  • Du arbeitest 25 Stunden in der Schule? Dazu kommt ja noch vor und Nachbereitung und du hast ein ordentliches Pensum zu erfüllen.

    Mit diesem Wissen und entsprechend breiten Schultern solltest du in das Gespräch gehen.

    Vorwürfe bzgl Erkrankung sind fehl am Platz. Gibt es da jemanden der die Unterstützt? In einem Unternehmen wäre da der Betriebsrat gefragt. Allein die Andeutung dass jemand blau macht kann wohl Ärger geben.

    Also, wenn es einen Berufsverband gibt, hol den mit ins Boot.

    Ich weiß nicht wie oft du deinen Sohn abholen musst, aber da verstehe ich teilweise die Kollegen.

    Evtl kannst du da ja für andere Lösungen sorgen. Wenn du alleine zuständig bist, und der Vater nicht auch mal abholen kann dann kann er ja einen Ausgleich zahlen. Dann hast du wenigstens finanziell einen Ausgleich. Kannst du evtl mit dem Integrationshelfer /Schulbegleiter dealen dass der ihn betreut bis du frei hast (Vater an den Kosten beteiligen).

    Es ist nicht dein Privatvergnügen dass der Junge behindert ist, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe es dir zu erleichtern, aber die Aufgabe ruht eben auf vielen Schultern und nicht nur auf denen des kollegiums.

    Da muss die Stadt evtl mehr in die Pflicht genommen werden.

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Wer hat das Gespräch initiiert und darum gebeten?

    Das muss nach 6 Wochen krank im ÖD gemacht werden. Die Schulleitung hat es erbeten. Ich habe vor sehr vielen Monaten schonmal selbst eins verlangt, weil ich gemerkt habe, dass die mit meiner Situation nicht umgehen können. Das wurde mehr oder weniger abgeschmettert mit, da müsse man erstmal einen Termin finden und was das denn bringen soll.

  • Ganz dumme Frage, wenn du deinen Sohn von der Schule abholst, musst du dann zu Hause bleiben? Kann er unbeaufsichtigt in der Wohnung bleiben?

    Hast du ein privates Netzwerk? Gute Freunde usw.? Wo du vielleicht auch mal das Kind nehmen könntest?

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • Ich bin in der GEW. Die Frauenbeauftragte sagte mir, dass es leider keine Lobby für Eltern mit behinderten Kindern gibt. Und sie findet es auch nicht gut, dass es als mein Privatvergnügen dargestellt wird und hat mir empfohlen immer gleich mit dem Kind zum Arzt zu gehen. Es geht meist nur um 2h Ausfallzeit. Dann haben sie also nun immer 3 Tage. Ich kann Nacharbeiten nicht auch noch leisten. Letztes Jahr waren im März! alle meine Stunden der Verhinderungspflege aufgebraucht. Und nein ich war niemals im Kino oder habe ausgeruht.


    Deshalb auch der Zusammenbruch. Erschöpfungsdepression vom Feinsten. Mit Spritzen und allem am Anfang, weil mein Körper nicht mehr wollte.


    Ich mag meinen Job und mache wirklich viel. Bin immer für alles zu haben und so.

    Irgendwie krass, wenn man dann so eine "aufs Maul" bekommt.


    Und die Sprüche der Kollegen "Ich war 20 Jahre nicht krank / Ich war auch alleinerziehend im Osten usw."

    Ich weiß das ist Schule aber ein wenig Verständnis für meine Situation wäre nett.


    Oder kann ich das nicht verlangen weil eben privat?

  • Ganz dumme Frage, wenn du deinen Sohn von der Schule abholst, musst du dann zu Hause bleiben? Kann er unbeaufsichtigt in der Wohnung bleiben?

    Hast du ein privates Netzwerk? Gute Freunde usw.? Wo du vielleicht auch mal das Kind nehmen könntest?

    Nein unbeaufsichtigt würde mal ne Stunde gehen. Aber nicht wenn ich ihn abgeholt habe, weil er starke Kopfschmerzen hat oder komplett durchdreht.

