Hospitation weiterführende Schule // Wie funktioniert das?

  • Hallo liebe Raben,


    ich lese hier oft, dass Kinder vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule in infrage kommenden Schulen hospitieren.


    Nun habe ich das bei einer Schule die wir uns für unser Ältestes angesehen haben angefragt. Der Schulleiter ist offen für die Idee, aber es scheint für ihn Neuland zu sein und er gibt zu bedenken: "eigentlich ist das nicht vorgesehen, da die Kinder ja alle an Ihren Inhalten arbeiten und H. gar nicht wüsste, was sie so losgelöst machen sollte. Es wäre eher sinnvoll in 4 zu hospitieren um schon zukünftige Mitschschüler kennen zu lernen." ((Die Schule arbeitet mit individuellen Arbeitsplänen und wenig Frontalunterricht und hat auch eine Primarstufe))


    Daher meine Fragen: Wie funktioniert das mit der Hospitation? Was haben Eure Kinder gemacht? Waren sie in der Stufe, in die sie wechseln oder in der aktuellen Stufe?


    Danke!

  • Hier schnuppern die in der nächsten Stufe, in die sie wechseln werden.

    Der Unterricht wird ganz normal gehalten.

    Die Schüler schauen sich das halt mal an.

    Geht ja nicht nur um Inhalte sondern auch um den Umgang/Atmosphäre dort.

  • Es wird eben nicht viel Unterricht "gehalten". Die SuS arbeiten an ihren Plänen. Denkst Du, es macht trotzdem Sinn?

  • Klar. Dann kann dein Kind kann mit einem anderen an dessen "Plan" weiterarbeiten und so ein bisschen reinschnuppern.

  • Hier in NDS kenn ich es so, dass es an den weiterführenden Schulen Schnuppertage gibt. Jeder Schüler aus Klasse 4 darf sich genau eine Schule aussuchen, an der er schnuppern will und muss das an der Grundschule bekannt geben (da gehen dann Zettel zum eintragen rum). Die weiterführenden Schulen bieten dann ein oder zwei feste Termine an und die Schüler werden an die Schulen verteilt. Es schnuppern also gleich mehrere Schüler am selben Tag. Inwiefern diese Schüler dann in den Unterricht integriert werden, weiß ich nicht genau, weil mein Kind an einer Privatschule geschnuppert hat und das waren dann gleich 3 Tage an denen alle potenziell neuen Fünftklässler als "Klasse" zusammengekommen sind und 3 Tage so real wie möglich unterrichtet wurden. Die eigentlichen Fünftklässler hatten in der Zeit schulfrei.

  • Ah ok. Also Standard ist es hier nicht, außer zb bei der freien Schule. Und an der Antwort des Schulleiters sieht man ja auch recht deutlich, dass er zwar nicht völlig abgeneigt ist, aber auch keine Erfahrung hat.


    Fände es für meine Tochter schon toll wenn es klappt, weiß aber nicht, ob es Sinn macht wenn die Schule so gar nicht weiß wie es funktionieren kann.