Schlafen (in der Krippe)

  • Hallo liebe Raben,


    unser Zwerg geht jetzt seit dem 06. November in die Krippe (da war er noch 10 Monate alt).


    Er hat sich sehr schnell selber in den Räumen orientiert und ist ohne mich auf Wanderschaft (krabbelnd) gegangen. Die ersten Trennungen verliefen gut und ohne Tränen.

    Aktuell weint er frühs kurz wenn ich ihn übergebe aber er hört schon auf bevor ich aus dem jeweiligen Gruppenraum draußen bin und er ist dafür auf dem Arm seines Bezugserziehers (wenn der nicht da ist bei einer anderen Erzieherin die er sehr gerne hat) und wird getröstet. Vom Gefühl her würde ich sagen das passt so. Laut ErzieherInnen ist er viel und gut gelaunt unterwegs und wenn ich ihn abhole wirkt er immer sehr zufrieden.


    Das einzige Problem ist - er schläft nicht. Wenn sie mit ihm in den Schlafraum gehen fängt er an zu schreien und zu motzen (wohl ohne Tränen). Laut und Hartnäckig. Wenn sie ihn lassen probiert er aus dem Schlafraum zu krabbeln bzw. inzwischen zu laufen. Sie haben es mit tragen, wiegen, auf den Bauch legen, alleine hinlegen, Licht an, Licht aus, Reisebett, Matratze, singen, erste und zweite Schlafgruppe etc. probiert.

    Die Versuche in der Trage sahen so aus, das er ein bisschen zur Ruhe kommt aber wenn ihm die Augen zu fallen und er merkt er schläft fast ein wird wieder gemotzt und geschrien. Dann ist er wach, er kommt zur Ruhe, die Augen fallen zu, er motzt/schreit, tbc. An zwei Tagen ist er kurz eingeschlafen (20 Minuten) und einmal ist er in der Trage eingeschlafen und konnte hingelegt werden aber dafür ist ein(e) ErzieherInn für mindestens 45 Minuten gebunden, das schaffen sie Personell sehr schwer und ist auch Garant das er schläft.

    Aktuell probieren sie es kurz und nehmen ihn dann aus dem Schlafraum raus und wenn er in den Gruppenräumen ist spielt er dann, obwohl wirklich sehr müde, bis um 14 Uhr glücklich weiter. Grundsätzlich würde das so natürlich gehen. Wenn im Februar wieder arbeite buche ich bis 14:30 Uhr um einen Puffer zu haben aber der Plan ist ihn um 14 Uhr zu holen.

    Es wäre aber, denke ich für ihn angenehmer, wenn er schlafen würde, wenn er wirklich müde ist (so gegen 12 Uhr wenn er Krippe hat und früh aufsteht). Für mich wäre es angenehmer weil er halt so einen Großteil des Nachmittages verschläft und da sehr müde auch länger als sonst, es dadurch dann manchmal spät wird Abends und er dann am nächsten Tag früh müde ist. Für die Krippe wäre es aus Personellen Gründen (Pause) auch angenehmer aber sein Bezugserzieher sagt ganz klar dass sie da schon eine Lösung für finden werden (müssen). Zum schlafen gezwungen wird er nicht, geht ja auch nicht. Morgen bringe ich meinen Kinderwagen noch mal mit aber sonderlich viel Hoffnung haben wir beide nicht. Sie können halt nicht wirklich mit ihm laufen. Es wurde noch vorgeschlagen ein Schlafprotokoll zu führen. Das werde ich machen aber wie das helfen soll #weissnicht.



    Bei uns daheim schläft er auch nur an der Brust ein. Wenn der Papa es probiert ihn hinzulegen gibt es bitterliche Tränen. Ich habe in einer Phase in der ich SEHR stillmüde war, es ohne stillen probiert. Keine Chance. Er weint und ist durch nichts zu beruhigen. Ich habs dann gelassen. 2 Wochen später habe ich es nochmal probiert weil ich so wunde Brustwarzen hatte und da war es wie bei der Trage oben beschrieben. Wenn er wirklich sehr, sehr müde ist klappt es im KiWa/Trage aber wenn es davor wuselig/aufregend war muss man dafür schon ein gutes Stück laufen (und am Besten wirklich mit einem Ziel - einfach mal um Block laufen klappte hier sehr selten. Wenn dann brachte es dem Kind soweit Ruhe das es dann beim Stillen sofort eingeschlafen ist. Drinnen in der Trage schläft er nicht ein und wenn man dann daheim ist wacht er in der Trage zu 97% wieder auf und im KiWa meistens auch). Wenn ich ihn mit Trage oder KiWa aus der Krippe abhole um 14 Uhr (natürlich ohne geschlafen zu haben) schläft er auf dem ca. 15 Minütigen Heimweg normalerweise nicht in der Trage/KiWa ein. Er hält auch schon mal gut gelaunt und problemlos bis 15/15:30 Uhr durch und schläft dann erst (obwohl er wirklich sehr müde ist).