    Meine Freunde gehen leider auch alle arbeiten und sind irgendwie auch alle alleinerziehend.


    Wir teilen uns die Kinder schon mal. Aber mein Sohn ist besonders und auch sehr anstrengend manchmal.

    Der KV nimmt ihn jedes 2. Wochenende. Alles andere geht null. Er muss ja arbeiten und sich ausruhen meint er. Familienhilfe und Jugendamt haben auch nichts bewirkt. Doch den Unterhalt muss er jetzt zahlen.

  • Ich würde einfach gar nicht viel sagen sondern erstmal zuhören, was die zu sagen haben.

    Krankheitsbedingte Ausfälle können nicht verhindert werden.


    Vielleicht kannst du schauen, ob der Job noch wirklich zu dir und deinen Lebensbedingungen passt und was du ändern könntest?

  • Hallo,


    Wie oft kommt das mit den 2 Stunden eher gehen vor?


    Ich stelle es mir andersrum vor, eine Kollegin verschwindet regelmäßig ungeplant eher und wir müssten jedes mal das Programm, die Angebote, die Raumbesetzung spontan ändern... oder wären zumindest personell unterbesetzt (wenn nämlich was passiert, fragt keiner, WARUM wir unterbesetzt gearbeitet haben). Ich kann mir schon vorstellen, daß das auf Dauer für Unmut sorgt. selbst wenn man grundsätzlich großes Verständnis und Mitgefühl hat.


    Wie schon geschrieben, sicher nicht, wenn es alle paar Monate ist, aber wenn es sich häuft, dann schon.


    Wenn es keine Krankschreibung und keine Sonderregelung gibt, wirst du selbst bei der allerverständnisvollsten Leitung ums Nacharbeiten nicht drumrum kommen. Zumindest bei uns würde es als Arbeitszeitverschiebung zählen (von jetzt auf später verschoben und nicht "verschwunden"), wie sollte es auch sonst abgerechnet werden?

    Woanders kann man auch nicht mal eben 2 Stunden eher gehen und das so im Raum stehen lassen. Das ist keine Frage des "Verständnis habens" sondern schlicht eine Frage des Arbeitsrechtes.


    Ich verstehe absolut, daß das für dich total problematisch ist, aber dafür braucht es eine Lösung. Frag doch im Gespräch direkt mal, was sie sich da vorstellen könnten.


    Wäre eine Stundenreduzierung insgesamt möglich? Generell 4 Arbeitstage in der Woche und wenn du an einem Tag eher gehen musstest, hängst du die Stunden am 5. Tag ran?

    Für die Kollegen ist das immer noch schwierig, weil unberechenbar, aber zumindest in der Stundenabrechnung kommt es dann hin.


    ICh wünsche euch eine gute Lösung.

    #sonne Sommerlachen - Wolken gucken - Pause machen... #sonne

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  • Du musst auch arbeiten. Wenn du durch die zusätzliche Betreuung des Kindes so eingeschränkt bist, darf er die Hälfte des mehr Aufwandes gerne tragen. Entweder in Form von abholen und betreuen oder in Form von mehr Geld mit dem du dann evtl etwas organisieren kannst.

    Hat dein Sohn eine schulbegleitung bzw liesse sich da etwas machen.

    Der Gewerkschaft würde ich noch mal auf die Füße steigen.

    Was heißt "haben keine lobby"

    Die sollen deine lobby sein. Behindertenvertretung falls es so etwas gibt, wäre auch ein möglicher Ansprechpartner. Es geht auch darum dass du dir Unterstützung holst. Du bist als länger erkrankte natürlich nicht die Traumkollegin, aber so ist es nun mal.

    Ich würde übrigens all die Sachen die du zusätzlich gemacht hast noch mal rekapitulieren und im Gespräch anbringen. Lass das nicht unter den Tisch fallen

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Es kam 2x vor, dass ich meinen Sohn früher abholen musste.


    Verschieben der Arbeitszeit geht nicht. Wäre auch ungerecht. Und ich würde ja eh nur 25h arbeiten.