    Wenn ich ihn daheim dann stille nach der Krippe ist er innerhalb von kürzester Zeit am schlafen (heute 3 Minuten nach andocken).


    Ich hab auch schon über abstillen nachgedacht aber mein Gefühl sagt mir eher dass das schlafen dadurch daheim nur schwieriger wird (weil ich, außer wenn mich das stillen allgemein gerade nervt, finde das er gut schläft bzw. ich kein Problem damit habe wie es läuft) und ihm etwas nimmt was er gerne hat. Es aber im Endeffekt nichts an unserem "Problem" löst. Die Krippe ist beim Stillen zum Glück super entspannt und drängt auch überhaupt nicht in die Richtung, genauso wie es keine Kommentare zum Familienbett gibt.


    Hat jemand den ultimativen Tipp?

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)


    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)

  • Achja:


    Schnuller oder Flaschen in verschiedenster Ausführung nimmt er nicht (mehr). Ich habs mit Unterschiedlichen Formen (Flasche und Schnuller) und unterschiedlichen Geschmacksrichtungen (abgepumpt, Pre, 1er und sogar Kindermilch) probiert - keine Chance!

    Auch nicht wenn es der Papa, meine Mama oder der Bezugserzieher versucht.

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Jaennchen ()

  • Hm also er geht ja noch nicht lange in die Krippe und hatte ja jetzt dann auch erst wieder Ferien, nehme ich an.

    Ich würde sage, vielleicht wird es mit der Zeit besser.

    Du schreibst nicht an wievielen Tagen in der Woche er geht, 2,3,4,5? Das kann ja auch noch ein Faktor sein, wenn es zum Beispiel nur 2 Tage sind, kann ich verstehen dass die Umstellung für ihn schwierig ist.

    Möglicherweise ganz früh hingehen, so dass er wirklich mittags müde ist?

  • Hm also er geht ja noch nicht lange in die Krippe und hatte ja jetzt dann auch erst wieder Ferien, nehme ich an.

    Ich würde sage, vielleicht wird es mit der Zeit besser.

    Du schreibst nicht an wievielen Tagen in der Woche er geht, 2,3,4,5? Das kann ja auch noch ein Faktor sein, wenn es zum Beispiel nur 2 Tage sind, kann ich verstehen dass die Umstellung für ihn schwierig ist.

    Möglicherweise ganz früh hingehen, so dass er wirklich mittags müde ist?

    Ja, wir hatten Ferien und er war auch einmal eine Woche krank. Grundsätzlich bin ich auch nicht ungeduldig (vor allem weil ich ja trotzdem arbeiten kann) aber es wäre wohl für alle schöner wenn er schläft.

    Er geht mindestens 4 Tage die Woche, gebucht sind aber 5 Tage.

    Einmal war er schon eine Stunde früher als sonst wach weil wir zur U-Untersuchung mussten aber da hat er trotzdem nicht geschlafen. Ich hab auch schon überlegt ob ich es mal mit ganz früh wecken probiere. Das wird aber von selber kommen wenn ich arbeiten muss.

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  • Zeit. Mein ultimativer Tipp: Zeit. Einfach warten.


    Ich hab verstanden, dass es jetzt organisierbar ist, dass er nicht schläft. Dann würde ich wirklich einfach warten.


    Edit: bis ich fertig bin, sind die anderen schneller

    "Kannst du schon den Sommer riechen? Wie er duftet? Wie er schmeckt?" #sonne

  • Meine absolute Schlechtschläferin hat auch erst nach zwei, drei Monaten in der Krippe geschlafen und dann sehr gut. Ihre Erzieherin hat mir gesagt, dass sie in 20 Jahren Krippenerzieherin nur eine Handvoll Kinder hatte, die nicht gut nach der Eingewöhnung geschlafen haben. Vielleicht gehört dein Kleiner dazu, aber warte einfach noch ab.

    holly mit großer Tochter (07/03) und kleinem Sohn (06/06)

  • Bei uns hatte auch jedes Kind andere Schlafvorlieben und die Erzieherinnen haben sie alle erfüllt.

    Neben dem klassischen ins Bett legen und Musik/Händchen halten haben sie einige Kinder auf dem Rücken getragen (dabei z.B. aufgeräumt), andere wurden im Vorraum im Kinderwagen in den Schlaf geschuckelt.