    Es geht meiner Lehrerin genauso. Die war länger und immer mal krank wegen einer Knie Op. Die hatte das gleiche Gespräch. War denen auch egal, dass sie das 10 Jahre vor sich hergeschoben hat und nun musste es einfach sein.


    Manchmal fühl ich mich wie so ein Leibeigener. Ah umgefallen, mach weg, kommt der Nächste. Echt nicht einfach...


    Ich weiß, dass ich unberechenbar bin und nicht 20 Jahre gesund jeden Tag arbeiten gehe. Meine Chefin ging mit einem Rippenbruch arbeiten. Und einmal sollte ich nen Spätdienst übernehmen, da hat sie mich angerufen und hatte keine Stimme mehr.


    Sowas kann und will ich alles nicht leisten. Meine eine Kollegin war 10 Wochen mit nem Burnout raus und schleppte sich dann wieder auf arbeit, dann kam die nächste mit einem doppelten Bandscheibenvorfall, die nächste mit der Hüfte.


    Aber für alle ist Arbeit das Wichtigste und alle wollen sich immer überbieten.


    Wenn ich auf Arbeit bin, dass leiste ich 100% und mehr. Bin zuverlässig und alles.

  • Hallo,


    2x ist ja nicht so oft. Da kommt es wie gesagt auch auf den Zeitraum an, in dem so etwas passiert und wie groß die Wahrscheinlichkeit in Zukunft ist.


    Aber wie gesagt, die Stunden nacharbeiten müsstest du hier bei uns auf jeden Fall trotzdem, die verschwinden ja nicht einfach im Stundenkonto. Ob "am Kind" oder in Form von besonderen Vorbereitungszeiten vormittags, darüber ließe sich sicher reden, das käme auch sehr auf die allgemeine Personaldecke an.


    Wieso so eine Verschiebung ungerecht wäre, verstehe ich nicht so recht. Angenommen, es sind jeden Tag 5 Stunden und an einem Tag musst du schon nach 3 Stunden gehen. Dann wäre es hier so: dafür kommst du in der Woche drauf 2x eine Stunde eher und machst etwas, was allen nützt. (Büro, Hütte, Angebotsvorbereitung... da fällt doch immer extrem viel an). Oder man ist in den Ferien mal länger da, um die längere Öffnungszeit abzudecken. Oder man übernimmt mal einen zusätzlichen Randdienst...

    Auf alle Fälle muss man wieder auf die Zeit kommen, die man eher gegangen ist, egal, ob es geplant oder ungeplant war.


    Hier ist die Grundregel, daß die Arbeitszeit innerhalb von 4 Wochen ausgeglichen sein sollte, egal ob von oben oder von unten.


    Was man "drumrum" leistet ist in der Situation leider tatsächlich komplett egal, die Leitung kann nicht einfach sagen: Frau Mausehaken arbeitet regelmäßig 120%, also können wir ihr die 2 Stunden mal schenken.

    Warum sollte das nicht allen zustehen? Wer will festlegen, wer in der Arbeitszeit 95%, wer 100 und wer 120% des ihm/ihr möglichen leistet?


    Ich würde beim drüber nachdenken an deiner Stelle alles weglassen, was andere betrifft - und auch im Gespräch darum bitten, daß das außen vor bleibt. Was andere tun ode rnicht tun, ist völlig irrelevant. Hier geht es um DICH und um Lösungen, die es DIR ermöglichen, deinen Job gut zum machen, ein gutes Team-Mitglied zu sein und trotzdem nicht kaputt zu gehen.


    Kannst du eventuell jemanden mit ins Gespräch nehmen? Schließlich werden sie, so wie du schreibst, auch zu zweit sein. Gar nicht zum mitreden, sondern einfach zum "da sein" und mit zuhören? Manchmal hilft das, auch hinterher noch mal abzugleichen, was wurde von wem wirklich gesagt und was kam bei wem davon wie an?


    Alle Gute!

    #sonne Sommerlachen - Wolken gucken - Pause machen... #sonne

  • Ich werde mich nur an mich halten. So wie ihr schreibt. Stunden nacharbeiten ist hier eine Kann Entscheidung. Würde ich auch machen. Kein Problem.


    Ich verstehe ja die Leitung. Man will einen Arbeitnehmer, der immer leistet, fast nie krank wird, keine eigenen Befindlichkeiten hat (essen, trinken, klo) und alles macht und überall einspringt.

    Das ist super sowas.


    Nur kann ich es nicht leisten. Will es auch nicht leisten. Bin keine Maschine. Und meine Kollegen fangen mit 50 an noch die Arbeitsjahre zu zählen und sind ausgelaugt und nur am meckern.

    Ne so will ich doch nicht enden. Dankt mir doch keiner.

    Das sind aber die Anforderungen der Leitung.


    Ach man.....

    Werde euch dann berichten wie es gelaufen ist.

    Mitkommen kann niemand, alle am arbeiten.

  • Wenn du deinen Sohn wegen Kopfschmerzen (evtl. auch für "es geht nicht mehr" das ist vielleicht Definitionssache) abholen musst, könntest du Kind krank-Tage nehmen. Für behinderte Kinder gilt nicht die Grenze des 12. Lebensjahres. Außerdem meine ich, dass es generell mehr als die 20 Tage für Alleinerziehende gibt, aber dazu finde ich gerade nix mehr. Kommst du bisher mit 20 kindkranktagen aus?

    Gibt es eine Mitarbeitervertretung an deiner Schule? Ich würde da um Begleitung zu dem Gespräch bitten, wenn es beleidigend werden könnte, dann ist auch jemand dabei, der das mitgehört hat.

  • Kannst du jemanden vom Personalrat mitnehmen? Ich hatte vor ein paar Wochen ebenfalls so ein Gespräch und zusätzlich einen Termin beim betriebsärztlichen Dienst.

    Per aspera ad astra

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  • Die Frauenvertretung muss immer dabei sein. Die rufe ich morgen auch an. Sie kennt aber meinen Fall und sieht da eigentlich kein Problem.


    Ich nehme jetzt immer Kindkranktage. Hab ihn manchmal krank auf meine Arbeit mitgenommen.

    Das geht alles nicht mehr.

    Habe einfach überall zu viel geleistet. Und wie man sieht, wird das nicht unbedingt gewürdigt.


    Noch ein Burnout darf nicht sagen Ärzte und die Therapeutin.


    Ihr macht mir Mut! Es tut gut, dass ihr mich da begleitet und eure Ideen schreibt.


    Danke liebe Raben #rose

  • Ich will mal noch ein paar Ideen schreiben:

    - könntest Du evtl. anbieten, mehr im organisatorischen Bereich zu arbeiten, wo es nicht ganz so entscheidend ist, wann Du das tust, z.B. Portfolios machen, Ferienprogramm erstellen/organisieren, Dienstplanung ...

    - könntest Du evtl. öfter im Frühhort arbeiten, wenn das mit den Zeiten Deines Kindes vereinbar ist? Um die Zeit muss er ja wahrscheinlich nicht so oft abgeholt werden?

    - sinnvoll ist es, wenn Du wegen Deiner Sondersituation v.a. dann eingeplant bist, wenn viele Kollegen anwesend sind


    Ich würde - ganz im Sinne meines Gerechtigkeitsillusions-Threads - gar nicht groß damit anfangen, was für Deine Kollegen "ungerecht" wäre, denn darum geht es hier nicht. Es muss doch letzten Endes darum gehen, dass Deine Arbeitskraft im Sinne der Kinder effektiv genutzt werden und Deine Ausfallzeiten minimiert werden. In Deiner Situation kann man da nicht mit Gerechtigkeit argumentieren. Wenn halt eine Planung in den Kernzeiten dafür sorgt, dass es geringere Ausfallzeiten gibt, dann bringt das für alle Vorteile. Denn wenn Du wieder länger ausfällst, haben die Kollegen nur auch nichts davon.