    Ein Kind hat nicht im Schlafraum schlafen wollen - der hatte im Gruppenraum ein Reisebett zur Mittagsschlafzeit.

    Ich würde mich in Geduld üben, irgendwann ist er soweit loszulassen und dort zu schlafen. Solange man im Kindergarten bereit ist auf seine Bedürfnisse einzugehen, ist ja alles gut (wenn auch anstrengend für dich - aber sie kriegen sie alle zum schlafen... irgendwann)

    I feel like procrastinating... but I think I'll wait.

  • Sorry ihr Lieben. Wir sind gerade im Urlaub und deswegen kam ich nicht dazu zu antworten.


    Ich werde mich also in Geduld üben. Ist zwar nicht meine größte Stärke aber kann man nichts machen, wa?

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  • Nachdem sie jetzt noch ein paar Sachen ausprobiert hatten und ihn dann auch manchmal überhaupt nicht hingelegt haben (und er daheim wenn ich nicht aktiv ihm die Brust gebe bis 17 Uhr durchhält) hat er heute das erste Mal länger und am Stück geschlafen in der Krippe.

    Die Trage hatten sie bisher immer vorne und vorgestern kam mir die Idee ihn so früh wie möglich nach dem Essen auf den Rücken zu nehmen.

    Zack. Kind schlief tatsächlich 45 Minuten heute. Mal sehen ob das nochmal funktioniert so #flehan. Es ist deutlich angenehmer ein geschlafenes Kind mit nach Hause zu nehmen.

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  • Er ist seitdem jeden Krippentag in der Trage eingeschlafen #banane ablegen hat noch nicht funktioniert (ich glaube aber sie haben sich auch noch nicht so elegant angestellt) aber ich denke das wird auch noch.

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  • Super! Eine tolle Krippe habt ihr!

    "Kannst du schon den Sommer riechen? Wie er duftet? Wie er schmeckt?" #sonne

  • Ja, wir sind auch echt zufrieden dort.


    Inzwischen schläft er ohne Trage auf der Matratze innerhalb kürzester Zeit ein.

    Ein bisschen zu kurz noch aber das wird sicher noch.

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  • Super, dass es jetzt so klappt. Ich erinnere mich, dass Fröschlein mit etwa einem Jahr auch riesige Probleme mit dem Krippenschlaf hatte. Das lag aber daran, dass er in dem Alter eigentlich zweimal am Tag hätte schlafen müssen. Einmal so gegen halb elf, und einmal gegen drei. Aber halt nicht zwischen zwölf und zwei. Die Zeit war schwer für alle. Ich hab ihn immer zur KiTa getragen und dabei den Kinderwagen mit meinem Rucksack darin geschoben, weil er darin noch am ehesten geschlafen hat oder wenigstens einigermaßen zufrieden wach gelegen hat. Ab und zu mal ein wenig hin und her schieben, das ging so einigermaßen. Als er dann (glücklicherweise schon recht früh) auf einen Mittagsschlaf umgestellt hat, waren die Probleme wie weggeblasen. Auch wenn er am Wochenende oder im Urlaub eher später schläft als in der KiTa, hat er mit dem Wechsel null Probleme.

  • Hallo,


    unsere Kleine hat geschriehen wie ein Irischer Baumwerfer...dann haben wir diese 7 Tipps angewandt und das Geschreie ist sicher um 80% zurüchgegangen.


    Zum öffnen auf den Link klicken oder in den Browser kopieren:

    ****Link entfernt von Rabeneltern.org******


    Wir wünschen euch verdiente, ruhige Nächte und alles Gute, Sandra & Boris :)

  • Ich hab aus Nostalgiegründen ein bisschen durch meinen alten Beiträge gesurft.


    Wir haben jetzt tatsächlich ein Kind das mit nicht einmal zwei Jahren den Mittagsschlaf großteils abgeschafft hat. In der Krippe schläft er gar nicht mehr, obwohl er 2x die Woche bis 16:30 Uhr dort ist und auch am Wochenende schläft er nur selten Mittags ein.


    Gestern hat er Mittagspause gemacht, hingelegt, zugedeckt aber nicht eingeschlafen. So wäre es für die Krippe und mich (und ich denke auch für ihn) am Besten. Er ist tagsüber dann richtig gut drauf und läuft um 16:30 Uhr nicht nur noch auf Reserve sondern man kann ihn "vernünftig" ins Bett bringen. Also kein Kind das drüber ist, sondern ein müdes aber noch gut gelauntes Kind.


    Das Schlafthema hat uns also immer wieder begleitet #angst.

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